Einschätzung Heizung Wolf Bj 1988

Diskutiere Einschätzung Heizung Wolf Bj 1988 im Wolf Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, wir haben ein Haus gekauft und ich hätte mal gerne eine Meinung zur Heizung gehört. Doppelhaushälfte Bj 1968, Standort NRW, Verklinkert...

AcJoker

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Hallo,

wir haben ein Haus gekauft und ich hätte mal gerne eine Meinung zur Heizung gehört.

Doppelhaushälfte Bj 1968, Standort NRW,
Verklinkert
Wohnfläche 140m²
Nutzfläche 172m²
Beheizte Wohnfläche 123m²
Fenster und Haustür im EG 2011 neu
Fenster 1. OG Kunststoff, Alter unbekannt, aber scheinbar nicht uralt.
Decke zum Speicher scheinbar nicht gedämmt.
Dach (45°) und 3 Dachgauben Styropor gedämmt (ca. 5cm) und mit Sperrholztafeln verkleidet.



Energieausweis „Bedarf“
Nutzfläche 181,5m² (ich komme auf eine etwas andere Fläche, wie oben zu sehen)
Verfahren DIN V4108-6 und DIN V 4701-10 „Vereinfacht“ nach §9 Abs. EnEV
Primär 185,4 kWh/(m²*a)
Endenergiebedarf 166,4 kWh/(m²*a)

Ölheizung ist von 1988
Wolf NB/NO-B 22/155
Leistung 17-20kW
155L Wasserspeicher
Wolf R12 DigiCompact
Brenner Weishaupt WL5/1-B H (16,5-44kW)
Typenschilder hänge ich als Bild an.
Es liegt ein Brenner 0,5 / 60° auf der Heizung, also vermute ich das dieser auch verbaut ist.
Entspricht laut Anleitung 22,6kW

Verbrauch soll bei 1500-1800L liegen mit 3 Personen (z.T. Rentner, also dauerhaft zuhause)
Tank fasst 4000L

2009 neuer Brenner
2010 Tanks gereinigt
2013 neue Pumpe
2014 neue Steuerung
2015 neue Ölleitungen (Tank)
Dazwischen Regelmässige Wartung


Heizkörper im EG in Nischen, allerdings eher geringe Tiefe
OG ohne Nischen
Heizkörper sind z.T. Rippen und z.T. Flachheizkörper.

Parameter (Abweichung von den Werkseinstellungen habe ich unter "individuelle Einstellung" vermerkt)



Heizkurve 1,2
Brennerlaufzeit 21414h
Starts 8719
(Laufzeit und Starts vertauscht?)

Schaktzeiten Heizkreis
Mo-Fr 7-22 Uhr
Sa-So 7-23 Uhr

Schaltzeiten Speicherladung
Mo-Fr 7-22 Uhr
Sa-So 6:30-23 Uhr

Die Heizkreispumpe läuft auf Stufe 3.

Umschaltung Sommer/Winter 20°C (+-2K).

Es scheint so als wären viele Parameter einfach auf Werkseinstellung
geblieben, selbst der Start des Schaltprogramms wurde nur von 6 Uhr auf 7
Uhr verändert.

Fallen Euch beim ersten Blick schon Ungereimtheiten oder Optimierungsmöglichkeiten auf?

Das Schaltprogramm kann man sicher besser anpassen.
Warmwasser einmal am Morgen und einmal am Abend/Nachmittag aufheizen sollte effektiver sein als das aktuelle Programm.
Was ich mich aber frage ist, wann kommt bei der aktuellen Einstellung die Anforderung das WW aufzuheizen? Dazu finde ich keine Parameter.

Bei der Heizkurve hoffe ich natürlich flacher zu kommen und die Pumpe runter regeln zu können. Vermutlich macht hier eine neue Hocheffizienzpumpe sinn.

Sollte man das WW eher auf 55°C heizen oder doch auf 60°C? Man will das System
ja nicht verkeimen, unter 55°C ist sicher zu gering.
Der Speicher hat laut Typschild eine max Betriebstemperatur von 60°C, ist das so üblich?
Zur Zeit ist der WW Speicher auf 10°C eingestellt das dass Haus unbewohnt ist, stellt das ein Problem dar?
Vor Benutzung habe ich vor einen vollen und heißen 155L Speicher über alle Entnahmestellen zu entleeren um das System zu spülen.

Warum könnte die Paralellverschiebung bei Speicherladung von 20K auf 10K reduziert wurden sein?
Ich meine gelesen zu haben das 15K üblicher wären.
Ist es hier effektiver eine kleine Differenz zu haben oder eine große?
Könnte es mit 20K zu einer Überhitzung gekommen sein? 60°C WW + 20K = 80°C Kessel, was max. Kessel Temperatur ist.

Auch verstehe ich nicht warum die Schaltdifferenz Brenner und die Kesselkreispumpe Nachlauf so stark verändert wurden.
Grund? 8K auf 15K.

Am meisten wundert mich aber das der Brenner laut Anleitung aktuell wohl 22,6kW hat, der Kessel aber nur für 17-20kW ausgelegt ist.
Es wäre auch möglich das man den Pumpendruck reduziert hat und somit doch unter 20kW liegt. Aber macht es nicht mehr sinn den Druck bei 12 bar zu lassen und dafür eine kleinere Düse zu verwenden?
Ich vermute/hoffe das auch 17kW für das Haus reichen werden, der Brenner wäre mit der passenden Düse in der Lage bis runter auf 17,9 oder gar 16,7kW(geänderter Pumpendruck) zu gehen.
Passt zum Wolf Kessel besser eine Düse mit 45°S, 60°S oder 60°H?


