WGB 35 auf Flüssiggas zündet nach Wartung nicht zuverlässig

Diskutiere WGB 35 auf Flüssiggas zündet nach Wartung nicht zuverlässig im Brötje Forum im Bereich Heizungshersteller; Halli Hallo, ich habe vor zwei Jahren ein Zweifamilienhaus gekauft in dem eine WGB 35 Ecotherm Plus an einem Flüssiggastank betrieben wird. Die...

Der_Zyndfunke

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Halli Hallo,

ich habe vor zwei Jahren ein Zweifamilienhaus gekauft in dem eine WGB 35 Ecotherm Plus an einem Flüssiggastank betrieben wird.
Die Heizung läuft in der Regel nur im Winter, da im Sommer das Brauchwasser über Solarthermie warm wird.

Seit dem Kauf trat sporadisch, aber immerhin selten eine Brennerstörung auf. Fehlercode 4 blinkend, mit roter Leuchte.
Aufgrund der Seltenheit hatte ich das nicht weiter verfolgt.

Nun wurde aber im Januar plötzlich keine Flammenmeldung mehr rausgegeben, weshalb ich den Heizungstechniker gerufen habe.
Ich hab am Telefon den Fehler beschrieben, tippte schon auf die Ionisationselektrode um bat um eine große Wartung, da die Elektroden da ja sowieso getauscht werden.

Zwei Tage später war dann auch der Elektrodensatz für den Flüssiggasbetrieb beim Techniker und es kamen zwei Monteure vorbei die 2-3 Stunden Wartung machten.
Das machte mich schon etwas stutzig, ich komme als Mechatroniker selbst aus dem Bereich Wartung/Instandhaltung und fahre zu Kunden aus der Windkraft.
Naja, aus dem Grund war ich an dem Tag der Wartung auch nicht da. Jedoch bat ich darum mir die ausgebauten Teile dazulassen.
Die Ionisationselektrode war abgebrochen, so das gut 4cm fehlten. Dichtungen wurden auch getauscht und der Wärmetauscher wohl durchgespült.
Einen Servicebericht gab es leider nicht. Evtl. ist das bei Heizungsmonteuren nicht üblich?

Jedenfalls war die Flammrückmeldung seitdem wieder da.
Nur teilten mir dann meine Mitbewohner mit das die Heizung seitdem regelmäßig auf Störung geht.
Wieder Brennerstörung 4 blinkend und rote Leuchte. Das kam immer öfter vor.

Ich habe mir das ganze nunmal angesehen:

Es gibt Probleme beim zünden. Der Zündfunkte ist da, die Elektroden korrekt eingestellt und irgendwann zündet die Flamme dann auch.
Das Flammbild ist blau.
Wenn die Heizung ausschaltet und zum nächsten heizen anlaufen will, braucht es 2-3 Anläufe bis die Flamme endlich zündet.
Teilweise auch mehr als 3 Anläufe, was dann auf eine Brennerstörung rausläuft.
Den Siphon habe ich auch gereinigt. Da waren die Jungs definitiv nicht dran.
Den Unterdruckschlauch zum Gasventil hab ich auch auf Dichtigkeit kontrolliert.
Während die Heizung versucht zu zünden schaltet es auch hörbar.

Was mich sehr stutzig macht sind die Messwerte die mir die Monteure dagelassen haben.
Laut Brötje-Anleitung zum Umbau auf Flüssiggasbetrieb soll der gemessene co²-Gehalt 11,5% betragen.
Mein Gedanke nun: Zu wenig Gas, daher unzuverlässige Flammenbildung.
Dem Heizungsbetrieb traue ich nicht mehr wirklich über den Weg, weshalb ich den Fehler wenn möglich selbst lokalisieren will.
Die Reparatur bzw. Einstellung kann dann von mir aus ein anderer Betrieb vornehmen.







 
tricotrac

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Fachlich geschultes Personal :D Auf dem Messzettel steht "Erdgas" ! Dort muss "Flüssiggas" stehen. Hat somit keine Aussagekraft !
 
ThW

ThW

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Und selbst wenn...die Werte passen nicht 8|

LG ThW
 

Der_Zyndfunke

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Yep, das machte auch auf mich gleich einen sehr kompetenten Eindruck. Nicht.
Zumal auf der Rechnung noch gesondert ein "Messkoffereinsatz" abgerechnet wurde.

Nachdem die Heizung gerade auf ein paar Minuten bis zum erreichen der Solltemp. im Warmwasserbetrieb lief, zündet sie nun nicht mehr. Funke vorhanden.

Eben hab ich noch einen Riss entdeckt. Sollte ich mir da Gedanken machen? ?(



Habe gerade bei der Heizungsfirma angerufen und das Problem geschildert. Morgen Mittag guckt sich jemand das Problem an.
 
GreenRabbit

GreenRabbit

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Hi!
Der "Riss" in der internen Feuerraumisolierung ist nicht schlimm.........nur....ERDGAS.....und dann 7% CO2?
Also die Flüssiggasgeräte laufen so mit rund 10% CO2.......leider kann man mit der Aussage ERDGAS 7% CO2 gar nichts anfangen!
Mit 7% würden selbst Erdgasgeräte nicht korrekt starten! Flüssiggasgeräte mal gar nicht!

Bei den Flüssiggasgeräten ist es wichtig zu wissen, ob dort ein Metalfliessbrenner eingebaut ist oder ein "normaler" Lochbrenner!
Der Metalfaserbrenner benötigt einen anderen Dichtsatz! Mit dem falschen kommt trotz ggf. korrekter Zündung kein ausreichendes Ionisationssignal an!

