Wie richtig heizen in einem Büro?

Diskutiere Wie richtig heizen in einem Büro? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Ich fange jetzt nochmals ein neues Thema an. Hab ja schon mal gefragt, wie ich richtig zu Hause heize. Da es im Büro aber eine komplett andere...

Ranttanplan

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Ich fange jetzt nochmals ein neues Thema an.
Hab ja schon mal gefragt, wie ich richtig zu Hause heize.
Da es im Büro aber eine komplett andere Anforderung ist, wann die Räume warm sein sollen, ist es auf alle Fälle besser, ein eigenes Thema dafür zu machen.

Das Büro ist sehr unterschiedlich besetzt.
Mal 1 Raum z.B. nur 4 Stunden. Dann den Rest vom Tag gar nicht.
Sonntags ist dort überhaupt keiner mehr. Samstag auch nur sehr sporadisch und dann vielleicht auch nur für ein paar Stunden.

Wie stellt man für so eine Anforderung die Heizung richtig ein?

Problem ist ja, dass wenn ich die so niedrig einstelle, dass bei voll geöffnetem Ventil die Wunschtemperatur gerade so erreicht wird, dann habe ich keine Reserven mehr zum spontanen Aufheizen.
Andererseits will ich aber auch nicht Samstag und Sonntag die Räume auf Wunschtemperatur halten, wenn dort überhaupt keiner ist.

Wie macht man das also am besten?

Hab mal als Beispiel meinen eigenen Büroraum von der letzten Woche angehängt.
Wenn ich nicht da bin, aber weiß, dass ich an dem Tag wieder komme, habe ich z.B. auf 20 Grad zurück gedreht.
Ansonsten stellt die Automatik aktuell von selber auf 17 Grad zurück.
Da hat die Homeatic am Sonntag dann schon von selber geheizt, weil es sonst unter 17 Grad gefallen wäre.
Altes, schlecht isoliertes Gebäude.

Büro 1.jpg
 
cephalopod

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Ich würde das über eine Kombination von Kesselprogrammierung und Smarten HK-Thermostaten lösen.
Solange nicht ein einziges Büro besetzt ist, die Heizung komplett ausschalten und die zeitweise nicht genutzten Räume über die HK-Thermostate wegschalten.

Problem ist ja, dass wenn ich die so niedrig einstelle, dass bei voll geöffnetem Ventil die Wunschtemperatur gerade so erreicht wird, dann habe ich keine Reserven mehr zum spontanen Aufheizen.
Wieso nicht?
Ist die Heizung zu schwach ausgelegt?
Wieviel kW hat sie denn?
 

Ranttanplan

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Ganz aus geht aus 2 Gründen nicht.

1. Es sind 2 Heizkreise. Über unserem Büro sind noch 2 Wohnungen.
2. Ganz aus würde ja bedeuten, dass wir in den Keller gehen müssten, um jedesmal die Heizung anzuschalten?

An was ich momentan arbeite:
Unser Niveau vom Büro war +10 Grad mit Kurve 1,2 und das von den Wohnungen oben +20 mit Kurve 1,4
Daher hatte der Kessel bei +8 Grad Außentemperatur die letzten Wochen schon immer die vollen 75 Grad, auf die er begrenzt ist.

Gestern Abend habe ich mal beide beide Niveaus auf 0 gestellt und beide Kurven auf 1,0
Kesseltemperatur war heute morgen bei 47 Grad.
Problem ist jetzt, dass die Räume nicht mehr schnell genug warm werden, um auf wechselnde Belegung reagieren zu können.
Man müsste also schon sehr viele Stunden vorheizen.

Ich bin jetzt deshalb mal weider runter und habe unser Niveau auf +5 Grad und die Kurve auf 1,2 gestellt.
Sieht man auch gleich an der roten Kurve, dass die wieder etwas angezogen hat.
Kessel steht jetzt wieder auf 57 Grad.
 

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Ranttanplan

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Das ist im Prinzip schon der Fall. Nachtabsenkung von 22-6 Uhr ist aktiv.

Mir gehts jetzt darum, das richtige Niveau zu finden.

Ich will unbenutzte Räume nicht unnötig heizen.
Aber die Heizung muss so viel Reserve haben, dass man innerhalb 1-2 Stunden den Raum dann von 17 ? Grad auf 21-22 Grad hochbekommt.

So ist jetzt mein Gedanke.
Die Frage ist, ob der gut ist.

Wie weit woll man die Räume auskühlen lassen?
Übers Wochenende würde die ohne Heizung auch mal auf 14 Grad runter gehen.
Ich habe die jetzt immer auf 17 Grad gehalten.
Was ist da eigentlich optimal?
 