Ich hoffe Ihr könnt zur Anlage eine grobe Einschätzung abgeben.
Das man aus der Ferne nicht Hellsehen kann, ist klar. Mir selber fehlen ja auch noch praktische Erfahrungen. Es wäre nur schön im Vorfeld schon zu wissen wo es evtl. "Schwachstellen" gibt/geben könnte.


Danke für Eure Hilfe.


Gruß
Joker














 
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AcJoker schrieb:
Warmwasser einmal am Morgen und einmal am Abend/Nachmittag aufheizen sollte effektiver sein als das aktuelle Programm.
Nein. Das regt nur die Bildung von Legionellen an.

AcJoker schrieb:
Was ich mich aber frage ist, wann kommt bei der aktuellen Einstellung die Anforderung das WW aufzuheizen? Dazu finde ich keine Parameter.
Grundsätzlich nur im Tagbetrieb. Maßgebend ist der Speicherfühler, der in Abhängigkeit einer Hysterese (+-2K zBsp) zur SpeicherSolltemp. die Brenneranforderung gibt.

AcJoker schrieb:
Bei der Heizkurve hoffe ich natürlich flacher zu kommen und die Pumpe runter regeln zu können. Vermutlich macht hier eine neue Hocheffizienzpumpe sinn.
Das ist in Abhängigkeit der Hydraulik (Widerstand) und seine benötigter Umlaufwassermenge. Wobei ich behaupte, das in einem Einfam.Haus Stufe 1 langt.

AcJoker schrieb:
Zur Zeit ist der WW Speicher auf 10°C eingestellt das dass Haus unbewohnt ist, stellt das ein Problem dar?
Jein. Die stetz tief gehaltene Temperatur weniger. Aber das STEHENDE TRINKWASSER! Es gibt exakte Regularien in der Trinkwasserverordnung was zu tun ist, wenn eine Trinkwasserleitung über einen definierten Zeitraum nicht bewegt wird....(Das Trinkwasser fängt an "zu faulen"!).

Abschließend ist zu bemerken, dass der Schorni deine Anlage 2018 bemängeln wird! Das hat eine Anlagenerneuerung zur Folge.

LG ThW
 

AcJoker

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ThW schrieb:
Moin

AcJoker schrieb:
Warmwasser einmal am Morgen und einmal am Abend/Nachmittag aufheizen sollte effektiver sein als das aktuelle Programm.
Nein. Das regt nur die Bildung von Legionellen an.
Könntest Du das etwas näher erklären?
Geht es darum das durch das nicht ständige Aufheizen die Temperatur auf unter 50°C fällt, was die Vermehrung von vorhandenen Legionellen fördert?
Ist aber in einem Kessel nicht eh immer eine Schichtung, d.h. es gibt eh Bereiche die kälter sind.

AcJoker schrieb:
Was ich mich aber frage ist, wann kommt bei der aktuellen Einstellung die Anforderung das WW aufzuheizen? Dazu finde ich keine Parameter.
Grundsätzlich nur im Tagbetrieb. Maßgebend ist der Speicherfühler, der in Abhängigkeit einer Hysterese (+-2K zBsp) zur SpeicherSolltemp. die Brenneranforderung gibt.
Kann man diese Hysterese einstellen oder zuminest den exakten Wert nachlesen? Ich finde dazu nichts in den Parametern.
Es ist also so das der Speicher erst dann neu geladen wird wenn an einem bestimmten Punkt, vermutlich nahe am Auslaß, die Temperatur um z.B. 2K unter dem Soll-Wert ist?
Der Rest des Speichers ist dann "kalt".

AcJoker schrieb:
Bei der Heizkurve hoffe ich natürlich flacher zu kommen und die Pumpe runter regeln zu können. Vermutlich macht hier eine neue Hocheffizienzpumpe sinn.
Das ist in Abhängigkeit der Hydraulik (Widerstand) und seine benötigter Umlaufwassermenge. Wobei ich behaupte, das in einem Einfam.Haus Stufe 1 langt.
Die Hydraulik werde ich natürlich auch noch angehen.
Denke das erst mal regelbare Ventile nachgerüstet werden müssen.
Perfekt wäre natürlich noch im Rücklauf der Heizkörper eine Anzeige der Flußrate.

AcJoker schrieb:
Zur Zeit ist der WW Speicher auf 10°C eingestellt das dass Haus unbewohnt ist, stellt das ein Problem dar?
Jein. Die stetz tief gehaltene Temperatur weniger. Aber das STEHENDE TRINKWASSER! Es gibt exakte Regularien in der Trinkwasserverordnung was zu tun ist, wenn eine Trinkwasserleitung über einen definierten Zeitraum nicht bewegt wird....(Das Trinkwasser fängt an "zu faulen"!).
Abschließend ist zu bemerken, dass der Schorni deine Anlage 2018 bemängeln wird! Das hat eine Anlagenerneuerung zur Folge.

LG ThW
Bei 2-3 Wochen sollte hier aber wohl kein ernstes Problem auftreten, oder?
Das ist ja auch nicht länger als ein Urlaub.

Die Leitungen werde ich dennoch wie beschrieben alle gründlich spülen. Auch die Kaltwasserleitung.
Mehr kann man wohl selber kaum machen, oder?

Wieso sollte der Schorni die Anlage 2018, also nach 30 Jahren, bemängeln?
Die Anlage ist eine außentemperaturgeführte Niedertemperatur Heizung, diese ist nicht von der Austauschpflicht betroffen.
So jedenfalls meine Info zum Thema.
Wer schon vor dem 1. Februar 2002 im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat, ist von der Austauschpflicht ausgenommen. Gleiches gilt für Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit einer Nennleistung von mehr als 400 Kilowatt, kleinen Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als 4 Kilowatt sowie für alle Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Wer jetzt ein Haus mit austauschpflichtigem Kessel kauft, muss diesen binnen zwei Jahren ersetzen. Die Einhaltung der Vorschriften überwacht der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger.
https://www.verbraucherzentrale.de/austauschpflicht-fuer-heizkessel-1
 
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Die Heizung ist deutlich jünger!


