Remeha TZerra M 15 DS - Verständnisfragen und Optimierungen

Diskutiere Remeha TZerra M 15 DS - Verständnisfragen und Optimierungen im DeDietrich/Remeha Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo alle zusammen! Ich bin momentan auf der Suche nach der Ursache für meinen hohen Gasverbrauch und häufige Brennerstarts. Da mein...

jp112sdl

Threadstarter
Mitglied seit
05.12.2016
Beiträge
5
Hallo alle zusammen!

Ich bin momentan auf der Suche nach der Ursache für meinen hohen Gasverbrauch und häufige Brennerstarts. Da mein Gasinstallateur kein Spezialist für Remeha ist, frage ich einfach mal hier im Forum - dafür ist es ja auch da. :)

Noch vorweg: Ich arbeite ausschließlich mit Außentemperaturfühler (also ohne Raumthermostateinfluss).

In der Anleitung steht:
1.)
"Der Kessel führt bei Erreichen der eingestell­ten Vorlauftemperatur eine Rückmodulation durch."
Was ist eine Rückmodulation?

2.)
Die adaptive Regelung des Heizkessels begrenzt die maximale Tempera­turdifferenz zwischen Heizungsvorlauf und -rücklauf sowie den maximalenAnstieg der Vorlauftemperatur. Auf diese Weise benötigt der Heizkesselkeine minimale Wasserdurchflussmenge.
Hinweis: Bei einem Kombiheizkessel in einer Anlage, in welcher der Vorlaufganz vom Rücklauf getrennt werden kann (z. B. bei Verwendungvon Thermostatventilen), muss entweder eine Umgehungsleitungmontiert oder ein Ausdehnungsgefäß an der Leitung des Zentral­heizungsvorlaufs angebracht werden.
Erst steht, es wird keine minimale Wasserdurchflussmenge benötigt, aber trotzdem soll eine Umgehungsleitung montiert werden?
Ich habe Thermostatventile und derzeit keine Umgehungsleitung. Führt das evtl. zu häufigen Brennerstarts?
Brauche ich eine Umgehungsleitung, bzw. hat das Einfluss auf Brennerstarts/Gasverbrauch?

3.)
In der Anlage habe ich die Grafik der Heizkennlinie angefügt.
Dort sind standardmäßig 75°C Vorlauf-Temperatur (VL) bei -15 °C Außentemperatur (AT), bzw. 20° VL bei 20° AT eingestellt.
Wenn ich nun an der Therme mit dem kleinen Drehregler die VL-Temperatur auf 50 °C eingestellt habe, wird das Wasser immer auf 50°C geheizt, egal, wie kalt es draußen ist.
Muss das so?



Ich würde mich freuen, wenn mich hier jemand zu den Einstellungen meiner Remeha TZerra M 15 DS fachmännisch beraten kann!

LG Jérôme
 

Anhänge

Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
5.769
Standort
dem Süden von Berlin
jp112sdl schrieb:
Da mein Gasinstallateur kein Spezialist für Remeha ist
Das muss er auch nicht sein, es geht in erster Linie um die Anpassung der Heizanlage an die Örtlichen Gegebenheiten. (örtliche Lage, Wohnung, Größe der Zimmer, Haus Dämmwert, Fenster, Heizkörper, Fußbodenheizung, Hydraulischer Abgleich, gewünschte Raumtemperatur, usw. Gesamtfläche in m²)

Wir haben hier keine Glaskugel.... also brauchen wir dafür deine Beschreibung und was ist jetzt in der Heizung eingestellt?
Welche Temperaturen werden in den Räumen erreicht?
 
ThW

ThW

Fachmann
Mitglied seit
06.05.2014
Beiträge
4.596
Standort
Pinneberg
Moin


jp112sdl schrieb:
1.)
"Der Kessel führt bei Erreichen der eingestell­ten Vorlauftemperatur eine Rückmodulation durch."
Was ist eine Rückmodulation?
Ich vermute mal... ( ;) ) das es eine kontinuierliche Verringerung der Leistung ist, was das Gebäude gerade benötigt.


