VA-Wellrohrverschraubungen zwischen Kollektoren wie Eindichten

Diskutiere VA-Wellrohrverschraubungen zwischen Kollektoren wie Eindichten im Solartechnik / Photovoltaik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hi. Ich bin gerade dabei die Röhrenkollektoranlage aufs Dach zu schrauben. Die Verbindungen zwischen den 1" Anschlüssen der einzelnen Sammler...

Pfälzer

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Hi.

Ich bin gerade dabei die Röhrenkollektoranlage aufs Dach zu schrauben. Die Verbindungen zwischen den 1" Anschlüssen der einzelnen Sammler werden mit VA-Wellrohrkupplungen wie auf dem Bild hergestellt.
In der Anleitung zum Anschluss steht das man die Überwurfmuttern mit Teflonband eindichten soll. Das ist doch Quatsch, oder? Die Abdichtung wird doch Imho über die Fläche des gestauchten Rohrendes hergestellt, die Mutter presst das Wellrohr doch nur mittels des in den Wendel greifenden Ringes auf den Stutzen. Die Messingstutzen an den Kollektoren haben eine rel. dicke Wandstärke ergo Auflagefläche.

Muss da noch eine Kupferdichtung dazwischen oder wird das VA-auf-Messing dicht?
 

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tricotrac

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Ich habe zwar schon lange Zeit keine Kollektoren mehr selbst montiert aber meiner Auffassung nach gehören da die entsprechenden Flachdichtungen rein. Zum Beispiel Silikondichtungen mit PTFE-Beschichtung. Die sind temperaturbeständig bis 220°C und sind auch beständig gegen Glykol. Die gibt es in den folgenden Größen : DN10 = 9x15x2 ; DN15 = 12x18x2 ; DN20 = 17x24x2 und DN25 = 23x30x2
 
mad-mike

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Ich würde auch kein Teflonband nehmen. Das Problem könnten sein wenn Garantie Ansprüche gelten gemacht werden sollen...
 
tricotrac

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Pfälzer schrieb:
Muss da noch eine Kupferdichtung dazwischen oder wird das VA-auf-Messing dicht?
Wie ist es denn der bauliche Fortschritt, bist du mit den Dichtungen weiter gekommen ?
 

Pfälzer

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Hi.

Jepp, obwohl es einen i.M. eher runterspühlt... Sche...wetter!

Die Beschreibung ist natürlich falsch, wurde aber nie geändert... Die vorgesehenen Dichtringe sind aus Kupfer, 22x29x2. Die haben aber in der Verschraubung so viel Spiel das die Auflagefläche wenns blöd zusammenpasst im 10tel mm Bereich liegt...

Ich hab spezielle (Temperaturbereich) Solardichtungen gekauft, die sind 22x30x1,5. Kupferdichtungen in 24x30x1,5 hab ich auch noch, die passen beide bedeutend besser auf die Dichtflächen.

Die Kollektoren sind intern ja echt einfach aufgebaut. Ich musste leider einen kürzen, da die Abmessungen natürlich "roh" angegeben waren... und 4x16cm Verbinder plus 2x 20cm Anschlussleitung dazugerechnet den WAF - Toleranzfaktor _deutlich_ überschritten hätten ;)
Die Anschlüsse hätten auf beiden Seiten über die Ortgänge geragt.

Blöd war nur das meine Idee den Anschluss per Klemmringverschraubung wieder auf 1" rauszuführen nicht funktioniert hat - den Rohrdurchmesser gibt es wohl nur in China... somit musste ich das Ding Hartlöten. Gut das ich fürs Unimogzerlegen gerade neue Flaschen besorgt hatte...

Am Freitag drück ich das ganze ab und am We muss ich dann nur noch die 135 Vakuumröhren montieren... Und dazu das Gerüst wieder 4x umbauen :)
IMG_20160601_160544.jpg
 

Pfälzer

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Hi.

Feddich... :)

war auf Anhieb dicht... ich hatte nur "mentale" Probleme mit den Übergangsfittingen vom VA-Wellrohr auf 1"... die dichten mit einem Graphitinnenkegel am Wellrohr und die Überwurfmutter nach Anleitung festzuknallen war... Aua... 8|