Heizer21

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Aber die Heizung muss so viel Reserve haben, dass man innerhalb 1-2 Stunden den Raum dann von 17 ? Grad auf 21-22 Grad hochbekommt
in 1-2 Stunden 4-5K im Raum hin zu bekommen, wird viel „Reserve„ im VL brauchen. Wenn du mehr Zeit gibst, brauchst du etwas weniger Reserve. Das kannst du aber nur durch ausprobieren am Objekt heraus finden.

Auch die Frage, wie weit du die Raume abkühlen lassen sollst in der Absenkphase, kannst du nur durch probieren heraus finden.
Grundsätzlich gilt, dass die abgekühlte Temperatur (Energie) nachher auch wieder rein gepumpt werden muss. Der Sparefekt kommt dadurch zu stand, dass kühlere Raume weniger Energie abgeben. Entsprechend spart am um so mehr, je länger der Raum ab gesenkt ist.
Kurzes absenken bringt wenig.

Hat das Büro einen eigenen Heizkreis? Wenn ja, können man diesen über HMip schalten, so dass man dafür nicht zur Heizung muss und die andere Wohnung nicht gestört wird.
 
cephalopod

cephalopod

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in 1-2 Stunden 4-5K im Raum hin zu bekommen, wird viel „Reserve„ im VL brauchen.
Was ist mit Reserve gemeint?
Wenn der Brenner bei 2 genutzten Räumen nur 2 kW benötigt, um die VL-Temperatur zu halten, wird er bei 6 Räumen auch nicht in die Knie gehen, wenn er 14 kW nominal hat.
 

Ranttanplan

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Mit "Reserve" meine ich die Vorlauftemperatur.

Ich habe die gestern Abend zurück gedreht.
Über Nacht ist mein Raum auf die 17 Grad runter gegangen. Wäre sogar noch etwas weiter abgekühlt, aber wie man im Diagramm sieht, wurde dann schon etwas automatisch geheizt.

Um 6 Uhr Morgens ist die Heizung jetzt so eingestellt, dass die Solltemperatur auf 22 Grad gestellt wird.
Das Heizventil geht dann voll auf.

Die Kesseltemperatur war heute um 8 Uhr morgens auf 46 Grad. Durch mein zurückdrehen.
Der Heizkörper wird dadurch auch warm.
Aber es dauert eben 3-5 Stunden, bis dann die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Das ist zu viel, wenn ich nicht Dauerheizen möchte, sondern den Raum immer wieder abkühlen lasse.

Jetzt stellt sich eben die Frage, was man am besten macht.

Ich könnte ja die 46 Grad Kessel bzw. auch Vorlauftemperatur lassen (Stand Außentemperatur heute) und im Dauerbetrieb würden die Räume immer ausreichend geheizt sein.

Wenn ich die Heizung aber ausschalten will, weil die Räume ja oft tagelang nicht genutzt werden. dann brauche ich vielleicht 10 Grad mehr Vorlauftemperatur, um die in einem vernünftigen Zeitfenster von 1-2 Stunden wieder warm zu kriegen.

Diese 10 Grad meinte ich mit "Reserve".
Also die Temperatur, die ich nicht brauche, um den Raum warm zu halten, sondern die zusätzliche Temperatur, um einen Raum in schnellerer Zeit wieder warum zu kriegen.

Reserv.jpg
 
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cephalopod

cephalopod

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Also die Temperatur, die ich nicht brauche, um den Raum warm zu halten, sondern die zusätzliche Temperatur, um einen Raum in schnellerer Zeit wieder warum zu kriegen.
Das ist aber unwirtschaftlich.
Ich habe das Problem nicht durch mehr Temperatur, sondern durch mehr Luftumwälzung gelöst:


Diese Teile laufen nur Vormittags 3 Stunden und bringen den Raum deutlich schneller auf Temperatur nach der Nachtabschaltung und kosten vergleichsweise wenig.
 

Heizer21

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Mit "Reserve" meine ich die Vorlauftemperatur.

Ich habe die gestern Abend zurück gedreht.
Über Nacht ist mein Raum auf die 17 Grad runter gegangen. Wäre sogar noch etwas weiter abgekühlt, aber wie man im Diagramm sieht, wurde dann schon etwas automatisch geheizt.

Um 6 Uhr Morgens ist die Heizung jetzt so eingestellt, dass die Solltemperatur auf 22 Grad gestellt wird.
Das Heizventil geht dann voll auf.

