Zusammenspiel Pufferspeicher - Gastherme

Diskutiere Zusammenspiel Pufferspeicher - Gastherme im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo beisammen, ich habe mir letztes Jahr ein Haus Bj. 1947 gekauft und teilweise renoviert; folgende Konfiguration hat sich dadurch ergeben...

cop

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Hallo beisammen,

ich habe mir letztes Jahr ein Haus Bj. 1947 gekauft und teilweise renoviert; folgende Konfiguration hat sich dadurch ergeben:
  • Fenster Bestand (Bj. 2005)
  • Fasedendämmung unbekannt aber in Teilen gedämmt (Westseite mit 10 cm Styropor)
  • Gastherme Vaillant ecoCompact (Bestand, Einbau ca. 2005)
  • Solarthermie Vaillant mit auromatic 620 Regelsystem (neu)
  • Pufferspeicher Vaillant vps sc 700 (neu)
  • wasserführender Heizkamin caminetti (neu)
Nun hat sich für den Heizungsbauer das Problem ergeben, dass das neue Regelsystem nicht mit der vorhandenen Gastherme "sprechen" kann. Folgende Vorgehensweise - hat man mir als Laie so erklärt - wurde dann gewählt:
  1. Gastherme "dumm" gestellt, d.h. vorh. Außenemperaturfühler/Regelung abgeklemmt
  2. Regelung erfolgt "nur" noch über die Rücklauftemperatur von Pufferspeicher/ direkt aus Heizkreislauf
  3. dient nur noch als Zirkulationspumpe für die Heizung bzw. Backup falls Solarthermie und Heizkamin nicht den Pufferspeicher füllen.
Das hat über den Sommer auch ganz gut funktioniert, auch in der Übergangszeit heizte die Gastherme immer nur kurz, um dann nach Temperaturabgleich nur noch umzuwälzen. Als sich nun die Aussentemperaturen bei -15 ° C eingependelt haben, wurde das Haus nicht mehr warm - das obwohl der Heizkamin und tlw. auch die Solarthermie den Puffespeicher füllten.
Ich habe nun manuell an der Gastherme die Vorlauftemperatur von 55°C auf 60°C erhöht und siehe da, die Heizkörper wurden wieder warm/heiß!
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich nun ständig manuell die Vorlauftemperatur an der Gastherme ändern muss?!
Der Außentemperaturfühler ist zwar an das neue Regelsystem angeschlossen, aber das kann ja nicht die Vorlauftemperatur an der Gastherme ändern - wozu dann eigentlich der Außenfühler noch bei der neuen Steuerung?
Auch die Frage nach der Veränderung der Heizkurve (im Moment auf 1,4 eingestellt) hat sich mir gestellt... auf telephonische Anfrage beim Installateur meinte der, dass ich nichts verändern müsse?!

Jetzt kommen mir Zweifel, ob die Anlage so überhaupt funktionieren kann - der Heizkamin erhitzt das Wasser auf knapp 80°C im Pufferspeicher und trotzdem heizt die Gastherme Tag und Nacht.
Wieso hat man am neuen Steuerungssystem überhaupt eine Nachtabsenkung eingestellt, wir haben keinen Temperaturfühler im Wohnraum...

Schon mal vielen Dank für Tipps & Ratschläge!
 
Hausdoc

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Poste mal eine Skizze wie das alles angeschlossen ist.
 

cop

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Wow, das ging schnell... das mit der Skizze kann aber ein bisschen dauern :whistling:
 
Hausdoc

Hausdoc

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Warum?

Ohne diese Skizze ist aber keine vernünftige Antwort möglich. Ich hab aber schon einen Verdacht.
 

cop

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Hydraulikskizze.jpg

Ich musste die Skizze erstmal malen :D
Die Anschlüsse für das Warmwasser hab ich weggelassen, die gehen alle vom Pufferspeicher ganz oben weg...
Die Funktion der 3-Wege-Ventile kann ich nur erahnen, v.a. beim Rücklauf weiß ich nicht so recht. Jedenfalls ist direkt nach der Gastherme im Vorlauf ein Fühler beim roten Ventil. Beim blauen Ventil liegt er im Rücklauf der Heizung vor dem Ventil.
Ich hoffe man kann was mit der Beschreibung anfangen...

