Heizung taktet immer kürzer...

Diskutiere Heizung taktet immer kürzer... im Junkers Forum im Bereich Junkers; Ein freudliches Hallo an die Heizungsspezialisten (inbesondere @ Hausdoc :thumbsup:)! Ich habe leider ein sich langsam anbahnendes Problem mit...
#1
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Ein freudliches Hallo an die Heizungsspezialisten (inbesondere @ Hausdoc :thumbsup:)!

Ich habe leider ein sich langsam anbahnendes Problem mit meiner ZSB 22/83-1 MRA (Bj. 2005) an einer Einrohrheizung:

Die Umwälzpumpe UPS 15-60 TTAO brummt zwar schon seit dem Hauskauf 2013 vor sich hin. Die Heizung taktet aber seit einiger Zeit in kürzeren Abständen.

Bei vergleichbarer Außentemperatur (0° C) betrug die Brenndauer Anfang 2013 etwa 3 min (56° C - Vorlauf) und die Brennerpause danach etwa 5 min.
Die Rücklauftemperatur stieg gegen Ende der Brenndauer (schon wieder) etwas an (35°C auf 38°C).

Derzeit 2018/2019 beträgt die Brenndauer etwa 2 min (Vorlauf etwa 58° C) und die Pause ebenfalls 2 min.
Die Rücklauftemperatur (36° C) steigt jetzt gegen Ende der Brenndauer nicht mehr an; das Heizwasser wird also nicht mehr so schnell umgewälzt.

Dafür sprich auch, dass seit ca. einem Jahr keinerlei Fließgeräusche mehr an den Heizkörpern bzw. Hahnblöcken warnehmbar sind.
Die Heizung bekommt die Wärme (Mindestleistung 7,8 kW) also auch nicht mehr so schnell abgeführt.

Woran könnte die verminderte Umlaufmenge eher liegen? Umwälzpumpe (bzw. deren Motorkondensator) oder Wärmetauscher zugesetzt?

Woraus das (klare) Heizungswasser besteht, hat mir der Verkäufer des Hauses in 2013 natürlich nicht verraten (im Zweifel nicht nach VDI2035), daher hier noch die Trinkwasserwerte: Trinkwasserhärte 4,8 dH / Carbonathärte 2,4 dH / Natrium 11 mg/l / Calzium 25,6 mg/l

Ich möchte ungern eine Heizungsfirma beauftragen, die nach dem Ausschlussprinzip zu hohen Kosten erstmal "alles durchtauscht" (falls ich derzeit überhaupt in absehbarer Zeit Termine hier in Bonn bekomme :p, die Auftragslage mit Neuinstallationen bzw. Anlagentausch ist ja momentan bekannt).

Daher würde ich zumindest den Fehler eingrenzen wollen (am besten auf die Pumpe :cool:) und die dann auch tauschen lassen bzw. reparieren (wenn Motorkondensator).
Eine Thermenwartung ist eh' überfällig und da könnte gleich der sich anbahnende Fehler mit behoben werden. Eine zugelassene HE-Pumpe scheint es ja von Junkers leider immer noch nicht zu geben...

Könnt ihr mir Hinweise geben?

Beste Grüße, lpi
 
#2
gesbb

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Ich habe leider ein sich langsam anbahnendes Problem mit meiner ZSB 22/83-1 MRA (Bj. 2005) an einer Einrohrheizung
Was hat sich zwischenzeitlich, anlagentechnisch, Nutzerverhalten verändert?
Wärmeerzeuger takten, wenn sie ihre, auf Grund von Regelungsanforderungen, bereitgestellte Leistung nicht "los werden" können.
Ein typisches Szenario bei Bestandsanlagen. Hierfür gibt es zahlreiche Ursachen.
Bei vergleichbarer Außentemperatur (0° C) betrug die Brenndauer Anfang 2013 etwa 3 min (56° C - Vorlauf) und die Brennerpause danach etwa 5 min.
Derzeit 2018/2019 beträgt die Brenndauer etwa 2 min (Vorlauf etwa 58° C) und die Pause ebenfalls 2 min.
Die deutlich überhöhten Verbrauchskosten und CO2 Emissionen dieser Anlage (Kuhschwanzheizung) möchte ich eher nicht wissen;)
Daher würde ich zumindest den Fehler eingrenzen wollen (am besten auf die Pumpe :cool:) und die dann auch tauschen lassen bzw. reparieren (wenn Motorkondensator).
Was sollte das bringen?o_O
Eine Thermenwartung ist eh' überfällig.....
Warum, wegen der paar €, sofern fachgerecht durchgeführt, so lange versäumt?
 
