Wieviel Mehrkosten, wenn fast alle Vor- und Rückläufe vertauscht sind?

Diskutiere Wieviel Mehrkosten, wenn fast alle Vor- und Rückläufe vertauscht sind? im Andere Forum im Bereich Andere; Liebe Heizungsfachleute, ich hoffe, ihr könnt mir bei meiner Frage weiterhelfen: Stellt euch vor, in einem 24-Parteien-Haus sind bei fast...
#1

Snüffelstück

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Liebe Heizungsfachleute,



ich hoffe, ihr könnt mir bei meiner Frage weiterhelfen:



Stellt euch vor, in einem 24-Parteien-Haus sind bei fast allen
Heizkörpern Vor- und Rückläufe vertauscht. Wieviel Prozent wird eine so
angeschlossene Anlage wohl schätzungsweise insgesamt mehr verbrauchen,
als wenn die Körper korrekt angeschlossen wären?



Über Antworten würde ich mich sehr freuen.



Gruß, Snüffelstück
 
#2
Hausdoc

Hausdoc

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Hallo schnüffelstück.

Physik 1. Klasse.... ;)
Keinerlei Mehrkosten.
Woher auch.
Die bereitgestellte und durch Wärmeverluste abgegebene Leistung ist ja identisch.

Aber wie wurde das festgestellt daß fast alle Anschlüsse falsch sind???

Für so einen Fall gibt es Kreuzungshahnblöcke..
 
#3

Snüffelstück

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Hallo Hausdoc,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Trotzdem Habe ich Zweifel, ob die in ihrer Einfachheit so korrekt ist. Denn:

Die Heizungsanlage musste über den gesamten Winter unter Vollast fahren, damit es auch in den Wohnungen, in denen alle Anschlüsse vertauscht waren, heiß genug wurde. Denn die sind ja nur über die Rücklauftemperatur versorgt worden. Also muss doch allein wegen der höheren Vorlauftemperatur (damit eine angemessene Rücklauftemperatur auch bei Minusgraden noch die Wohnungen erwärmen konnte) allgemein mehr Energie verbraucht worden sein. Und genau das ist hier die Frage. Wieviel mehr mag das in etwa gewesen sein?

Edit: Festgestellt wurde es durch immer wiederkehrende absolut überhöhte Heizkosten, woraufhin die Anlage überprüft und die Fehlinstallation von einer Heizungsfirma festgestellt wurde.

Gruß, Snüffelstück
 
#4
GreenRabbit

GreenRabbit

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Hi!

Hallo!
Also ich muss Hausdoc da schon recht geben! Um einen Raum um 1°K zu erwärmen, brauche ich immer die gleiche Energie! Also spielt es keine Rolle ob vor oder Rücklauf vertauscht sind, ob es mit Öl, Gas, Pellets oder Strom erhitzt wird! Die benötigte Energie ist definitiv immer die selbe!

Sicherlich ist es regelungstechnisch für eine Heizungsanlage nicht optimal! Also......10 Euro Mehrkosten im Jahr sind schon möglich......

Gruß,
-GR-
 
#5

Snüffelstück

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Moin GR,

klar, die am Körper gemessene Abgabeenergie ist natürlich gleich. Das ist mir ja auch klar. Trotzdem variiert doch der Preis pro Einheit aufgrund des höheren Allgemeinverbrauchs durch erhöhte Vorlauftemperaturen....

Es muss zu einem enormen Gesamt-Mehrverbrauch gekommen sein, da ja der Kessel ständig auf Vollast fuhr und die Außenthermostatregelung, die eigentlich zum genauen Regulieren in Abstimmung mit der Außentemperatur und somit zur Energieeinsparung da ist, quasi außer Kraft gesetzt war...

Solltet ihr auch unter diesen Umständen Recht haben, wäre ja jede Außenthermostatsteuerung sinnlos, weil es ja nach eurer Aussage egal ist, ob der Kessel ständig unter Vollast fährt oder nicht. Dann könnte sich jede Heizungsanlage eine solche Steuerung sparen und könnte ausschließlich über Heizkörperthermostate gesteuert werden...

