Buderus Logamatic HS 4211 + Modul FM 442: seit Ende Oktober 2017 läuft die Umwälzpumpe für die Heizk

Diskutiere Buderus Logamatic HS 4211 + Modul FM 442: seit Ende Oktober 2017 läuft die Umwälzpumpe für die Heizk im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Wir haben seit 1999 einen Niedertemperatur-Ölkessel mit einer Logamatic HS 4211 Regelung von Buderus, dazu das Modul FM442 (für bis zu 2...

Thomas_1982

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Wir haben seit 1999 einen Niedertemperatur-Ölkessel mit einer Logamatic HS 4211 Regelung von Buderus, dazu das Modul FM442 (für bis zu 2 Heizkreise mit Mischer). Bei der Umwälzpumpe für die Heizkörper war es bisher so, dass die Pumpe Pausen machte. Seit Ende Oktober 2017 ist das aber nicht mehr der Fall: Die Pumpe läuft rund um die Uhr! Als wenn der Frostschutz aktiv wäre. Der Temperaturfühler funktioniert aber korrekt und der Frostschutz steht auf +1°C. Lediglich wenn es draußen warm ist, schaltet die Pumpe ab weil der Sommerbetrieb dann aktiv ist und nur das Warmwasser erwärmt wird. Was kann kaputt sein? Oder ist lediglich etwas verstellt? Auffällig ist, dass der Fehler kurz nach der Jahreswartung am 20.10.2017 aufgetreten ist.

Pro Woche Dauerbetrieb verschwenden wir ca. 7 kWh elektrischen Strom. Außerdem wird die Pumpe durch den Dauerlauf stärker verschlissen als nötig.
 

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Dann müsstest du als erstes den Wartungsfachmann fragen , ob an der Regelung was verstellt wurde.

Welche SO/WI Schwelle ist eingestellt?
 

Thomas_1982

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Nein, er hat nichts daran verstellt. Auf die Frage warum die Heizungspumpe jetzt 24/7 läuft meinte er, dass das normal sei. Laut Lastprofil würden Heizungspumpen 5.500 bis 5.800 Stunden im Jahr laufen.

Die Anlage schaltet auf Sommerbetrieb um, sobald am Außentemperaturfühler 21°C erreicht werden. Ich weiß, dass das viel ist aber meine Mutter friert immer - sie braucht mindestens 24°C im Wohnraum.

Ich habe das Forum soeben durchforstet und nun stellt sich die folgende Frage: Kann es sein, dass das Modul ein falsches Signal des Außentemperaturfühlers bekommt und deshalb der Frostschutz (also Pumpendauerlauf) aktiv ist? Am MEC (das weiße Ding mit den vielen Knöpfen) der HS 4211 wird aber auf dem LC-Display die korrekte Außentemperatur angezeigt! Oder wertet das Modul für die Umwälzpumpe die Temperatur separat aus?
 
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Thomas_1982 schrieb:
Kann es sein, dass das Modul ein falsches Signal des Außentemperaturfühlers bekommt und deshalb der Frostschutz (also Pumpendauerlauf) aktiv ist?
Die Außentemperatur wird doch an der Regelung angezeigt.... Vergleiche hier.

Bei Einstellung 21° läuft die Heizkreispumpe mit Sicherheit fast den ganzen Sommer. Sowas stellt auch nicht automatisch 24° Wohnraumtemeratur sicher.
 

Thomas_1982

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Wie schon geschrieben wird die Außentemperatur auf dem LC-Display des MEC (das weiße Ding in der Logamatic HS 4211) korrekt angezeigt. Wenn das Modul für die Heizungspumpe aber einen separaten Anschluss für den Außentemperaturfühler hat und dieser fehlerhaft ist dann wäre klar warum die Heizungspumpe 24/7 läuft: Das Frostschutzprogramm ist aktiv! Und das obwohl es Sommer ist.

Erfahrungsgemäß sind es in Innenräumen tagsüber meistens 3 Kelvin mehr als draußen. Daraus resultieren bei meiner Mutter die 21°C Umschalttemperatur in den Sommerbetrieb (Heizung AUS). In meiner 52 qm Apartment-Wohnung mit elektrischer Fußboden-Speicherheizung konnte ich diese immer schon bei 17°C Außentemperatur (tagsüber) ausschalten, weil mir 20°C im Wohnraum reichten.
 
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Thomas_1982 schrieb:
Wenn das Modul für die Heizungspumpe aber einen separaten Anschluss für den Außentemperaturfühler hat
Hats nicht.
Thomas_1982 schrieb:
Außerdem wird die Pumpe durch den Dauerlauf stärker verschlissen als nötig.
Das ist Spekulativ

Thomas_1982 schrieb:
Pro Woche Dauerbetrieb verschwenden wir ca. 7 kWh elektrischen Strom.
Das liegt in meinen Augen an der sehr hohen SO/WI Schwelle
 

Thomas_1982

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Welcher Teil der Logamatic HS 4211 generiert denn das Frostschutzprogramm (Pumpendauerlauf im Heizkreis)?

