Gasheizung erneuern. Angebot meiner Heizungsfirma

Diskutiere Gasheizung erneuern. Angebot meiner Heizungsfirma im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo Forum, nach nunmehr 25 Jahren im Einsatz, möchte ich unsere alte Gasheizung (Fröling) durch ein neues System mit Brennwerttechnik ersetzen...

TomF72

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Hallo Forum,

nach nunmehr 25 Jahren im Einsatz, möchte ich unsere alte Gasheizung (Fröling) durch ein neues System mit Brennwerttechnik ersetzen lassen. Nachdem ich diverse Infos im Netz zu den Kosten eines Austausches gelesen habe, die Frage an Euch, ob das Angebot meiner Heizungsfirma (die uns nun 15 Jahre betreut) "zu teuer" oder angemessen ist (nachdem im Netz Kosten von TEUR 5 bis TEUR 9 für einen Austausch genannt werden). Werde mir zweifelsohne noch 1-2 Alternativangebote einholen, aber hoffentlich auf diesem Weg (Euer Feedback) ein besseres Verständnis, was man dafür einplanen sollte.

Wohnsituation: Doppelhaushälfte mit 152qm Wohn- und 32qm Nutzfläche. 4 Personenhaushalt, Fußbodenheizung im ganzen Haus, ausgenommen Hobbyraum (25qm) im Keller mit 1 kleinen Heizkörper (somit 2 Regelkreise). Heizung auch für die Warmwassererzeugung (eher wenig Warmwasser benötigt). Habe vor ein paar Jahren schon mal beide Pumpen der Heizkreise auf effizientere Pumpen (Wilo Stratos ECO25) umstellen lassen.

Daneben die Frage bzgl. "Sinnhaftigkeit/Erfahrungen zu Förderungen" (keine KfW Kredite etc., sondern eher bezogen auf einen Zuschuss für den Austausch). Hier kam von meiner Heizungsfirma nur die Info, dass der Energieberater und der hydraulische Abgleich (4 stelliger Betrag aus seiner Sicht) die Förderung / den Zuschuss wieder "auffressen" und man unnötig Papierkram für die Beantragung hat (???).

Mein Angebot anbei (Firma schwört auf Weishaupt - da hat jede Firma wahrscheinlich seinen eigenen Favoriten...ist auch nicht das Thema, wie gut Weishaupt ist oder wer ggf. besser ist):


Position Betrag (netto)
WTC GW 25-B W
3.611,52 €​
Plattenwärmetauscher Set WHI sepa 45 #1
659,00 €​
Hydraulik Übergangsset WHÜ-A-DN25-1''
68,45 €​
Temperaturfühler NTC 5k 2,5m
13,56 €​
Erweiterungsmodul WEM EM HK 2.2
349,25 €​
CAN Bus Leitung RJ11 2m
8,42 €​
Weishaupt Paket Speicher WAS 15 Eco in Verbindung mit WTC 15
1.087,80 €​
Wellrohr Edelstahl 1550mm (2 Stk)
66,70 €​
Paket Weishaupt Abgassystem
308,00 €​
Kondensatleitung
40,00 €​
comfort Membran MAG-H 35
43,74 €​
Kappventil DN20
14,47 €​
Systemtrenner STBA 200
116,10 €​
sanibel Schlamm-/Magnetitabs.
140,94 €​
Rohrleitung und Zub. Heizung
510,00 €​
Rohrleitung und Zub. Gas
185,00 €​
Membran Druckausdehnungsgefäß MAG-W8
56,27 €​
Membran Sicherheitsventil
5,94 €​
TW Zirkulationspumpe sanibel
132,84 €​
Wilo Pumpen Vers. Satz
7,21 €​
CbS KFR Ventil steigend
16,85 €​
CbS Freistromventil DN20
16,83 €​
CbS Freistromventil DN15
13,07 €​
Rohrleitung und Zub. Wasser
320,00 €​
Kesselkreis VDI 2035
40,00 €​
Purotab VE Nachfüllpatrone
180,00 €​
Altteilentsorgung
80,00 €​
Kleinteile
30,00 €​
Elektromaterial
30,00 €​
Montage
1.600,00 €​
Gesamt netto
9.751,96 €​
Gesamt brutto
11.604,83 €​
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ich würd sagen: Das passt
 