Gruß, Snüffelstück
 
#6
Hausdoc

Hausdoc

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klar, die am Körper gemessene Abgabeenergie ist natürlich gleich. Das
ist mir ja auch klar. Trotzdem variiert doch der Preis pro Einheit
aufgrund des höheren Allgemeinverbrauchs durch erhöhte
Vorlauftemperaturen....
Nein.....

Es muss zu einem enormen Gesamt-Mehrverbrauch gekommen sein, da ja der
Kessel ständig auf Vollast fuhr und die Außenthermostatregelung, die
eigentlich zum genauen Regulieren in Abstimmung mit der Außentemperatur
und somit zur Energieeinsparung da ist, quasi außer Kraft gesetzt war...
Wieder nein.. bzw jein. Nur die Stillstandsverluste waren höher...... Dies ist so ziemlich der einzige Vorteil einer witterungsgeführten Regelung.
Der Rest der Energie bleibt so und so im Gebäude - egal ob es mit 50° oder mit 70° beheizt wurde.
 
#7

Snüffelstück

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Hausdoc hat gesagt.:
...Nur die Stillstandsverluste waren höher...... Dies ist so ziemlich der einzige Vorteil einer witterungsgeführten Regelung.
Der Rest der Energie bleibt so und so im Gebäude - egal ob es mit 50° oder mit 70° beheizt wurde.
Hallo Hausdoc,

ich glaub ich versteh was du meinst. Aber ist es nicht ein Unterschied, ob die Energie ungenutzt außerhalb der Wohnungen allein durch das schlecht isolierte Heizungsrohrsystem abgegeben und demnach natürlich auch bezahlt werden muss, oder ob sie stattdessen direkt am Heizkörper, da wo sie auch angefordert wird, abgegeben wird? Das Wasser wurde ja immer warm und am zirkulieren gehalten, selbst wenn alle Körper zu waren. Ich meine wenn immer heißes Wasser im System kreist, wird doch ständig ungenutzte Wärme vom Heizungsrohrsystem abgestrahlt.

Hinzu kommt noch (das ist das was du glaube ich meintest) dass man die Kosten einsparen würde, die nicht anfielen in der Zeit, in der die Anlage nicht läuft. Ich hatte bei meiner alten Heizungsanlage in einem kleinen Einfamilienhaus auch eine solche Außenthermostatsteuerung. Ich hatte das Gefühl, dass der Kessel höchstens die halbe Zeit brannte. Wäre für mich eine Kosteneinsparung von 50%. Oder wo hab ich den Denkfehler?

Gruß, Snüffelstück
 
#8
Hausdoc

Hausdoc

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Auch wenn die Energie außerhalb der Wohnungen ans Mauerwerk abgegeben werden bleibt die Heizenergie letztlich doch im Gebäude...

Du hast da wirklich einen Denkfehler.

Befasse dich etwas mit den Grundsätzen der Physik

Energie geht nicht verloren!

;)

Auch in Thermodynamik könntest du dich etwas reinlesen...
 
#9

Snüffelstück

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Hausdoc hat gesagt.:
...Auch wenn die Energie außerhalb der Wohnungen ans Mauerwerk abgegeben werden bleibt die Heizenergie letztlich doch im Gebäude...
Hallo Hausdoc,

Das würde dann allerdings auch erklären, warum die ganzen Wohnungen im Innern des Gebäudekomplexes mit sehr wenig Heizeinheiten im Jahr auskommen, wohingegen die außen gelegenen Wohnungen aufgrund der fehlenden "Steigleitungs- oder Mauerwerkswärme" im Vergleich auffällig viele Heizeinheiten im Jahr benötigen (ich weiß, Außenwohnungen verbrauchen immer mehr, aber das bewegt sich hier teilweise schon im 4-5-fachen Bereich)...

Und nochmal vielen Dank für deine Geduld! ;)

Gruß, Snüffelstück
 
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