Erfahrung mit Pelletheizung

Diskutiere Erfahrung mit Pelletheizung im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Wir planen den Ersatz unserer 27 Jahre alten Ölheizung durch eine, seit diesem Jahr ja ordentlich geförderten Pelletheizung. Hat jemand längere...

kacadu

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Wir planen den Ersatz unserer 27 Jahre alten Ölheizung durch eine, seit diesem Jahr ja ordentlich geförderten Pelletheizung. Hat jemand längere Erfahrungen mit einer kleineren ca. 15kW-Anlage? Wie stabil läuft diese und wie wartungsintensiv ist sie? Unser Heizungsbauer empfiehlt einen 800-1000 Liter Wasserpufferspeicher, so dass der Brenner nicht so häufig an- und ausschalten muss. Gibt diese Dimensionierung Sinn?
Welches moderne Kesselmodell ist zu empfehlen?
Danke für aussagekräftige Antworten.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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längere Erfahrungen
Keine guten. Aber du weist das es keine "automatische" Heizung ist. Es kommt auf alle Fälle auf deine Rahmenbedingungen an. Z.B. Bunker für Pellet, eine Wartungsperson immer im Haus und auf dein technisches Verständnis sowie die Geduld und das Verständnis deiner Frau und der weiteren Mitbewohner.

1. Empfehlung; Gasheizung auch mit Flüssiggas wenn ein Gasanschluss nicht möglich ist.
2. Empfehlung; Wärmepumpe, dabei ist eine Luftwärmepumpe zu vermeiden.
3. Empfehlung; glaube keinem Verkäufer! Wende dich an einen Heizungsfachmann in deinem Umfeld.
 

kacadu

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Erdgas endet leider ca. 55 m von unserem Doppelhaus entfernt. Bin gerade dabei die Anschlusskosten zu eruieren. Flüssiggas scheidet aus, da unser Garten nicht komplett umgegraben werden soll. Da hätte ich kein Verständnis von meiner Frau :)) . Wärmepumpe scheidet aus, da keine Fußbodenheizung vorhanden. Brauchwasserwärmepumpe ist energetisch ziemlich sinnlos.
Wie lange hast du Erfahrungen? Wie oft viel die Heizung aus?
 
Hausdoc

Hausdoc

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Erdgas endet leider ca. 55 m von unserem Doppelhaus entfernt.
Entweder der Gasversorger macht den Anschluss zu Pauschalpreis oder nach tatsächlichem Aufwand. Im letzeren Fall wären das ca 6000€ ( je Meter ca 110€)
Flüssiggas scheidet aus, da unser Garten nicht komplett umgegraben werden soll. Da hätte ich kein Verständnis von meiner Frau :))

Das würde ja nicht komplett umgegraben. Nur ein Loch das den Tank aufnimmt. Die Variante Flüssiggastank kostet ca 3000€ + Einbringung Tank ( Minibagger, ggf Kran , Sand......... gesamt um die 500€)
 

kacadu

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Bei nur 6000.- wäre ich sofort dabei. Zumal auch mindestens 2 Nachbarn wohl zu überreden wären. Inkl. Straßenarbeiten? Hausanschluss käme dann ja noch dazu?

Ein 2 t - Flüssiggastank hat ja schon gute 4m*1,4 m...da würde schon ganz schön gegraben...scheidet aus.

Aber eigentlich hatte ich ja nach Erfahrungen mit Pelletheizungen gefragt.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Wie lange hast du Erfahrungen? Wie oft viel die Heizung aus?
In Berlin sind solche Heizungen nicht so stark verbreitet. Wir haben vor 15 Jahren diese Anlagen auch errichtet aber nach 5 Jahren das beendet und bauen die nur noch wieder auf Gas zurück. Beim Rückbau sind Anlagen ab 5 Jahren Nutzungsdauer nicht selten.
Der Hauptgrund dafür sind, häufige Ausfälle der Förderanlage, hohe Reparaturkosten und Störanfälligkeit im laufenden Betrieb. Dazu kommen immer eine stärkere Überwachung der Abgasnormen und das Verbot zum betreiben in einigen Stadtbereichen bzw. eine Duldung mit einer Frist zur Änderung.

Die Bundesimmissionsschutzverordnung regelt die Grenzwerte für Emissionen von Heizungsanlagen. Die aktuelle Neufassung der BImSchV schreibt besonders für Kleinfeuerungsanlagen sehr strenge Werte vor. Pelletheizungen, die nach dem 22. März 2010 errichtet werden, dürfen nur 0,40 Gramm Kohlenmonoxid (CO) pro Kubikmeter ausstoßen. Ab 2015 gelten noch strengere Werte. Dann dürfen nur noch Anlagen mit einer Emission von maximal 0,25 Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter errichtet werden. Ein wirkliches Problem ist der Feinstaub bei den Anlagen, auch die Ascheentsorgung kann Probleme bereiten.
Das alles ist aber auch vom Standort der Anlage abhängig und wird sich bei noch unterschiedlichen Bedingungen schnell angleichen.
Mit der Umweltfreundlichkeit solcher Anlagen werben selbst die Grünen nicht mehr.

Die Kosten der Filter für die Anlagen sind nicht unerheblich.

Das alles scheint am Anfang recht freundlich nervt aber dann in den Jahren immer intensiver.

Wie oft viel die Heizung aus?
Das ist schwer zu sagen denn die meisten Nutzer werden zum eigenen Handwerker oder geben auf. Und wir bauen das nur noch zurück. Beim Rückbau berichtigen die Ehefrauen, das die Anlage den Familienfrieden stark gestört hat. Das kommt wohl alles auf die eigene Schmerzgrenze an, wie lange das zu ertragen ist und einige Nutzer scheinen das sogar zu brauchen. Einige Männer scheinen darüber sogar glücklich zu sein um dann dem Wirkungskreis der Ehefrau zu entkommen.
Begeisterte Frauen sind sehr selten, such doch mal in diesem Forum zu dem Thema, einige "Mutige" haben hierzu berichtet und das ist nicht leicht eine Fehleinschätzung einzugestehen.

Die Kosten für den Heizungsbetrieb solltest du dir auch genau ansehen, denn ich kann keinen Vorteil erkennen, das kommt aber auch auf die Jahres Lagermöglichkeit der Pelleth an.

Letztlich bleibt das deine persönliche Entscheidung da nur du deine Bedingungen kennst.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Das würde ich nicht unbeachtet lassen.

Achtung:

Eine Schonfrist für viele Holzöfen endet 2020: Modelle, die vor 1995 errichtet wurden und deren Schadstoffausstoß festgelegte Grenzwerte überschreitet, müssen ausgemustert oder nachgerüstet werden. Das sieht die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor.

Was heißt das konkret?

Viele Hauseigentümer müssen in den kommenden Monaten prüfen, ob ihr Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin für Festbrennstoffe wie Holzscheite, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg hin.

Stichtag ist der 31. Dezember 2020.
 
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