1988 gabs diese Regelung noch gar nicht.
Der Brenner besitzt einen digitalen Feuerungsautomaten.....


Ich erkenne auf dem Bild aber einige Installationsfehler ;)

Wie bereits genannt sollte Warmwasser rund um die Uhr laufen. Ein Zeitprogramm bringt keine Einsparung!

Bei dem Gebäude ist die Heizung noch die kleinere Baustelle.

Bei einem Energiebedarf von über 180 KWH /m² besteht deutlich Gebäudedämmbedarf.
Ein Ölverbrauch von deutlich über 3000l bei so einem Gebäude ist heute nicht mehr tolerierbar.
 

AcJoker

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Der Brenner ist 2009 erneuert wurden.

Welche Installationsfehler erkennst Du?
Denn genau darum geht es mir ja, Fehler zu erkennen und wenn möglich zu beseitigen und zumindest best möglich damit umzugehen.

OK, also Warmwasser ganztägig aufheizen lassen. Nachts aber aus, richtig?

Der Energieausweis ist wohl wie so oft nur eine grobe Abschätzung.
https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article147716799/Energieausweis-in-dieser-Form-vollkommen-wertlos.html
Laut Verkäufer wurden rund 1500-2000L verbraucht, allerdings gibt es im Wohn/Esszimmer/Küche noch einen 8kW Holzofen der genutzt wurde.

Und ich vermute das die Anlage nicht wirklich optimal läuft, von daher noch potenzial zur Verbesserung hat.

Kellerdecke und Decke zum Speicher soll auch noch gedämmt werden, ebenso neue Kellerfenster (aktuell in den ungeheizten Räumen einfach verglast). Ein ca. 1x1m großes Fenster im Heizungsaum ist dauerhaft geöffnet!!! Trotz einer separaten Zuluftöffnung. Evtl. sind die Tankdichtungen nicht mehr ganz ok und darum hat man den Raum so sehr gelüftet, eigentlich riecht es aber gar nicht so stark.

Was mir aber jetzt noch einfällt.
Es sind 4x1000L Tanks verbaut, diese füllen sich beim Tanken aber nicht gleichmässig, der Ausgleich erfolgt dann nach dem Tanken sehr langsam. Vermutlich über die Entnahmeleitung (Kommunizierende Röhren).
Muss man die Füllstutzen erneuern oder kann man diese abnahmen und reinigen?
Entweder ein Stutzen hält den Druck nicht und füllt daher zu schnell. Oder andere sind dreckig und füllen daher zu langsam.
Der Tank der in der Reihe am Ende ist, füllt am schnellsten, der erste Tank am langsamsten. Laut aussage des Verkäufers.

Gruß
Joker
 
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AcJoker schrieb:
Geht es darum das durch das nicht ständige Aufheizen die Temperatur auf unter 50°C fällt, was die Vermehrung von vorhandenen Legionellen fördert?
Korrekt. Legionelle fühlen sich im Bereich von ca. 38-42°C "sau wohl" und vermehren sich exorbitant. Diesen Bereich gilt es tunlichst zu vermeiden.


AcJoker schrieb:
Ist aber in einem Kessel Speicher nicht eh immer eine Schichtung, d.h. es gibt eh Bereiche die kälter sind.
Richtig, eine gewisse Toleranz ist physikalisch immer gegeben. Im Speicher befindet sich der Fühler irgentwo im Bereich Hälfte und Schnittpunkt oberen zum mittleren Drittel. Und eine Speichertemperatur von 55°C sollte angestrebt werden (lt. Verordnung darf dieser Wert NICHT unterschritten werden).


AcJoker schrieb:
Kann man diese Hysterese einstellen oder zuminest den exakten Wert nachlesen?
Nein. Nicht in deinem Fall.


AcJoker schrieb:
Es ist also so das der Speicher erst dann neu geladen wird wenn an einem bestimmten Punkt, vermutlich nahe am Auslaß, die Temperatur um z.B. 2K unter dem Soll-Wert ist?
Jopp.
Wo der Speicherfühler ist, kannst du nachgucken. Hinten am Speicher geht ein Kabel in eine Tauchhülse....(wenn du ihn genauso wieder hinein steckst) lässt sich i. d. R. leicht herausziehen.


AcJoker schrieb:
Der Rest des Speichers ist dann "kalt".
Warm genug, um es als schwerzhaft zu empfinden.


AcJoker schrieb:
Die Hydraulik werde ich natürlich auch noch angehen.
Denke das erst mal regelbare Ventile nachgerüstet werden müssen.
Th-Ventile in Verbindung einer Hocheffizientspumpe und hydraulischen Abgleich werden staatlich gefördert. ;)


AcJoker schrieb:
Bei 2-3 Wochen sollte hier aber wohl kein ernstes Problem auftreten, oder?
In öffendlichen Gebäuden muss denn ein mega Aufwand betrieben werden, um die Zapfstellen wieder frei geben zu dürfen. <X
Ich lasse bei mir (es mag für manche übertrieben wirken) alle Zapfstellen SATT ablaufen.



AcJoker schrieb:
Wieso sollte der Schorni die Anlage 2018, also nach 30 Jahren, bemängeln?
Du beschreibst es selbst....Zitat: Wer schon vor dem 1. Februar 2002 im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat...!!!
In deinem Fall ist es eine Tolleranz von max. 2 Jahren.