Da Heizungspumpen über 200.000 Stunden halten können, kann mir das mit dem Verschleiß erstmal egal sein.

Die ca. 7 kWh verschwenden wir auch im Kernwinter (Dezember, Januar, Februar) weil die Umwälzpumpe für die Heizkörper keine Pausen mehr macht (zuvor jahrelang Intervall-Betrieb). Natürlich könnte man die SO/WI Schwelle so einstellen, dass im Winter Sommerbetrieb vorherrscht. Aber wozu braucht man dann noch eine Heizungsanlage? Dein Kommentar hinsichtlich der Stromverschwendung ist also absurd. Ziel muss sein, dass die Pumpe wieder im Intervall-Betrieb arbeitet und nicht mehr im Frostschutzprogramm, um den Strom zu sparen.
 
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Thomas_1982 schrieb:
Da Heizungspumpen über 200.000 Stunden halten können, kann mir das mit dem Verschleiß erstmal egal sein.
Auch das ist spekulativ.

Wenn Zulaufdruck und Wasserqualität nicht passen, kann sich das auf ein paar 100 Stunden verkürzen.
200000 Stunden wären bei normaler Laufzeit über 30 Jahre Betriebszeit - eher seh, sehr unwahrscheinlich.
Thomas_1982 schrieb:
Ziel muss sein, dass die Pumpe wieder im Intervall-Betrieb
Was meinst du mit Intervallbetrieb?
Thomas_1982 schrieb:
Welcher Teil der Logamatic HS 4211 generiert denn das Frostschutzprogramm (Pumpendauerlauf im Heizkreis)?
Es ist nicht EIN Teil.
Hier greifen je nach Parametrierung mehrere Funktionen.
Wenn die Außentemperatur , die Kesseltemperatur und ggf weitere Vorlauffühler korrekte Werte über + 3° anzeigen, ist die Frostschutzfunktion nicht aktiv.
Thomas_1982 schrieb:
Die ca. 7 kWh verschwenden wir auch im Kernwinter (Dezember, Januar, Februar) weil die Umwälzpumpe für die Heizkörper keine Pausen mehr macht
Diese Pausen wären sehr unüblich und eine Fehlfunktion. Wenn Heizbetrieb, dann laufen die Heizkreispumpen auch 24/7.
Die Einzige Unterbrechung die stattfinden könnte , wär während der Warmwasserbereitung bei kleineren Anlagen mit Warmwasservorrang.
 
tricotrac

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Thomas_1982 schrieb:
Wir haben seit 1999 eine Logamatic HS 4211 Regelung von Buderus am Niedertemperatur-Ölkessel
Dann ist das der Anfang vom Ende ! Immerhin 19 Jahre alt. Schaffe Rücklagen für die Erneuerung des Wärmeerzeugers.

Thomas_1982 schrieb:
Pro Woche Dauerbetrieb verschwenden wir ca. 7 kWh elektrischen Strom
Auch nur zu ändern durch den Einbau einer Hocheffizienzpumpe.
 

Thomas_1982

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Intervallbetrieb der Heizkörper-Umwälzpumpe (Buderus Logamatic HS 4211):

Umwälzpumpe ist aus, Ölbrenner erwärmt das Kesselwasser auf 70°C bis 85°C. Mischer öffnet den Heizkreis und die Umwälzpumpe wird eingeschaltet. Umwälzpumpe läuft einige Minuten, der Mischer schließt dann und die Umwälzpumpe schaltet wieder ab. Das Spiel beginnt aufs Neue! Vorteil ist, dass die Umwälzpumpe nicht die ganze Zeit läuft, sondern auch Pausen macht. Die Stromersparnis gerade im Frühjahr und Herbst ist gegenüber dem Dauerbetrieb erheblich!
 
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Thomas_1982 schrieb:
Umwälzpumpe ist aus, Ölbrenner erwärmt das Kesselwasser auf 70°C bis 85°C. Mischer öffnet den Heizkreis und die Umwälzpumpe wird eingeschaltet. Umwälzpumpe läuft einige Minuten und schaltet dann ab
Ahhhhhhhhh..

Das nennt sich Pumpenlogik.
Bei unterschreiten einer Mindesttemperatur schaltet die Pumpe zum Schutz des Kessels ab.

So gesehen ist das eine Fehlfunktion im Heizbetrieb und dient keinseswegs der Stromeinsparung.

Vermutlich hat der Fachmann die Heizkennlinie minimal angehoben, sodass diese Mindesttemperatur nicht mehr erreicht wird.
Diese Anhebung geschieht z.b. durch Erhöhung der Tagtemperatur z.b. von 22° auf 23° usw.

Nutzt ihr an den Heizkörpern elektronische Thermostatköpfe?
 

