Erfahrung mit dem KWB Brennwertkessel Easyfire CC4, bzw. BioWin2 Plus

Diskutiere Erfahrung mit dem KWB Brennwertkessel Easyfire CC4, bzw. BioWin2 Plus im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo ins Forum. Wir planen gerade den Umstieg von Öl (29 Jahre alte Buderus Heizung) auf eine Pelletheizung. Da wir nicht viel Anwender-/...

jp_1977

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Hallo ins Forum.

Wir planen gerade den Umstieg von Öl (29 Jahre alte Buderus Heizung) auf eine Pelletheizung.
Da wir nicht viel Anwender-/ Foren-Informationen bzgl. des Brennwert-Modells Easyfire CC4 von KWB gefunden haben, möchte ich euch bitten, ein kurzes Feedback in Bezug auf diese neuere Version der Easyfire Pelletheizung zu geben.

Das Gesamtsystem, welches noch final definiert werden muss, sieht wie folgt aus:

3-4 Stück Solarthermie-Module KWB aufs Dach
Pufferspeicher 800 Liter (inkl. Warmwasser-Durchflauferzhitzer) Model KWB EmpaWell
Easyfire 2 CC4 (10 bzw. 15 kW)
Pelletlagerraum (ehemaliger Erd-Tank Lagerraum)

Als Alternative steht noch der BioWin 2 Plus zur Diskussion...

Vielen Dank im Voraus für Eure Informationen und Erfahrungen mit KWB CC4 bzw. BioWin 2 Plus (positiv als auch nicht so positiv)!

Viele Grüße
Jörn
 
Wolfhaus

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Da dir keiner antwortet....... und ich auch keine Ambitionen dazu verspüre mal einige allgemeinen Gedanken dazu.

Eine Pelletheizung ist keine automatische Heizung und leicht störanfällig. Das betreiben der Heizung weicht von anderen Heizungen ab und muss verstanden werden.
Nun kommt es auf deine eigenen Fähigkeiten zur Störungsbeseitigung und die Toleranz der Nutzer an.
Die Ascheentsorgung entspricht auch nicht dem was versprochen wird und gehört in den Restmüll! Die Bio- Tonne ist tabu.
Das mit dem Erd-Tank Lagerraum ist schon mal gut kann aber nicht ausreichen und muss trocken sein. Das rechne mal selber aus ca. 50% + zum Volumen Tank. Ein Jahresbestand zu bunkern ist aber wichtig.
Das muss passen! und ist wichtiger als bei einer Gas- oder Ölheizung!
Die Kosten für Ersatzteile sind in der Summe erheblich und nicht mit anderen Heizungen (Öl Gas) zu vergleichen.
Die verwendeten Bauteile für die Pelletheizungen sind meistens die gleichen, unabhängig von den Herstellern.
In der Stadt sind Pelletheizungen eher die Ausnahme, das stellt man sich nicht in die Wohnung, Keine Schornsteinbelegung möglich, keine Lagermöglichkeiten Brennstoff.
Wir haben das vollständig eingestellt, Keine Installation, keine Wartung, keine Entstörung, keine Instandsetzung von Pelletheizungen.

Ich kann dir nur raten diesen Schritt genau zu überlegen. Ich würde ihn nicht gehen, obwohl bei mir die Rahmenbedingungen ideal erfüllt wären.
 
Hausdoc

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Ein 800l Puffer ist für 15 KW zu klein.

Welchen Ölverbrauch hattest du bisher?
 

jp_1977

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Pellet bedarf pro Jahr sind dann circa 5 t
 
Wolfhaus

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Ca. 2500 Liter pro Jahr bei ca. 100 m2 Wohnfläche
Das ist heftig, 270 kWh im Jahr pro 1m². Bedenklich wird das schon bei 120! Neue Häuser liegen bei 40-50.
Was ist das für ein Gebäude? Hier muss unbedingt was gemacht werden. Denn hier müssen Mängel bestehen die erst beseitigt werden müssen. Ich spreche nicht von einer Sanierung des Hauses, die wird kaum finanziell möglich sein.
 

jp_1977

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Die gesamte Bruttogrundrissfläche des Hauses beträgt nach DIN 277:BV ca. 178m².
Das Haus ist aus dem Jahr 1963, nicht gedämmt. neue Fenster, doppelverglast. Der Energieberater wird sich das Haus noch genauer unter die Lupe nehmen.
Allerdings ist meine eigentliche Frage nach Erfahrungswerten in Bezug KWB Easyfire 2 CC4 bzw. Windhagen Biowin 2 Plus, um wieder zum Thema zurückzufinden ;-)
 
Wolfhaus

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Dann 152 kWh pro 1m² im Jahr, das besser aber nicht gut, das sollte auf die 120 und weniger, zu senken sein, also vorhandene Baumängel.
QUOTE="jp_1977, post: 119469, member: 12093"]
Das Haus ist aus dem Jahr 1963
[/QUOTE]
Und sollte dann bei 90 kWh und weniger pro 1m² liegen.
Alte verzogene Holz- Eingangstür, Dachausbau ohne Isolierung? Das könnte und müsste beseitigt werden. Sonst fressen dich die Energiekosten auch mit einer Pelletheizung in der Zukunft auf.
 