Grüße vom
Cop
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das kann nicht funktionieren.
Zumindest nicht so wie es jetzt angeschlossen ist.

Die Pufferauswahl ist auch nicht besonders glücklich.


Der verwendete Puffer wird bei Anlagen ohne Kaminofen verwendet.

Dein Heizungsbauer hat vermutlich den häufigen Denkfehler der Puffer sei eine zusätzliche ( zur Gastherme ) Wärmequelle.

Derartige Anlagen muss man aber so gestalten, daß der Pufferspeicher das zentrale Element ist. Quasi eim Heizkessel mit 3 Brennern (Gastherme, Heizkamin + Solar) .
Der Heizkreis wird folglich direkt am Puffer angeschlossen. 3-wege umschaltventile sind nicht notwendig( Ausnahme: geschichtete Solarladung bei großen Puffern).

Setz dich mit deinem Heizungsbauer bei einem Kaffee und diesem Posting vor der Anlage zusammen.
Mit etwas Hirnschmalz reduziert sich der Umbauaufwand meist.
 

cop

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Vielen Dank für die prompte Antwort!!
Ich hoffe mein Heizungsbauer ist einsichtig!

lg
Cop
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das soll kein "ans Bein pissen" sein.

Du möchtest die Anlage ja einige Jahre wirtschaftlich nutzen - und nicht möglichst schnell und einfach Material verbauen.
 

cop

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Schon klar... alles im Sinne konstruktiver Kritik :thumbsup:

Ein Grund für die vorgenommene Zusammensetzung der Komponenten könnte doch auch darin begründet sein, dass die Gastherme als Zirkulationspumpe dient?! ... ist mir so heute Nacht eingefallen... :sleeping: Wenn man nun den Pufferspeicher als zentrale Komponente nimmt, braucht man ja noch irgendwas, um das Wasser in die Heizkörper zu bringen oder ist das falsch gedacht? ?(
Grüße vom cop
 
Hausdoc

Hausdoc

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Richtig:
sieh dir mal derartige Thermen mit hydraulischer Weiche an. ;)

Hier braucht man auch noch eine seperate Heizkreispumpe.
 

cop

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Kurzes Feedback... Heizungsbauer war am Mo vor Ort. Auf Hydraulikweiche angesprochen, war die Antwort, dass die Wassermenge hierfür zu gering wäre?! Keine Fußbodenheizung, zu wenig Heizkörper etc.
Nach kurzer Einweisung meinerseits in die Anlage stellte er fest, dass fast sämtliche Steckplätze (Anschlüsse für Sonden, Ventile etc.) nicht korrekt gesteckt waren. Grund hierfür soll der Hydraulikplan für eine /2 gewesen sein - eingebaut wurde eine /3 Steuerung! Nachdem die Vaillant-Service-hotline keinen Rat mehr wusste, gab er nach 3 1/2 Stunden auf... kommenden Montag wird der zweite Versuch gestartet, die Anlage richtig einzustellen.
Vielen Dank nochmals für die Hinweise, ich habe jetzt das Gefühl "auf Augenhöhe" diskutieren zu können!

Grüße vom Cop
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ich meinte ja auch keine zusätzliche hydraulische Weiche .

Der Puffer ist als hydraulische Weiche zu sehen.


Das "Problem " beim Werkskundendienst: Sie müssen sich extrem genau an vorgegebene Hydrauliken halten. Das ist grundsätzlich von allen Firmenleitungen so vorgegeben.

"Sonderhydrauliken" wie bei dir mit Heizkamin werden hier nicht berücksichtigt.

Somit ist der Werkskundendienst kein guter Problemlöser.

Konfrontier deinen Heizungsnauer nochmal mit dem Satz: Puffer = hydraulische Weiche.
Vieleicht dämmert bei ihm dann..
 
Thema:

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