Welche Heizung für unser Wochenendhaus - Brennstoff Holz

Diskutiere Welche Heizung für unser Wochenendhaus - Brennstoff Holz im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Guten Tag, wir besitzen einen Wochenendhaus - ein Massivhaus-Bungalow, etwa 72m2, wärmegedämmt, ohne Keller, das zur Zeit durch einen Holzoffen...

karlitos

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Guten Tag,

wir besitzen einen Wochenendhaus - ein Massivhaus-Bungalow, etwa 72m2, wärmegedämmt, ohne Keller, das zur Zeit durch einen Holzoffen beheizt wird. Der Offen steht zentral im Wohnzimmer und dadurch ergeben sich einige Probleme:

1. obwohl ich Frühjahr den Zentralraum schon mal auf 29C° aufgeheizt habe dringt die wärme nur langsam in die umliegenden Räume. Oft dauert es 1-2 Tage bis die kleinen Schlafzimmer einigermaßen warm werden.

2. Wir haben zwei kleine Kinder und wenn geheizt wird, müssen wir ununterbrochen aufpassen, dass sie nicht zu nah an den Holzoffen kommen. Und weil der so zentral liegt ist das natürlich schwierig

Ich würde gerne weiterhin mit Holz heizen - unser Grundstück steht quasi mitten im Wald, daher gibt es bereits große Reserven und auch Nachschub ohne Ende. Jetzt würde ich aber gerne eine Lösung schaffen, die unser Haus schneller aufheizen würde und auch sicherer für die Kinder wäre. Gleichzeitig mag meine Frau "ins Feuer glotzen"

Ich habe überlegt, ob ein Wasserführender-Kaminoffen oder Kaminensatz nicht eine Abhilfe wäre. So weit ich es verstanden habe bräuchte ich dann auch einen Pufferspeicher. Leider gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten diesen aufzustellen, da wir keinen Keller haben. Weiterhin sind wir nicht an eine Wasserversorgung und Kanalisation angeschlossen, Wasser beziehen wir aus einem Brunnen und haben eigene Abwassergrube. Sollte Strom ausfallen gibt es also auch kein Wasser.

Für jegliche Aufklärung und Hilfe wäre ich sehr dankbar
Grundriss Wochenendhaus im Dabendorf.png
Wochenendhaus.png

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CalibraTraum

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Zu 2.
Es gibt sogenannte Kaminschutzgitter.
So eins haben wir auch und es hält sie zumindest fern bis sie 3 Jahre sind und kapieren wie es aufgeht.
Dennoch ist aufpassen angesagt, man weiß ja nie…
 
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cephalopod

cephalopod

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Ich würde die nicht direkt beheizten Räume mit Luft-Luft-WP versorgen.
Kann auch nichts einfrieren.
Lassen sich auch aus der Ferne einschalten.

Holz ist alles andere als Nachhaltig und die komplette Ausstattung mit Heizkörpern inkl. Verrohrung und Sicherheitseinrichtungen kostet dich einen mittleren 5-Stelligen Betrag.

Bei 3 oder 4 Multisplit Geräten liegst du geschätzt bei 4 - 5 k€ inkl. Montage.
 
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tricotrac

tricotrac

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Ich habe überlegt, ob ein Wasserführender-Kaminoffen
So weit ich es verstanden habe bräuchte ich dann auch einen Pufferspeicher.
Sollte Strom ausfallen gibt es also auch kein Wasser.
Diese drei Zitate widersprechen sich schon. Wasserführender Kaminofen braucht einen ausreichend berechneten Pufferspeicher. Wenn der mit Energie vollgeheizt ist, wo soll das heiße Wasser dann hin ? Baust du eine wasserführende Anlage mit Heizkörpern in den einzelnen Räumen ?
J e d e r wasserführende Kaminofen braucht eine sicherheitstechnische Ausstattung. Allen voran eine thermische Ablaufsicherung die bei Übertemperatur den Kaltwasserfluss öffnet und den Kaminofen zwangskühlt, bevor dieser in die Dampfproduktion geht.
Bei Stromausfall funktionieren keine Umwälzpumpen zur Versorgung der Heizkörper u n d auch keine Brunnenwasserpumpe.
Da gibt es spezielle Installationsvorschriften der Ofenhersteller. Eventuell hilft hier ein im Dachboden installierter Vorratsbehälter mit ausreichend Wasservorrat.
Zum Schluß die Kardinalfrage : Wenn das Haus nicht dauerhaft bewohnt wird, wie steht es um den Frostschutz der vorhandenen Wasserinstallation und wie willst du das zukünftig gewährleisten ?
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ich habe überlegt, ob ein Wasserführender-Kaminoffen oder Kaminensatz nicht eine Abhilfe wäre
Im Wochenendhaus?
Im Winter kuckst du dann alle 2 h nach ob nicht etwas auffriert? ;)

Wie sieht das denn baurechtlich aus? Ist da überhaupt Übernachtung und Beheizung erlaubt?
 
