wie kann ich meine heizung am sinnvollsten fernsteuern?

Diskutiere wie kann ich meine heizung am sinnvollsten fernsteuern? im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; hallo allerseits, vielleicht ist es sinnvoll, wenn ich erstmal erzähle, was ich habe, dann was ich möchte und dann was ich schon für überlegungen...

nickoh

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hallo allerseits,

vielleicht ist es sinnvoll, wenn ich erstmal erzähle, was ich habe, dann was ich möchte und dann was ich schon für überlegungen angestellt habe :s

und zwar haben wir ein laut vormietern eher schlecht gedämmtes einfamilienhaus (zur miete) mit ölheizung von viessmann (vitola-uniferral-e mit trimatik mc (ohne fernbedienung)) und jeder menge konvektor heizkörpern, die alle an einem kreislauf hängen. außerdem haben wir einen kamin im wohnzimmer, also in dem raum, in dem wohl ein thermostat sinnvoll wäre.

ich möchte gerne meinen heizenergiebedarf senken :) indem ich möglichst nur dann auf eine hohe temperatur um die 21°C heize, wenn wir auch tatsächlich da sind und die temperaturen auch haben wollen. da wir nur zur miete wohnen, sind natürlich auch die sinnvollen investitionen begrenzt. solche smart-home-geschichten sind zwar ganz nett und ich bin auch nicht grundlegend abgeneigt, aber zwingend notwendig ist uns das nicht (kommt auch ein bisschen auf die mehr kosten an...) uns reicht es im prinzip, wenn wir der heizung beim nachhause-kommen "sagen" dass wir da sind und dann noch ein paar minuten im etwas kälteren zimmer sitzen. genauso beim ins bett gehen und/oder aufstehen sofern das vom eingestellten zeitplan abweicht.
ich gehe davon aus, dass es sinn macht, auch den kessel selbst anzusteuern, anstatt nur die ventile zu regulieren. falls das garnicht großartig ins gewicht fällt, würde das die sache natürlich viel einfacher machen.
die fernbedienung ws von viessmann kommt dem schon recht nahe. hauptsächlich stört mich daran, dass man dazu kabel verlegen muss, was ich eigentlich nicht möchte. funk oder wlan oder dergleichen wäre mir lieber. das ganze thermostat-gesteuert zu realisieren macht natürlich auch sinn, da sehe ich dann aber potentielle konflikte mit dem kamin. ist ja doof wenn der kessel garnicht mehr heizt, nur weil das wohnzimmer warm ist. andererseits möchte ich natürlich den temperaturfühler im wohnzimmer haben, weil ich dort ja die temperatur haben möchte, wenn der kamin grad mal aus ist.
ich bin gerade auf tado gestoßen und das geht schon ziemlich in die richtung, aber da besteht auch das problem mit dem kamin. außerdem zahle ich dann 10 € im monat, bzw. mehr für einen service, den ich nicht wirklich brauche.

im grunde sind das ja sicherlich keine außergewöhnlichen anforderungen, aber ich hab irgendwie noch nicht die lösung, die mir durchweg plausibel erscheint.

am liebsten würde ich das ganze selbst steuern. mit temperaturfühlern in mehreren räumen, einzeln steuerbaren heizventilen und steuerung am heizkessel, was alles aufeinander abgestimmt und kabellos verbunden ist. und dann am besten noch funk-rolladensteuerrungen dazu. die smart-home-lösungen gehen ja in die richtung, aber so wirklich ausgereift scheint es mir auch noch nicht zu sein. bei jeder lösung gibt es irgendeinen haken. und außerdem ist es alles ziemlich teuer. andererseits bin ich kein elektrotechniker, der sowas mal eben programmieren kann :-(

eine universelle funk- / oder wlan - fernbedienung, die ich an die trimatik anschließen kann, würde es ja fürs erste tun. also quasi ein abgespecktes tado-modul. in nem jahr gibt es dann bestimmt ausgereiftere lösungen


wie ihr merkt, bin ich hin- und her gerissen und weiß selbst noch nicht so ganz genau, was ich möchte (doch: die eierlegende wollmilchsau for free).
ich hoffe, da muss sich niemand drüber ärgern.
vielleicht kann mir ja jemand ein paar tips geben und/oder geräte empfehlen, die mir weiterhelfen, oder auch einfach nur seine meinung dazugeben, bzw. sagen wie er (oder gar sie) es machen würde.

danke!
gruß
nickoh
 
Hausdoc

Hausdoc

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nickoh schrieb:
ich möchte gerne meinen heizenergiebedarf senken indem ich möglichst nur dann auf eine hohe temperatur um die 21°C heize, wenn wir auch tatsächlich da sind und die temperaturen auch haben wollen
Genau hier beginnt der Unsinn.