jp112sdl schrieb:
2.)
Die adaptive Regelung des Heizkessels begrenzt die maximale Tempera­turdifferenz zwischen Heizungsvorlauf und -rücklauf sowie den maximalenAnstieg der Vorlauftemperatur. Auf diese Weise benötigt der Heizkesselkeine minimale Wasserdurchflussmenge.
Hinweis: Bei einem Kombiheizkessel in einer Anlage, in welcher der Vorlaufganz vom Rücklauf getrennt werden kann (z. B. bei Verwendungvon Thermostatventilen), muss entweder eine Umgehungsleitungmontiert oder ein Ausdehnungsgefäß an der Leitung des Zentral­heizungsvorlaufs angebracht werden.
Erst steht, es wird keine minimale Wasserdurchflussmenge benötigt, aber trotzdem soll eine Umgehungsleitung montiert werden?
Ich habe Thermostatventile und derzeit keine Umgehungsleitung. Führt das evtl. zu häufigen Brennerstarts?
Brauche ich eine Umgehungsleitung, bzw. hat das Einfluss auf Brennerstarts/Gasverbrauch?
Durchflussmenge steht hier nicht im Zusammenhang mit der Umgehungsleitung (Kurzschluss).
Sondern vielmehr um den Anlagendruck auch in der Rücklaufleitung durch das Ausgleichgefäß ausgleichen zu können.
Und nein, DAS ist nicht für Brennerstarts verantwortlich.


jp112sdl schrieb:
3.)
In der Anlage habe ich die Grafik der Heizkennlinie angefügt.
Dort sind standardmäßig 75°C Vorlauf-Temperatur (VL) bei -15 °C Außentemperatur (AT), bzw. 20° VL bei 20° AT eingestellt.
Wenn ich nun an der Therme mit dem kleinen Drehregler die VL-Temperatur auf 50 °C eingestellt habe, wird das Wasser immer auf 50°C geheizt, egal, wie kalt es draußen ist.
Muss das so?
Damit wird die Regelung umgangen und es herscht "manueller Betrieb".

Könnte, je nach Wärmeerzeuger, zu Problemen in der Warmwasserbereitung fürhren.

LG ThW
 

jp112sdl

Threadstarter
Mitglied seit
05.12.2016
Beiträge
5
Ich bin mir dessen bewusst, dass mir hier niemand "Genau so musst du es machen" sagen kann.

Aber mir wäre schon etwas damit geholfen, wenn ich wüsste,
1.) was "Rückmodulation" ist
2.) ob ich eine Umgehungsleitung/Übertrömventil benötige und
3.) ob sich die Heizkennlinie in Abhängigkeit der an der Therme eingestellten max. Vorlauftemperatur verändert.

Die Temperaturen liegen so bei 21°C im Wohnzimmer, 19°C im Bad und Küche. Flur wird nicht beheizt und Schlafzimmer steht auf "1", damit es so um die 16-17° bleibt.
Gesamte zu beheizende Fläche ist vielleicht 70 m².

Die Beschreibung der Anlage hänge ich gern mal mit an: Tzerra
 

jp112sdl

Threadstarter
Mitglied seit
05.12.2016
Beiträge
5
ThW schrieb:
Moin


jp112sdl schrieb:
1.)
"Der Kessel führt bei Erreichen der eingestell­ten Vorlauftemperatur eine Rückmodulation durch."
Was ist eine Rückmodulation?
Ich vermute mal... ( ;) ) das es eine kontinuierliche Verringerung der Leistung ist, was das Gebäude gerade benötigt.

jp112sdl schrieb:
2.)
Die adaptive Regelung des Heizkessels begrenzt die maximale Tempera­turdifferenz zwischen Heizungsvorlauf und -rücklauf sowie den maximalenAnstieg der Vorlauftemperatur. Auf diese Weise benötigt der Heizkesselkeine minimale Wasserdurchflussmenge.
Hinweis: Bei einem Kombiheizkessel in einer Anlage, in welcher der Vorlaufganz vom Rücklauf getrennt werden kann (z. B. bei Verwendungvon Thermostatventilen), muss entweder eine Umgehungsleitungmontiert oder ein Ausdehnungsgefäß an der Leitung des Zentral­heizungsvorlaufs angebracht werden.
Erst steht, es wird keine minimale Wasserdurchflussmenge benötigt, aber trotzdem soll eine Umgehungsleitung montiert werden?
Ich habe Thermostatventile und derzeit keine Umgehungsleitung. Führt das evtl. zu häufigen Brennerstarts?
Brauche ich eine Umgehungsleitung, bzw. hat das Einfluss auf Brennerstarts/Gasverbrauch?
Durchflussmenge steht hier nicht im Zusammenhang mit der Umgehungsleitung (Kurzschluss).Sondern vielmehr um den Anlagendruck auch in der Rücklaufleitung durch das Ausgleichgefäß ausgleichen zu können.
Und nein, DAS ist nicht für Brennerstarts verantwortlich.


