Kesseltausch

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stebe

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Hallo,

mich interessiert, ob es Sinn macht einen Kessel mit 29-35 kW in einen kleineren Kessel zu tauschen ca. 20 kW. Wenn ja, mit welcher Einsparung könnte man etwa rechnen.

Der große Ölkessel Viessmann vitola biferral wurde 1992 installiert damals waren im großen Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung beide Wohnungen bewohnt, die Fassadendämmung noch nicht so gut und die Fenster hatten ebenfalls einen schlechteren k-Wert.
Heute wohnen noch zwei Personen im Haus und die untere Wohnung ist zu Hausarbeitsräumen und Partyraum umfunktioniert.

Was wäre zu empfehlen?
Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, in einen neuen Kessel zu investieren, der dann mit Montage usw. vielleicht 6-8 T€ kostet, wenn ich dann im Jahr 300- 400 € am Öl einspare.
 
Hausdoc

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Hast du Fussbodenheizung?
 
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Moin

stebe schrieb:
einen Kessel mit 29-35 kW in einen kleineren Kessel zu tauschen ca. 20 kW
wenn man nur auf die Leistung schaut...Nein. Denn der Wärmebedarf ist für das Haus Ein und der Selbe (Vergleichbar mit dem Auto...100Ps oder 50Ps, beide bringen mich von a nach b).

Allerdings hat sich seit 1992 einiges getan in der Heizungstechnik, worauf sich auch die Frage von Hausdoc bezieht.
Dein Wärmeerzeuger ist ein Niedertemperatur und der Sprung währe dann zu Brennwerttechnik.

Leistungstechnisch ist das Haus mit seinen beheizten Räumen zu betrachten und sein energetischer Zustand.

stebe schrieb:
Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, in einen neuen Kessel zu investieren
....lässt sich drüber Streiten. Ist ein Abwegen von Für und Wider gepaart mit Deinen Vorstellungen/Prioritäten


LG ThW
 

Viessmann Werke

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@stebe: Natürlich macht es in gewisser Hinsicht immer einen Sinn, „ältere Technik“ gegen neue zu ersetzen.
In den letzten 22 Jahren hat sich in der Heiztechnikbranche viel getan und die Technologien haben sich weiterentwickelt und verbessert.
Wie du aber schon richtig erkannt hast, sollte man auch immer den Kosten-/ Nutzenfaktor im Auge behalten.
Die Anschaffung einer neuen und eventuell „kleineren“ Heizungsanlage ist eine Entscheidung für die Zukunft.
Vor einem solchem Schritt sollte man sich auf jeden Fall die Frage stellen: „Bleibt meine Wohnsituation die nächsten 10-20 Jahre so wie sie jetzt ist,
oder wird es eventuell in naher Zukunft Veränderungen geben, die ein moderneres Heizungssystem erforderlich machen?“.

Um dir bei deiner Entscheidung ein wenig weiterzuhelfen, hier mal ein Link zu unserem Energiesparcheck:
http://www.viessmann.de/de/ein-_zweifamilienhaus/gebaeude-energie-spar-check.html

Ich empfehle dir aber auf jeden Fall, dich vor Ort mit einem Energieberater oder Heizungsfachmann zu beraten,
der sich auch die Gegebenheiten mal etwas genauer anschauen kann.

Beste Grüße °be
 

stebe

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Vielen Dank erst einmal.

Ich habe Plattenheizkörper, keine Fußbodenheizung und meine Wohnsituation wird sich, wahrscheinlich solange ich selbstbestimmt lebe, nicht mehr ändern.

Den Versuch, mit einem Heizungsfachmann oder Energieberater zu sprechen, habe ich mehrfach unternommen. Leider immer mit dem selben Erfolg.
Keiner konnte oder wollte sich ernsthaft mit dem Problem beschäftigen, deshalb bin ich hier gelandet und hoffe auf Hilfe, die für mich plausibel ist.

Warum beschäftige ich mich denn überhaupt mit der Frage?

Zur Zeit "verheize" ich im Jahr ca. 3000 bis 3500 Liter Öl. Ich rechne auch mit weiter steigenden Ölpreisen, so dass ich grob schon heute mit einem Euro pro Liter Öl kalkuliere.
Es ist mir persönlich zu viel, 3000 bis 3500 Euro zu "verheizen".
Also, suche ich nach Alternativen.
​Gas liegt bei mir nicht an und der Anschluss alleine würde mich über 3000 Euro kosten.
Eine von mir lange Zeit präferierte Holzscheitheizung scheitert wohl an meinen vorhandenen Räumlichkeiten. Im Nebengebäude, wo ich den Kessel installieren wollte, komme ich nur auf eine Schornsteinhöhe von ca. 5,5 m. Laut Schornsteinfeger müsste ich aber 7,5 bis 8 m haben. Jetzt möchte ich aus ästhetischen Gründen keinen 3m Schornstein aus dem Dach schauen lassen.
Da, wo jetzt der Ölkessel steht (Heizraum) ist kein Platz für den Holzkessel. Scheitholz deshalb, weil meine Frau eine kleine Obstplantage besitzt, wo die Bäume zum größten Teil gerodet werden müssen.
​Brennwerttechnik möge bei einer notwendigen Neuinstallation sicherlich Sinn machen, in meiner Situation glaube ich nicht so recht daran (Wareneinsatz/Ertrag).
Neue Überlegung: Photothermieanlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

Nochmal zum Ölkessel.
Ist es denn nicht so, dass ein zu großer Kessel zu oft taktet und die dabei entstehenden Anlauf- und Abschaltverluste zu hoch sind? Deshalb die Überlegung zu einem kleineren Niedertemperaturkessel zu wechseln, wegen des einfachen Austausches.