LG ThW
 

AcJoker

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AcJoker schrieb:
Ist aber in einem Kessel Speicher nicht eh immer eine Schichtung, d.h. es gibt eh Bereiche die kälter sind.
Richtig, eine gewisse Toleranz ist physikalisch immer gegeben. Im Speicher befindet sich der Fühler irgentwo im Bereich Hälfte und Schnittpunkt oberen zum mittleren Drittel. Und eine Speichertemperatur von 55°C sollte angestrebt werden (lt. Verordnung darf dieser Wert NICHT unterschritten werden).
Ohne jetzt klugscheißen zu wollen, aber für Kleinanlagen gibt es keine derartige Vorgabe.
Was Du meinst bezieht sich auf Großanlagen >400L.
Natürlich sollte man dies auch als Richtwert für Kleinanlagen nehmen.
http://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/warmwasser/legionellen-experteninterview/
Mir geht es übrigens nicht darum maximal Energie zu sparen auf kosten der Sicherheit/Gesundnheit. Darum frage ich ja auch hier nach.


AcJoker schrieb:
Es ist also so das der Speicher erst dann neu geladen wird wenn an einem bestimmten Punkt, vermutlich nahe am Auslaß, die Temperatur um z.B. 2K unter dem Soll-Wert ist?
Jopp.Wo der Speicherfühler ist, kannst du nachgucken. Hinten am Speicher geht ein Kabel in eine Tauchhülse....(wenn du ihn genauso wieder hinein steckst) lässt sich i. d. R. leicht herausziehen.
Leider ist der Speicher liegend unter dem Kessel verbaut, da ist das wohl nicht ganz so eindeutig. :-(
Die Bauform ist wohl auch nicht so ideal, leider nicht mal eben so zu ändern.


AcJoker schrieb:
Die Hydraulik werde ich natürlich auch noch angehen.
Denke das erst mal regelbare Ventile nachgerüstet werden müssen.
Th-Ventile in Verbindung einer Hocheffizientspumpe und hydraulischen Abgleich werden staatlich gefördert. ;)
Gut zu wissen, danke für den Tipp.
Gibt ja so viele Förderungen ....

AcJoker schrieb:
Bei 2-3 Wochen sollte hier aber wohl kein ernstes Problem auftreten, oder?
In öffendlichen Gebäuden muss denn ein mega Aufwand betrieben werden, um die Zapfstellen wieder frei geben zu dürfen. <X Ich lasse bei mir (es mag für manche übertrieben wirken) alle Zapfstellen SATT ablaufen.
So habe ich es auch vor. Schadet sicher nicht.

AcJoker schrieb:
Wieso sollte der Schorni die Anlage 2018, also nach 30 Jahren, bemängeln?
Du beschreibst es selbst....Zitat: Wer schon vor dem 1. Februar 2002 im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat...!!!In deinem Fall ist es eine Tolleranz von max. 2 Jahren.

LG ThW
Das Zitat geht aber noch weiter ...
Wer schon vor dem 1. Februar 2002 im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat, ist von der Austauschpflicht ausgenommen. Gleiches gilt für Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit einer Nennleistung von mehr als 400 Kilowatt, kleinen Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als 4 Kilowatt sowie für alle Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Wer jetzt ein Haus mit austauschpflichtigem Kessel kauft, muss diesen binnen zwei Jahren ersetzen. Die Einhaltung der Vorschriften überwacht der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger.
Gleiches gilt für Anlagen ...
... in Mehrfamilienhäusern ... Nennleistung .... mehr als 400kW ...
... kleinen Anlagen ... Nennleistung ... weniger als 4kW ...
... sowie ALLEN Brennwert- und NIEDERTEMPERATURKESSELN

Da mein Heizkessel wohl ein Niedertemperaturkessel ist (siehe Symbol/Beschriftung rechts auf dem Typenschild) sehe ich meine Anlage nicht als Austauschpflichtig an.
Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
 

AcJoker

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Erkläre mir doch einfach wo mein Fehler beim interpretieren des Zitats liegt.
Oder ist das Zitat gar nicht mehr aktuell?
 
ThW

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Ausschlaggebend ist die Feuerstättenschau. Solange da keine Beanstandungen gelistet sind, brauchst du nichts "befürchten". Wobei du durchaus mit dem Passus "Niedertemperatur" recht hast.

Edit: Behördenkram.... :/ >>> Link
Edit2: Im Bezug auf Klein- oder Großanlage....Gernerell sind Ein- und Zweifamilienhäuser Kleinanlagen. Der Betreiber darf auch die SpeicherSollTemp auf 50°C reduzieren. Nur muss hier vom Installateur der Hinweis auf Legionellen erfolgen.
In meinem Post habe ich von "soll 55°C nicht unterschreiten". Den Vorwurf der Ausdrucksklarheit muss ich mir da wohl gefallen lassen. :D

LG ThW
 
Hausdoc

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AcJoker schrieb:
OK, also Warmwasser ganztägig aufheizen lassen. Nachts aber aus, richtig?
Nein - auch nachts an - es sei denn der Ölbrenner ist so laut , daß du nicht mehr schlafen kannst.


AcJoker schrieb:
Welche Installationsfehler erkennst Du?
Denn genau darum geht es mir ja, Fehler zu erkennen und wenn möglich zu beseitigen und zumindest best möglich damit umzugehen.
Trinkwassserausdehnungsgefäß falsch angeschlschlossen.
Aufgrund dieser Tatsache kann man eigentlich schon sicher behaupten, daß sich in dieer Anlage Legionellen befinden.

Laß dieses blaue Gefäß ersatzlos entfernen.
Die Deckendämmugen kannst du dir sparen.-> Unsinn

Dämme das Dach korrekt.
Würdest du die Decke zum Speicher dämmen, hättest du Kaltdach. Dafür ist die bestehende Dachkonstrucktion aber nicht ausgelegt.



