Buderus GB112: Häufige Brennerstarts - Haus wird nicht warm

Diskutiere Buderus GB112: Häufige Brennerstarts - Haus wird nicht warm im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo zusammen, bevor ich mein Problem schildere, möchte ich kurz meine Anlage beschreiben: Ich habe auf dem Dach eine Buderus GB112 Therne. An...

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Hallo zusammen,

bevor ich mein Problem schildere, möchte ich kurz meine Anlage beschreiben:
Ich habe auf dem Dach eine Buderus GB112 Therne.
An der Therme ist eine FBH mit zwei Verteilern angeschlossen. Zusätztlich ein WW-Speicher. Die Umstellung erfolgt über ein Drei-Wege-Ventil (nicht stetig).
Die Regelung erfolgt über ein ERC mit AT-Sensor und die Ventile werden über einen Stellantrieb geöffnet / geschlossen
Einstellungen Therme
Max.Vorlauf auf 2
Warmwasser auf 7
Leistungsregler (mehrere Stellungen probiert(1-3))
11KW Jumper ist gesteckt

Einstellungen ERC
Auslegungstemperatur: 45 bei -10°
Rein Aussentemperatur geregelt

Zum Problem:
Hinweis: Ich habe das Haus im letztem Frühjahr gekauft und seitdem besteht das Problem. Auch eine Wartung vor zwei Monaten brachte keine Besserung

Die Therme erkennt den Wärmebedarf und schaltet die Heizung ein. Daraufhin wird die VL-Temp von etwa 30°C erreicht und die Theme schaltet ab (Meldung 0Y). Danach geht die Therme in die Brennerintervallschaltung (Meldung 0A). Jetzt ist die Therme "geperrt" und kann das Wasser für den Heizkreislauf nicht mehr erhitzen. Die Temperatur fällt bis auf den Wert des Rücklaufes (etwa 20°) zurück. Nach 10 Minuten springt die Therme wieder an.
Anbei ein Bild wo ich den Vorlauf und den Rücklauf aufgezeichnet habe. Hier sieht man deutlich, das genau alle 10 Minuten der Brenner anläuft, und dann relativ schnell nach ca. 2 Minuten die VL-Temp erreicht. (Anmerkung alle 2 Minuten wurde ein Datenpunkt aufgezeichnet)

Jetzt bitte ich um eure Unterstützung.

Grüße
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Hydraulische Weiche vorhanden?
 

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nein, ist nicht vorhanden

Ergänzung: Teilweise tritt auch der Fehler 2F auf.
 
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Fehler gefunden! ;)

Bei diesem alten Gerät würd ich aber nichts mehr ändern.

Bis das Gerät erneuert wird würd ich am ERC Regler nur die Soll Raumtemperaturen höher stellen.

Daß auf eine Nachtabsenkung verzichtet wird, versteht sich von selbst....
 

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Hallo Hausdoc,

danke für den schnellen Rat. Das mit der Nachtabsenkung musste ich gestern auch schmerzlich feststellen. Jetzt ist das Haus ganz ausgekühlt ;)

Jetzt ist das Gerät aber noch nicht sooo alt. Etwa 10 Jahre. Wieso macht eine Nachrüstung der Weiche keinen Sinn? Die könnte ich doch in dem Fall das die Therme erneuert werden müsste (in 5-10 Jahren) weiter nutzen, oder?

Nachmal kurz zum Verständnis:
Wie lang müssten die Brennerlaufzeiten in der jetzigen Jahreszeit in etwa sein? 2 Minuten scheint ja definitiv gering zu sein.

Grüße
 
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GB 112... noch 10 Jahre??? Deinen Optimismus möcht ich haben. ;)

Ich gebe den letzen GB 112 in meinem Kundenkreis noch 2....3 Jahre........

Aber: Du hast Recht. Auch bei einer neuen Anlage benötigst du wahrscheinlich eine Hydraulische Weiche.
 

Stone

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Öffne erstmal alle Ventile und Regel die Solltemperatur hoch.
Das ERC ist aber nicht gerade ein Sahneschnittchen. Die GB 112 ist jedoch ein feines Teil. Hat jedoch eine relativ hohe Mindestleistung deshalb muss das Gerät meistens Takten.

Auf deine Frage hin wie lange die Brennerlaufzeit sein müssten gibt es keine Antwort, jedes Haus für sich eigene Eigenschaften hat.
 

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Habe mir schon gedacht das es an der Mindestleistung liegen könnte. Deswegen habe ich die Leistung auch komplett runter gestellt. Alle Ventile zu öffnen macht allerdings keinen Unterschied.

Ich habe aber noch nicht verstanden warum die Hydraulische Weiche das Problem lösen soll. Könnt ihr das bitte kurz erklären?
Meine Nachbarn (Reihenhaus) haben auch keine Weiche eingabaut und diese haben das Problem nicht. (Allerdings auch besitzen die auch eine andere Therme)
 

Stone

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Passt denn die Außentemperatur?
Das mit den Ventilen voll öffnen ist wichtig um die Einstellungen zu überprüfen und anzupassen.
Passt denn der Durchlauf von der Fußbodenheizung?
 

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Die Außentemperatur passt soweit. Den Durchlauf kann ich allerdings nicht messen.
 
ThW

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Moin

Dennoch sollte der Kessel/Vorlaffühler gemessen werden. Bei Stellung 2 sollte sich eine Kesseltemperatur von etwa 46°C einstellen.