tricotrac

tricotrac

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Ist in unserer Region auch so üblich ! Allerdings vermisse ich einen Hinweis auf den hydraulischen Abgleich sowie den Arbeitspunkten : Inbetriebnahme; Einweisung in die Bedienung und Übergabeprotokoll.
 

KarlZei

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152qm Wohn- und 32qm
Ein 25kW-Gerät kann bei dieser DHH doch nicht passen; zudem man sich damit auch noch eine nicht mehr zeitgemäße Mindestleistung von über 3kW einhandelt. Wurde für das Angebot die Heizlast berechnet?
Das Gerät ist im Angebot richtig teuer. Um welche Region geht es?

Plattenwärmetauscher Set WHI sepa 45 #1
Warum will der Betrieb eine Systemtrennung verbauen? Material der Fußbodenheizung? Kein Spülen?
In dem Zusammenhang könnte man auch mal nachfragen, ob sich der eine (!) Heizkörper nicht in die Fußbodenheizung integrieren lässt; ggf. nach Austausch gegen einen größeren. Würde den ganzen Erweiterungskram für den Heizkreis überflüssig machen.

Membran Druckausdehnungsgefäß MAG-W8
Das ist für Trinkwasser. Wenn es einen Ablauf gibt (vermutlich, da keine Kondensathebeanlage), kann man darauf eigentlich verzichten. Es verschleißt, verursacht Wartungskosten und ist nicht zwingend vorgeschrieben. Und wie ist es überhaupt um das Trinkwasser vor Ort bestellt? Härte und sonstige Chemie?

Interessant wäre zudem eine Info zu den Vertragsbedingungen (gemäß VOB?), weil die Einfluss auf Gewährleistung und Leistungsumfang haben.


Hier kam von meiner Heizungsfirma nur die Info, dass der Energieberater und der hydraulische Abgleich (4 stelliger Betrag aus seiner Sicht) die Förderung / den Zuschuss wieder "auffressen" und man unnötig Papierkram für die Beantragung hat (???).
Das kann durchaus sein; müsste man halt nachrechnen. Ich hätte bei meinem Austausch deutlich über 1.500 EUR für 500 EUR Förderung aufwenden müssen. War allerdings Brennwert -> Brennwert.
 
socko

socko

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...
Ein 25kW-Gerät kann bei dieser DHH doch nicht passen; zudem man sich damit auch noch eine nicht mehr zeitgemäße Mindestleistung von über 3kW einhandelt. Wurde für das Angebot die Heizlast berechnet?...
Ich würde die Glocken nicht immer so hoch hängen, allerdings kann man sicherlich sagen die 15er Variante wird voraussichtlich auch reichen. Und es muss nicht geweint werden weil es "3kW" hat.
 

TomF72

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Danke für die schnellen Rückmeldungen.

Hatte es so verstanden, dass der „hydraulische Abgleich“ eher ein Muss bei Förderung (Zuschuss) ist und ich mir diesen „sparen“ kann (a la: ist ja heute schon so eingestellt, dass ich mit der Temp pro Zimmer auch morgens zufrieden bin).

Eure Empfehlung, dies bei einen Wechsel auch mitzumachen?

Danke.
 