Thomas_1982

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tricotrac schrieb:
Thomas_1982 schrieb:
Wir haben seit 1999 eine Logamatic HS 4211 Regelung von Buderus am Niedertemperatur-Ölkessel
Dann ist das der Anfang vom Ende ! Immerhin 19 Jahre alt. Schaffe Rücklagen für die Erneuerung des Wärmeerzeugers.

Thomas_1982 schrieb:
Pro Woche Dauerbetrieb verschwenden wir ca. 7 kWh elektrischen Strom
Auch nur zu ändern durch den Einbau einer Hocheffizienzpumpe.
Quark mit Soße, die Anlage ist trotz 19 Jahren in einem guten Zustand. Einzig der Energieträger (Heizöl EL) ist nicht mehr zeitgemäß bzw. zu teuer weil Spekulanten die Preise in die Höhe treiben. Die 7 kWh Stromersparnis ergibt sich automatisch, wenn die Anlage wieder läuft wie vor Oktober 2017.
 

Thomas_1982

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Hausdoc schrieb:
Das nennt sich Pumpenlogik.
Bei unterschreiten einer Mindesttemperatur schaltet die Pumpe zum Schutz des Kessels ab.

So gesehen ist das eine Fehlfunktion im Heizbetrieb und dient keinseswegs der Stromeinsparung.

Vermutlich hat der Fachmann die Heizkennlinie minimal angehoben, sodass diese Mindesttemperatur nicht mehr erreicht wird.
Diese Anhebung geschieht z.b. durch Erhöhung der Tagtemperatur z.b. von 22° auf 23° usw.

Nutzt ihr an den Heizkörpern elektronische Thermostatköpfe?
Ich werde das mal beobachten. Die Mindesttemperatur im Kessel zur Abschaltung wird wohl nicht mehr unterschritten, weil ab und zu die Warmwassertemperatur von 45°C wieder auf 50°C erhöht werden muss.

Wir haben damals überall Heimeier Thermostate installieren lassen und keinen elektronischen Schnickschnack. Die brauchen doch sicher Batterien (giftiger Sondermüll)?
 
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Thomas_1982 schrieb:
weil ab und zu die Warmwassertemperatur von 45°C wieder auf 50°C erhöht werden muss.
Wieso ab und zu?
Warmwasser sollte aus hygienischen Gründen ganztägig über 50° bereitet werden
Thomas_1982 schrieb:
Wir haben damals überall Heimeier Thermostate installieren lassen und keinen elektronischen Schnickschnack.
Sehr gut! :thumbsup:
 

Thomas_1982

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Hausdoc schrieb:
Wieso ab und zu?Warmwasser sollte aus hygienischen Gründen ganztägig über 50° bereitet werden
Weil die Warmwassertemperatur von 50°C (Sollwert) auf 45°C absinkt durch Auskühlverluste des 160 Liter Wasserspeichers. Die Hysterese ist also 5 Kelvin. Ursprünglich waren 60°C Warmwassertemperatur eingestellt, was aber unnötig heiß war. Zwecks Energieeinsparung sind es nur 50°C und die thermische Warmwasserdesinfektion ist ausgeschaltet (Standardeinstellung).
 
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Thomas_1982 schrieb:
. Zwecks Energieeinsparung sind es nur 50°C
Energie würdest du nur einsparen wenn du weniger Wasser zapfst. Eine Zieltemperatur hat erst mal nichts mit Einsparung zu tun.

Ich stelle bei derartigen Anlagen immr 53° ein. Durch Pumpennachlauf werden daraus 54-55°. Abzüglich Hysterese schaltet die Warmwasserbereitung dann wieder über 50° ein.
60° und darüber ist nach Trinkwasserverordnung nur für Großanlage gefordert und hier auch nicht notwendig.

Der Speicher selbst verliert pro Tag 5° (ohne Leitungsverluste) - egal welche Temperatur du einstellst.
 
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Thomas_1982 schrieb:
Quark mit Soße, die Anlage trotz 19 Jahren in gutem Zustand
Na prima ! Das du das als Laie so gut erkennst !

Thomas_1982 schrieb:
Die 7 kWh Stromersparnis ergibt sich automatisch, wenn die Anlage wieder läuft wie vor Oktober 2017.
Mit einer HEF-Pumpe wäre es noch deutlich weniger !
 

Thomas_1982

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Warmwasser: 51°C (50°C Sollwert)
Kesseltemperatur: >70°C
Umwälzpumpe für Heizkörper läuft
Mischer hat geschlossen und schließt weiter!?
Vorlauftemperatur: 30°C (analoge Anzeige)
Rücklauftemperatur: 30°C (analoge Anzeige)

Wozu läuft die Heizungspumpe, wenn der Mischer komplett geschlossen hat?
 
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Welche Tag bzw Absenktemperatur ist eingestellt?
 
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Buderus Logamatic HS 4211 + Modul FM 442: seit Ende Oktober 2017 läuft die Umwälzpumpe für die Heizk

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