Wer kann helfen? Reicht ein Pufferspeicher 2000 L für 4 köpfige Familie? (Kaminofen+Solar)

Diskutiere Wer kann helfen? Reicht ein Pufferspeicher 2000 L für 4 köpfige Familie? (Kaminofen+Solar) im Solartechnik / Photovoltaik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Liebe Heizungsexperten, wir müssen uns jetzt kurzfristig für einen Pufferspeicher entscheiden entweder 2000 oder 3000 L (bzw. aus Platzgründen...

Sina67

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Liebe Heizungsexperten,

wir müssen uns jetzt kurzfristig für einen Pufferspeicher entscheiden entweder 2000 oder 3000 L (bzw. aus Platzgründen 2x1000 oder 2x1500).

Infos zu Haus und Heizung:


Heizung und Warmwasser durch Kaminofen (9 kW mit Wassertasche) und Solar, Wandheizung + Fußbodenheizung (Flur, Küche, Bäder)

Wohnfläche 180 m2, Dachneigung 22° Ausrichtung Süd

Meine Frage: Wie viel m2 Flachkollektoren benötigt man ungefähr? Wie groß müsste der Pufferspeicher sein?

Wir sind eigentlich von 2000 Liter maximal ausgegangen, jetzt sagte man uns, wir benötigen 25 m2 Kollektorfläche sowie 3000 Liter Speicher.

Was meint Ihr? Ich hoffe, die Infos reichen, um eine Aussage machen zu können. Ach ja, wir sind 4 Personen.

Ganz herzlichen Dank schon mal!

L.G. Sina
 
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Wie sieht das restliche Heizsystem aus?

Welche Wärmequellen gibts noch?
 

Sina67

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Hauptheizquelle ist der Ofen mit Wandheizung bzw. Fußbodenheizung. Er wird in der Heizperiode 1 - 2 x täglich beheizt. Dann gibt es noch die Solaranlage, die im Sommer für das Warmwasser ausreichend sein sollten.

Kritisch könnte es werden, wenn im Sommer mal eine längere Kältephase herrscht (ohne Sonne).

In der Übergangszeit wäre es kein Problem, auch schon den Ofen zu befeuern. Könnte man auch im Sommer machen. Da wir neu Bauen (ein Holzhaus) möchten wir natürlich nicht vorn vornherein zu knapp kalkulieren. Das Problem eines 3000 L -Pufferspeichers (bzw. 2 x 1500) ist der Platz.

Wir haben keinen Keller und im Technikraum, der zwar ausreichend groß, aber schmal ist, wird es dann eng. Wir sind bisher von 2000 l ausgegangen. Unser Heizungsbauer empfahl jedoch 3000 L. Nun sind wir etwas verunsichert, ob uns 2000 wirklich reichen.

L.G. Sina






Das sollte auch reichen. Problematik
 
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Du hast das Problem bereits selbst erfasst.

Wenn in der Übergangszeit keine Sonne ist, hast du kein Warmwasser mehr.

Du müsstest den Ofen anwerfen, was vermutlich zurm Folge hat, daß du dann unerwünscht 30° im Wohnraum hast.


Hier fehlt eine weitere Wärmequelle.

Daher hat man verm. 25 m² Kollektorfläche und eine größeren Puffer vorgesehen. Problem-> Keine Sonne- keine Wärme.

Ich würde als zusätzliche Wärme quelle eine kleine Brennwerttherme ( ggf Flüssigggas) vorsehen.
 

Sina67

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Also wenn ich das richtig verstanden habe, was unser Heizungsinstallateur sagte, sind wir mit 3000 Liter auf der sicheren Seite. Wir kennen diese Art zu Heizen auch von Bekannten, die noch nie Probleme hatten. Eine zusätzliche Heizquelle wollten wir nicht, dann eher der größere Kessel. Wir haben zwar noch einen Heizstab vorgesehen, der ist aber nur zur Not, wenn wir mal aus dem Urlaub kommen im Winter, da der sehr teuer.

Hat denn zu dieser Art zu Heizen/Warmwasseraufbereitung entweder persönliche Erfahrungen oder Erfahrung durch seine Arbeit/Kunden?

Liebe Grüße und vielen Dank
Sina
 

De-Us74

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Sina67 schrieb:
Also wenn ich das richtig verstanden habe, was unser Heizungsinstallateur sagte, sind wir mit 3000 Liter auf der sicheren Seite. Wir kennen diese Art zu Heizen auch von Bekannten, die noch nie Probleme hatten. Eine zusätzliche Heizquelle wollten wir nicht, dann eher der größere Kessel. Wir haben zwar noch einen Heizstab vorgesehen, der ist aber nur zur Not, wenn wir mal aus dem Urlaub kommen im Winter, da der sehr teuer.

Hat denn zu dieser Art zu Heizen/Warmwasseraufbereitung entweder persönliche Erfahrungen oder Erfahrung durch seine Arbeit/Kunden?

Liebe Grüße und vielen Dank
Sina
Wie lange soll den die Wärme im Puffer anhalten? Puffer sind immer zu klein wenn keine zweite Wärmequelle vorhanden ist.

Rechne doch einfach mal nach.

q= m x c x delta T
 
Hausdoc

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sind wir mit 3000 Liter auf der sicheren Seite
Mit derartigen Aussagen bin ich immer etwas skeptisch.

Entweder ich berechne was nach Auslegung - oder ich schätze das.

Was ist wohl sinniger?
 

