Entscheidung Viessmann oder Elco?

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Harry52

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Hallo, bei uns ist mitten im Winter unsere Gasheizung ausgefallen, sodass wir dringend eine neue brauchen. Nun liegen mir Angebote der Markenhersteller Viessmann und Elco vor, die ich aufgrund der Qualität der Beratung der an meinem Wohnort ansässigen Heizungsfachbetriebe bevorzugen würde. Allerdings fällt mir die Entscheidung zwischen den beiden Anbietern schwer, da ich keinerlei Erfahrungsberichte über die Markengeräte in Bezug auf die Reparaturanfälligkeit und Haltbarkeit habe:

1. Viessmann Vitocossal 300, Typ mit Viessmann Vitocell 100-V als separatem Wasserspeicher
2. Elco Thision S Plus Duo mit Vistron U als separatem Wasserspeicher

Beide Brennwertgeräte haben einen Wärmetauscher aus Edelstahl, was mir persönlich wegen der Haltbarkeit und Reinigung vorteilhaft erscheint..
Wichtig ist bei uns, dass es eine Systemtrennung gibt zwischen den beiden Heizkreisen Fußbodenheizung und den übrigen Heizkörpern-
Der Elco-Heizkessel erscheint mir dabei kompakter, da er mit einem voreingestellten Regler und Hydraulikkomponenten für die komplette Verwaltung eines Trinkwarmwasserspeichers und zweier Heizkreise mit voneinander unabhängigen Temperaturniveaus ausgestattet. Er hat das Energielabel A+.
Der Viessmann-Kessel ist dagegen ein Standgerät und hat eine aus meiner Sicht sehr komfortable Bedienungsfühung. Er hat das Ernergielabel A.

Wie soll ich mich entscheiden?

Harry
 

KarlZei

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Die beiden Geräte sind nicht vergleichbar und verfolgen unterschiedliche Konzepte: wandhängende Therme vs. richtiger Heizkessel. Mit dem Elco vergleichbar wäre der Vitodens 200-W oder besser 300-W.
Gibt es einen besonderen Grund, warum Dir mit dem Vitocrossal ein Kessel angeboten wird? Wie groß ist denn die zu beheizende Fläche bzw. die erforderliche Heizlast?
Und wenn es beim Elco-Gerät nicht um die 15kW-Version geht, dann ist das Teil eigentlich nichts. Die 19kW-Version hat eine Mindestleistung von fast 4kW.
Das Energielabel sollte man auch nicht überbewerten. Wenn man mal in die ErP-Daten schaut, sind die beiden praktisch identisch.
 

Harry52

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Ich bin Laie, deshalb die Fragen:

Das Elco-Gerät DS 15 hat einen Modulationsbereich bei 80/60 Grad zwischen zwischen 20 und 15,4 kw, das DS 19-Gerät zwischen 3,6 und 18,2. Beim Viessmann Vitocosal 300 sind ist bei 80/60 Grad zwischen 2,4 und 17,5 kw. Ist das so bedeutend?

Angeboten wurde mir der Viessmann Vitocosal-Kessel, ,weil zu einem genügend Platz im Keller vorhanden ist und außerdem ein Kessel haltbarer sei als eine Therme desselben Herstellers. Was spricht gegen einen Kessel statt einer Therme, insbesondere der Marke Viessmann?

Es sind insgesamt 180 qm Wohnraum zu beheizen. Der alte Buderus-Kessel hatte eine Leistung von 20 kw.
 

KarlZei

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Das Elco-Gerät DS 15 hat einen Modulationsbereich bei 80/60 Grad zwischen zwischen 20 und 15,4 kw, das DS 19-Gerät zwischen 3,6 und 18,2. Beim Viessmann Vitocosal 300 sind ist bei 80/60 Grad zwischen 2,4 und 17,5 kw. Ist das so bedeutend?
Ja. Wenn die Mindestleistung den Wärmebedarf des Hauses überschreitet, taktet die Heizung. Takten = ständiges Ein-/Ausschalten = weniger effizient, mehr Emissionen, potenziell mehr Verschleiß und Wartungsbedarf. Je höher die Mindestleistung, desto schlimmer taktet das Gerät.
Am Beispiel meines Hauses (>220m², 1994) und meiner Therme mit knapp 2kW Mindestleistung: Die Therme läuft praktisch taktfrei bis fast 14°C Außentemperatur. Bei 0°C Außentemperatur habe ich einen Wärmebedarf von ca. 3,5kW. Die DS 19 würde selbst bei der Temperatur also noch takten und bei höheren Temperaturen immer mehr takten.
Angeboten wurde mir der Viessmann Vitocosal-Kessel, ,weil zu einem genügend Platz im Keller vorhanden ist und außerdem ein Kessel haltbarer sei als eine Therme desselben Herstellers. Was spricht gegen einen Kessel statt einer Therme, insbesondere der Marke Viessmann?
Ach, dieses ewige Haltbarkeitsargument. Die meisten Teile des Kessels (Elektr(on)ik, Gasgedöns, Brennereinheit, Regelung) entsprechen weitgehend den Teilen, die auch in Thermen eingebaut sind. Der Kessel hat im Wesentlichen 'nur' einen größeren Wärmetauscher mit viel mehr Wasserinhalt, was ihn hydraulisch unproblematischer macht und was bei manchen Anlagentypen von Vorteil sein kann. Gegen ihn spricht der Preis (inkl. höherer Installationsaufwand), der Platzbedarf und die höhere Mindestleistung.

