WP unverzichtbar?

Diskutiere WP unverzichtbar? im Wärmepumpe, Gebäudekühlung Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Insbesondere bei Neubauten geht an dem Siegeszug von WP-Anlagen unterschiedlichster Quellen wohl kaum entwas vorbei! Die inzwischen längst...
gesbb

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Insbesondere bei Neubauten geht an dem Siegeszug von WP-Anlagen unterschiedlichster Quellen wohl kaum entwas vorbei!
Die inzwischen längst notwendige, gesellschaftliche Klimadiskussion zeigt eindeutig, dass Verbrennungswärmeerzeuger in einer Zukunftsperspektive längst vollständig out sind und keinerlei Zukunftsoptionen besitzen!
 

Stone

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Solange Wärmepumpen nicht in der Lage sind effektiv, auch in Bestandsimobilien, ohne Flächenheizkörper zu arbeiten, werden wir an Verbrennungswärmeerzeugern nicht vorbei kommen.
 
tricotrac

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Schaue auf die Weltkugel ! Welche Fläche bedeckt da Deutschland und Europa ?
Wir werden das Weltklima nicht retten, wenn das nicht von allen Erdbewohnern angefasst wird. Die Amerikaner sind aus dem Abkommen ausgeschieden, Schwellenländer wie China und Indien setzen weiter auf die Kohle. Siehe auch Polen oder Slowaken die Kohlestrom liefern. Die Franzosen lachen sich schlapp über uns. Wir kaufen denen den Atomstrom ab und an der Grenze wird der grün gestrichen, damit der deutsche Michel beruhigt ist.
So lange dein Strom zum Betrieb einer Wärmepumpe fünffach so teuer ist wie eine Kilowattstunde Gas kann mir diese Augenwischerei gestohlen bleiben.
Und vergiss nicht jedem Interessenten zu erklären, dass das warme Wasser auch mit Strom zugeheizt werden muss !
 
socko

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Naja, auch Abstand von (fresst mehr Schxxxe, Millionen Fliegen können nicht irren) dieser Argumentation darf (muss) man wohl auch haben dürfen - oder?

Der johlende "Mopp" (ja, der Mopp, Pack, Dummkopf,... [ja,so nennen dich die die zu sagen haben]) grölt mit. Ungeachtet dessen wird man jedem mit dieser Einstellung bei jedem Hype etwas neues an Gesetzen und passenden Produkten und Zwängen schon prima unterjubeln können.

Vll. etwas mehr eigene Zurückhaltung bei derartigen "Tatsachen"
 
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Hausdoc

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Insbesondere bei Neubauten geht an dem Siegeszug von WP-Anlagen unterschiedlichster Quellen wohl kaum entwas vorbei!

Ich sags nicht gern.... aber woher diese generelle Weisheit?

Wir haben aktuell einen Auftrag eines Wohn/Geschäftshaues. Energieberater und Geologe wollen unbedingt!!! Wärmepumpe.

Unser Fachplaner hat sich deutlich gegen Luftwärmepumpe gewehrt. Der Bauherr hat Grundwasserwärmepumpe zugestimmt .... den Brunnen gibts auch..( etwas voreilig durch den Geologen angeschoben) .
Wir haben nun die zuerwartenden Energiekosten aufgeschlüsselt.
Dabei werden bei der Wärmepumpe ( Viessmann, Grundwasser, Hochtemperatur) + Brunnenpumpe pro Jahr 5700€ Stromkosten auflaufen. Bei dieser Berechnung haben wir pro Bewohner sogar nur 40l Warmwasser/Tag erhangezogen.
Die Variante Gasbrennwertkessel wird 3400€ an Gas vernichten.

Das sind keine Schätzungen, sondern nachweisbare Fakten.

Daß die Wärmepumpenanlage mehr als das 4 fache des Gaskessels kostet ist hier noch gar nicht erwähnt.
Jetzt gehen den Experten von Energieberater + befreundeter Geologe langsam die Argumente aus... ;)
 
gesbb

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So lange dein Strom zum Betrieb einer Wärmepumpe fünffach so teuer ist wie eine Kilowattstunde Gas kann mir diese Augenwischerei gestohlen bleiben.
Das simmt nicht korrekt, ~ vierfach wäre exakter. Wird sich aber sicherlich bald ändern.;) Mittels WP lassen sich bis zu 75...80% Umweltenergie nutzen. Mit Strom werden daher lediglich nur noch 20..25% des tatsächlichen Energiebedarfs bedient werden müssen, während Verbrennungswärmeerzeuger 100% bedienen müssen.;)
Mit WP kann man zudem zusätzlich auch Kühlen, was zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das können Verbrennungswärmeerzeuger nicht! Bei Neubauten ist zudem ein regenerativer Anteil erforderlich (EnEV, EEWG), den Verbrennungswärmeerzeuger nicht leisten können.
Und vergiss nicht jedem Interessenten zu erklären, dass das warme Wasser auch mit Strom zugeheizt werden muss !
Das halte ich für ein Märchen. Beleg hierfür?
 