#3
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Was hat sich zwischenzeitlich, anlagentechnisch, Nutzerverhalten verändert?
Wärmeerzeuger takten, wenn sie ihre, auf Grund von Regelungsanforderungen, bereitgestellte Leistung nicht "los werden" können.
Ein typisches Szenario bei Bestandsanlagen. Hierfür gibt es zahlreiche Ursachen.
Die deutlich überhöhten Verbrauchskosten und CO2 Emissionen dieser Anlage (Kuhschwanzheizung) möchte ich eher nicht wissen;)
Was sollte das bringen?o_OWarum, wegen der paar €, sofern fachgerecht durchgeführt, so lange versäumt?
Lieber gesbb,
die letzte Heizungswartung liegt nicht "so lange" zurück, ist aber seit 6 Monaten überfällig (also bitte nicht "deuten") ;)

An der Anlagennutzung hat sich NICHTS verändert, wohl aber am Wasserumlauf, wie schrieb. Das habe ich m.E. (jedenfalls für die Fachleute unter euch) klar dargelegt.
Dass ich eine Kuhschwanzheizung habe, ist mir bereits bei Kauf des Hauses schnell bewusst geworden, aber ich habe KEINE Lust, eine ansonsten gut funktionierende Heizung mit äußerst geringen Abgaswerten und moderatem Verbrauch rauszuwerfen, weil sie - wegen 7,8 kW Minimalleistung taktet!

Es gibt übrigens NICHT allzuviele Ursachen, warum ein Wärmeerzeuger seine (in diesem Fall recht hohe) Minimalleistung nicht losbekommt - es ist KEIN Hexenwerk!
Eine Ursache davon könnte sein, dass die Pumpe keine Leistung mehr bringt, weil der Motorkondensator hinüber ist oder das Pumpenrad aufgrund von Kavitation zerstört ist: hier hilft dann üblicherweise eine neue Pumpe :thumbup:

Btw: Muss ICH dir jetzt alles erklären??? :unsure: Ich hätte mir (auch von dir) eher Antworten, nicht weitere Fragen, gewünscht...
 
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#4

corsa

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Die Pumpe kannst du schnell überprüfen. Schlitzschraube bei laufendem Betrieb rausdrehen und mit einem Schraubendreher die Drehkraft der Welle testen
 
#5
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die Drehkraft der Welle testen
Volkstümlich gefragt, wie kräftig muss die Pumpe denn sein, wenn ich sie anhalte o.ä.?

Kann ich eine intakte Pumpe denn mittels Schraubendreher anhalten, oder ist sie dann schon altersschwach, wenn das möglich ist?

Und, ist die Pumpenwelle nicht aus Keramik, sodass ein Anhalten im laufenden Betrieb etwas beschädigen könnte?

Ich weiß ja prinzipiell, wie das geht, möchte aber bei den derzeitigen Außentemperaturen nicht die Pumpe (Welle) beschädigen, oder brauche ich mir da keine Sorgen machen?
 
#6

corsa

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Nur leicht mit dem Schraubenzieher gegendrücken. Wenn du Kraft aufwenden musst, ist die Pumpe in Ordnung.
 
#8
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Das geht vielen Fragesteller so, die vordergründig lediglich eine Bestätigung ihrer Annahmen erwarten.;)
Ich habe anhand des Fehlerbildes lediglich auf mangelnden Durchfluss durch die Therme geschlossen. Das dürfte u.a. deshalb richtig sein, weil an den Heizkörpern nicht mehr das kleinste Fließgeräusch zu hören ist; das war vor einigen Jahren anders und geändert wurde nichts.

Ich habe mir auch nicht gewünscht, dass etwa "nur" die Pumpe (od. Motorkondensator) defekt ist. Wärmetauscher könnte es auch sein.
Genau deshalb frage ich hier ja nach Ursachen.
Du hast bisher keine Ursache (aus deiner Sicht) genannt. Was wäre denn DEINE Annahme?
 