Etamann

Etamann

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herzlichen Glückwunsch zu Deniem netten WE-Haus
was würde "ich" machen?
günstig & schnell und praktisch ....
nun, zuerst einmal den Holzofen austauschen, gegen einen, der Wärme auch speichert (in z.B. Speichersteinen) ähnlich diesen hier:
auch wirst Du Dich über den viel viel niedrigeren Verbrauch an Holz bei solch einem neuen Ofen erfreuen

dann würde ich zu den Schlafzimmern/Bad/Diele oberhalb der Türhöhe in die Wände jeweils fernbedienbare Ventilatoren einbauen, um die warme Luft, die sich im Hauptraum oben sammelt in die anderen Räume blasen zu können - nimm hier einfach "shelly" oder ähnliche Bausteine
--> prof. als dieses hier, aber den gleichen Effekt nutzend:
 

karlitos

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Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Anregungen.

Holz ist alles andere als Nachhaltig und die komplette Ausstattung mit Heizkörpern inkl. Verrohrung und Sicherheitseinrichtungen kostet dich einen mittleren 5-Stelligen Betrag.
Wenn ich nur das verbrenne was bereits auf dem Grundstück vorhanden ist (4m^3 Brennholz), komme ich locker über den Winter. Wir sind dort meistens eh nur an Wochenenden. Hinter dem Zaun steht Wald, gehört dem Nachbar, da stehen bereits zwei trockne Kiefer. Bevor sie uns auf den Zaun fallen, darf ich sie fällen und verbrennen. 2 Weitere Bäume auf dem Grundstück werden auch bald gehen müssen ... Ich frage mich wie nachhaltiger ich das Holz entsorgen soll. Wenn es im Wald verrottet wird die CO2 Bilanz nicht besser.

Und ja, eine gute Lösung wird nicht billig. Aber billiger als vergleichbares richtiges Wohnhaus mit einer richtigen Heizung.

Wie sieht das denn baurechtlich aus? Ist da überhaupt Übernachtung und Beheizung erlaubt?
Das Häuschen darf nicht dauerhaft bewohnt werden, ist als Wochenendhaus zugelassen, Übernachtung ist dort natürlich möglich, genauso wie ein gelegenheitliches mehrtägiges Aufenhalt. Das Haus verfügt über einen Schornstein, der bisherige Offen wurde natürlich von dem Schornsteinfeger abgenommen.

Ich habe jetzt verstanden, dass eine wasserführende Lösung ein NO-GO ist.
Wenn das Haus nicht dauerhaft bewohnt wird, wie steht es um den Frostschutz der vorhandenen Wasserinstallation und wie willst du das zukünftig gewährleisten ?
Seit dem das Haus wärmegedämmt ist, sinkt die innerer Temperatur nicht unter 0C°, sollte es doch richtig frieren (< -5C°) entleere ich doch lieber die Wasserleitungen. Ich muss zugeben, ich dachte eine Heizung ist ein geschlossener Kreislauf, den man mit Frostschutz-Additiven vor dem einfrieren schützt.

Es gibt aber eine Reihe von Luftführenden Kaminöfen/Kamineinsätzen die auch "kanalisierbar" sind. Ich stelle mir das so vor, im Dachboden (isolierte) Lüftungsrohre zu verlegen und somit die warme Luft in die anderen Räume zu bekommen. Ganz optimal wird es vermutlich nicht, sie Luftauslässe sollen eher im unteren Bereich liegen, andere Möglichkeit fällt mir aber nicht ein. Fußboden öffnen und drunter führen ?
 
cephalopod

cephalopod

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Ich frage mich wie nachhaltiger ich das Holz entsorgen soll. Wenn es im Wald verrottet wird die CO2 Bilanz nicht besser.
Wie lange dauert es denn, bis genau die Menge an Holz nachwächst, die du in einem Winter verbrennst?
Bestimmt länger als einen Sommer, oder?

Was gefällt dir an den LLWP nicht?

Aber billiger als vergleichbares richtiges Wohnhaus mit einer richtigen Heizung.
Warum?
Wo ist der Unterschied?

Es gibt aber eine Reihe von Luftführenden Kaminöfen/Kamineinsätzen die auch "kanalisierbar" sind. Ich stelle mir das so vor, im Dachboden (isolierte) Lüftungsrohre zu verlegen und somit die warme Luft in die anderen Räume zu bekommen.
Und die Lüfter sind lautlos?
Und die Regelung?
Was soll das kosten?
 
Thema:

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