AcJoker schrieb:
Es sind 4x1000L Tanks verbaut, diese füllen sich beim Tanken aber nicht gleichmässig,
Daran ist der Tankwagenfaher schuld.

Zum Füllen sind bestimmte Fließgeschwindigkeiten nötig, die eingehalten werden müssen.
Füllt der Lieferant zu langsam oder zu schnell , füllen sich die Tanks ungleichmäßig.

Der Niveauaugleich kann dann auch mal 2 Wochen dauern - das ist normal.
 
tricotrac

tricotrac

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JEIN !


Ja, weil es so stimmt mit den Füllgeschwindigkeiten.
Nein, weil auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen : defekte(s) Staurohr(e) in einem oder mehreren Batterietanks.
Oder eine oder mehrere Entnahmegarnitur liegt(en) im Schlamm oder sind innerhalb des/der Tank(s) undicht
 

AcJoker

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ThW schrieb:
Moin

Ausschlaggebend ist die Feuerstättenschau. Solange da keine Beanstandungen gelistet sind, brauchst du nichts "befürchten". Wobei du durchaus mit dem Passus "Niedertemperatur" recht hast.

Edit: Behördenkram.... :/ >>> Link
Edit2: Im Bezug auf Klein- oder Großanlage....Gernerell sind Ein- und Zweifamilienhäuser Kleinanlagen. Der Betreiber darf auch die SpeicherSollTemp auf 50°C reduzieren. Nur muss hier vom Installateur der Hinweis auf Legionellen erfolgen.
In meinem Post habe ich von "soll 55°C nicht unterschreiten". Den Vorwurf der Ausdrucksklarheit muss ich mir da wohl gefallen lassen. :D

LG ThW
Dann sehe ich der Sache also weiterhin positiv entgegen.
Danke für die Infos.


Hausdoc schrieb:
AcJoker schrieb:
Welche Installationsfehler erkennst Du?
Denn genau darum geht es mir ja, Fehler zu erkennen und wenn möglich zu beseitigen und zumindest best möglich damit umzugehen.
Trinkwassserausdehnungsgefäß falsch angeschlschlossen.Aufgrund dieser Tatsache kann man eigentlich schon sicher behaupten, daß sich in dieer Anlage Legionellen befinden.

Laß dieses blaue Gefäß ersatzlos entfernen.
Die Deckendämmugen kannst du dir sparen.-> Unsinn

Dämme das Dach korrekt.
Würdest du die Decke zum Speicher dämmen, hättest du Kaltdach. Dafür ist die bestehende Dachkonstrucktion aber nicht ausgelegt.
Was genau ist am Anschluß des Trinkwasserausdehnungsgefäß (das ist doch nur für Warmwasser, oder?) falsch?
Und warum sollen dadurch Legionellen vorhanden sein?
Mir fällt auf das es von unten mit Wasser befüllt wird, ich kenne es nur von oben.

Muss ein Ausdehnungsgefäß nicht zwingend vorhanden sein? Wie baut sich ohne Gefäß der Druck beim erhitzen ab?

Das Dach von unten zu dämmen wäre wesentlich aufwendiger.
Ein neues Dach kommt nicht in Frage, da es hierfür keinen Grund gibt.

Ich habe bisher noch nie gehört/gelesen das eine Dämmung der Decke zu einem Problem führen kann. Auch nach erneuter Suche konnte ich dazu keine Hinweise finden.


AcJoker schrieb:
Es sind 4x1000L Tanks verbaut, diese füllen sich beim Tanken aber nicht gleichmässig,
Daran ist der Tankwagenfaher schuld.

Zum Füllen sind bestimmte Fließgeschwindigkeiten nötig, die eingehalten werden müssen.
Füllt der Lieferant zu langsam oder zu schnell , füllen sich die Tanks ungleichmäßig.

Der Niveauaugleich kann dann auch mal 2 Wochen dauern - das ist normal.



tricotrac schrieb:
JEIN !


Ja, weil es so stimmt mit den Füllgeschwindigkeiten.
Nein, weil auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen : defekte(s) Staurohr(e) in einem oder mehreren Batterietanks.
Oder eine oder mehrere Entnahmegarnitur liegt(en) im Schlamm oder sind innerhalb des/der Tank(s) undicht
Hm, kann man da im Vorfeld vor der nächsten Füllung etwas testen?
Die Staurohre (danke für den Begriff *g) hatte ich jetzt im Verdacht, gibt es hier eine Möglichkeit der Überprüfung?

Wenn die Entnahmegarnitur im Schlamm liegen würde oder undicht wäre, würde es dann nicht eher beim entleeren zu Problemen kommen?
Ich könnte mir da eher eine defekte Entlüftung als zusätzliche Ursache vorstellen.
Oder welche Funktion kommt der Entnahmegarnitur beim Tanken zu?

Die Ölleitungen zur Entnahme sind übrigens erst ein Jahr alt.
 
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AcJoker schrieb:
Und warum sollen dadurch Legionellen vorhanden sein?
Mir fällt auf das es von unten mit Wasser befüllt wird, ich kenne es nur von oben.
Es ist nicht "durchströmt eingebaut.
Auch wenn der Anschluss korrekt wäre wär das Gefäß selbst eine bekannte Legionellenquelle.

AcJoker schrieb:
Ich habe bisher noch nie gehört/gelesen das eine Dämmung der Decke zu einem Problem führen kann.
Mir ist es egal was du mit deinem Haus machst.
Jedem Achitekturstudenten würde es die Nackenhaare aufstellen wenn er von vermischung Warmdach/kaltdach hört.