Es sind insgesamt 180 qm Wohnraum zu beheizen.
Baujahr bzw. energetischer Standard? FBH und/oder Heizkörper? Jahresgasverbrauch?
 

Harry52

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Das Baujahr des Hauses ist 1983. Es handelt sich um ein Fertighaus. Es sind die Bodendecke und die Dachschrägen gedämmt. Eine Fußbodenheizung mit 4 Heizschleifen gibt im Erdgeschoss (Wohnzimmer, Küche) für eine Fläche von 50 qm. Die restlichen Räume haben Plattenheizkörper. Im Wohnzimmer gibt es außerdem einen geschlossenen Kamin. Der Jahresverbrauch der 29 Jahre alten Heizung lag bei 30 000 kwh im Jahr.
 
Dr Schorni

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immer ganz tief drin
ergibt eine real-praktische Heizlast (dh unter Zugrundelegung der bisherigen Beheizungsstruktur+ WW-Verbrauch) von grob 10-12kW, dh DIESE Brennerleistung hätte bisher alles vollauf versorgt. Das wäre an sich die hier benötigte maximale Geräteleistung.
Man sieht aber an dem relativ geringen Leistungsbedarf, dass die MINDEST-Brennerleistung sich wesentlich stärker auswirkt, denn ob ein Gerät 2kW hat oder eben gar 4kW Mindest-Leistung macht prozentual mal satte 20% aus (der gesamt-Heizlast). Oder umgekehrt - um es mit Karl Zeih's (NICHT Karl-ZEISS!) Anlage zu vergleichen: die kleinere Mindest-Leistung läuft bereits bei 6 Grad höherer Außentemperatur ohne schädliches Takten auf klein-Flamme durch, zB ab 13 Grad, während das Gerät mit 4kW Min-Leistung erst unterhalb 7 Grad. Das ist mehr als es erscheint!
 

KarlZei

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Eine Fußbodenheizung mit 4 Heizschleifen gibt im Erdgeschoss (Wohnzimmer, Küche) für eine Fläche von 50 qm. Die restlichen Räume haben Plattenheizkörper. Im Wohnzimmer gibt es außerdem einen geschlossenen Kamin. Der Jahresverbrauch der 29 Jahre alten Heizung lag bei 30 000 kwh im Jahr.
Ganz schön hoher Verbrauch. Nach meiner Einschätzung braucht es keinen Kessel. Das schafft z.B. ein Vitodens 300-W locker. Eine hydraulische Weiche braucht man nicht und eine Systemtrennung ist bei beiden gleich, sodass der Kessel keinen (hydraulischen) Vorteil bringt.
 

Harry52

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Und was ist mit der Elco Thision S plus duo 15 im Vergleich dazu? Das Gerät beinhaltet gleich die Heizkreise für die Fußbodenheizung und die Heizkörper.
Der Heizungsfachbetrieb meint, dass dieses Gerät sehr wartungsfreundlich ist und bei der jährlichen Wartung kaum Verschleißteile ausgewechselt werden müssen. Außerdem gäbe es selten Störungen.

Andererseits habe ich gehört, dass Viessmann in Bezug auf die Qualität, d. h. Störungen und Reparaturanfälligkeit gegenüber den letzten Jahren stark nachgelassen hat.

Gibt es Erfahrungen?
 

KarlZei

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Und was ist mit der Elco Thision S plus duo 15 im Vergleich dazu?
Ist wegen der Dimensionierung und Mindestleistung besser als das größere Elco-Gerät.

Der Heizungsfachbetrieb meint, dass dieses Gerät sehr wartungsfreundlich ist und bei der jährlichen Wartung kaum Verschleißteile ausgewechselt werden müssen.
Kaum? Oh, bei meinem Gerät musste bei den bisher 2 Wartungen noch kein Teil gewechselt werden ;-)
Er meint sicherlich Elektroden und Dichtungen. Eigentlich tauscht man die nur bei Bedarf, also wenn sie nicht mehr in Ordnung sind.

Andererseits habe ich gehört, [...]
Von wem?

Letztendlich musst Du Dich entscheiden. Wenn das, was der Fachbetrieb sagt und was Du gehört hast, glaubwürdig erscheint und zudem für Dich wichtig ist, dann nutze das als Entscheidungsgrundlage. Wichtig ist immer auch, dass man mit dem Heizungsbauer klar kommt und dass der Heizungsbauer das Gerät kennt sowie vernünftig warten/reparieren kann.
 