gesbb

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...Unser Fachplaner hat sich deutlich gegen Luftwärmepumpe gewehrt. Der Bauherr hat Grundwasserwärmepumpe zugestimmt .... den Brunnen gibts auch..( etwas voreilig durch den Geologen angeschoben) .
Ohne die exakten Zahlen zu kennen (tatsächlicher Leistungs- und Energiebedarf für Heizung + WW), wäre mir hier weder eine Luftwärmepumpe (LWP) noch eine Grundwasserwärmepumpe (GWP) vordergründig eingefallen. ;) Solewärmepumpen sind offensichtlich vollkommen unbekannt!
Die Variante Gasbrennwertkessel.......
Wie wird mit GBW der notwendige, regenerative Anteil (EnEV, EEWG) realisiert ? Kosten hierfür?
Das sind keine Schätzungen, sondern nachweisbare Fakten.
Welche? Die würde ich gern mal kennenlernen bzw. wissen.
Daß die Wärmepumpenanlage mehr als das 4 fache des Gaskessels kostet ist hier noch gar nicht erwähnt.
Bei den Beteiligten sicherlich kein Wunder, aber völlig weltfremd.
 
mad-mike

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Das simmt nicht korrekt, ~ vierfach wäre exakter.
Blödsinn...

Hier ist es das es das 5 fache. Hausstrom vs Gaspreis.

Nimmt man heizstrom muss man mehrere Dinge berücksichtigen.: Haupttarif etwa das 4 fache gegenüber Gas, neben tarif etwa das 3,5 fache gegen über gas.

Dazu komme aber die mehr kosten für zähler, Tarif schaltgerät, Installations Aufwand ( Zählerschrank), der Zähler Schrank muss doppelt so groß werden gegenüber einen Zählerschrank ohne wp.

In einet Region wird alleine!!! Der Verdichter über den doppelten Tarif zähler gezählt, pumpen, Steuerung, Zusatzheizung läuft weiter über den Hausstrom Zähler...
Ohne geeigneten mittel lassen sich keine günstig erworbenen nebentarif Strom zwischen puffern.

Weiter kommt hinzu das ein andere EVU kein WP strom akzeptiert. Das heisst, da würde die wp weiter hin aufen Hausstrom zähler laufen..

Egal wie man rechnet.

Eine wp kostet gegenüber Gasgeräte ein Vielfaches...

Ich sehe das einzig als Bauträger Heizung. Kein kopf um nichts machen. Fertig. Kosten sind bei aktueller Wirtschaftslage doch schei** egal.
 

Stone

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@gesbb
Bringe du doch mal Belege. Für Warmwasser werden höhere Temperaturen gebraucht als das die Wärmepumpe ja wirtschaftlich erbringen kann.
Im Sommer mag das vielleicht gehen aber im Winter?
Du selber hast gesagt das ab 35°C die Wärmepumpe unwirtschaftlicher wird. Das hast du ja mit deiner Aussage selber bestätigt.
Tatsache ist das oftmals die Umweltenergie da fehlt wenn aufgrund der Wintertemperaturen sie benötigt wird.

Wie soll das ganze dann praktisch funktionieren?

Ich wurde in einem anderen Tread abgewürgt wo ich fragen zu Wärmepumpen in Bestandsimobilien hatte. Nachweise? Kamen von dir nicht denn man muss das ja alles von Fall zu Fall exakt berechnen.
Rechenbeispiele bringst du auch nicht.
Die Tabellen die du bringst sind nicht wirklich aussagekräftig.

Es ist leicht andere Argumente außer Kraft zu setzten mit der Frage von Nachweise. Nur muss dann im Gegenzug die Nachweise selber bringen.
Nich nur mit nichtssagende Schaubilder die zu 80% der Fälle nicht zu dem großen Bestand passen. Im Neubau kann man recht einfach alles Wärmepumpentauglich machen aber bei Bestandimmobilien ist meist eine Wärmepumpe keine Alternative.
 
gesbb

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Weiter kommt hinzu das ein andere EVU kein WP strom akzeptiert. Das heisst, da würde die wp weiter hin aufen Hausstrom zähler laufen..
WP benötigen stets einen separaten Stromzähler, andernfalls könnte man die Anlagenaufwandszahl bzw. JAZ im praktischen Betrieb nicht feststellen. Damit können WP-Betreiber am flexiblen Markt für WP-Strom teilnehmen (Vergleichsportale).
Wer sich mit HT,NT Tarifen an regionale Versorger gebunden hat, dürfte eher schlechte Karten haben.;)
Eine wp kostet gegenüber Gasgeräte ein Vielfaches...
Insgesamt betrachtet und als pauschalisierte Aussage => falsch!
Kein kopf um nichts machen. Fertig. Kosten sind bei aktueller Wirtschaftslage doch schei** egal.
Derartige Aussagen erklären doch eigentlich Alles!
 
