Auslegung Wärmepumpe nach Heizlastberechnung und Auslegung FBH/HK

Diskutiere Auslegung Wärmepumpe nach Heizlastberechnung und Auslegung FBH/HK im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo Forumgemeinde, ich hätte gerne einmal eure Ratschlage, Ideen und Einschätzung zu folgender Berechnung: Wir haben eine Heizlastberechnung...

Janneck

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Hallo Forumgemeinde,

ich hätte gerne einmal eure Ratschlage, Ideen und Einschätzung zu folgender Berechnung:
Wir haben eine Heizlastberechnung erstellen lassen und dafür die Auslegung einer WP mit FBH und Heizkörpern.

Dabei ist nun herausgekommen:
Gesamtheizlast: 7.428 Watt
Nach Transmissionsverlusten etc.: 8.627 Watt
Gemäß erstelltem Verlegplan FBH und Auslegung Heizkörpern kommt mit Überdeckung insg. 10.538 Watt heraus.

Als Empfehlung wird eine WP mit 7KW angegeben.
Allerdings ist in den ganzen Daten die benötigte Leistung Warmwasser noch nicht enthalten. Hierfür würde ich bei uns 750 Watt ansetzen, dieses muss noch hinzugerechnet werden.

Der Aufbau wird mit Pufferspeicher für Heizung und Warmwasser durchgeführt.

Mir ist bewusst, zumindest so habe ich es verstanden, die WP lieber etwas kleiner als größer auszulegen. Aber nun frage ich mich bei den Zahlen, ob 7KW nicht definitiv zu klein ist.
Müsste nicht zumindest der Wert nach Transmissionsverlusten, also 8.627 Watt + Warmwasser 750 Watt =9.377 Watt angenommen werden für die WP Leistung? Oder gar der Wert nach den nun tatsächlich ausgelegten FBH/HK mit 10.538 Watt + 750 Watt Warmwasser = 11.288 Watt?

Ich bin aus den Zahlen nun leider eher verunsichert als schlauer, was ich mir ja erhofft hatte nach der Beauftragung der Berechnung und Auslegung. Leider habe ich dazu noch keine Antwort auf meine Rückfrage bekommen.

Für eure Einschätzungen wäre sich sehr dankbar!
Viele Grüße
Jan
 

Janneck

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Noch als weitere Ergänzung hierzu:
Ich hatte dazu bereits 3 "renommierte" Heizungsbauer hier, vor der Erstellung der oben genannten Heizlastberechnung durch ein Ing.-Büro.
Der erste hat eine Einschätzung von 14KW WP vorgenommen, ohne Heizlastberechnung.
Der zweite hat eine Einschätzung von 12KW WP vorgenommen, ohne Heizlastberechnung.
Der dritte hat gar keine Einschätzung der WP vorgenommen, würde er erst nach einer Heizlastberechnung machen. Aber die würde er erst nach Beauftragung der ganzen Heizung vornehmen. War auch ganz interessant...

Da fühlt man sich irgendwie ein wenig "veräppelt", deshalb habe ich auch ein unabhängiges Ing.-Büro mit der Berechnung beauftragt und da kamen nun die oben genannten Daten heraus. Es wurden dazu sämtliche Gebäudeteile, U-Werte etc. herangezogen.
Als VL/RL wurde 33/28 vom ING. berechnet mit dem Hinweis das ein Pufferspeicher für die Heizung nicht sein müsste, wenn auf die ERR verzichtet würde. Soll allerdings bleiben.

Nur zwischen diesen Einschätzungen und den genannten Wattzahlen liegen ja Welten und ist für mich nicht wirklich plausibel.
 

Heizi54

Guest
Ich verstehe nicht, warum du es nicht bei der Heizlastberechnung durch das Ingenieurbüro belässt und das als Vorgabe für den/die Heizungsbauer nimmst. Glaubst du, ein Heizungsbauer rechnet genauer als ein Ingenieurbüro - ganz sonderbare Vorstellung. Heizungsbauer machen bei der Auslegung von Wärmepumpen das, was sie seit 50 Jahren bei Öl- und Gasheizungen machen, also im Zweifelsfall immer 50% oder noch mehr Leistung, als erforderlich draufpacken. Und warum?
Weil eine Heizungsanlage, die das Haus nicht mit ausreichender Wärme versorgt, einen Mangel darstellt, der vor Gericht einklagbar ist. Eine zu groß und damit weniger effizient arbeitende Wärmepumpe, wird nur schwer vor Gericht als Mangel einklagbar sein.
 