Energiekosten kannst du nur durch Gebäudedämmung senken . Nicht durch begrenzen der Heizzeiten.


Was sagt denn der Energieausweis?
 

nickoh

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Hausdoc schrieb:
Energiekosten kannst du nur durch Gebäudedämmung senken . Nicht durch begrenzen der Heizzeiten.
das leuchtet mir nicht so wirklich ein.
ich gehe davon aus, dass wenn ich weniger heize, ich auch weniger energie verbrauche. wo ist da genau der unsinn?
wenn ich zb meine garage mit öl, anstatt strom heize, dann ist doch trotzdem öl günstiger, auch wenn die wärme an allen stellen verloren geht, weil die garage nicht gedämmt ist. und wenn ich die garage nur dann heize, wenn ich die temperatur auch brauche, dann würde ich doch meinen, dass das energie spart. (nur ein fiktives besipiel...)

eine umfassende dämmung kommt leider nicht in frage. kleine ausbesserungen möchte ich gerne vornehmen, dafür mache ich dann ein neues thema auf :)

einen energieausweis gibt es leider nicht.

gruß
 
Hausdoc

Hausdoc

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nickoh schrieb:
ich gehe davon aus, dass wenn ich weniger heize, ich auch weniger energie verbrauche. wo ist da genau der unsinn?
Eine Heizung hat nur eine einzige Aufgabe: Den Energieverlust des Gebäudes nach außen hin zu kompensieren. Das Gebäude selbst braucht keine Heizung. Sonst würde ja jedes Haus irgend wann glühen und verdampfen...
Da der Energieverlust ganztägig stattfindet musst du diese Energiemenge durch die Heizung wieder zuführen. Idealerweise auch ganztägig.

Beispiel. Nehmen wir an das Gebäude verliert heute 50 KWH . Um nicht zu erfrieren, musst du diese 50 KWH durch die Heizung wieder zuführen. Wie du das machst ist egal. Entweder auch 24 h verteilt oder Stundenweise begrenzt wie du es vor hast. Unterm Strich ist die Energiemenge immer die Selbe - somit auch die Heizkosten.

Um nun Heizkosten sparen zu wollen, musst du das Gebäude dazu bringen, weniger Energie ins Weltall abzustrahlen. Genau das geht nur mit Dämmung
Sicher ist jedoch, daß 24 h durchheizen deutlich komfortabler ist - und das obwohl

Würdest du jedoch im Tagesmittel die Raumtemperatur generell minimal absenken könntest du in der Tat etwas sparen. Z.B. Statt 21 ° nur 20° macht ca 5% Heizkosten aus
nickoh schrieb:
einen energieausweis gibt es leider nicht.
Sowas ist Pflicht.
Ich versteh nicht, warum man blauäugig ohne derartige Kenntnis einen Mietvertrag unterschreibt - um anschließend zu jammern weil die Energiekosten so hoch sind. ;)
Wenn eine verminderte Miete die Heizmehrkosten auffängt, wär das ja noch OK
 

nickoh

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Hausdoc schrieb:
Würdest du jedoch im Tagesmittel die Raumtemperatur generell minimal absenken könntest du in der Tat etwas sparen. Z.B. Statt 21 ° nur 20° macht ca 5% Heizkosten aus
soll das jetzt heißen, ich kann energie sparen, wenn ich die temperatur permanent auf 1K weniger heize, aber nicht, wenn ich sie in intervallen um 5 k weniger heize?
und empfiehlst du mir jetzt (ich hoffe, das "du" ist ok), die temperatur nachts, oder wenn ich nicht da bin, trotzdem nicht abzusenken?
macht es mehr sinn, in meiner fiktiven garage die stromheizung permanent laufen zu lassen, obwohl ich nur am wochenende mal an meinem porsche rumschraube (der ist leider auch fiktiv).
ich glaub, ich verstehe deinen standpunkt. aber ich denke, es kommt auf den grad der dämmung und auf die speichermassen des gebäudes an. also alles weitere in der annahme, dass mein haus so wenig speichermasse und so wenig wärmedämmung hat, dass es sich lohnt...