mad-mike

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WP benötigen stets einen separaten Stromzähler, andernfalls könnte man die Anlagenaufwandszahl bzw. JAZ im praktischen Betrieb nicht feststellen. Damit können WP-Betreiber am flexiblen Markt für WP-Strom teilnehmen (Vergleichsportale).
Wer sich mit HT,NT Tarifen an regionale Versorger gebunden
Gibt es aber teilweise in meiner Region nicht: und dann?? Ah selber Zähler Kaufen.
Wie will man dann Tarifwechsel durchführen? Also läuft nicht...

So schön manches immer auf dem blatt Papier aussieht, so ist es doch Realitätsfern...

Eventuell liegt das nur an meiem Einzugsgebiet.
 
gesbb

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Gibt es aber teilweise in meiner Region nicht: und dann??
Für die Ermittlung der tatsächlichen Anlagenaufwandszahl bzw. JAZ ist ein separater Stromzähler für eine WP unumgänglich! Damit können sich WP Betreiber von regionaler Stromversorgung, abseits vom Bezug von Haushaltsstrom, vollständig abkoppeln und vom Markt der überregionalen WP-Strom Anbieter jeweils profitieren.
Nicht selten haben daher ambitionierte WP Betreiber zwei unterschiedliche Versorger/Tarife.;)
Wie will man dann Tarifwechsel durchführen?
Eigentlich ganz einfach, indem man zwischen der Stromversorgung mit üblichem Haushaltsstrom und der Stromversorgung einer WP differenziert!
Manchmal klappt es, hierfür einen einheitlichen Stromversorger zu finden, ist jedoch eher selten.
 
mad-mike

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Verstehe doch. Evu stellt keinen wp Stromzähler zur Verfügung. Ich bekomm keinen separaten. Punkt. Das ist jedoch Grundlage für Tarifwechsel....

Privat kann ich einen installieren für Berechnung der jaz.
 
mad-mike

mad-mike

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Und weiter gibt es evu wo die wp teils über Doppeltarif Zähler läuft und teils über Hausstrom Zähler. Da bringt das auch nichts.
 
mad-mike

mad-mike

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Was willst du? Wenn der evu sagt: so und so wird gebaut, dann wird's so gebaut. Punkt.

Die Belastbarkeit liegt dann darin das es keinen Zähler gibt wo man einen seperaten Tarif vornehmen kann....
 
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Das simmt nicht korrekt, ~ vierfach wäre exakter. Wird sich aber sicherlich bald ändern.;) Mittels WP lassen sich bis zu 75...80% Umweltenergie nutzen. Mit Strom werden daher lediglich nur noch 20..25% des tatsächlichen Energiebedarfs bedient werden müssen, während Verbrennungswärmeerzeuger 100% bedienen müssen.;)

Wie ahnungslos bist du eigentlich ? Fünffach in unserer Region.


Mit WP kann man zudem zusätzlich auch Kühlen, was zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das können Verbrennungswärmeerzeuger nicht! Bei Neubauten ist zudem ein regenerativer Anteil erforderlich (EnEV, EEWG), den Verbrennungswärmeerzeuger nicht leisten können.
Das halte ich für ein Märchen. Beleg hierfür?
Welche Wärmepumpe schafft es bei - 12°C ein Gebäude ausreichend zu temperieren ?
Und das warme Wasser erwärmt der liebe Gott auf 60°C oder wie geht das ?
 
Hausdoc

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Sicher? Wie völlig ahnungslos bist Du eigentlich?
Das stimmt mich jetzt etwas nachdenklich. :unsure:

Ganz augenscheinlich hattest du noch nie tatsächlich mit einer Wärmepumpe zu tun und dich mit dem Thema Stromtarife und Möglichkeiten für Wärmepumpen befasst.

Die TAB der jeweiligen Energieversorger sind Gesetzbücher. Da wird das exakt(!) so umgesetzt wie der Versorger das vorschreibt.

Wenn der Versorger pro Tag 5 h EVU Sperre auferlegt muss die Wärmepumpe um diese fehlende Heizleistung vergrößert werden.
Wenn der Versorger Eigenstromnutzung verbietet ist das exakt so hinzunehmen.
Wenn der Energieversorger an einem bestimmten Anwesen keinen 2. Zähler mit Wärmepumpentarif zur verfügung stellt, läuft die Wärmepumpe eben mit normalem HT zu 30 ct/KWH
 
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gesbb

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WP unverzichtbar?

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