Janneck

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Naja, wie ich ja bereits eingangs geschrieben habe sind auch die Daten des Ingenieurbüro untereinander nicht plausibel. Darum geht es mir ja in erster Linie. Mit der empfohlenen 7KW WP, ist es schon etwas seltsam wenn am Ende und im Worstcase etwas über 11KW erzeugt werden soll oder etwa nicht? Wenn man die Auslegung der FBH/HK und Warmwasser annimmt.

Die Einschätzungen der Heizungsbauer habe ich nochmal komplett dazugegeben und liegen dann ja garnicht nicht soweit weg, zumindest nicht 50%.
Zu dem Thema ING.-Büro ist alles besser und vertrauen, das hat auch nicht grade vor Professionalität geglänzt und erst nach der 7 !!! Falschberechnung und Eingabe von falschen Daten, dann endlich mal korrekte Daten (U-Werte, Raumgrößen etc.) eingetragen und berechnet. Obwohl alles vollständig vorlag. Machte insegsamt den Eindruck nur schnell, schnell Geld verdienen.

Irgendjemanden hierbei blind zu vertrauen, egal ob Heizungsbauer oder ING-Büro scheint wohl definitv nicht der beste Weg zu sein.

Deshalb meine Frage hier, an welchen Heizlastdaten der oben genannten Berechnung des ING-Büro würdert ihr die WP-Leistung auswählen.
Gesamtheizlast, Gesamtheizlast nach Transmissionsverlusten oder Heizlast nach erstelltem Verlegplan FBH und Auslegung Heizkörpern mit Überdeckung?
Natürlich immer zzgl. Heizlast Warmwasser dazugerechnet.

Ich habe da eine Tendenz, aber würde eure Einschätzen dazu wissen.
 
Bastischäfer

Bastischäfer

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Welche NAT hast du denn? Auf diese ist ja die Heizlast berechnet.
Jetzt guckst du nach dem Leistungsdiagramm deiner Wärmepumpe und ermittelst die Leistung, die sie bei NAT hat. Die Leistung der WP und die in der WP verbauten Heizstäbe sollten zusammen die Heizlast deines Gebäudes abdecken.
Wählst du eine WP, die deine Heizlast bei NAT ohne Heizstäbe schafft wird sie sich in der Übergangszeit zu Tode takten.
 
Bastischäfer

Bastischäfer

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Das Diagramm ist von ner Weishaupt WWP LS 8, die noch zwei Heizstäbe a 3,5kw verbaut hat.
Nehmen wir mal an, dass du ne NAT von -12°C hast...
Bei -12°C AT und 33°C VL hat die LS8 ca. 6kw Leistung. Zusammen mit den Heizstäben kommst du auf 9,5 und 13kw...ausreichend für deine Heizlast. Die Heizstäbe werden bei Bedarf einzeln dazu genommen. Dein Bivalenzpunkt liegt dann bei ca. -4 bis -5°C.
 

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wpuser

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Hallo Zusammen,

irgendwie verstehe ich es nicht oder habe Tomaten auf den Augen. Aber sicherlich ist ein Experte dabei, der mir hoffentlich Licht ins Dunkel bringt und mir helfen kann.

Ich habe aktuelle folgende Herausforderung:
DG-Zimmer: Berechnete Heizlast ist 1500 Watt

Es liegt dort eine 15mm CU-Leitung im DG die 2 Heizkörper speißt und an die 18er CU-Steigleitung angeschlossen sind.
Die Steigleitung bis ins DG ist eine 18mm CU-Leitung die direkt in die Hauptleitung mit 22mm CU mündet. Keine weiteren Etagen/HK etc. dran angeschlossen.
Von der 22mm CU-Leitung gehen nur noch 4 Heizkörper im Keller ab. --> Ist also der extra Heizkörperstrang, Rest ist alles FBH.

Im DG sind in einem Minikniestock (30cm) bisher 2 zwei kleine Heizkörper Typ 22 20/1200 (Kermi) mit jeweils 814 Watt bei Norm 75/65/20C verbaut.
Stand ist ok für die 15 CU-Leitung, 1628 Watt insg. usw. bei Norm.

Nun soll aber einer Wechsel der Vorlauftemperatur etc. stattfinden, also in Richtung Wärmepumpe.

Es wird ein VL/RL von 40/30/20C oder 40/33/20C anvisiert und darauf aktuell berechnet. Da gleichzeitig FBH und Heizkörper ohne Mischer betrieben werden sollen.

