Schweißen – löten Wärmetauscher undicht – ? + Ausdehnungsgefäß neu wegen Druckverlust, DeDietrich El

Diskutiere Schweißen – löten Wärmetauscher undicht – ? + Ausdehnungsgefäß neu wegen Druckverlust, DeDietrich El im DeDietrich/Remeha Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, Ich habe einen DeDietrich Gas Brennwertkessel. Bezeichnung : Elidens DTG 1300-15Eco.Nox Plus / V130 Baujahr 2004 im Einfamilienhaus...

elidens 2586

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Hallo,
Ich habe einen DeDietrich Gas Brennwertkessel.

Bezeichnung : Elidens
DTG 1300-15Eco.Nox Plus / V130

Baujahr 2004 im Einfamilienhaus

Folgende Probleme sind aufgetreten:


  1. Heizung
    verlor immer Druck.

    Lösung: Heizungsbauer dagehabt neues Ausdehnungsgefäß eingebaut.

    Frage: Herstellungsdatum 5/2009 ist so,n Teil nicht überlagert?
  2. Monteur hat beim Einbau desAusdehnungsgefäßes festgestellt
    das der Wärmetauscher links an der Naht undicht ist . Es laufen von relativ
    weit oben Tropfen herunter. Er meint es wäre ein Riss und man müsse einen
    neuen Tauscher einbauen. Muss auch schon länger da sein, weil sich schon
    Kalk abgelagert hat. Da frag ich mich auch warum das nicht schon vorher
    bei der Wartung festgestellt wurde.
Fragen:
    • Was kostet ein Wärmetauscher?
    • Kann man den Riss evnt. Wig-Schweißen oder hartlöten. Der Tauscher ist aus
      Silizium Aluminium gegossen und schon vom Hersteller geschweißt.
Im Voraus danke für eure Antworten
 
Hausdoc

Hausdoc

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Jede Reparatur an so einem Wärmetauscher ist nicht möglich.

Somit hilft nur tauschen. Eigentlich.

Da dieses Ersatzteil wirklich sauteuer ist ( deutlich über 800€ + Einbau) würde ich gleich das Gerät tauschen. Auch wenns erst 10 Jahre alt ist. Ein neues Gerät (z.B. Buderus GB 172 kostet um die 2000€)

Wie siehts denn mit der Heizwasserqualität aus?


Bevor hier Taten folgen würd ich noch genauestens prüfen, ob der Wasseraustritt wirklich Heizwasser ist oder ob einfach nur die Kondensatdichtung defekt ist.

Dazu wird der Wärmetauscher allein abgedrückt.
 

elidens 2586

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Mit der Heizwasserqualität ist die Härte gemeint ? Die liegt bei 14 dh. Also recht hart .

Hier noch mein erste Frage:
Es wurde gerade ein neues Ausdehnungsgefäß eingebaut.

Frage: Herstellungsdatum 5/2009 ist so,n Teil nicht überlagert?

Gruß Elidens
 
Hausdoc

Hausdoc

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Mit der Heizwasserqualität ist die Härte gemeint ? Die liegt bei 14 dh. Also recht hart .
Härte ist hier zweitrangig. pH Wert.
Sollte der über 8 liegen besteht Handlungsbedarf.



Frage: Herstellungsdatum 5/2009 ist so,n Teil nicht überlagert?
Nö. Hast du Angst, daß das Teil schimmelig wird?

Du hast Gewährleistung ab Einbau.
 

elidens 2586

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Hab gearade den Kostenschätzung vom Heizungsbauer bekommen. Liegt bei € 1054,- .
Da bin ich durchaus am überlegen ob ich nicht versuche den Riss zu löten oder so. Warum soll das denn nicht gehen? Man könnte ja sogar noch ein Blech als Verstärkung auflöten. Hat das denn noch keiner probiert?

Übrigens der ph-Wert unseres Trinkwassers liegt bei 7,7 also mit einem Lochfraß rechne ich da nicht.
Hausdoc schrieb:
Da dieses Ersatzteil wirklich sauteuer ist ( deutlich über 800€ + Einbau) würde ich gleich das Gerät tauschen. Auch wenns erst 10 Jahre alt ist. Ein neues Gerät (z.B. Buderus GB 172 kostet um die 2000€)



Wie siehts denn mit der Heizwasserqualität aus?





Bevor hier Taten folgen würd ich noch genauestens prüfen, ob der Wasseraustritt wirklich Heizwasser ist oder ob einfach nur die Kondensatdichtung defekt ist.
Ich denke es ist Heizwasser. Da das Wasser auf der linken Seite ca. 5cm von oben austritt. Es hat sich auch schon Kalk abgelagert und die Heizung verliert ca 0,1 bar am Tag.

Gruß Eli
 
Hausdoc

Hausdoc

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Laß das Gerät tauschen.

überlegen ob ich nicht versuche den Riss zu löten oder so.
Aluguß?
Man könnte ja sogar noch ein Blech als Verstärkung auflöten
No Way.