Hausdoc schrieb:
Ich versteh nicht, warum man blauäugig ohne derartige Kenntnis einen Mietvertrag unterschreibt - um anschließend zu jammern weil die Energiekosten so hoch sind.
Wenn eine verminderte Miete die Heizmehrkosten auffängt, wär das ja noch OK
wer jammert denn? und wer sagt denn, dass ich blauäugig und ohne die kenntnis unterschrieben habe?
ich wusste vorher, dass das gebäude schlecht gedämmt ist und die miete ist dementsprechend ok.

ist bei dem "...und das obwohl" etwas verloren gegangen?
 
Hausdoc

Hausdoc

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nickoh schrieb:
ich kann energie sparen, wenn ich die temperatur permanent auf 1K weniger heize, aber nicht, wenn ich sie in intervallen um 5 k weniger heize?

Exakt.
Warum?
Wenn du nach Absenkung wieder normal heizt ist ringsrum das Bauwerk kalt. Eh du Behaglichkeit verspürst müsstest du 2-3 ° über die eigentlich angedachte Temperatur heizen. Was du vorher mit der Absenkung gespart hast, vernichtest du hier doppelt...

Es kommt noch ein 2. Punkt hinzu , den man beachten sollte.
Wenn man zuwenig heizt unterschreitet man an den Außenwänden vermehrt den Taupunkt. Die in der Raumluft gebundene Feuchte kondensiert hier und durch die ständiche Feuchte entsteht Schimmel .
Zudem verliert ein feuchtes Mauerwerk seine wärmedämmende Eigenschaft. Ergo braucht man mehr Heizenergie, als wenn man über einem Minestniveau ( das sind meist 17-18°) heizt.

nickoh schrieb:
ich wusste vorher, dass das gebäude schlecht gedämmt ist und die miete ist dementsprechend ok.
Ok....

Ich möchte dich nur davor bewahren , eine Menge Geld für "Schnickschnack" auszugeben, welcher Heizkosteneinsparung einfach nicht hält, obwohl in Werbematerial versprochen.
Stifte dieses Geld lieber in sinnvollere Maßnahmen.
 
Wolfhaus

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nickoh... ja das mit der App ist eine tolle Sache, leider ist die App nicht vollständig, es fehlt die Funktion in den Zeiten der Heizungsabstellung / Absenkung die Außentemperatur des Wetters an die Innentemperatur des Hauses anzugleichen. Warte bitte bis dieser Mangel behoben ist, dann aber sofort anschaffen.
 

Pfälzer

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Hi.

Kurzes Beispiel, gerade seit Gestern hier "ausprobiert".

Wir waren 14 Tage im Urlaub, ich wollte die notwendige Wiederaufheizzeit meines EFH ( Bj. 2009, NEH mit insgesamt 170m² Wf. und Holzständerbauweise, Dämmung mit 14cm Steinwolle und 12cm Polystyrol, Dachdämmung 20cm Steinwolle plus 6cm HFP, 3-fachverglaste Fenster ) mal selbst erleben... deshalb hatte ich die Heizung auf "Nacht" gestellt und 17°C vorgegeben. Die Ausentemperaturen hier lagen zwischen 17 und 5 Grad.

Seit gestern Abend um 22:00 läuft die Anlage auf "Tag" mit 21,5°C vorgabe. Die VL-Temperatur liegt bei etwa 60°, die Heizkörper sind kaum anzufassen... die Lufttemperaturen in den Zimmern waren nach ca. 2h soweit o.k., aber um sich auf die (saukalte) Ledercouch zu setzen musste man selbst heute Morgen um 9 noch ne Decke drunterpacken. Die Fliesenböden sind auch noch unangenehm kalt. Die Gastherme ballert schon seit Stunden mit max. Leistung...

Ich wusste ja schon im vorraus das es länger "kalt" sein würde, hätte den Efekt aber nicht so stark eingeschätzt. Energietechnisch sicherlich ne Nullnummer ( oder sogar noch ein Drauflegen...), fazit:

Wie früher die Heizung bei 20° durchlaufen lassen.

Grüße,

Klaus

(der jetzt den Holzofen anwirft... :)) )
 

alleseasy

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Pfälzer schrieb:
Kurzes Beispiel, gerade seit Gestern hier "ausprobiert".... Energietechnisch sicherlich ne Nullnummer ( oder sogar noch ein Drauflegen...), fazit: Wie früher die Heizung bei 20° durchlaufen lassen.
Ich glaube nicht, dass du hier draufgelegt hast. 14 Tage sind schon eine lange Zeit. Um ein wirklich aussagekräftiges Fazit ziehen zu können, hättest du den Verbrauch vor, während und nach deinem Urlaub erfassen müssen.