Die allermeisten Versuche einer derartigen Deckendämmmung verschlingen nur Geld und führen durch nicht fachgerechte Ausführung zu Bauschäden . Jedoch nicht zu Gebäudedämmung.

Wenn auf Kaltdach umgebaut wird, muss fast zwingenderweise das komplette Dach entfernt werden um eine wirksame Dampfsperre einbringen zu können.

Sinnvoller wär es die Dämmung des vorhandenen Warmdaches "aufzudoppeln".


AcJoker schrieb:
Ein neues Dach kommt nicht in Frage, da es hierfür keinen Grund gibt.
Das ist deine momentane Sichtweise.
Für diese zusätzliche Dämmung bietet sich die Mögllichkeit der "Aufsparrendämmung"
Je nach Zustand des Daches kann dies auch von unten stattfinden.
Befrage hierzu am besten einen Zimmerer deines Vertrauens.
 

AcJoker

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Hausdoc schrieb:
AcJoker schrieb:
Und warum sollen dadurch Legionellen vorhanden sein?
Mir fällt auf das es von unten mit Wasser befüllt wird, ich kenne es nur von oben.
Es ist nicht "durchströmt eingebaut.Auch wenn der Anschluss korrekt wäre wär das Gefäß selbst eine bekannte Legionellenquelle.
OK, jetzt habe ich es auch erkannt. Danke.
Was wäre denn die Alternative dazu? Ohne Ausgleichsgefäß wird es wohl nicht gehen, oder?
Eine durchströmte Montage scheint leider auch nicht ganz so einfach zu realisieren sein, spontan fällt mir dazu jedenfalls noch keine Lösung ein.

Welche Installationsmängel sind dir denn noch aufgefallen?

AcJoker schrieb:
Ich habe bisher noch nie gehört/gelesen das eine Dämmung der Decke zu einem Problem führen kann.
Mir ist es egal was du mit deinem Haus machst.Jedem Achitekturstudenten würde es die Nackenhaare aufstellen wenn er von vermischung Warmdach/kaltdach hört.

Die allermeisten Versuche einer derartigen Deckendämmmung verschlingen nur Geld und führen durch nicht fachgerechte Ausführung zu Bauschäden . Jedoch nicht zu Gebäudedämmung.

Wenn auf Kaltdach umgebaut wird, muss fast zwingenderweise das komplette Dach entfernt werden um eine wirksame Dampfsperre einbringen zu können.

Sinnvoller wär es die Dämmung des vorhandenen Warmdaches "aufzudoppeln".
Mich wundert deine Ausführung sehr, da ich mich mit dem Thema natürlich auch schon etwas beschäftigt habe, und bisher überhaupt nicht auf derartige Probleme oder Hinweise gestossen bin.
Zumal Du den aktuellen Aufbau weder der Decke noch des Daches kennst, und ich vermute mal das es hier mehr als Schwarz/Weiß gibt, sondern die jeweilige Gegenheit betrachten muss.

Woher beziehst Du also dein Wissen über diese Problematik?
Bzw. wo genau ist der Schwachpunkt einer Deckendämmung (Zwischensparren)?


AcJoker schrieb:
Ein neues Dach kommt nicht in Frage, da es hierfür keinen Grund gibt.
Das ist deine momentane Sichtweise.Für diese zusätzliche Dämmung bietet sich die Mögllichkeit der "Aufsparrendämmung"
Je nach Zustand des Daches kann dies auch von unten stattfinden.
Befrage hierzu am besten einen Zimmerer deines Vertrauens.
Da der Dachboden nicht als zu groß ist, würde eine Aufsparrendämmung von Ihnen den verbleibenden Raum stark einschränken.
Hier sehe ich dann erst recht ein Problem der vermutlich fehlenden und nicht nachträglich einzubringenden Dampfbremse auf der Außenseite.
Dieses Problem wird häufiger angesprochen und stellt scheinbar eindeutig einen Schwachpunkt dieser Dämmung da.
Komisch da dir dieses Problem keine/weniger Sorgen macht.

Sonst noch Idee/Meinungen zu den Parametern der Heizung?
 
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AcJoker

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Wolfhaus schrieb:
AcJoker schrieb:
Dampfbremse auf der Außenseite
Und die kommt auf die Innenseite.
Korrekt, was ich meinte war die Unterspannbahn.
AcJoker schrieb:
Komisch da dir dieses Problem keine/weniger Sorgen macht.
Das kommt dann später.
Dein Zitat ist absolut aus dem Zusammenhang gerissen und deine Aussage ergibt so keinen Sinn.
Was möchtest du mir sagen?

Meine Aussage bezog sich auf eine evtl. fehlende und nachträglich fast nicht korrekt einzubringende Unterspannbahn bei der Dämmung des Dachs von innen.
Dies scheint hier keine Sorgen zu bereiten, an anderer Stelle liest man davon aber häufiger.
Auf jedenfall häufiger als bei dem hier geschilderten Problem bei einer Deckendämmung.


AcJoker schrieb:
etwas beschäftigt habe
... etwas schwanger? Durch falsche Dämmung zerstörst du das Haus. http://www.konrad-fischer-info.de/2131bau.htm Lese das sehr aufmerksam.
Dir ist hoffentlich bekannt das es neben Zuständen die nur 2 Stadien kennen (Schwanger, nicht Schwanger) auch solche mit gleitenden Übergangen gibt.
Oder gibt es in deiner Welt nur Laien und Profis?

Das eine falsche Dämmung das Risiko birgt Schäden am Haus und vor allem an der Gesundheit der Bewohner zu verursachen, ist mir durchaus bekannt und hier wohl auch unstrittig.
Ich denke nicht das ich hier den Eindruck erwecke leichtfertig das Haus und unsere Gesundheit auf´s Spiel setzen zu wollen.
Gerne lasse ich mich auch bei einer geplanten Dämmung beraten, aber bitte mit Fakten oder zumindest etwas mehr als "das geht so nicht, wirst Du ja später sehen".