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socko

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Erfahrungswerte sind, meistens, Zufall. Gerade bei der üblichen "wir verkaufen den Leuten das Zeug als 'Bio/Öko' und 'wartungsfrei" Technik.

Ich tippe das die Mehrheit der HB'n eben wegen dieser Volksverarsche davon abrät. "Erfahrungswerte" sind im Gegensatz zu Öl, Gas UND WP'n die, das dies auf den Müll gehört oder BESSER, gar nicht erst verbaut wird.

Bist du Landwirt der jeden Tag mit/für seine Heizung arbeiten muss? Ja, solche Dinger sind Arbeit, die - offenbar - keiner wahr haben will. Jedenfalls kein Städter.
 
Wolfhaus

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Allerdings ist meine eigentliche Frage nach Erfahrungswerten in Bezug KWB Easyfire 2 CC4 bzw. Windhagen Biowin 2 Plus, um wieder zum Thema zurückzufinden ;-)
Ich hoffe da kommt noch was, ich kann dir außer dem gesagten, nicht weiter helfen und mit gutem Gewissen nicht empfehlen. ABER.......jeder kann machen was er will.
 
Hausdoc

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Allerdings ist meine eigentliche Frage nach Erfahrungswerten in Bezug KWB Easyfire 2 CC4 bzw. Windhagen Biowin 2 Plus, um wieder zum Thema zurückzufinden ;-)

Beide Anlagen sich gleichwertig.

Dir gehts sicher um Betriebssicherheit und Langlebigkeit.

Das hängt in beiden Fällen von sorgfältiger Wartung und korrekter Hydraulik ab.

Beispielsweise finde ich an ca 3/4 aller Biomassekessel falsch dimensionierte Pufferladepumpen vor .
Bei einem 15 KW Kessel muss sie 2,6 m³/h schaffen.

Beim 15 KW Kessel bräuchtest du wenigstens 1000l Puffer (z.b. KWB EmpaCompact). 800l sind zu wenig........ da gäbs ggf auch Probleme bei Förderung.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Die gesamte Bruttogrundrissfläche des Hauses beträgt nach DIN 277:BV ca. 178m².
Das Haus ist aus dem Jahr 1963, nicht gedämmt. neue Fenster, doppelverglast. Der Energieberater wird sich das Haus noch genauer unter die Lupe nehmen.
Die 2500l sind DER absolute OBER-Hammer!
Und auch wenn das nicht unmittelbar Deine Frage trifft, aber es ist ESSENTIELL FÜR Deine Anlage: dimensioniere sie richtig, also "knapp" auf den realen Wärmebedarf, NICHT auf den errechneten. Denn es wird NIE alles gleichzeitig voll auf 21 Grad beheizt UND es ist NIE tagelang die niedrigste Außentemperatur. Selbst mit einer 80% Dimensioniereung hat noch keiner frieren müssen. Das hat auch (feuerungs)betriebstechnsiche Gründe GRAD bei einem Pelletkesel! Und GRAD zur Brennwertnutzung müssen NIEDRIGE Heizkreistemperaturen (Vorlauf unter 50Grad) gefahren werden, also müssen die Heizkörper GROSS in Bezug zur Heizlast (klein) sein. Nun kann man halt auch Heizkörper nicht unendlich vergrößern, aber dagegen andämmen, DAS kann man. Weil ohnehin bald mal ein Außen-Anstrich oder ähnliches fällig ist.

Denn DAS Haus kann/wird/darf nicht auf ewig SO bleiben, da MUSS was an der Dämmung gehen, den DIE ist hier das größte "Loch an einem Eimer mit mehreren Löchern", das von einem Wasserhahn (der Heizung) immerwieder nachgefüllt werden muss. Und jeder denkende Mensch, der sich ja auch im Winter für draußen warm ANZIEHT, anstatt nackt sich warmzuhüpfen - denn das kostet ENERGIE - wird am Eimer zuerst die Löcher stopfen, anstatt immer mehr (knappes, teures) Wasser zu beschaffen um den Loch-Eimer zu füllen.

Also: DENKE, Mensch!
 
Thema:

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