Wir machen das bei einem Ferienhaus. Beispiel von Dezember 2014:

Durchschnittlicher Verbrauch während der Abwesenheit (Raumtemperatur 15°) 84 kWh pro Tag
Verbrauch während der 40-stündigen Aufheizphase 340 kWh
Durchschnittler Verbrach nach Ende der Aufheizphase (Raumtemperatur 23°) 156 kWh pro Tag

Pro Tag Abwesenheit beträgt die Ersparnis 72 kWh (156 - 84). Bei einer fünftägigen Abwesenheit sind das 360 kWh. Dazu kommen die 340 kWh der Aufheizphase. Macht zusammen 700 kWh und nach knapp einer Woche ist es wieder warm.
Wäre in dieser Woche mit 156 kWh pro Tag durchgeheizt worden, wären insgesamt 1092 kWh verbraucht worden.
Fazit: Bei uns lohnt sich das schon ab einer Woche.
 

Pfälzer

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Hi.

...das mag ja sein, aber darum ginges mir nicht. Klar könnte ich mit App-was-auch immer Gedöns oder Schwiegermama-net die Heizung 2 Tage vor Rückkehr wieder hochfahren.
Aber für die 3 Wochen im Jahr lohnt das nicht.

Ich wollte damit eigentlich eher aufzeigen das das TÄGLICHE starke Absenken und Hochfahren nichts bringt und dazu noch unkomfortabel ist. Wie du ja auch schreibst, es dauert ewig um wieder auf Normalniveau zu kommen.

grüße,

Klaus
 

alleseasy

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Pfälzer schrieb:
Ich wollte damit eigentlich eher aufzeigen das das TÄGLICHE starke Absenken und Hochfahren nichts bringt
Da stimme ich dir zu. Aber dein Beispiel mit dem 14-tägigen Urlaub ist dafür dann natürlich eher nicht ganz so gut gewählt.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Testen Sie das mit einer Absenkung von 17 bzw. 18 Grad, Sie werden erkennen das die Einsparung zwar geringer ausfällt aber der höhere Verbrauch in der Aufheizphase wesentlich geringer ist, damit kann dann bei einer längeren Abwesenheit gespart werden, Versuche täglich zu stark abzusenken (15 Grad) erhöhen dagegen den Verbrauch, zeigt sich rechnerisch und habe ich selbstverständlich auch in der Praxis getestet und bestätigt erhalten.
 

alleseasy

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Wir sparen doch jetzt schon über 30% bei einer nur einwöchigen Abwesenheit. Die Aufheizphase aus obigem Beispiel fiel dazu auch noch die kälteste Zeit mit Tiefsttemperaturen weit unter Null Grad, während es die Wochen zuvor deutlich "wärmer" war.

Ich denke aber, dass es nahezu unmöglich ist, das in der Praxis 100%ig zuverlässig zu testen, weil dafür während des Testzeitraums konstante Temperaturen herrschen müssten. Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass die Absenkung um so stärker ausfallen darf, je länger die Abwesenheit ist. Nachtabsenkung um 2 - 3 Grad, bei ein bis zwei Wochen Abwesenheit Absenkung auf 15 Grad, bei noch längerer Abwesenheit auch bis auf 12 Grad. Oder würden Sie ein Ferienhaus, in dem Sie nur im Februar eine Woche verbringen wollen, den ganzen Winter lang auf 17 Grad heizen? (Das soll jetzt nur ein extremes Beispiel sein)
 

Pfälzer

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Hi.

je nach der dort herschenden Luftfeuchtigkeit ja ( die 17°C ). Ich habe in meiner Laufbahn als Zimmerer mehr als eine Wohnung mit Feuchteschäden gesehen - gerade auch bei selten genutzten Gebäuden. Das ging immer solange gut bis die Gebäude (teil)renoviert wurden. Da gabs dann dichte Fenster und im nächsten Frühjahr rochs dann "komisch"... Bei manchen Gebäuden muss man die Heizkosten auch als Investition zum werterhalt sehen.

Grüße,

Klaus
 

alleseasy

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Pfälzer schrieb:
je nach der dort herschenden Luftfeuchtigkeit ja
Aber wo soll denn die Luftfeuchtigkeit in einem leerstehenden Haus herkommen?

Und ist es bzgl. Schimmelbildung nicht viel mehr entscheidend, wie gross die Differenz zwischen der Lufttemperatur und der Temperatur der Aussenwände ist?
 

Pfälzer

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Hi.