TomF72

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Region NRW (Neuss bei Düsseldorf)
 

Techniker 2

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Im großen ganzen passt das schon, aber bei den möglichen anderen Kostenvoranschlägen kann sich hier und da... vielleicht sich noch etwas leicht ändern. Aber warum Sie dieses recht Ordendliche Angebot jetzt Ausschlagen wollen. Nun wir würden Ihnen hier bei der möglichen Auftrag Vergabe, den Hydraulischen Abgleich usw. noch mit herein (Verhandeln) oder so Rechnen lassen. Wie auch (Zitat) Inbetriebnahme; Einweisung in die Bedienung und Übergabeprotokoll

Denn Sie haben gerade mit dieser Fachfirma ( 15 Jahre ) so gut wie keine Probleme (Sicherlich) gehabt. Und wenn es mal Technische Probleme geben sollte, so steht Ihnen diese Fachfirma (als Stammkunde) immer die Tür dort offen. Und im erstens mit dem Preis, ist das ein Festpreis Angebot, oder ein Freibleibendes Angebot, nach der Aufwand Abrechnung.

Im letzten, wird dort dann nach dem wirklichen Aufwand und Einsatz des Materials sowie Stunden das ganze mit Abgerechnet. Sowie ist dort eine Heizungswasser Nachspeise Kartusche, mit im Angebot, und hier fehlt auch hier der Ausführungposten Heizung Anlage usw. Spülen.

Denn einfach nur mit der (jetzt) neuen Heizungwasser Nachfüllpatrone diese Heizung wieder Befüllen... Damit wird ja schon diese Nachfüllpatrone fast damit Ausgelastet. Mit anderen Worten, diese Nachfüllpatrone ist fast am Gebrauch Ende, wenn die Heizung jetzt wieder in Betrieb genommen worden ist.

Hier sollte im Angebot das Spülen der vorhandenen Heizungsanlage sowie die Neubefüllung mit dem entsprechenden Vorgeschriebenden Heizungswasser mit im Angebot stehen. Denn die Heizung Wasser Nachfüllpatrone, ist nur für die Folgezeit (wenn der Kundendienst oder Kunde, mal etwas Heizungswasser Nachfüllen müßte.

Das wird gerne, in den Angeboten mit Unterdrückt (um den Angebot Preis) damit zu halten. Aber wenn dann die Heizungsanlage mit der neuen Wasseraufbereitung Patrone damit gespült und gefüllt wird, dann ist diese schon fast Erschöpft, und muß dann beim nächsten fälligen Kundendienst gleich mit Ausgetauscht werden, wo durch wieder weitere neue Kosten entstehen.

Noch ein Punkt ist dort zu Klären, wo wird das Brennwert Kondensatwasser in den Kanal Abgeleitet. Nicht dass dort noch eine Kondensat Hebepumpe Notwendig wird. Auch von dem, ist hier in Ihren Angebot nichts zu finden.


.
 
Zuletzt bearbeitet:

KarlZei

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Ich würde die Glocken nicht immer so hoch hängen, allerdings kann man sicherlich sagen die 15er Variante wird voraussichtlich auch reichen. Und es muss nicht geweint werden weil es "3kW" hat.
Ja, stimmt eigentlich. Es macht Sinn, für ein überdimensioniertes Gerät mehr Geld auszugeben als für ein richtig dimensioniertes. Schließlich bekommt man die zusätzlichen Probleme umsonst.
 

TomF72

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@Techniker2
Danke für die ausführlichen Infos. Um das „Ausschlagen des Angebots“ geht es mir gar nicht (auch nicht „um das Preis drücken“).

Habe leider null Erfahrungswerte und die Infos hier sind schon extrem hilfreich.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das ist erst mal nur ein Angebot......... damit du in etwa weißt was da auf dich zu kommt.
Was dann letztlich eingebaut wird ist längst nicht in Stein gemeisselt.


Wir verwenden keine derartigen "Listenangebote"

Viele Kunden gehen mit exakt diesem Angebot zum nächsten Fachmann.
Der kalkuliert gar nicht weiter nach und bleibt 50€ drunter......... der übernächste 100€ usw..

So bekommt der Kunde letztlich nur ein einziges Angebot . Vergleichen ausgeschlossen.

Bei 180 m² in Neuss würde ich auch ein kleineres Gerät verwenden
 
tricotrac

tricotrac

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Region NRW (Neuss bei Düsseldorf)
Hast du dir das Gerät mal in der Weishaupt Niederlassung in Neuss schon mal angeschaut ? Für Schulungszwecke wird dort bestimmt ein solches Gerät betriebsbereit dort vorhanden sein.