jp112sdl schrieb:
3.)
In der Anlage habe ich die Grafik der Heizkennlinie angefügt.
Dort sind standardmäßig 75°C Vorlauf-Temperatur (VL) bei -15 °C Außentemperatur (AT), bzw. 20° VL bei 20° AT eingestellt.
Wenn ich nun an der Therme mit dem kleinen Drehregler die VL-Temperatur auf 50 °C eingestellt habe, wird das Wasser immer auf 50°C geheizt, egal, wie kalt es draußen ist.
Muss das so?
Damit wird die Regelung umgangen und es herscht "manueller Betrieb".
Könnte, je nach Wärmeerzeuger, zu Problemen in der Warmwasserbereitung fürhren.

LG ThW
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
5.769
Standort
dem Süden von Berlin
Bitte noch mitteilen welche Einstellungen bei P1, P25, P27, und P 26 eingestellt sind.

Wie hoch ist der Jahresverbrauch an Gas in m³ oder besser in KWh im Jahr?
 

jp112sdl

Threadstarter
Mitglied seit
05.12.2016
Beiträge
5
Wolfhaus schrieb:
Bitte noch mitteilen welche Einstellungen bei P1, P25, P27, und P 26 eingestellt sind.

Wie hoch ist der Jahresverbrauch an Gas in m³ oder besser in KWh im Jahr?
Die Parameter stehen alle noch auf den Standardwerten:
P1: 75,
P25: -15,
P26 und 27 auf 20

P1 gibt zwar eine Vorlauftemp. von max 75°C an, jedoch ist an der Therme selbst das mechanische Temperaturdrehrad auf 50°C eingestellt, was mir doch recht wenig vorkommt. Oder ist das bei einer Brennwerttherme doch ideal? Die Räume werden zumindest warm - da gab es bisher keine Probleme.

Gibt es da evtl. schon eine Diskrepanz zwischen Heizkurvenparameter P1 75°C und Drehregler auf 50°C?

Die Therme macht nur Heizwasser, so dass ich sie auch nur in den kalten Monaten in Betrieb habe.

Der Verbrauch lag bspw. für das Jahr 2015 bei 8750 kWh! Und dabei muss man berücksichtigen, dass ich a) zusätzlich den Kamin oft an habe und b) keine Warmwasseraufbereitung statt findet.

Da ich seit kurzem meinen Gaszähler elektronisch erfasse, vergleiche ich jetzt jeden Tag den Verbrauch zum Vortag. Dabei ist mir aufgefallen, dass jeden Tag so 5m³ (+/- 0,3) weggehen. Egal, ob es draußen +3 Grad oder -5 Grad sind.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
5.769
Standort
dem Süden von Berlin
jp112sdl schrieb:
Verbrauch lag bspw. für das Jahr 2015 bei 8750 kWh
Das entspricht 125 KWh pro m² im Jahr und ist zu viel!
Wenn die Wohnung das nicht verursacht, liegt das an der Einstellung der Brennwertheizung.

jp112sdl schrieb:
Drehregler auf 50°C
Damit haben Sie nur manuell den Vorlauf begrenzt was erst mal ok ist aber nicht die Lösung.

Die eingestellte Heizkurve ist einfach zu hoch für Ihre Bedingungen, es muss eine flachere Kurve eingestellt werden, dann können Sie die Begrenzung auf 50°C wieder aufheben weil Ihre Heizung nicht in den Bereich kommt.

Durch die zu steile Kurve erfolgt auch kein oder ein zu geringer Brennwerteffekt und dadurch ein zu hoher Verbrauch.
Sie sollten einen Jahresverbrauch von ca. 6.500 KWh im Jahr haben.

Versuchen Sie Schrittweise die Kurve flacher zu stellen und warten Sie das Ergebnis 1-2 Tage ab. Wird es dann immer noch warm genug, weiter mit der Kurve runter.

Ich muss Ihnen aber auch sagen das falsches Heizverhalten den Verbrauch auch erheblich erhöhen kann.
Wie das alles, von der Dämmung der Wohnung angefangen, bis zu Ihrem Heizverhalten in der Praxis ist kann ich natürlich von hier aus nicht beurteilen.