Übrigens der ph-Wert unseres Trinkwassers liegt bei 7,7 also mit einem Lochfraß rechne ich da nicht.
Nit vom Trinkwasser - sondern vom Heizwasser.

Es kann nämlich vorkommen daß der ph Wert von selbst steigt . Das Heizwasser wird quasi somit zur Lauge , welche das Alu auflöst.
 

Elektroniker56

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Zitat: Nit vom Trinkwasser - sondern vom Heizwasser.
Es kann nämlich vorkommen daß der ph Wert von selbst steigt . Das Heizwasser wird quasi somit zur Lauge , welche das Alu auflöst.

Der PH Wert in einem geschlossenen System kann natürlich nur steigen. Egal, wie oft Trinkwasser nachgespeist werden musste, bei einer undicht gewordenen Anlage.
Es kann natürlich nur ein neuer, teuerer Wärmetauscher geordert werden, reparierbar ist sowas bei Hausdoc nicht.
Naja, dann sind solche Angaben natürlich völlig falsch ----> Aluminium-Knetlegierungen lassen sich auch bei niedrigen Temperaturen gut umformen, biegen, pressen und schmieden. Durch Kaltumformen entstandene Spannungen können durch Weichglühen (bis 250 °C) beseitigt werden. Auch Duraluminium ist bei dieser Temperatur verformbar.
In unserer Instandhaltung gibt es Schweißer, die schweißen auch Aluminium. In meiner Lehrzeit vor zig jahren begann die Schlosserei mit Alu-schweißen.
Es muss vielleicht nichtmal geschweißt werden.

Also auch in der Heizungsbranche diese geplante Obsoleszens!

Einmal oben hinsichtlich es geht nur Neukauf eines Wärmetauschers und einmal beim andrehen von Lagerware die schon 4 Jahre alt ist. Ausfallzeit so natürlich schon früher zu erwarten, aber erst zu einem Zeitpunkt ab dem eine Gewährleistungspflicht nicht mehr greift.
 

elidens 2586

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Ich habe
jetzt den ph-Wert gemessen der liegt bei ca.
8,5.





Außerdem bin
ich über die VDI 2035 gestolpert. Wonach ein Anlagenbuch vom Heizungsbauer zu
führen ist und dem Betreiber zu übergeben ist.
Wassertests sind jährlich durchzuführen
Wartungen zu dokumentieren. Hier
ein Link dazu:


http://heizungsjournal.de/Downloads/Themenarchiv/hzj/HZJ-12-2012-Heizungswasser-Sentinel1.pdf





Es wird hier
sogar gesagt das der Installateur für die gesamte Lebensdauer der Anlage zu
haften hätte wenn er die Richtlinien nicht einhält.





An anderer Stelle habe ich folgendes gefunden.





Folgen von Steinbildung





Verminderter Wärmeübergang, örtliche Überhitzung von


Wärmeübertragungsflächen, Rissbildung,
Querschnittsverminderung, erhöhter


Strömungswiederstand verminderte Wärmeübertagung /
Wärmleistung


(unwirtschaftlich).





Mein Heizungsbauer hat nichts davon gemacht . Kein
Wassertest, kein Anlagenbuch und ich habe auch noch einen jährlichen
Wartungsvertrag mit ihm.





Da frag ich mich ob das nicht doch etwas fahrlässig ist .
 
Hausdoc

Hausdoc

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Mein Heizungsbauer hat nichts davon gemacht . Kein

Wassertest, kein Anlagenbuch und ich habe auch noch einen jährlichen

Wartungsvertrag mit ihm.
Hast du den Fachmann denn dazu beauftragt?

Das Gros der Fachleute versteht unter Wartung nur Reinigung von Brenner und Kessel. Dem Hausbesitzer ist es erst mal recht, weil billig.

Daß zu einer Wartung aber auch Überprüfung von MAG, Regelung, Heizwasser, Verbrennungsluft usw dazu gehört, ist für mich logisch. Auch für die anderen schreibenden Fachleute hier...

pH 8,5 ist nicht katastrophal - aber für einen Aluwärmetauscher deutlich zu hoch.

Ob das jetzt den Wärmetauscher getötet hat, kann man erst feststellen, wenn man das Teil nach dem Ausbau zersägt.


Steinbildung ist bei derart kleinen Anlagen eher ein kleineres Problem. Außer du musstest die letzten Jahre fast täglich Wasser nachfüllen.
 

Elektroniker56

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Fragen darfst du sowas. Du solltest aber auch bedenken, alles hat mindestens zwei Seiten.

Du hast dich jetzt erst schlau gemacht, nachdem das Kind quasi in den Brunnen gefallen ist. Bleiben wir mal bei diesem sinngemäßen Thema. Wenn der Brunnen auf deinem Gelände ist, liegt die entsprechende Fürsorgepflicht bei dir.

