Kesselreinigung, Weishauptbrenner, wie sollte der Kessel von innen aussehen ?

Diskutiere Kesselreinigung, Weishauptbrenner, wie sollte der Kessel von innen aussehen ? im Weishaupt Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo Experten, immer wenn der Schornsteinfeger seine Messung ankündigt, reinige ich vorher meinen Kessel selbst. Ich habe einen alten SBS Kessel...

Trino

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Hallo Experten,
immer wenn der Schornsteinfeger seine Messung ankündigt, reinige ich vorher meinen Kessel selbst. Ich habe einen alten SBS Kessel und davor einen Weishauptbrenner WL5/1-A

Der Brenner wurde vor ca. 3 Jahren generalüberholt und läuft probemlos. Der Schornsteinfeger ist auch immer zufrieden.
Werte Vorjahr:
Rußzahl 0, CO-Gehalt 88 mg/kwh, Abgastemperatur 188°C, Abgasverlust 8%, Sauerstoffgehalt 4,6%

Was mich nur stutzig macht: Der Kesselraum ist zwar seit ich den Weishaupt davor habe immer fast frei von Ablagerungen (früher mit einem Riello Brenner war immer viel Asche drin), jedoch ist der Brennraum schwarz.
Die Züge (so nennt man so meine ich die Guss-Stücke, die man aus dem Spalt in Richtung Abgasrohr rausziehen kann?) sind teils rötlich, teils braun und an einigen Stellen schwarz, siehe Bilder

Ist das normal, oder sollte der Brennraum gar nicht schwarz sein ?IMG_2979.jpgIMG_2984.jpgIMG_2985.jpgIMG_2987.jpg

Danke vorab und Gruß
Trino
 
Hausdoc

Hausdoc

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Trino schrieb:
Rußzahl 0, CO-Gehalt 88 mg/kwh, Abgastemperatur 188°C, Abgasverlust 8%, Sauerstoffgehalt 4,6%
Diese Werte sind vollkommen bedeutungslos. Wichtig wär CO² Gehalt und CO Gehalt. Wobei man den CO ² Gehalt über den Sauerstoffgehalt bestimmen kann 4,6% O² = 12% CO² - passt nicht

Augenscheinlich ist aber der Brenner katastrophal eingestellt und/oder ein Kaminzugregler fehlt.
Und mit Verlaub: 188° Abgastemperatur ist eine gut wirksame Weltraumheizung. Mindestens 1/3 deines Ölverbrauches pustest du ungenutzt ins Weltall.


Bei korrekter Einstellung entsteht eine kleine Menge grauer Verbrennungsrückstand.
 

Trino

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Hallo Hausdoc,

Danke für das Feedback, das klingt ja beunruhigend.. Im Protokoll finde ich keinen CO² Wert ?? Da steht noch was von "unverdünntem CO-Gehalt 79ppm

Hatte auch schon mal einen Abgastemperaturwert im Bereich 150°, das war aber der mit Abstand beste in den letzten Jahren. Mal sehen was die neue Messung (erfolgt kommende Woche) bringt, habe auch die Brennerdüse erneuert.

Ich habe eine Kaminzugklappe, die sich auch bewegt. Ist das mit "Kaminzugregler" gemeint ? Das Urteil "katastrophal" ist eine Folgerung der Werte oder der Bilder ?

Hatte mich mal beraten lassen und über eine moderne Brennwert Ölheizung nachgedacht. Aber was bringt mir das, wenn ich dann vielleicht auf 3% anstatt jetzt 8% Abgasverlust komme ? Die 5% holen meinen Invest zu meinen Lebzeiten nicht mehr rein. Oder kann ich meinen Jahres Ölverbrauch von rund 1.800 Litern für mein komplettes Reihenhaus mit einer neuen Heizung wirklich nennenswert senken ?