Schließlich bekommt man die zusätzlichen Probleme umsonst.
Stimmt auffallend ! 1) Kann man die Heizleistung elektronisch begrenzen. 2) Sind die 25 KW gut für den Warmwasserkomfort.
 

TomF72

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Danke für die vielen Hinweise.

Erlaube mir eine letzte Frage. Welche Nachteile (Hinweis/Kommentar KarlZei) sind denn bei einem falsch/zu gross dimensionierten System zu erwarten (mal abgesehen vom höheren Anschaffungspreis)?
 
socko

socko

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Unsinn, der Herr hat historische Vorstellungen, der 25er kommt eben "nur" auf 3 kW runter. Die 25kW kannst du brauchen wenn mal wieder alle gleichzeitig Duschen wollen. Sonst macht das 15er Gerät mehr Sinn. Wegen der möglichen Ersparnis beim Kauf. Ob das Gerät nun 3 oder 2 kW macht ist offenbar ein neues Steckenpferd.
 

TomF72

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Ok. Danke. Schönes Wochenende.
 

KoelnerSueden

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Mein HB wollte mir für eine DHH von 130 qm aus 1997 eine 19er Viessmann gastherme mit dem Argument verkaufen, der würde bei der Warmwasserbereitung nicht so sehr rumeiern wie der kleine 11er. Beide modulieren bis auf 1,9 runter.

es wurde dann der 11er, weil der bei der Warmwasserbereitung auch 19kw bringt und das reicht für den 160 Liter boiler um ihn zugig aufzuheizen.

Die Modulation weit runter ist prima. Die Therme läuft auf kleiner Flamme fast den ganzen Tag durch.
 

KarlZei

Experte
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04.11.2018
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Welche Nachteile (Hinweis/Kommentar KarlZei) sind denn bei einem falsch/zu gross dimensionierten System zu erwarten (mal abgesehen vom höheren Anschaffungspreis)?
Das Forum ist voll damit; Stichwort takten. Aus der Weishaupt-Werbung:
Weishaupt schrieb:
"Die Geräte passen ihre Leistung stufenlos den jeweiligen Wärmeanforderungen an. Durch den damit erfolgenden kontinuierlichen Brennerbetrieb bei mittleren Außentemperaturen erhöht sich die Effizienz."
Wegen der Überdimensionierung werden aus mittleren niedrige Temperaturen. Das Teil wird also einen großen Teil des Jahres weniger effizient laufen und durch deutlich häufigere Starts potenziell Probleme bereiten. Auch darüber finden sich genug Infos im Forum. Aktuell aus einem heutigen Beitrag: Der Linie entlang

Und es ist natürlich Blödsinn, dass Geräte mit niedriger Mindestleistung (<2kW) selten stabil laufen. 1,9kW sind seit Jahren Stand der Technik - auch Weishaupt wirbt mit 1,9kW. Einige Hersteller gehen sogar noch weiter runter. Vielleicht einfach mal Betreiber fragen, bei denen solche Geräte rund um die Uhr stabil laufen.
Und dann stellt sich natürlich die Frage, warum jemand hier Weishaupt-Geräte lobt und empfiehlt, obwohl die "selten stabil" laufen. Naja, muss nicht alles Sinn machen ;-)

Zum Thema Warmwasser: ja, es steht weniger Leistung für die Brauchwassererwärmung zur Verfügung. Da aber das Warmwasser nicht direkt erwärmt wird, sondern ein 150l-Speicher verbaut werden soll sowie gemäß Deiner Aussage der Bedarf eher gering ist und zudem auch noch Fußbodenheizung vorhanden ist, ist das unkritisch. Alternativ kannst Du natürlich auf diese Scheinargumentation 'Warmwasserleistung' setzen und ein 32kW-Gerät installieren lassen ;-)
 
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