Fernwärme Setup neu

Diskutiere Fernwärme Setup neu im Off Topic Forum im Bereich Off Topic; Bei mir hängt alles an der Fernwärme und „alles“ ist in dem Fall marode. Heisst, daß es höchste Zeit ist, die Planung für Ersatz anzugehen, bevor...

hoxxo

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Bei mir hängt alles an der Fernwärme und „alles“ ist in dem Fall marode. Heisst, daß es höchste Zeit ist, die Planung für Ersatz anzugehen, bevor der GAU kommt. Eine Leitung schwitzt schon seit nem Jahr nach draussen, alle Ventile fasst man besser nicht an. An jeder Verschraubung gammelt es, der Wolf Warmwasserspeicher – deswegen der Fred hier – rostet unten sichtlich und hat bestimmt an die 10 Jahre keine Anode mehr gesehen. Das Haus war einfach ewig nicht beachtet und ausserdem bei jedem Regenguss über 15 Jahre hinweg der ganze Heizraum von Fensterschacht bis zum Verlassen ein Teil der Kanalisation. Tickende Zeitbombe und ausserdem spitzenmäßige Energieverschwendung – der Raum hat auch bei Minustemperaturen Saunatemperatur.

Ja nun: Es kommt von einem BHKW Fernwärme, Druckangabe gibt es keine, Kosten bei 8ct/kWh. 6 Wohneinheiten. ~70000kWh jährlicher Verbrauch.






[url='http://up.picr.de/31102341gn.jpg%5B/img']http://up.picr.de/31102341gn.jpg[/img[/url]]

[img]http://up.picr.de/31102335yf.jpg








Eigentlich drücken mich nun mehrere Fragen, aber mal so: Was tun, um mit gleichem System neu aufzusetzen? Eigentlich muß ja alles komplett neu gemacht werden, also von den Fernwärmearmaturen aus bis zum Verlassen des Raum ist alles vergammelt. Wie sieht sowas nach heutigem Maßstab aus? Was muß ich beachten?? Gibt es vielleicht irgendwo ein schönes Schema, daß ich mir mal ankucken sollte, um überhaupt nen Ansatz zu bekommen?? Sind die ganzen Messuhren in den verschiedenen Strängen notwendig? Würde man den Aufbau wieder mit einem 4-Wege-Ventil gestalten? Warmwasserspeicher korrekt dimensioniert?

Und nun Konzeptionelles (Gas liegt nicht an, Kamin nicht vorhanden):
-Heizstab in den Warmwasserspeicher und im Sommer die Fernwärme abdrehen?? Mit anderen Worten: Kann man mit 27ct/kWh el günstiger fahren bei direktem Eintrag in das Warmwasser als mit Betrieb übe Fernwärme bei 8ct/kWh?? Vermutlich nicht…
-Alle weiteren Überlegungen bezüglich BHKW, eigenem Brenner usw kann ich mir wohl schenken bei dem Preis für die kWh Heizenergie von 8ct ohne irgendwelche weitere Basiskosten?
 
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Bist du Eigentümer?

LG ThW
 
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Kuck erst mal in den Liefervertrag.

Hier elemantar wichtig: Die Leistungsgrenze: Wo endet die "Hardware" des Fernwärmeanbieters.
Dann auch die Anschlußbedingungen. Welche maximale Rücklauftemperatur wird gestattet?

Diese beiden Angaben sind die Basis jeder weiteren Planung.

Ansonsten wird man hier ggf eine fertige Fernwärmeübergabestation - z.b. von PEWO installieren.
 

hoxxo

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Es gibt keinen Vertrag. Betreiber ist die Gemeinde, von der ich das Haus auch vo ein paar Jahren erworben habe und die wollen sich nichts an Bein binden. Allerdings habe ich mal ne Aufschlüsselung über die Gesamtabrechnung des BHKW bekommen und gesehen, daß hier niemand auch nur einen Cent verdient, sondern nach Schlüssel alle Brennstoff-, Wartungs- und Instandhaltungskosten umgelegt werden auf die Verbraucher. Fernwärmeparadis sozusagen. Entsprechend gibt es nichts, was zu beachten wäre!!
"Fertige Wärmeübergabestation" - das klingt wie Weihnachten!!

Status quo: Vorlauf bei guten 75°C, Rücklauftemperatur ist immer so bei 60°C...keine Ahnung, welcher Volumenstrom da durchrauscht.
Als Leistungsangabe sind die Dinger so zu dimensionieren wie man auch für nen Ölbrenner ansetzen würde??
 
Hausdoc

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Es muss (!!!) vertraglich geregelt sein, wo die Leistungsgrenze der Gemeinde ist. Au dem Bauch raus würd ich sagen: Die Hausanschlussabsperrungen + Wärmemengenzähler.

Kennst du die Leistung dieses BHKW? BZW wieviele Nutzer noch daran angeschlossen sind?

Mach mal ein paar Daten zu deinem Anwesen.