Die Kesseltemperatur war heute um 8 Uhr morgens auf 46 Grad. Durch mein zurückdrehen.
Der Heizkörper wird dadurch auch warm.
Aber es dauert eben 3-5 Stunden, bis dann die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Das ist zu viel, wenn ich nicht Dauerheizen möchte, sondern den Raum immer wieder abkühlen lasse.

Jetzt stellt sich eben die Frage, was man am besten macht.

Ich könnte ja die 46 Grad Kessel bzw. auch Vorlauftemperatur lassen (Stand Außentemperatur heute) und im Dauerbetrieb würden die Räume immer ausreichend geheizt sein.

Wenn ich die Heizung aber ausschalten will, weil die Räume ja oft tagelang nicht genutzt werden. dann brauche ich vielleicht 10 Grad mehr Vorlauftemperatur, um die in einem vernünftigen Zeitfenster von 1-2 Stunden wieder warm zu kriegen.

Diese 10 Grad meinte ich mit "Reserve".
Also die Temperatur, die ich nicht brauche, um den Raum warm zu halten, sondern die zusätzliche Temperatur, um einen Raum in schnellerer Zeit wieder warum zu kriegen.

Anhang anzeigen 32073
Beachte noch folgendes zu deinem Heizkessel.
Sehr ineffizient lauf ein Kessel, wenn er immer wieder kurz an springen muss. Dies geschieht üblicherweise vorallem im abgesenkten Betrieb der angeschlossenen Heizkreise.
Es empfiehlt sich deshalb
1. für die heizkreise eine möglichst tiefe „Heizgrenze“ für Tag und Nacht(Absenkbetrieb) ein zu stellen. Bewährt hat sich für Tag 15c und für Nacht -10 bis -5, je nach Isolation.
Oberhalb des Wertes, bleibt die Heizung aus. Ist es in der Absenkzeit zu kühl, kürzt man besser die Absenkzeit.
2. Bei längeren Absenkphase könnte es Sinnvoll sein die Absenkphase für 30-60Min zu unterbrechen (in dieser Zeit würde der Kessen dann durch laufen), statt dass der Kessel immer wieder nur für ein paar Minuten an geht.

Das deine Heizung neben dem Büro noch eine Wohnung, mit ganz anderen Heizzeiten bedienen muss, macht es nicht einfacher.
Im Grunde kann dir aus der Ferne niemand genau sagen, was am sparsamsten ist, dass kannst du nur durch probieren raus finden, wobei es schwierig ist die verschiedenen Test Zyklen zu vergleichen, da die Aussentemperatur immer anders ist.
 

Ranttanplan

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Genau das ist so das Grundproblem.

Die Büroräume werden ganz unterschiedlich genutzt.
Die stehen dann auch mal wieder 2 Tage komplett leer.

Da stellt sich die Frage, wie weit soll man die in dieser Zeit auskühlen lassen und wie lange soll es dauern, bis man die dann wieder aufgeheizt hat.

Meinen Raum heize ich Samstag und Sonntag gar nicht.
Aber es kommt schon mal vor, dass ich am Samstag dann doch nochmal 2-3 Stunden extra im Büro bin.

Da stelle ich die Heizung per Smartphone App aktuell 2 Stunden an und wenn ich dann im Büro bin, ist es schon warm.

Das kann ich natürlich nur machen, wenn ich eine gewissen Überschuss beim Vorlauf habe und der nicht am unteren Limit läuft.
 
cephalopod

cephalopod

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Da stellt sich die Frage, wie weit soll man die in dieser Zeit auskühlen lassen und wie lange soll es dauern, bis man die dann wieder aufgeheizt hat.
Wenn es nur um einzelne Räume geht, sind da doch sowieso smarte HK-Thermostate dran.
Damit kannst du dann doch jede beliebige Absenktemperatur und -Zeit schnell ausprobieren.
 
Installer

Installer

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Wenn es nur um einzelne Räume geht, sind da doch sowieso smarte HK-Thermostate dran.
Damit kannst du dann doch jede beliebige Absenktemperatur und -Zeit schnell ausprobieren.
So lange er aber nicht online auf die Vorlauftemperatur zugreifen kann zum schnellen aufheizen bringt das auch nicht den gewünschten Effekt.

Gruß Installer 🙋‍♂️
 
cephalopod

cephalopod

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Lasst doch mal die Finger von der VL-Temperatur, die löst hier das Problem nicht!
Zumal das bei dem Steinzeit-Kessel eh nicht zu ändern ist.

Wenn die Absenktemperatur nicht zu niedrig ist und man rechtzeitig anfängt, passt die schon.
 
Thema:

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