Schöne Grüße

stebe
 
Hausdoc

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stebe schrieb:
Zur Zeit "verheize" ich im Jahr ca. 3000 bis 3500 Liter Öl
WOW! Wo Wohnst du??? Im offenen Beduinenzelt? Nur als Beispiel: Ich habe im Einfamilienhaus pro Jahr ca 800€ Heizkosten.(4 Personen)

Hier ist in jedem Fall irgendwo Sanierungsbedarf.
Du wirst beim Anlagentausch im Vergleich mit deinem jetzigen Kessel nur minimal einsparen. Es sei denn du verwendest einen Ölbrennwertkessel. Ohne geeignete Heizflächen würde ich hier aber abraten.
Das KO Kriterium dürfte hier die Laufzeit werden. Über 20 Jahre sind schon eine Hausnummer. Investieren würde ich hier nichts mehr.
Erfahrungsgemäß wird die Regelung als erstes die Segel streichen. Wenn hier Auffälligkeiten auftreten, würde ich die gesamte Anlage tauschen.

Einsparpotential hast du also bei der Gebäudedämmung. Könntest du hier mal den Istzustand beschreiben?
 

stebe

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Ich wohne in einem relativ großen Haus, ein ehemaliges Landschulhaus, gebau 1871, massiv, die untere Etage 36-er Mauerwerk aus Lochkammersteinen, vielleicht kennst du so etwas. 1995 habe ich 60-er Vollwärmeschutz mit Steinwolle anbringen lassen. Die obere Etage ist schon im Dachgeschoss, eine Seite komplett aufgestockt, massiv 24-er Mauerwerk aus Leichtbetonsteinen und Hochlochziegeln. 1992 habe ich mit 80-er Styropor gedämmt und eine Holzfassade davor gehangen. Die Schwachstelle dürfte die Deckendämmung zum Dachboden sein, die ich zwar mit 100-er oder 120-er Dämmwolle gedämmt habe, aber durch öfteren Besuch von Mardern ist diese wahrscheinlich nicht mehr viel wert.

Bringt denn eine Photothermieanlage zur WW-erwärmung und Heizungsunterstützung etwas?

LG stebe
 
Hausdoc

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Wieviele Quadratmeter?
Wer hat denn die Dämmstärken berechnet?


Durch fehlende oder falsche Berechnung kann es paassieren, daß du durch diese Dämmmassnahme mehr heizenergie brauchst.

Bei uns gilt so als Pi*Daumen Richtwert: Alles unter 120 mm könnte bedenklich sein.

Diese Dachdämmung ist wie genau ausgeführt? Zwischensparrendämmung oder auf dem Boden verteilt?

Bringt denn eine Photothermieanlage zur WW-erwärmung und Heizungsunterstützung etwas?
Solaranlage oder Photovoltaik? Was meist du? Beides könnte man nur durch eine Vollkostenrechnung beantworten. Das ist aber kein Problem....
 

stebe

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Berechnet hat bei mir noch nie jemand etwas, außer die Schlussrechnung an die entsprechenden Handwerker, deshalb ist mein Vertrauen in die Zunft auch nicht so riesig.
Hatte erst letzte Woche eine HEAT-Energieberater bei mir, der mir ein Angebot für eine Solaranlage gemacht hat. Dieses Angebot war in etwa so: Du kaufst bei mir eine komplette Solaranlage und die kostet knapp 7.000 €.
Keine Rentabilitätsrechnung oder irgend etwas ähnliches.

Die untere Etage hat ca. 130 m² und die obere ca 90 m².

LG stebe
 
Hausdoc

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Die Solarnalage stellst du erst mal hinten an.....
Wieviel Wasser verbraucht ihr im Jahr? Wenn unter ca 150 m³ ist die Solaranlage schon gestorben.

Dann wär eine Alternative eine Photovoltaikanlage, die im Winter das Heizwasser elektrisch miterhitzt ( Mit Elektroheizstab). Die restliche Zeit wird der Strom selbst verwendet oder Warmwasser damit bereitet oder (leider mittlerweilen zu einem lächerlichen Betrag) verkauft.
Auch hier müsste man eine genauere Vollkostenrechnung machen.
Versuch mal einen "richtigen" Energieberater zu finden, der die Dämmung nochmal nachberechnet . Ich persönlich hab da nämlich Bedenken. Auch die Dachdämmung usw. könnte nochmal angesehen werden.
 
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