Harry52

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Nach Herstellervorgaben müsste bei jeder Wartung nur ein Dichtring gewechselt werden, andere Teile nur bei sichtbarem Verschleiß

Der Berater in der Verkaufsniederlassung in Hannover hat mir im Vergleich zur Vitodens 300-W zum Kessel Vitocrosal 300 geraten, weil in unserem Haus eine Fußbodenheizung vorhanden ist und bei der Vitodens 300 zusätzlich eine hydraulische Weiche und eine weitere Umwäupumpe eingebaut werden müssten, was die Anlage komplizierter und anfälliger machen könnte.

.
 

KarlZei

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weil in unserem Haus eine Fußbodenheizung vorhanden ist und bei der Vitodens 300 zusätzlich eine hydraulische Weiche und eine weitere Umwäupumpe eingebaut werden müssten,
Die Weiche braucht man erst, wenn die interne Umwälzpumpe nicht genug Leistung hat. Die 50m² FBH und Heizkörper sollte sie aber locker schaffen. Hier schafft sie ca. 90m² FBH und mehr als 10 HK problemlos.

Aber die Frage stellt sich hier gar nicht, weil Du eine Systemtrennung haben willst. Die ist ja irgendwie schon sowas wie eine Weiche, nur dass die Kreisläufe bei der Weiche hydraulisch verbunden sind und bei der Systemtrennung eben nicht. In beiden Fällen versorgt das Heizgerät nur einen kleinen Kesselkreis, für den die interne Pumpe immer ausreicht. Das Umwälzen des Heizungswassers in FBH und Heizkörpern übernimmt eine zusätzliche Pumpe.
Bei einer Systemtrennung braucht also jedes Heizgerät, egal ob Therme oder Kessel, diese zusätzliche Pumpe und die vermeintlich kompliziertere Anlage. Auch die weiteren Komponenten hinter der Trennung (vermutlich Mischer, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsgruppe ...) brauchst Du bei beiden. Hier würdest Du beim Vitodens sogar externe Teile sparen, weil der für den Kesselkreis bereits alle Teile verbaut hat; also Pumpe, Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsgruppe. Beim Vitocrossal bräuchte man die Teile zusätzlich, was Kosten uns Aufwand weiter erhöht...
 

Harry52

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Nach Aussage eines anderen Heizungsbauers, von dem ich noch ein Angebot erhalten werde und der statt dem Kessel die Vitodens-Therme bevorzugt einbauen würde, bedarf es doch der hydraulischen Weiche, da sich sonst die Wirkung der beiden Umwälzpumpen zum Teil aufheben könnten. Verstanden habe ich das zwar nicht, aber ich bin ja Laie.
Dieser Heizungsbauer sieht in der erster Linie den Nachteil der Kessellösung darin, dass der Arbeitsaufwand und damit die Kosten für die Installation des Kessels wesentlich höher ausfallen würden.
 
Dr Schorni

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Ist der bisherige Wärmeerzeuger nicht eh schon ein KESSEL?? Welcher denn genau??
 

KarlZei

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bedarf es doch der hydraulischen Weiche, da sich sonst die Wirkung der beiden Umwälzpumpen zum Teil aufheben könnten.
Ja, das stimmt schon. Aber Du willst doch eine Systemtrennung, oder nicht mehr?
Dieser Heizungsbauer sieht in der erster Linie den Nachteil der Kessellösung darin, dass der Arbeitsaufwand und damit die Kosten für die Installation des Kessels wesentlich höher ausfallen würden.
Ja und er bringt in diesem Fall auch keine Vorteile.
 

Harry52

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Ist der bisherige Wärmeerzeuger nicht eh schon ein KESSEL?? Welcher denn genau??
Die Heizung ist ein Buderus-Kessel G124LV (22,4kw) mit einem separatem 150 l Brauchwasserspeicher. Die Anlage hat 29 Jahre gehalten.
 
Dr Schorni

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Rein von den passenden Rohranschlüssen wäre hier der Buderus GB 212 >klick<ideal, da daraufhin konzipiert. Das wäre im Prinzip eine Art "Mischung" aus klein-volumigen Wand-Durchlaufgerät und bodenstehendem Kessel, allerdings ALU-Wärmetauscher. MEIN Fall wär das hier aber nicht.
 

Harry52

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Deshalb ist mein Favorit der Vitocrossal 300 Typ CU3A mit einem Vitocell 100-V Wasserspeicher. Mir liegt ein Komplettangebot einschließlich Systemtrennung zur FBH vor in Höhe von knapp 11 Tsd. EUR.
Spricht etwas Gravierendes dagegen? Mir liegt ein Komplettangebot einschließlich Systemtrennung zur FBH vor in Höhe von knapp 11 Tsd. EUR. Das Elco-Angebot Thision Plus Duo 15 mit separtem Brauchwasserspeicher Vistron U und Systemtrennung ist fast genauso hoch.
 
tricotrac

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Deshalb ist mein Favorit der Vitocrossal 300 Typ CU3A mit einem Vitocell 100-V Wasserspeicher
Warum einen Vitocell 100 Speicher ? Das ist eine emaillierte Blechbüchse mit einer Schutzanode die jährlich überprüft werden muss. Besser einen teuren Edelstahlspeicher Vitocell 300 ohne Folgekosten nehmen.
 
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