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#9
gesbb

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Ich habe anhand des Fehlerbildes lediglich auf mangelnden Durchfluss durch die Therme geschlossen. Das dürfte u.a. deshalb richtig sein, weil an den Heizkörpern nicht mehr das kleinste Fließgeräusch zu hören ist; das war vor einigen Jahren anders und geändert wurde nichts.
Lediglich undefinierte Fließgeräusche sind keinerlei belastbare Grundlage.
Ich habe mir auch nicht gewünscht, dass etwa "nur" die Pumpe (od. Motorkondensator) defekt ist. Wärmetauscher könnte es auch sein.
Korrekt, wenn sich der WT im Laufe der Zeit unbemerkt zusetzt, weil Schmutz und Schlammfänger in der Anlage fehlen, ist das durchaus ein Indiz.
Bsp:


Du hast bisher keine Ursache (aus deiner Sicht) genannt. Was wäre denn DEINE Annahme?
Ferndiagnosen sind stets schwierig, wenn belastbare Ausgangsparameter fehlen. So können z.B. externe oder interne Überströmventile die Rohrhydraulik insgesamt mitunter heftig durcheinander bringen.
Bei einer fachgerecht dimensionierten Heizungsanlage sind WMZ oder mindestens Messventile für die Überprüfung der geplanten Durchflüsse definiert bzw. bekannt (Transparenz).
Bei der Anlagendimensionierung anfänglich Versäumtes, lässt sich nachträglich mit vertretbarem Aufwand nicht kompensieren, denn Physik lässt sich nun mal nicht betrügen. ;)
 
#10
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wenn sich der WT im Laufe der Zeit unbemerkt zusetzt, weil Schmutz und Schlammfänger in der Anlage fehlen
Gilt das nicht primär für Fußbodenheizungen? Magnetit-/Schlammabscheider sind hier nicht verbaut :(
WMZ (hier wahrscheinlich eher Durchflussmessgerät oder Messpunkte für externe Geräte) auch nicht, daher auch meine Frage , nach einer inzwischen vielleicht von Junkers/Buderus freigegebenen kompatiblen HE-Pumpe, die je nach Hersteller auch den Durchfluss anzeigen kann...

Für anfänglich Versäumtes "hafte" ich zwar als jetziger Besitzer, Schuld an der ganzen Konstruktion trage ich aber nicht!
Ich hätte mir auch lieber eine Zweirohranlage für das Haus (Bj. 1983) gewünscht, aber eine Umrüstung ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich, da mir weder die Rohrleitungsführung noch etwaige Wasser-/Abwasserführungen in diesem Haus bekannt sind. Ich habe trotz Bitten und Betteln einfach keinerlei Unterlagen dazu bekommen. Auch die Nachbarn (alles Reihenhäuser, seinerzeit von einer niederländischen Firma errichtet) haben keine Bau- oder Planungsunterlagen, die ich mir kopieren könnte. Ich muss also auch in absehbarer Zeit mit der Einrohranlage, geänderten Heizkörpern und einer sehr mäßigen Hydraulik leben. Ist keine gute Ausgangssituation für mich...
 
#11
gesbb

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Gilt das nicht primär für Fußbodenheizungen?
Nein, sondern generell.
, nach einer inzwischen vielleicht von Junkers/Buderus freigegebenen kompatiblen HE-Pumpe, die je nach Hersteller auch den Durchfluss anzeigen kann...
In wieweit man solchen Angaben vertrauen möchte/will, muss Jeder selbst entscheiden.
Spätestens seit dem Diesel Skandal, besteht da gewisse Skepsis;) Bei meinen Planungen/Dimensionierungen verwende ich zur Kontrolle aus Haftungs- und Transparenzgründen stets externe, systemfremde Überwachungen.
Ein By-pass Messventil für den Volumenstrom kostet < 100 €.
Für anfänglich Versäumtes "hafte" ich zwar als jetziger Besitzer, Schuld an der ganzen Konstruktion trage ich aber nicht!
Dafür haften kannst Du sicherlich nicht. Schuld an der ggf. mißratenen Anlagenkonstruktion trägst Du mit Sicherheit auch nicht, musst aber mit den Negativergebnissen zurecht kommen/leben.
Allerdings bist Du der Käufer des Objekts mit all seinen evtl. Widrigkeiten;)
Ich hätte mir auch lieber eine Zweirohranlage für das Haus (Bj. 1983) gewünscht, aber eine Umrüstung ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich, da mir weder die Rohrleitungsführung noch etwaige Wasser-/Abwasserführungen in diesem Haus bekannt sind.
Derartige Objekte muß man nicht unbedingt kaufen.
Ist keine gute Ausgangssituation für mich...
Korrekt!
 
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