Gruß
Trino
 
Hausdoc

Hausdoc

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Trino schrieb:
Im Protokoll finde ich keinen CO² Wert ??
Das wird daran liegen, weil der Brenner nie durch einen Fachmann gewartet wurde?? ;)

Der TÜV macht bein Auto auch keinen Kundendienst mit Ölwechsel + Co
Trino schrieb:
Ich habe eine Kaminzugklappe, die sich auch bewegt. Ist das mit "Kaminzugregler" gemeint
Passt.
Trino schrieb:
Aber was bringt mir das, wenn ich dann vielleicht auf 3% anstatt jetzt 8% Abgasverlust komme ?
Das hat nichts mehr mit rechnerischen Abgasverlusten zu tun. Das was der Kaminkehrer misst hat nichts mit wirtschaftlicherm Betrieb was zu tun. Es ist das was de Gesetzgeber fordert.

Diese Anlage ist einfach verschlissen. Im Kessel hat sich eine Belag gebildet, der dafür sorgt, daß der Kessel kaum noch Wärme übeertragen kann und deshalb so extrem hohe Abgastemperatur liefert.

Ich schätze das alter dieses Kessels auf deutlich über 40 Jahre.
Würdest du beim beim Ford Granada mit knapp 20 l Spritverbrauch und überall Rostlöchern auch diskutieren ob evtl ein Verbrauch von 7 l beim Mondeo rentieren würde? ;)
Trino schrieb:
Oder kann ich meinen Jahres Ölverbrauch von rund 1.800 Litern für mein komplettes Reihenhaus mit einer neuen Heizung wirklich nennenswert senken ?
Deutlich spürbar mit Sicherheit.

Nur als Beispiel: Bei einem Öl Brennwertkessel liegt die Abgastemperatur bei 1/3.

Stell dir das so vor, daß du momentan 3-5 elektrische Heizlüfter mit je 2000W ins offene Fenster stellst und immer dann einschaltest, wenn der Brenner läuft. - Nur damit du eine Vorstellung der Dimension deiner


Energieverschwendung machst.



Trino schrieb:
habe auch die Brennerdüse erneuert.
Sowas ist durch den Heimwerker ohne Abgasanalysegerät und Ölfeuerungskenntnissen ein sehr teures und unnützes Hobby.
Für das Geld das zu dadurch sinnlos rauspulverst, kannst du dir gleich 2 x einen Fachmann + gründlicher Brennerwartung leisten.
 

Trino

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Na ja, ganz so schlimm kann es nicht sein, denn mehrere meiner Nachbarn mit baugleichem Reihenhaus und mit neuer Brennwertheizung haben trotzdem keinen niedrigeren Verbrauch (teils sogar höher als ich, ich organisiere meist die Öl-Sammelbestellung). DIES IST DOCH DER WAHRE MAßSTAB ! Nur die 10.000,-EUR die die ausgegeben haben habe ich noch auf meinem Konto.. :D . Mal angenommen ich spare durch eine neue Heizung vielleicht 300L Öl im Jahr, würde es rund 50 Jahre dauern, bis ich die 10.000,-EUR durch Öleinsparung wieder raus hätte. Klar wird Öl teurer werden, aber das macht mich jetzt noch nicht nervös.. Ich habe den Vorteil, 3 Jahre mit meiner Tankfüllung auszukommen und kann daher günstige Ölpreisphasen ausnutzen.

Der SBS Kessel ist rund 25 Jahre alt und hat keinen "Belag", sondern nur eine hauchdünne schwarze Rußschicht. Was soll an einem Kessel "verschleissen" ? Der aufgesetzte Boiler ist auch in Ordnung, habe ich neulich gereinigt. Nur die Opferanode musste ich erneuern. Vor 3 Jahren war ein Techniker von Weishaupt zur Wartung da. Der hat mir gesagt, dass ein reiner Düsenwechsel (mit exakt gleicher Düse) normalerweise keine Neueinstellung erfordert.