Und was soll mir der Link bitte sagen? Das Dämmung nicht alles ist und man nicht einfach mal so etwas Dämmung irgend wo hin kleben kann in der Annahme dann wird alles besser?

Das ist mir bekannt.

Mein Thread handelt eigentlich nicht von Dämmen sondern von Heizen.
Was, wie, wo und wann bei mir gedämmt wurde oder wird habe ich nicht zur diskussion gestellt oder gar detailiert erklärt.
Mir ist es ein Rätsel wieso hier nun Schauergeschichten über falsches Dämmen zum besten gegeben werdern.
Eine nachträglich Deckendämmung ist nun wirklich nicht ungewöhnlich und bisher habe ich auch nach erneuter inteniver suche dazu nichts negatives wie hier berichtet finden können.
Natürlich hat man in der Vergangenheit auch immer geglaubt man würde alles richtig machen, das zeigt dein Link ja teils deutlich, wenn auch sehr überspitzt dargestellt.
Nur wo sind die Leute die ausserhalb dieses Threads schon jetzt von einer Dämmung der obersten Geschossdecke abraten? Ich kann nicht einen finden. Und DAS wundert mich.

Also bitte erklärt mir was ein einer Zwischensparrendämmung der obersten Geschossdecke so dramatisch ist.
Auch hier kommt ja eine Dampfbremse und Unterdeckbahn zum Einsatz. So das eben keine/wenig Feuchtigkeit in den dann kälteren Speicher kommt und dort nicht an kalten Balken o.ä. kondensiert.

Mir wäre es recht lieb wieder zurück zur Heizung zu kommen und dort Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen.
Das Thema Ausgleichsgefäß ist ja noch nicht durch.
Das es nicht korrekt angeschlossen ist weiss ich jetzt, nur was für eine Lösung wäre möglich?

Und welche anderen Installationsfehler gibt es? Es war ja die Rede von mehreren Fehlern.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
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dem Süden von Berlin
AcJoker schrieb:
Und was soll mir der Link bitte sagen? Das Dämmung nicht alles ist und man nicht einfach mal so etwas Dämmung irgend wo hin kleben kann in der Annahme dann wird alles besser?
Genau und das mit der Dämmung sehr vorsichtig umgegangen werden muss. Leider sind in diesem Bereich zu viele schwarze Schafe unterwegs. Fehler bei der Dämmung zeigen sich dann Jahre später und mit erheblichen Schäden.

AcJoker schrieb:
Das Thema Ausgleichsgefäß ist ja noch nicht durch.
Nehm es einfach aus dem System, wenn ein Absperrventil vorhanden ist, mach den testweise zu.
An der Heizungspumpe würde ich nichts ändern. Schau mal auf den Durchmesser deiner abgehenden Heizungsrohre.
Hinter dem Heizkörper in der Nische würde ich versuchen leicht zu dämmen.
Die Einstellparameter der Heizung sind soweit ok, Energiesparend eingestellt. Pumpennachlaufzeit (15) würde ich von 3 auf 5 Min ändern.
(11 TK max) würde ich auf 65 Grad runter nehmen. Und (10) mit 1 K testen.

Teste jede Veränderung einzeln und warte 2-3 Tage ab wie sich das auswirkt.

Große Wunder wirst du nicht erreichen. Ansonsten macht die Heizung für ihr Alter einen ordentlichen Eindruck.
Du hast dir sicher mit dem Hauskauf einen Traum erfüllt, ich wünsche dir damit viele glückliche Jahre und las dir das nicht von "Glücksrittern und Quacksalbern" zerstören.
 

Pfälzer

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473
Hi.

Leider lässt sich auf den Bildern der Bereich der Rohrführung nur schlecht erkennen. Ohne die Sackkarre wäre das besser... :)

So wie es aussieht hast Du in der Kaltwasserzuleitung zum Speicher ein Überdruckventil ( Blaue Kappe ). Wenn nun das Trinkwasserausdehnungsgefäß abgesperrt/abgebaut wird baut sich über dieses Ventil der durch das Aufheizen des Trinkwassers im Speicher entstehende Überdruck ab, d.h. ein geringer Teil des Frischwassers wird verworfen. Wohin führt die Abblasleitung des Ventils? Die sollte per Siffon ins Abwasser gehen ( bzw. frei in einen Siffon führen ). Bei der ähnlich alten und aufgebauten Anlage meiner Eltern endete das Rohr aber frei im Raum... das austretende Wasser verdunstete über Jahrzehnte einfach... eher suboptimal.

Btw.: Du solltest den grünen Schlauch der wohl zum Nachfüllen an das rote MAG führt nicht dauerhaft angeschlossen lassen.
 

AcJoker

Threadstarter
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Beiträge
19
Wolfhaus schrieb:
AcJoker schrieb:
Und was soll mir der Link bitte sagen? Das Dämmung nicht alles ist und man nicht einfach mal so etwas Dämmung irgend wo hin kleben kann in der Annahme dann wird alles besser?
Genau und das mit der Dämmung sehr vorsichtig umgegangen werden muss. Leider sind in diesem Bereich zu viele schwarze Schafe unterwegs. Fehler bei der Dämmung zeigen sich dann Jahre später und mit erheblichen Schäden.
Ich habe jedenfalls vor nicht leichtfertig etwas über´s Knie zu brechen.
Bevor es an die Dämmung geht, die evtl. auch ein Fachbetrieb machen könnte, werde ich mich umgehend beraten/belesen.
Das folgt aber erst später. Jetzt ging es mir darum die Parameter der Heizung zu optimieren. Das kann man ja nebenbei machen, nur muss man auch hier wissen was man macht bzw. machen sollte oder eben nicht machen sollt.