-GR-
 
Hausdoc

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Wie lang ist die Flüssiggasleitung? Welchen Durchmesser hat sie?
 

Der_Zyndfunke

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@GreenRabbit : Ja der co²-Wert von 10,5% wird auch von Brötje für den Flüssiggasbetrieb vorgeschrieben. Ich hab keine Ahnung was der Ausdruck soll. Das Datum wurde handschriftlich geändert...
Verbaut ist ein Metallfliesbrenner. Das Ionisationssignal kommt an. Das Gas wird nur trotz Zündfunken garnicht erst gezündet.

@Hausdoc Die Flüssiggasleitung sollte ca. 15m lang sein. Außendurchmesser 18mm, sollte also ein 16er Innendurchmesser sein.

Gruß,
Tobias
 
GreenRabbit

GreenRabbit

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Hi!
Also wird die Firma nochmal kommen MÜSSEN um eine vernünftige Abgasmessung durchzuführen!
Dann denn CO² Wert in der KLEINLAST auf 10,5% einstellen und dat Ding wird rennen!

-GR-
 

Der_Zyndfunke

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So. Gerade war der Monteur für ca. 45min da.
Er hatte von Anfang an den Verdacht das der Wärmetauscher zu saß. Bei so alten Heizungen (bj. 2001) wäre das ein häufiges Problem, wobei meine noch etwas zu früh dran wäre.
Nachdem er die Elektrodenplatte etwas herrausgezogen hat, zündete der Brenner auch.
Kann meiner Meinung nach auch Zufall gewesen sein, das er gerade dann zündete.
(Nachdem ich ihn darauf hingewiesen habe das er aufpassen muss das die Zündelektroden nicht das Metallvlies berühren dürfen, da sonst der Funke abgeleitet wird.)
"Metallfliesbrenner? Oh tatsächlich. Da war wohl schonmal jemand dran."

Er hat nun den Wärmetauscher ausgebaut mit dem Hinweis das ich mal versuchen soll ihn mit einem Hochdruckreiniger frei zu machen.
Außerdem hat er mir seine Sprühpulle mit Spezialreiniger dagelassen.

Ein neuer Wärmetauscher soll um die 800€ kosten. Er würde aber erstmal versuchen das zu reinigen. Fragte auch ob ich einen Hochdruckreiniger da hätte.
Morgen will er nochmal vorbeikommen um zu gucken ob die Reinigungsversuche was gebracht haben.
Ich werd gleich bei mir in die Firma fahren und unseren industriellen Hochdruckreiniger mal reinhalten. Die Kesselisolierung hat er vorher rausgenommen.

Zu den Messwerten meinte er, das die vorgeschriebenen 10,5% co² garnicht erreicht werden können, wenn die Abgase durch den verstopften Wärmetauscher nicht abziehen können.

Was meint ihr dazu?
Mir stellen sich bei den Kosten schon wieder die Nackenhaare auf. :cursing:











Gruß,
Tobias
 
GreenRabbit

GreenRabbit

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Hi!
Hm......also die Wärmetauscher der ersten WGB Serie hatten eigentlich das Problem der Abgasseitigen Verstopfung nicht......prinzipiell hat er recht, dass es schwierig wird, bei einer tatsächlichen Verstopfung den CO² Wert eingestellt zu bekommen......allerdings nur, weil dann ein Flammenabriss statt findet!
Am einfachsten das Gerät in Volllast bringen und die Gasmenge am Gaszähler in einer Minute ablesen! Hier solltest du rund 60-70 l/min an Durchsatz haben (so grob!)......liegst du arg drunter, also sagen wir mal unter 50l/min, dann kann es sein, dass sich der CO² Wert nicht mehr richtig einstellen lässt......wobei......du hast ja Flüssiggas......also wohl keinen Zähler?
Ggf. kann man als grobe Richtlinie den Gegendruck des Wärmetauschers in der Vorbelüftung messen.......hier sollten 1,5mbar nicht überstiegen werden!

-GR-
 

Der_Zyndfunke

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Danke für deine Rückmeldung!

Ja, einen Gaszähler hab ich leider nicht.
Der Wärmetauscher saß schon ziemlich zu. Der wurde bei der Wartung zum spülen scheinbar nicht ausgebaut, sondern nur Brennerseitig gespült.
Ich nehme an das sich ein Teil des gelösten Drecks zwischen den Alustäben eingenistet hat.

Habe ihn eben mit dem Kesselreiniger, den mir der Monteur dagelassen hat eingesprüht, einwirken lassen und dann mit 10bar Wasser/Dampf reingehalten.
Hab das ganze so drei mal wiederholt und dann zum Schluss mit Wasser gut durchgespült.
Es kam gut was raus, aber es sind immer noch einige Flocken zwischen den Alustäben. Allerdings kann man jetzt wieder relativ gut das Licht durch das Stablabyrinth durchschimmern sehen.
Damit sollte die Heizung zumindest erstmal wieder zuverlässig anspringen. Wie lange das hält bleibt abzuwarten.
Ich kann mich auch irgendwie nicht mit dem Gedanken anfreunden nochmal 800€ in ein 14 Jahre altes Brennwertgerät zu stecken.

Gruß,
Tobi
 

Der_Zyndfunke

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Kurzer Zwischenstand:

Der Monteur wurde heute zwischen 13-14 Uhr angekündigt. Wer kam? Niemand.
Auf Nachfrage meinte der Chef man hätte versucht mich anzurufen, was aber offensichtlich nicht stimmen kann.
Jetzt soll morgen um kurz vor 8.00 Uhr jemand vorbei kommen.

Gruß,
Tobi
 
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