Senken Sie die Kurve, ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
 

jp112sdl

Threadstarter
Mitglied seit
05.12.2016
Beiträge
5
Vielen Dank für Ihre Tipps!

Das Heizverhalten ist ziemlich statisch - Das Thermostat in der Küche steht immer auf "2 |", Schlafzimmer auf "1" und Wohnzimmer auf "2 | |".

Einzig das Bad hat einen elektronischen Thermostaten, der nachts auf 18° Grad und tagsüber auf 20° eingestellt ist.

Um die Steilheit der Kennlinie zu senken, brauche ich doch eigentlich nur den Parameter P1 zu verringern, oder?

Mittlerweile habe ich einen geschulten Fachmann für Remeha aus der Umgebung ausfindig machen können, jedoch kann der erst Mitte Januar erscheinen. Bis dahin versuche ich mich mal ranzutasten

Vielen Dank!
 
Thema:

Remeha TZerra M 15 DS - Verständnisfragen und Optimierungen

Remeha TZerra M 15 DS - Verständnisfragen und Optimierungen - Ähnliche Themen

  • Remeha Tzerra Brauchwasser-Temperatur

    Remeha Tzerra Brauchwasser-Temperatur: Hallo zusammen, da wir weder vom Hersteller noch vom Vermieter eine brauchbare Antwort auf unsere Frage bekommen haben, versuche ich mein Glück...
  • Remeha Tzerra befüllen nicht möglich

    Remeha Tzerra befüllen nicht möglich: Hallo zusammen, ich habe nach einem Forum für mein Problem gesucht und denke dass ihr mir weiterhelfen könnt. Wir haben eine Remeha Tzerra im...
  • Remeha Tzerra 28c ohne Raumregelgerät betreiben

    Remeha Tzerra 28c ohne Raumregelgerät betreiben: Hallo, bei mir ist eine Remeha Tzerra 28 c mit einem e Twist Raumregelgerät verbaut, da ich jetzt öfters mit dem Kamin heize, würde ich gernj...
  • Remeha Tzerra

    Remeha Tzerra: vom Fachbetrieb 2013 eingebaut ( siehe Foto ) zu verkaufen . Die Brennwertheizung ist noch in Betrieb , wird aber in der KW 17 ausgebaut . Grund...
  • WW Vorang und Mischerrelais/Remeha Tzerra Sol 690 mit Isense Pro

    WW Vorang und Mischerrelais/Remeha Tzerra Sol 690 mit Isense Pro: Moin zusammen...Meine Regelung hat einen Parameter WW Vorang der bei der Warmwasserbereitung den Mischer für den Heizkreis und die Heizkreispumpe...
  • Ähnliche Themen

    • Remeha Tzerra Brauchwasser-Temperatur

      Remeha Tzerra Brauchwasser-Temperatur: Hallo zusammen, da wir weder vom Hersteller noch vom Vermieter eine brauchbare Antwort auf unsere Frage bekommen haben, versuche ich mein Glück...
    • Remeha Tzerra befüllen nicht möglich

      Remeha Tzerra befüllen nicht möglich: Hallo zusammen, ich habe nach einem Forum für mein Problem gesucht und denke dass ihr mir weiterhelfen könnt. Wir haben eine Remeha Tzerra im...
    • Remeha Tzerra 28c ohne Raumregelgerät betreiben

      Remeha Tzerra 28c ohne Raumregelgerät betreiben: Hallo, bei mir ist eine Remeha Tzerra 28 c mit einem e Twist Raumregelgerät verbaut, da ich jetzt öfters mit dem Kamin heize, würde ich gernj...
    • Remeha Tzerra

      Remeha Tzerra: vom Fachbetrieb 2013 eingebaut ( siehe Foto ) zu verkaufen . Die Brennwertheizung ist noch in Betrieb , wird aber in der KW 17 ausgebaut . Grund...
    • WW Vorang und Mischerrelais/Remeha Tzerra Sol 690 mit Isense Pro

      WW Vorang und Mischerrelais/Remeha Tzerra Sol 690 mit Isense Pro: Moin zusammen...Meine Regelung hat einen Parameter WW Vorang der bei der Warmwasserbereitung den Mischer für den Heizkreis und die Heizkreispumpe...

    Werbepartner

    Oben