AcJoker schrieb:
Das Thema Ausgleichsgefäß ist ja noch nicht durch.
Nehm es einfach aus dem System, wenn ein Absperrventil vorhanden ist, mach den testweise zu.
An der Heizungspumpe würde ich nichts ändern. Schau mal auf den Durchmesser deiner abgehenden Heizungsrohre.
Hinter dem Heizkörper in der Nische würde ich versuchen leicht zu dämmen.
Die Einstellparameter der Heizung sind soweit ok, Energiesparend eingestellt. Pumpennachlaufzeit (15) würde ich von 3 auf 5 Min ändern.
(11 TK max) würde ich auf 65 Grad runter nehmen. Und (10) mit 1 K testen.

Teste jede Veränderung einzeln und warte 2-3 Tage ab wie sich das auswirkt.

Große Wunder wirst du nicht erreichen. Ansonsten macht die Heizung für ihr Alter einen ordentlichen Eindruck.
Du hast dir sicher mit dem Hauskauf einen Traum erfüllt, ich wünsche dir damit viele glückliche Jahre und las dir das nicht von "Glücksrittern und Quacksalbern" zerstören.
Leider habe ich kein Bild vom Anschluss des Ausgleichsgefäßes, vermutlich ist dort kein Ventil. :-(

Was sagen mir die Rohrdurchmesser der Rohre nach der Pumpe? Großes Systemvolumen? Daher .... ?

Langfristig sollen die, nur im EG vorhandenen, Heizungsnischen verschwinden, aber auch diese Dämmung will gut überlegt und durchgeführt sein.

Wenn ich doch TK max (11) auf 65°C runter stelle, dann habe ich zur WW Bereitung am Ende nur noch eine Spreizung von 5K (WW 60°C, oder gehst du von 55°C aus?). Das Aufheizen dauert länger und vor allem muss der Brenner sicher mehr als einmal dafür starten was nicht gut wäre.
TK max kommt ja auch nur bei der WW Bereitung zum tragen, beim Heizen regelt ja die AT die VL Temp.
Meines Wissens nach sollte bei der WW Bereitung die Spreichung 10-20K betragen, so das möglichst mit nur einem Brennerstart der Speicher geladen werden kann.

Der Raumeinfluß Kesselkreis (10) hat nur dann eine Funktion wenn eine Fernbedienung installiert ist. Dies ist bei uns nicht der Fall.

Pfälzer schrieb:
Hi.

Leider lässt sich auf den Bildern der Bereich der Rohrführung nur schlecht erkennen. Ohne die Sackkarre wäre das besser... :)

So wie es aussieht hast Du in der Kaltwasserzuleitung zum Speicher ein Überdruckventil ( Blaue Kappe ). Wenn nun das Trinkwasserausdehnungsgefäß abgesperrt/abgebaut wird baut sich über dieses Ventil der durch das Aufheizen des Trinkwassers im Speicher entstehende Überdruck ab, d.h. ein geringer Teil des Frischwassers wird verworfen. Wohin führt die Abblasleitung des Ventils? Die sollte per Siffon ins Abwasser gehen ( bzw. frei in einen Siffon führen ). Bei der ähnlich alten und aufgebauten Anlage meiner Eltern endete das Rohr aber frei im Raum... das austretende Wasser verdunstete über Jahrzehnte einfach... eher suboptimal.

Btw.: Du solltest den grünen Schlauch der wohl zum Nachfüllen an das rote MAG führt nicht dauerhaft angeschlossen lassen.
Ich habe mal ein paar weitere Bilder angehängt. :)

Mir ist nun auch etwas aufgefallen, es sieht so aus als wären ZWEI Ausgleichsgefäße in der Kaltwasserzuleitung installiert!!!
Ich hoffe man kann das auf den Bildern ausreichend erkennen.
Nach dem Druckminderer geht die Leitung nach unten, dann kommt ein T-Stück mit Abgang zum blauen Gefäß.
Unten macht die Leitung einen knick Richtung Heizung, dort ist ein weiteres T-Stück mit Abgang zum roten Gefäß. Jedenfalls sieht es für mich so aus.
Ist das unterhalb des roten Gefäß ein Ventil ohne Handrad? Dann könnte man zumindest dieses Gefäß absperren. Auch scheint nach dem T-Stück zum roten Gefäß noch ein Ventil (?) verbaut zu sein. OIder ist das nur ein normals T-Stück?

Mit dem Ventil hast Du wohl recht, ist mir noch nicht aufgefallen.
Die Abblasleitung führt einfach offen nach unten, wohl so wie bei deinen Eltern. Aber da lässt sich ja sicher etwas machen.
Einen Abfluß gibt in den dem Raum scheinbar nicht. :-(
Um das Ventil korrekt einzustellen, müsste ich doch einfach das Manometer in der Zuleitung beorbachten und bei steigendem Druck das Ventil soweit öffnen das der Druck wieder auf den gewünschen Druck dinkt. Richtig?

Das unzulässigerweise ein Schlauch vom Frischwasser zum Heizungswasser fest angeschlossen ist, hatte ich gesehen und mir ist bekannt das dies nicht zulässig ist. Wird auf jedenfall geändert.
ABER, sehe ich es richtig das oben 3 Ventile nach einander montiert sind? Und sich darüber (vor dem Manometer) noch ein weiteres Ventil mit Schlauchanschluss befindet?
Wäre es nicht sinnvoller den oberen Abgang, wo jetzt der Schlauch am Ende befestigt ist, komplett zurück zu bauen und dafür bei bedarf das untere Ventil zum nachfüllen zu verwenden?






 
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