Welches Heizsystem?

Diskutiere Welches Heizsystem? im Off Topic Forum im Bereich Off Topic; Hallo miteinander, ich habe mich gerade hier angemeldet, in der Hoffnung, dass mir hier jemand vielleicht einen Tipp geben kann. Mein Mann und...

nena

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Hallo miteinander,

ich habe mich gerade hier angemeldet, in der Hoffnung, dass mir hier jemand vielleicht einen Tipp geben kann.
Mein Mann und ich sind gerade dabei ein Haus zu kaufen; wenn wir ehrlich sind, sogar unser Traumhaus :love: , wenn da nicht....ja, wenn da nicht das Heizungsproblem wäre.
Das Haus ist von 1983 und hat eine elektr. Fußbodenheizung. Es sind 144 m² Wohnfläche, voll unterkellert. Die Verkäufer haben jährliche Stromkosten von ca. 4000-4500 € (nur für die Heizung) =O .
So kann es nicht bleiben!

Ich habe leider gar keine Ahnung von der Materie- fühle mich total überfordert und wüsste nicht einmal, an wen ich mich wenden könnte, der nicht sofort seinen eigenen Profit aus der Sache ziehen will...

Hat hier irgendeiner einen Vorschlag, was wir nun am sinnvollsten machen können? Welche Gesamtkosten würden bei einer komplett neuen Heizung auf uns zukommen und an wen wendet man sich denn in solch einer Situation am besten?

Ich danke schonmal für eure Hilfe

Viele Grüße
nena
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das wirtschaftlichste Heizsystem ist Gasbrennwert.
Falls der Gasanschlus ein Problem wäre kann man problemlos einen Flüssiggastank (auch unterirdisch) verwenden.
Damit man für die Leitungsverlegung nicht das ganze Haus aufreissen muss, kann man Heizleitungen in entsprechenden Sockelleisten verlegen.
Daran werden dann normale Heizkörper angeschlossen.


Binnen weniger Tage hat man dann ohne "Großbaustelle" ein wirtschaftliches, preiswertes und vollwertiges Heizsystem

Laß dir auf Basis dieser Infos Angebote einholen.
 

Stone

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Hallo. Was wünscht ihr euch denn? Wie weit könnt und wollt ihr was aufreisen? Was könnt ihr euch vorstellen mit was geheizt werden soll? Also Gas, Öl, etc.
Wieviel Platz habt ihr für eine Heizung. Wo ist eure absolute Obergrenze?
Ich persönlich würde eine Gasbrennwertheizung nehmen. Was Heizkörper betrifft so ist ein Einbau nicht so schwierig. Wandheizung wäre auch gut machbar.
Aber wenn ihr sagt egal das Haus wird eh erstmal eine Baustelle, dann könnte man auch die Fussbodenheizung austauschen. Möglich ist letztlich alles.
Die billigste Methode sind Heizkörper dessen Rohrleitungen als Sockelleisten verlegt werden.
Wie wird die Warmwasserbereitung erledigt?
Also fragen über fragen.
 
tricotrac

tricotrac

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Elektroheizung ist die mit Abstand teuerste Art ein Gebäude zu beheizen. Wenn die Fußböden drin bleiben sollen, diese alle vom Fachbetrieb abklemmen lassen. Ruft euch den Bezirksbevollmächtigten (früher : Bezirksschornsteinfegermeister) dorthin um nach Möglichkeiten einer Abgasanlage zu suchen. Meine Empfehlung ist der Einbau von Heizkörpern in den einzelnen Räumen in Verbindung mit einem Gasbrennwertgerät. Beim Energieversorger nachfragen ob Erdgasversorgung in der Straße besteht. Alternativ gibt es Flüssiggas aus dem Tank.
Werden die Fußböden herausgerissen, so kann man über den Einbau einer Fußbodenheizung nachdenken. Letztendlich entscheidet aber das Gefühl zwischen Daumen und Zeigefinger !
 

nena

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Oh vielen Dank für die schnellen Antworten :)
Also...: Ein Gasanschluss besteht leider nicht, das letzte Haus, was angeschlossen ist, liegt ca. 200 m weiter.
Außer der Heizung ist nichts sanierungsbedürftig, sprich, Böden etc. bleiben alles, wie es ist.
Daher möchte ich auch nicht alles rausreißen müssen.
Wir möchten im Prinzip eine "günstige" Lösung, egal, ob Öl, Gas, oder oder oder....nur energiesparend als Strom sollte es sein ;-).
Platz (für Öltank o.ä.) ist genug vorhanden.
Mit den Rohren hinter der Sockelleiste finde ich schon mal eine gute Idee.