LG ThW
 

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Moin THW,

wie ich das verstehe werden die 46°C nur erreicht, wenn der ERC das vorgibt. (Das wäre dann bei ca.-10°C der Fall). Die Stellung 2 an der Therme sichert m.E. nur ab, das die VL-Temp nicht noch höher wird.
 

Stone

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Mich irretiert eine Sache: warum gibt es keine Temperaturschwankungen im Rücklauf.
Ich frage mich da ernsthaft ob da überhaupt genügend Durchfluss vorhanden ist....
 

joho38

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MeinLoginnameHF schrieb:
Habe mir schon gedacht das es an der Mindestleistung liegen könnte. Deswegen habe ich die Leistung auch komplett runter gestellt. Alle Ventile zu öffnen macht allerdings keinen Unterschied.

Ich habe aber noch nicht verstanden warum die Hydraulische Weiche das Problem lösen soll. Könnt ihr das bitte kurz erklären?
Meine Nachbarn (Reihenhaus) haben auch keine Weiche eingabaut und diese haben das Problem nicht. (Allerdings auch besitzen die auch eine andere Therme)
Eine hydraulische Weiche benötigt man, wenn verschiedene Volumenströme bedient werden müssen. Radiatorheizung und Fußbodenheizung zum Beispiel. Oder eine Lüftungsanlage ect.!

Hatte die alte Mühle nicht eine Wiedereinschaltsperre? Irgendwie hab ich das noch in Erinnerung. Mit einer Fußbodenheizung hast du einen relativ hohen Durchfluss. Bei dem geringen Wasservolumen des Kessel und einer eventuell aktiven Einschaltsperre kannst du bis zum Sommer warten und es wird nicht funktionieren.
Ohne die hydraulische Weiche wird das wohl eher weniger und einen Mischer natürlich.
 

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Als ich zum Test die Temperaturfühler an einem Verteiler angeschlossen habe, waren schon unterschiede beim Rücklauf zu erkennen. Als die Hauptverbraucher geschlossen wurden sank die RL-Temperatur viel und die VL-Temperatur während der 10 Minuten nicht mehr so stark ab. In dem Zustand wurde nur noch der Windfang beheizt. (Dieser wurde aber auch nicht wirklich warm).

Joho, danke für deine Erläuterung. Das macht schon Sinn für mich jetzt ;) Aber was ist die Wiederherstellungssperre?
 

joho38

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Ich schrieb nix von einer Wiederherstellung, sondern von einer Wiedereinschaltsperre oder Einschaltsperre.

Diese haben sehr viele Geräte, da das Wasservolumen sehr gering ist und die Temperatur des Kessel nach dem Abschalten und Erreichen der Temperatur sofort wieder einschalten würde. Um dem vorzubeugen gibt es die Einschaltsperre. Die ist aber variabel und man kann sie verstellen. Da du eine FB Heizung hast und somit nur sehr geringe Temperaturen nutzt, sind 35°C natürlich sehr schnell erreicht. Dann schaltet das Gerät ab und es dauert halt, bis es wieder einschaltet. Bis es wieder einschaltet ist die Temperatur soweit abgesunken, als wenn die Kiste den ganzen Tag noch nicht gelaufen hätte. Das kann man nur mit einem Pufferspeicher oder einer hydraulischen Weiche abfedern oder runter mit der Leistung. Da letzteres nicht so einfach möglich ist, machen die beiden ersten Dinge mehr Sinn.
 

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Vielen Dank für den Hinweis.

Kommt eine einfache Verschlammung ebenfalls in Betracht? Hinweis: Heute morgen habe ich die Heizung höher gedreht und es wird wenigstens warm. Die RL-Temperatur ist konstant auf einem höherem Level bei 23,5 Grad.
 

joho38

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Die Rücklauftemperatur ist deshalb konstant, weil du auch eine Abnahme hast, sprich der Fußboden ist kalt. Wenn die Wärmeanforderung für den Vorlauf jetzt 40°C beträgt, braucht das Gerät natürlich auch wesentlich länger, bis die Temperatur erreicht wird. Daher läuft es auch länger und es wird logischerweise auch wärmer. Aber die veränderte Einstellung ist ja kontraproduktiv, weil man ja nur soviel Temperatur erzeugen sollte, wie auch wirklich benötigt. Das bedeutet wieder runter mit der Temperatur und schon sind wir wieder da, wo wir bis vor einem Tag auch schon waren. ;-)

Ich denke nicht, dass der Fehler bei einer Verschlammung zu suchen ist. Der Fehler liegt eher an einer fehlerhafter Hydraulik in der Anlage.
 

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Hallo, ich wollte kurz den aktuellen Stand weitergeben und das Problem weiter beschreiben. Mir sind zwei weitere Dinge aufgefallen:

1. Druckverlust von etwa 0,75 bar innerhalb von etwa 3 Wochen
2. Während der Heizphase für WW entstehen komische Geräusche. Teilweise kommt es zum Fehler 2F. Außerdem dreht kurz vor dem Fehler das Manometer etwas am Rad.

Ich habe das Heizgeräusch einmal aufgezeichet und es befindet sich hier..

Gefühlt kommt das Geräusch vom Wärmetauscher. Könnte das mit dem zusammenhängen?

Danke und Grüße
 
ThW

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Moin

MeinLoginnameHF schrieb:
2. Während der Heizphase für WW entstehen komische Geräusche. Teilweise kommt es zum Fehler 2F. Außerdem dreht kurz vor dem Fehler das Manometer etwas am Rad.
Das sind Dampfschläge.
MeinLoginnameHF schrieb:
1. Druckverlust von etwa 0,75 bar innerhalb von etwa 3 Wochen
Bedingt durch Verdampfung.

LG ThW
 
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