Aber ich werde nun mal wieder eine Einstellung vornehmen lassen, wegen der schwarzen Färbung. Gibt es eine Empfehlung ? Ich wohne in 47506 Neukirchen-Vluyn.

Gruß
Trino
 
tricotrac

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Trino schrieb:
Der hat mir gesagt, dass ein reiner Düsenwechsel (mit exakt gleicher Düse) normalerweise keine Neueinstellung erfordert
Das ist so nicht richtig ! Abweichende Düsenleistung von plus/minus 20 % sind möglich. Deshalb muss nach einem Düsenwechsel immer eine Abgasanalyse durchgeführt werden. Schon um sicher zu sein, dass es eine gleichmäßige Güte der Verbrennung gibt !
Und bei der jetzigen Heizölqualität mit dem biogenen Anteilen wäre ich sehr vorsichtig mit einer Bevorratung länger zwei Jahren. Das Zeugs fängt an zu leben !
Dieselpest heißt das Zauberwort.
 
ThW

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Trino schrieb:
Vor 3 Jahren war ein Techniker von Weishaupt zur Wartung da. Der hat mir gesagt, dass ein reiner Düsenwechsel (mit exakt gleicher Düse) normalerweise keine Neueinstellung erfordert.
Das ist aus dem Zusammenhang gerissen!
Es setzt definitiv eine Überprüfung der Werte voraus, dem ggf ein Nachregulieren folgt.

Man sollte sich nicht selbst belügen in dem man nur das war nimmt, was man hören will.


Trino schrieb:
Mal angenommen ich spare durch eine neue Heizung vielleicht 300L Öl im Jahr, würde es rund 50 Jahre dauern, bis ich die 10.000,-EUR durch Öleinsparung wieder raus hätte
Betrachte das einmal anders ...
Wenn in eine neue Anlage investiert werden würde, wäre das doch eine tolle Rendite. :D

LG ThW
 
tricotrac

tricotrac

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ThW schrieb:
Wenn in eine neue Anlage investiert werden würde, wäre das doch eine tolle Rendite
Stimmt ! So viel Zins bekommst du von keiner Bank auf das Jahr gerechnet !
 

Trino

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Manche argumentieren auch "gib' Dein Geld lieber aus, denn Du bekommst ja sowieso kaum noch Zinsen". Nur, dass das Geld dann weg ist, scheint egal zu sein. ;( :D

Gruß
Trino
 
tricotrac

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Trino schrieb:
Nur, dass das Geld dann weg ist, scheint egal zu sein
Nein, im "Betongold" (Eigentum) ist es bestens angelegt. Alles andere hat langfristig gesehen nur rapiden Wertverlust, egal ob Unterhaltungselektronik ; neues Auto etc.
 

Trino

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Bei Zeiten werde ich natürlich auch investieren.. :D

Aber nach all der Diskussion habe ich auf meine ursprüngliche Frage noch keine Antwort bekommen, außer der Einschätzung "katastrophale Einstellung".

Abgesehen von den Werten - darf ein Brennraum so wie auf den Bildern aussehen ? Oder welche Farbe sollte der Brennraum haben ?

Als damaliger Kreidlerfahrer gab es immer die Grundregel, die Kerze muß "rehbraun" sein. Gibt's so eine Daumenregel auf für den Brennraum ?

Gruß
Trino
 
Hausdoc

Hausdoc

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Trino schrieb:
Aber nach all der Diskussion habe ich auf meine ursprüngliche Frage noch keine Antwort bekommen, außer der Einschätzung "katastrophale Einstellung".
Das ist so.....
Trino schrieb:
Abgesehen von den Werten - darf ein Brennraum so wie auf den Bildern aussehen ?
Nein.
Trino schrieb:
Oder welche Farbe sollte der Brennraum haben ?
wie bereits genannt weiß/grau
 