Wenn ich mir nun also Heizkörper raussuche und die Umrechnung von der Norm für die neuen VL/RL 40/30/20C oder 40/33/20C ist da auch kein Problem und machbar um auf die Heizlast zukommen.

Nur sind das natürlich dann Heizkörper die bei Norm jeweils ca. 3900 Watt haben. Davon 2 Stück = bei Norm 7.800 Watt insg.
Umgerechnet auf 40/30/20 (Exponent ist 1,285 des HK) = 830 Watt je HK = 1.660 Watt, auch ok.

Nur was ist mit dem 15er und 18er CU-Rohr? Habe mal gelernt maximal 3-4KW an eine 15er CU-Leitung als Faustformal. Was gilt denn dafür? Die Wattleistung bei Norm oder die tatsächliche Wattleistung nach berechnetem VL/RL? Die neuen HK haben dann ja natürlich ein wesentlich größeres Volumen mit Typ 33 30/3000, also brauchen die auch mehr Wasser/Durchfluss oder? Also die maximale KW der Leitung weiterhin auf Norm auslegen oder auf die Wattzahl der neuen VL/Rl. Dann würds ja passen...

Ich hoffe mein Gedanken-Knick ist deutlich geworden und mir kann da jemand raushelfen.

Vielen Dank
Jan
Was sagte das Ingenieurbüro zu dieser Verrohrung? Paßt die zu der Wärmepumpe?
 

Janneck

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Hallo Zusammen,

danke für die Antworten. Ich habe eine NAT von -8,6C.
Es wurde folgende Wärmepumpe ausgegeben vom Ing.-Büro: HU071MR.U44
Also eine LG Therma V Monoblock mit 7KW.

Wenn ich mir die Angabe der WP dazu ansehe, habe ich bei -7C folgende Heizleistung:

Nennheizleistung A-15/W35 | kW: 7,00
Nennheizleistung A-15/W55 | kW: 6,70
Nennheizleistung A-7/W35 | kW: 7,00
Nennheizleistung A-7/W55 | kW: 7,00
Nennheizleistung A7/W35 | kW: 7,00
Nennleistung Heizen A-15/W35 | kW: 2,86
Nennleistung Heizen A-15/W55 | kW: 3,54
Nennleistung Heizen A-7/W35 | kW: 2,22
Nennleistung Heizen A-7/W55 | kW: 3,20
Nennleistung Heizen A7/W35 | kW: 1,49


Nur ist für mich immer noch die Frage, was nehme ich denn als Heizlastung an?
Die ausgegebene Gebäudegesamtheizlast von 7.428 Watt (50% Transmissionsverluste laut Berechnung eingerechnet)
Die Heizlast samt Transmissionsverlusten etc.: 8.627 Watt
oder die Heizlast gemäß erstelltem Verlegplan FBH und Auslegung Heizkörpern kommt mit Überdeckung insg. 10.538 Watt heraus laut Aufstellung für FBH + HK.

Dann muss noch zusätzlich die Leistung für Warmwasser draufgerechnet werden für 3 Personen.

@wpuser
Nein, dazu hat das Ing.-Büro garnichts gesagt und auch nur die 18mm Steigleitung im Strangschema berücksichtigt und nicht die Verjüngung im DG auf 15mm. Eingerechnet wurden dazu zwei IR-Heizkörper mit 1.000 Watt zu den bereits bestehenden "kleinen HKs" im DG. Nur das wäre ja nicht mein Ziel, ich würde ja dann schon die HKs im DG auch austauschen und nciht zusätztlich IR-Heizkörper installieren wollen. Deshalb auch meine Frage zu den Rohrdimensionen im anderen Beitrag.

Aus all den ganzen Werten die mir so "um die Ohren" geworfen wurden für die Leistung der WP versuche ich es nun selbst wirklich zu verstehen und nachzuvollziehen, denn "mein Hintern" ist dann kalt oder es taktet die ganze Zeit...
 

Janneck

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Anbei einmal die Ausschnitte der NAT, Gebäudeheizlast, Raumweise Heizlast, Auslegung FBH + HK
Da muss dann noch Warmwasser hinzugerechnet werden, da nicht berücksichtigt.

Die Vorlauftemperatur wurde auf 33/28C berechnet. Da ich daran nicht so ganz glaube, habe ich für mich schon 40/30 oder 40/33 vorgesehen. Teilsanierter Altbau von 1939, zzgl. neuer Anbau.
 

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