Könnt ihr mir sagen, was da ungefähr an Kosten auf einen zukommen würden (also mit sämtlichen Heizkörpern etc.)- wie gesagt, ich kenne mich null aus...

Vielen Dank :)
 
tricotrac

tricotrac

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Dann bleibt als Brennstoff das Flüssiggas im Tank. "Stone" fragte schon nach der Art der jetzigen Warmwasserbereitung. Die Kosten für diese Umbaumaßnahmen sind schwierig zu beziffern. Es muss eine Heizlastberechnung durchgeführt werden. Tank zur Miete oder im Eigentum ? Lasst euch Angebote von mehreren SHK-Betrieben machen die auch die spätere Betreuung der Technik durchführen und sich mit den angebotenen Geräten auskennen.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Wie gesagt: Angebot erstellen lassen.
Die Technik im "Heizraum" dürfte unter 10 000€ kommen.
Dann kommt noch die Verrohrung sowie Heizkörper....
Die Sache Flüssiggastank ist oft eine eigene Sache.
Manche Heizungsbetriebe sind da etwas hilflos.
Bei Flüssigggas gibt es Miettanks, wo du ewig an einen bestimten Gaslieferanten gebunden bist und deutlich höhere Gaspreise zahlen musst.
Die deutlich bessere Variante ist der Eigentumstank. Hier Kaufst du (bei einem Flüssiggasanbieter) einen Tank . Du kannst diesen Tank zu günstigen Preisen befüllen lassen, von wem du möchtest.
Ein 1,2 to Tank (ca 2000l) kostet ca 2500€ - in etwa genau so viel wie ein herkömmlicher Gasanschluss.

Bei diesem Thema (Flüssiggasanlage) kann ich dir behilflich sein - vor allen weil es immer noch unseriöse Miettankkonzerne gibt, die in die Suppe spucken wollen.
In wecher Gegend befindet sich denn dieses Haus?
 
mad-mike

mad-mike

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Man kann ja mal mit einem Installateur sprechen. Vor einiger Zeit hatten wir auch das Problem Gasversorgung. Da haben die Versorger dann ein Angebot gemacht für 100 m Versorgungsleitung... Das hat Dann irgendwo das 3fache eines Hausanschlusses gekostet.

#Edit: Habe gerade die 2500 Euro fürn Hausanschluss gelesen. Davon sind wir hier etwas entfernt. Hier kostet der um die 1800 Euro...
 
tricotrac

tricotrac

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#post114251']#Edit: Habe gerade die 2500 Euro fürn Hausanschluss gelesen. Davon sind wir hier etwas entfernt. Hier kostet der um die 1800 Euro...[/quote]

Die Preise für die Herstellung der Hausanschlüsse variiert regional recht stark. Das ist abhängig mit wie viel Aufwand dieser Anschluss an das Erdgasnetz herzustellen ist und welche zusätzlichen Maßnahmen vom Gasversorger gefordert werden. Hier im Ruhrpott leben wir auf einer Art "Schweizer Käse" mit vielen unbekannten Löchern aus der Bergbauzeit. Deshalb muss in jeden neu verlegten Gasanschluss zwischen Gasdruckregler und Gaszähler ein Panzerschlauch eingebaut sein um einen möglichen Versatz ausgleichen zu können.
 

nena

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Also das Wasser wird im Keller über einen Kessel erwärmt, auch wieder mit Strom. Ich hoffe, ihr wisst was ich meine, weil ich keine Ahnung habe, wie man das bezeichnet.
Das Haus steht am Niederrhein.
Was ist mit Alternativen zu Gas?
 
Hausdoc

Hausdoc

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nena schrieb:
Was ist mit Alternativen zu Gas?
Öl....
Teurer (als Gas) in Anschafung und Unterhalt.

Alle anderen Möglichkeiten scheiden eigentlich aus.
Pellet sehr teuer in Anschaffung - keine (!) automatische Heizung
Für Wärmepumpen gibts keine geeigneten Heizflächen (Fußbodenheizung) - zudem in der Anschaffung mindestens (!) 3 x so teuer wie Gas.
 