Wieviel Wohnfläche?
Alter des Gebäudes bzw Dämmzustand?
Heizkörper? Fußbodenheizung?
Wieviele Personen leben im Haushalt?
 

hoxxo

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Es ist nichts vertraglich geregelt, der Bunker gehört mir doch. Wenn ich nachfrage zwecks Planungssicherheit oder eventuellem Lieferausfall, kommt nur: "Sie können sich ja selbst eine Heizung einbauen". Entsprechend kommt nur eine Rechnung und die fällt mit 8ct/kWh ideal günstig aus, wenn ich lese, was Fernwärme sonst so kostet...

Die Gesamtleistung weiß ich nicht. Es hängen eine Schule und ca 15 Wohnblocks dran mit je 6 2-3 Zimmerwohnungen. Auch die anderen Wohnblocks haben veraltete Ausstattung, an die keiner rangeht...

Es sind auch bei mir 6 Wohneinheiten, jeweils mit ca 2 Personen bewohnt, 320qm. Ich würde das Haus mit seinen 60cm dicken Lehmwänden und dem circa 1995 von Vollidioten mit Isolier- und Sperrputz versehenen Aussenwänden und ohne Dämmung von Keller oder oberster Geschossdecke so mit 120W/m² einstufen...-->36kW.
Heizkörper, die schneller glühen als irgendwoanders, Megaheizleistung.
 
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hoxxo schrieb:
Es ist nichts vertraglich geregelt, der Bunker gehört mir doch
.... aber nicht die Wärmeversorgung.

hoxxo schrieb:
Entsprechend kommt nur eine Rechnung
Brauchst du nicht zahlen, da kein Vertrag. :D

hoxxo schrieb:
Wenn ich nachfrage, zwecks Planungssicherheit oder Lieferausfall, kommt nur "sie können sich ja selbst eine Heizung einbauen".
Denn solltest du das machen ... aber schleunigst. ;)

LG ThW
 
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hoxxo schrieb:
Es ist nichts vertraglich geregelt, der Bunker gehört mir doch.
Der Bunker schon..... die Fernwärmeleitungen sicher nicht.

Hier muss(!!) es eine vertraglich geregelte Leistungsgrenze geben.

Andernfalls würde ich hier bei einem fortbestehenden "Wischiwaschi" die Notbremse ziehen und eine eigene Heizung einbauen.

Ein fehlender Kamin ist dabei absolut kein KO Kriterium. Es gibt sowieso nur noch Brennwertgeräte. Hier würde demnach außen an der Fassade ein Luft-Abgas System installiert.
Dann wär die Einkaufsliste ein Öl Brennwertkessel + entsprechend dimensionierter Doppelwandiger Tank . Bei den genannten Daten käm ich auf 6000l.


Diese beiden Varianten ( Fernwärmestation bzw Ölkesselanlage) würde ich mal anbieten lassen.

Dabei sollte eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit einbezogen werden. Also Anschaffung + Brennstoffkosten + Wartung + geschätzte Reparaturen. beider Systeme gegenüberstellen.

Bei Öl sparst du demnach pro Jahr ~ 1500€ an Brennstoffkosten. Bei gut 20000€ Investitionskosten hätte sich die Anlage binnen 13-15 Jahren amortisiert
 

hoxxo

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ThW schrieb:
Denn solltest du das machen ... aber schleunigst.
Naja, vor 2 Jahren wurde der komplette Heizblock ausgetauscht, also das gesamte BHKW ausgetauscht...ich habe keine Angst, daß es morgen weg sein wird.


den Überschlag habe ich so auch gemacht, bei der Annahme von ca 6ct/kWh bei eigenem Brennwertkessel. Hab ich halt nichts davon, weil Modernisierungsumlage wohl ausfallen wird und mein gedachter gesparter Eigenanteil pro Jahr mit 2 selbst bewohnten Wohneinheiten bei rund 500€ von den 1500€ (die ja nichtmal nettoErsparnis wären) mich lange Zeit auf Amortisation warten lässt.

Denke, daß sich eine neu aufgesetzte Übergabestation (hat er was gelernt) und vor allem ein WWSpeicher (würde mich mal interessieren, wieviel Watt der jetzige verlustiert) ne gute Lösung sein können.

Bei der Übergabestation: Wieviel kW braucht die nun?? Was bedeutet "indirektem Anschluss an die Heizung"?? Hier läuft es so, daß das Fernwärmemedium auch gleich direkt durchströmt zum einzelnen Heizkörper.
 
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"Aus der Hüfte geschossen" kann das diese Richtung einnehmen.

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hoxxo

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Gibt es Veranlassung, an dem Aufbau wie er jetzt ist, etwas zu verändern??

Ich nehme mal an, daß ich richtig verstanden habe:
Fernwärmemedium läuft direkt durch bis zum einzelnen Heizkörper --> direkt
Fernwärmemedium erhitzt im Wärmetauscher Trinkwasser-->indirekt
Kurz: Heizung direkt, TW indirekt??

Ergäben sich Vorteile aus "Heizung indirekt" ?? Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer??
 
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