Sina67

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Hier mal konkret, was derzeit geplant ist:

- Kachelofen Brunner-Kessel HKD 4.1 HWM, geeignet bis zu einer Heizlast von 9 kW

- Schichtspeicher: Sonnenkraft PS-E 3000 L
- Frischwassermodul: Sonnenkraft FWM15i/30i-CU/VA
- Schichtlademodul: Sonnenkraft SLM50HE
- Sonnenkraft Modul HKM20
- Sonnenkraft Solar Flachkollektoren 25 m2

Aus bauphysikalischem Nachweis:
Heizwärmebedarf: qh = 35,9 kWh/m2a), Trinkwasserwärmebedarf qw = 12,5 kWh (m2a)

Zusätzlich zur Information die Wärmedurchgangskoeffizienten des Hauses:

Dach U=0,177
Wand U=0,153

Beheizbares Luftvolumen: von 806 m3
Heizwärmebedarf: Jahr 9263 kwh pro jahr
Wasserbereitung: 3226 kwh pro jahr

Meine Frage wäre, wie lange reicht der Puffer bei 2000 L ? ;) um dann zu entscheiden, reicht oder muss doch größer sein.
Ist mir schon klar, dass man keine ganz genauen Aussagen machen kann.

"q= m x c x delta T" Wofür steht denn das m und das c?


Liebe Grüße und vielen Dank
Sina
 
Hausdoc

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Der Heizwasserbedarf liegt bei ca 1 m³/h bei Delta T von 7K (üblich bei Wandheizung)

Das heißt binnen 3 h wär der Puffer um 7 k abgekühlt. Nach weiteren 3 h um gesamt 14 K.
Gesetzt dem Fall der Speicher wär mit 60° komlett durchgeladen (was eher sehr unwahrscheinlich ist) wär nach geschätzt 8-9 h der Puffer "leer" Unter die notwendige VL Temperatur von ca 40° kann man ja nicht gehen.

Beim 2000l Puffer wär eben nach spätestens 6 h kalt.
 

Sina67

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Hausdoc: Das verstehe ich nicht. Das System Warmwasser/Heizung per Solar (Sommer) und Winter Grundofen bzw. Ofen wie wir ihn haben werden stelle ich nicht in Frage. Das funktioniert. Habe ich selbst im Bekanntenkreis mehrfach erlebt. Mir geht es darum, ob 25 m2 Kollektorfläche und ein Pufferspeicher von 3000 nicht überdimensioniert sind für ein Haus von 160 m2?


Es gibt doch sicher Forenmitglieder, die von ihren Erfahrungen berichten können oder auch Handwerker, die solche Anlagen schon verbaut haben auf gewisse Erfahrungswerte zurückgreifen können.

Herzlichen Dank schon mal bei allen, die mir schon geantwortet haben und die es hoffentlich noch tun :)

L.G. Sina
 
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Ich hab bei zu großen Kollektorflächen auch immer Bauchweh.

In der Übergangszeit ist das ja schön und gut.

Im Hochsommer entsteht aber ein Überschuß an solarer Wärme.

Bei allerspätestens 90° im Puffer stellt jede Solaranlage den Betieb ein.
Dann stagniert das Glykol im Kollektor und verbrennt bei Temperaturen jenseits der 140°
Das Glykol wird somit sauer und muss getauscht werden.

Für diese Kosten bekäme man auch einige m³ Gas.
 

Sina67

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Was kann man denn gegen die Überhitzung tun? Habe davon noch nie gehört und gehe davon aus, dass die Heizungs- oder Solarbauer dafür irgendeine Technik eingebaut haben. Davon bzw. von Problemen mit der Anlage hat mir noch keiner derjenigen erzählt, die ähnlich wie wir heizen werden.
Leider sind deren Häuser oder auch Größe der Familie nicht vergleichbar mit unserer.

Angenommen, wir stellen die Kollektor auf (50 Grad), wir entscheiden uns für 15 oder 20 m2 Kollektorfläche und eine Technik zum Abkühlen gibt's auch, bleibt die Frage, ob ein Kessel von 2000 L reicht, um im Sommer während einer sehr kalten Woche nicht den Ofen anfeuern zu müssen und auch für ausreichend warmes Wasser sorgt.

Die 3000 L und 25 m2 Kollektorfläche hat der Heizungsbauer errechnet anhand der vorliegenden Daten.

Ich habe aber auch bei einer Info vom Verbraucherschutz - Energieberatung als grobe Empfehlung gelesen:

Haus 150 m2, 4 köpfige Familie 15 m2 Kollektorfläche und 1000 L Pufferkombispeicher.

Daher meine Hoffnung, mit 2000 L, käme ich aus. Aber wahrscheinlich kann man es einfach nicht genau sagen... ?(

Liebe Grüße und vielen Dank :)
Sina
 

Twinby

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Wir haben 12 m² Solarkollektoren (Röhre), 500l Warmwasserspeicher und 1000l Heizwasserpuffer. 10 Personen und über 400 m² Wohnfläche, 3 Küchen, 4 Bäder, im Sommer ab ca 32 °C gehen die Kollektoren auf über 190 °C, der Speicher und Puffer sind voll und das kalte Wasser wird heiss (zu kleines Druckausgleichsgefäß), ist ein Konstruktionsfehler den wir demnächst behebn werden. Die Wärme los werden ist im Sommer wohl euer größtes Problem.
Ich würde eher Photovoltaik mit einer viel kleineren Solarthermieanlage kombinieren und zur Not mit Strom aus dem Netz das Warmwasser erzeugen was ihr braucht...
 
Thema:

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