Undichte Kellerwände, Fundamente ohne Sperren, falsch eingebaute Fenster(rahmen), Zimmerpflanzen ( ja, auch das gibt es... die Nachbarn hatten über Winter die Vorgartentöpfe in den Flur gestellt, war ja von Dezember bis Februar eh keiner da... ;) )

Ich schrieb ja auch "kann"... bei einem einwandfreien Baukörper wird sowas narürlich eher selten auftreten - da kann man die Temperatur auf längere Zeiträume schon absenken - allerdings hatte ich da auch schon gesehen das der Innenputz Risse bekam ( Opa verstorben, Haus stand leer und wurde nur wenig über Frostschutz beheizt ) - Ausdehnung ist da ein Thema... normalerweise wird das ganze Material ja bei >10°C eingebaut und passt sich dementsprechend an.

Grüße,

Klaus
 
Wolfhaus

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Und ist es bzgl. Schimmelbildung nicht viel mehr entscheidend, wie gross die Differenz zwischen der Lufttemperatur und der Temperatur der Aussenwände ist? Nein sondern von der Innentemperatur und der bestehenden Luftfeuchte, das nennt sich Taupunkt und mit sinkender Innentemperatur steigt die Gefahr in den Bereich Taupunkt zu kommen, bei 15 bis 16 Grad Innentemperatur beginnt das an den Wänden und meistens in den Ecken, sehen kann man noch nichts, messen ja. Nach 3 Jahren sind dann die Wände durchseucht und die Schimmelbildung wird sichtbar mit allen Folgen. alles easy oder?
 

Pfälzer

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Hi.

...ja' gerne auch bei "modernen" Gebäuden in der Installationsebene :)
Da wird dann die tolle neue Leichtbau-GKP-Wand vor die dampfdichte Aussenwand gesetzt und mit diffusionsoffenen Ökofarben gestrichen ( z.b. Wandverkleidete Einbauten auch in Küchen ) und dann wandert der Taupunkt gerade so in den Zwischenraum - lecker... Davon hab ich schon mehrere ausgebaut. 2 davon in noblen Ferienhäusern am Bodensee - war aber sicher nur Zufall das es in der einen Bude saukalt war.

Grüße,

Klaus
 

alleseasy

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Oh, ich dachte immer, dass es keine dummen Fragen gibt, sondern nur dumme Antworten. Aber vielleicht waren meine Fragen so saudumm, dass es unumgänglich war, meinen Post zu disliken ;( ;)

Wie auch immer,soweit ich weiss, ist der Taupunkt die Temperatur eines Gegenstands, bei der die in der Umgebungsluft enthaltene Feuchtigkeit an diesem Gegenstand kondensiert. Daher ist der Taupunkt zwar von der Innentemperatur und der bestehenden Luftfeuchte abhängig, aber wenn die Temperatur der Wände über dem Taupunkt liegt, kommt es auch nicht zur Kondesation. Wenn bei gleichbleibender Luftfeuchtigkeit die Innentemperatur sinkt, sinkt auch der Taupunkt. Falls ich falsch liege, erklärt es mir bitte so, dass ich es verstehe. Ich lerne gerne dazu.

Wegen meiner Frage, wo die Luftfeuchtigkeit in einem leerstehenden Haus herkommen soll: Pfälzer, du schreibst von "Undichten Kellerwänden, Fundamenten ohne Sperren, falsch eingebauten Fenster(rahmen), Zimmerpflanzen".
Ok, die Zimmerpflanzen verstehe ich. Aber kannst du mir die anderen Punkte bitte genauer erklären? Was sind undichte Kellerwände oder inwiefern können Fenster falsch eingebaut werden?
 
Wolfhaus

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Die Außenluft ist meistens feuchter als die Innenluft hier findet immer ein Ausgleich zur Innenluft statt, so dicht ist kein Bauwerk. Dazu brauchen keine Fenster oder Türen geöffnet werden, das wird nur durch die erhöhte Innentemperatur verhindert. Habe aktuell 5,3 Grad Außen bei 83% Luftfeuchte Taupunkt ist überschritten, Innen 21,9 Grad 46% Luftfeuchte Taupunkt tritt bei 9,8 Grad ein und mit sinkender Innentemperatur fällt der Taupunkt, Ihre Ausführungen dazu sind ok. Leider wird der Taupunkt bei sinkenden Temperaturen schneller erreicht als das sich mancher vorstellt. Und nur das verhindert das abstellen der Heizung, neben dem erhöhten Verbrauch beim hochfahren der Heizung, denn es gilt; Ek = ½ m * v² bedeutet beim hochfahren wird die Energiemenge zum Quadrat benötigt und das ist heftig. Ich kann hier keine dummen Antworten sehen aber dummen Meinungen, leider.
 
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