Beim Spülen hatte ich ein kurzes Saunaerlebniss, Vor und Rücklaufrohr war an der Decke noch offen, und als ich vom Essen zurückkam war das Restwasser verdampft... und das bei bedecktem Himmel und leichtem Regen... Ups!
Die weniger witzige Sache mit dem flasch bestellten Vortex Volumenstromzähler muss ich bei Gelegenheit noch ausbügeln... ich Depp hab nicht auf die genaue Bezeichnung geachtet und prompt das digitale Modell gekauft :cursing:
Deshalb hat die Steuerung auch sofort gemault der Volumenstrom wäre mit 40l/min. zu hoch... klar bei den "komischen" Messwerten. Ich brauch das Ding eh nur für die BAFA, ist ab 20m² Vorschrift... und ich hab knappe 21m² verbaut.
In der Pumpenstation werkelt eine Wilo Yonos Para, und die Stromausfallsicherung der Frostschutzgeschichte hab ich ganz Profan mittels Stecker und Steckdose gelöst - im Winter Stecker rein, Hahn auf und gut. Das Ventil zieht immerhin 6 Watt, das muss nicht 365 Tage/Jahr laufen.

Nebenbei hab ich die ewig undichten Verschraubungen an den Pufferstutzen ersetzt und die Schwerkraftbremse in den Heizungsvorlauf der GB eingebaut. Funktioniert 1a. Witzigerweise stellt die Therme das Umschaltventil nur dann standardmäßig auf WW ( im Ruhezustand ) wenn der WW-Drehknopf nicht auf "0" steht. Stehen beide (Heizung + WW ) auf "0" geht das Ventil auf Heizungsvorlauf... Steht jetzt eben auf 30°, und die Zirkulation über den Wärmetauscher der GB ist weg.

Das Zonenventil hat auch gut in den Thermosiphon-Wirrwar gepasst, netterweise hatte ich von dem Murks der Hausbaufirma noch ne ganze Menge Material übrig... und ja, ich weiss das das mit dem T-Stück für die Anbindung an den Puffer nicht optimal ist - aber der hat leider nur den einen Stutzen oben :whistling:

Jetzt hätt ich nur noch eine Frage... die Anschlüsse des internen Solarwärmetauschers im Puffer PL750/2 S sind i.M offen. Sollte ich das so lassen? Imho wird die Ausdehnung der Luft bei um die 80° Speichertemp. nicht ohne sein.
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Pfälzer

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Hi.

Nur für Interessierte als Info zum Thema SteamBack...
Am Mittwoch ging die Anlage zum ersten mal in Stagnation, ich war zufällig im Heizkeller und es passierte - nix... völlig unspektakulär :D

Die Regelung schaltet die Pumpe ab ( Puffertemp. max ) und die Temperatur am Kollektor steigt ziemlich schnell auf über 100° an. Bei irgendwas um 105° war ein kurzes rauschen und 1-2 mal "blub" im Puffer und das wars schon. Der Systemdruck stieg von 1,6 bar auf 1,8 an - ohne Dampfschläge oder zitterndes Manometer. Die Kollektortemperatur lag dann nach 20 min. bei 148°. Am späten abend fing die Anlage dann wieder an, hab allerdings nicht mitbekommen wie der Ablauf war. Aber die Leitung ist immer noch Luftfrei und bisher rauscht /gluckert nix. Scheint also zu funktionieren. Die VA-Wellleitungen gehen vom Kollektor Ein/bzw. Ausgang ca. 4m ins Dach und von dort via Klemmringverschraubungen auf die bestehende Kupferverrohrung zum Keller (22mm ). Ich hab per Anlegefühler mal die Stillstandstemperaturen innerhalb der Dämmung gemessen, nach ca. 1m lag sie bei knapp über 85°, überträgt sich also nur begrenzt vom Sammlerausgang auf die Rohre.
 
Hausdoc

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Pfälzer schrieb:
Der Systemdruck stieg von 1,6 bar auf 1,8 an - ohne Dampfschläge oder zitterndes Manometer.
Du solltest sie Drücke anpassen.
1,6 bar im Keller kann nur falsch sein.

Bei dir befinden sich die Kollektoren ca 7 m über dem MAG.
Demnach sollte der Vordruck des MAG min 2,2 bar betragen (z.b. 2,5). Der Anlagendruck sollte gut 3 bar betragen.

Dann siedet die Anlage auch nicht bei Stagnation- so wie du es beschrieben hast.
 

Pfälzer

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Hi.

Nope, das soll ja so sein. Zumal das Sicherheitsventil an der Solarpumpengruppe bei 3 bar öffnet. Bei 7m Anlagenhöhe passt das dann so mit den Drücken. Das sieden ist ja gewollt. Nur nochmal zur Erinnerung, die Solarseite hat keinen eigenen WT und hängt direkt an den Puffern. Die eingebrachten Temperaturniveaus liegen im etwa gleichen Bereich wie beim Feststoffkessel, die Druckerhöhung auch. Es werden ja auch nur irgendwas zwischen 8 und 10l Wasser aus den Sammlern gedrückt.
 
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