OlliJo

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So lange du keinen neuen Brenner brauchst, die Steuerung siebt,oder dir der Kessel oder Warmwasserspeicher weg rostet würde ich da auch nicht investieren.
Was hier alle unterschlagen: selbst Deine Heizung produziert ja nur die Wärme nach, die Dein Haus an die Umgebung verliert. Abgesehen natürlich davon, dass du eine Wartung mit korrekter Einstellung des Brenners schnellstmöglich durchführen solltest, ist es genau so wie du sagst. So viel kannst du gar nicht einsparen, wenn du in was neues Investierst, dass sich das für dich lohnt. Mit Rendite Rechnung braucht da keiner zu kommen. Das Geld ist ausgegeben und du sparst lediglich etwas an leicht gesunkenen Heizkosten.

Allerdings lohnt sich rein finanziell auch keine Wärmedämmung am Haus in der Nachrüstlösung. Das amortisiert sich auch nicht in annehmbarerer Zeit. Von der Umweltverschmutzung durch Produktion des dämmstoffes und deren antimykotische Ausrüstung mal ganz zu schweigen.

Ich an deiner Stelle würde folgendes machen:
Schnellstmöglich eine anständige Wartung durchführen lassen.
Bei Eintreten eines wirtschaftlichen Totalschadens durch Ausfall einer Systemkomponente schon durch vorherige Planung zügig die Möglichkeit für Ersatz schaffen.

Mal so zur Info:
Bei meinen Eltern (in den 70ern) läuft seit 1986 eine Buderus Ölheizung. Bis heute hält die elektrische Komponente durch, Brenner wurde sicherlich schon ein paar mal erneuert, Pumpen auch, aber das war es. Sollte die Anlage ausfallen und nicht im Verhältnis zu reparieren sein, dann gibt es eine neue. Aber so lange läuft die weiter. Jährliche Wartung wird natürlich durchgeführt.
 

Trino

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Hallo OlliJo,
.. und ich dachte schon, keiner denkt wie ich :D Die Wartung lasse ich auf jeden Fall machen, denn die Schwarzfärbung gefällt mir auch nicht (komisch ist nur, dass ich bei der Messung trotzdem auf Russzahl 0 komme). Bin jetzt nur mal gespannt, was der Schornsteinfeger mir morgen bescheinigt (kommt morgen messen..).
Bin schon immer Schrauber gewesen, nur leider fehlen mir zur Brennereinstellung die Messgeräte..

Gruß
Trino
 

Trino

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Was soll ich sagen..
Der Schornsteinfeger bescheinigt mit erneut gute Werte, 8% Abgasverlust, Russzahl 0

Gruß
Trino
 
Hausdoc

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Trino schrieb:
Der Schornsteinfeger bescheinigt mit erneut gute Werte, 8% Abgasverlust, Russzahl 0
Das sagt nichts über die wirtschaftlichkeit der Anlage aus.

Der Abgasverlust ist ein errechneter ( nicht gemessener) Wert.

Auf gleicher Basis z.b. hat ein Ölofen 15% Abgasverlust und liefe dabei physikalisch gesehen wirtschaftlicher /energiesparender als deine Anlage, daß Abgastemperatur (= Weltraumheizung) geringer ist.
 

Trino

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Habe einen Brennerservice bestellt, kommt in 2 Wo. Werde dann später nochmal ein Bild des Brennraums posten. Und wehe der ist dann nicht "weiss/grau".. :D :D Bin ja selbst neugierig.

Die aktuelle Abgsatemperatur war übrigens wieder 180°C. Dies war tatsächlich schonmal besser.

Gruß
Trino
 

Trino

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Leute, was soll ich sagen. Hatte den Techniker hier. Er hatte modernes Messequipment dabei und meinem Ofen gute Werte bescheinigt. Er hat nichts verändert, sei alles in Ordnung. Eine hauchdünne schwarze Färbung im Brennraum habe nichts zu bedeuten. Die Russmessung war optimal.

Gruß
Trino
 
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