Konfrontiere doch den Heizungsdienstleister mal mit dieser DIN und was er/sie zu tun hätte, aber nicht getan hat usw. Er/sie wird sich seine Kundschaft aussuchen, und zu kritische Kunden nicht bedienen wollen.
Ursache und Wirkung bezieht sich oft nicht nur auf technische Dinge. Vielleicht muss man manchmal seinen Dienstleister ein bissel nacherziehen ;-) Oder einiges selber machen, sofern machbar.
 

elidens 2586

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Hast du den Fachmann denn
dazu beauftragt?
Naja, wenn ich die Artikel über die VDI 2035 lese, die im Heizungsjournal erschienen sind, dann gehe ich einfach davon aus dass Stand der Technik und sozusagen Gesetz ist und
Heizungsbauer sich danach richten sollten. Ich halte es einfach für fahrlässig diese Vorschriften nicht zu beachten.
Einerseits, weil meine Heizung jetzt vielleicht mit aus diesem Grund kaputt ist. Anderseits, weil der Hb sich ja dadurch absichern kann und eventuellen Regressforderungen aus dem Weg geht.

Konfrontiere doch den
Heizungsdienstleister mal mit dieser DIN und was er/sie zu tun hätte, aber
nicht getan hat usw. Er/sie wird sich seine Kundschaft aussuchen, und zu
kritische Kunden nicht bedienen wollen.
Es gibt ja Gott sei Dank nicht nur einen Heizungsbauer. Tja und was ich jetzt draus mache muss ich mir noch gut überlegen.
 

elidens 2586

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So, ich habe nun Ende November den Wärmetauscher ausgebaut und mit einem flussmittelumhüllten Aluminiumlot mit einer Arbeitstemperatur von 400° gelötet.
Vorgehensweise:
  1. Wt gut gereinigt mir Nylon-Schleifbürste.
  2. WT eine halbe Std. bei 250° Grad im Backofen vorgeheizt .
  3. Haarriss 2,5 cm lang ausgefräst.
  4. Dann mit Propansauerstoff gelötet. Das Problem ist hierbei die Gesamthitze. Ich komme punktuell zwar locker auf die Temperatur, aber das Alu und das Flussmittel ist auch schnell überhitzt und dann fließt das Lot zwar, es verbindet sich aber nicht. Das nächst mal würde ich mit zwei Brennern arbeiten um eine gleichmäßigere Gesamthitze zu bekommen.
  5. Langsam abkühlen lassen, bei mir war es ca.eine Std. draußen.
  6. Dann habe ich den Wt mit dem Wasserschlauch abgedrückt. Der gelötete Riss war bei 3 Bar Wasserdruck dicht. Jedoch zeigte sich noch eine weitere kleinere Stelle. Die habe ich dann "fachmännisch" ,mangels weiteren Lotes, mit 2 Komponentenkleber und einem 2 x 3cm großen Aluflicken geklebt.
  7. Alles wieder eingebaut und bislang ist alles dicht.
Ich bin ja mal gespannt wie lange. :D

Gruß Eli
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ich komme punktuell zwar locker auf die Temperatur, aber das Alu und
das Flussmittel ist auch schnell überhitzt und dann fließt das Lot zwar,
es verbindet sich aber nicht.
Ich hab da auch mal experimentiert.

Damit das Werkstück warm bleibt, hab ich den Tauscher mit einem Schweißtrafo warm gehalten. Über die Einstellung des "Schweißstromes" kann man die Temperatur regeln.
So 450° sollte das Teil haben.

So war das Ergebnis deutlich besser - aber keineswegs perfekt.

Das Ergebnis war dann ein Totalschaden des Junkers Wärmetauscher. Durch die anscheinend einseitige Hitze hat sich das Teil verzogen und der Brenner ließ sich nicht mehr plan auflegen
 

elidens 2586

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Hausdoc schrieb:
Ich hab da auch mal experimentiert.



Damit das Werkstück warm bleibt, hab ich den Tauscher mit einem Schweißtrafo warm gehalten. Über die Einstellung des "Schweißstromes" kann man die Temperatur regeln.

So 450° sollte das Teil haben.



So war das Ergebnis deutlich besser - aber keineswegs perfekt.



Das Ergebnis war dann ein Totalschaden des Junkers Wärmetauscher. Durch die anscheinend einseitige Hitze hat sich das Teil verzogen und der Brenner ließ sich nicht mehr plan auflegen
War vielleicht missverständlich ausgedrückt. Aber das Lot
hat sich durchaus richtig verbunden nur nicht über die gesamte Fläche. Wie ich
es gern gehabt hätte. Aber immerhin so gut, dass es der Druckprüfung
standgehalten hat. Zudem hatte ich wahrscheinlich durch die geringere
Temperatur den Vorteil, das mein Tauscher nicht verzogen ist und wieder
eiwandfrei funktioniert.



Gruß Eli
 
Thema:

Schweißen – löten Wärmetauscher undicht – ? + Ausdehnungsgefäß neu wegen Druckverlust, DeDietrich El

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