Icecold

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Bei uns haben die Stadtwerke einen Energieberater.
Der gibt kostenlos Auskunft.
Dann wäre noch die Möglichkeit sich an einen Energieberater zu wenden.
Der kann einen dann auch noch sagen, wo und wie man an Zuschüsse kommt.
Problem: Den richtigen zu finden ist schwer.
Dann beachten, dass der Begriff: "Energieberater" nicht geschützt ist.
Er sollte Anträge für Zuschüsse stellen dürfen.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Icecold schrieb:
Bei uns haben die Stadtwerke einen Energieberater.
Der gibt kostenlos Auskunft.
Da ist anzumerken, daß er Angestellter eines Energieversorgers ist.

Er hat also kein interesse daran eine Flüssiggasanlage in Betracht zu ziehen , obwohl ggf die allerwirtschaftlichste Lösung.

Auch der Laie selbst kann überschlägig Berechnungen aufstellen, wie es Energieberater tun.
Stichwort : Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Hierbei werden die Anschaffungskosten + Egergiekosten über 15 Jahre + geschätze Wartungs und Reparaturkosten ( hier hilft ggf der Heizungsfachmann vor Ort) der einzelnen Heizungssysteme gegenübergestellt.
 

Schmitt

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Hausdoc schrieb:
Öl....
Teurer (als Gas) in Anschafung und Unterhalt.
Warum ist, deiner Meinung nach, für diesen Fall Öl teurer als Gas?

Die Anschaffung eines Öl oder Gas Energierzeugers hält sich die Waage ebenso der Unterhalt.

Vorteil von Heizöl ist die Wahlfreiheit des Lieferanten.

M;fG. Schmitt
 
Hausdoc

Hausdoc

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Schmitt schrieb:
Warum ist, deiner Meinung nach, für diesen Fall Öl teurer als Gas?

Die Anschaffung eines Öl oder Gas Energierzeugers hält sich die Waage ebenso der Unterhalt.

Vorteil von Heizöl ist die Wahlfreiheit des Lieferanten.
Hallo,
Ein Ölbrennwertkessel ( ab ca 4500€) ist etwas teurer in der Anschaffung wie eine Gas Brennwerttherme ( ab ca 3000€)
Die Wartung ist auch geringfügig aufwändiger. So eine Wartung dauert bei mir ca 1h länger als bei Gas (Mehraufwand Kesselreinigung, Brennereinstellung , Ölfiltereinsatztausch, Überprüfung Ölversorgung incl Grenzwertgeber)
Bei der Wahlfreiheit des Lieferanten besteht zwischen Öl und Flüssiggas (beim Eigentumstank) kein Unterschied. Lt TO ist der Erdgasanschluss 200m vom Haus entfernt.
 

Totti69

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Da bin ich mit Hausdoc einer Meinung. Das Ölgerät ist in der Anschaffung teurer,die Wartung ist aufwendiger und die Technik anfälliger. Wenn ich die Wahl hätte würde ich ein Gasbrennwertkompaktgerät einsetzen, das ist meiner Meinung nach die beste Lösung.
 

Schmitt

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Kosten eines Hausanschlusses.

Hausdoc schrieb:
Lt TO ist der Erdgasanschluss 200m vom Haus entfernt.
Und was kostet wohl der Anschluss?

Bei den Gesamtkosten müssen alle Kosten berücksichtigt werden und nicht nur einzelne Teile eines Gesamtsystems.

MfG. Schmitt
 

Totti69

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Genau,da muss man sich von den Energieversorger und vom Fach Handwerker Angebote einholen und dann alles zusammenrechnen. Mehrere Alternativen vergleichen und sich dann für eine Lösung entscheiden, anders wird das nichts. Manchmal hilft es auch Freude und Bekannte zu fragen aber da läuft man Gefahr zuviel unterschiedliche Meinungen zu bekommen.
Am Ende müsst ihr das selbst entscheiden aber das ist halt ein bisschen Zeitaufwendig lohnt sich am Ende aber sicher. Gruß Totti
 
mad-mike

mad-mike

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Es gibt auch den Bequemen weg. So wie in meinem Fall mussten die 100m Rohr verlegt werden. Soll heißen das sie sich informieren sollen zu den Kosten aber auch deren Vor und Nachteile. Einige wurden ja bereits genannt.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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dem Süden von Berlin
nena schrieb:
Ein Gasanschluss besteht leider nicht, das letzte Haus, was angeschlossen ist, liegt ca. 200 m weiter.
Antrag auf Gasanschluss mit Kostenangebot stellen. Da gibt es in den Bundesländern, abhängig vom Versorger unterschiedliche Berechnungen. Der eine beteiligt Sie an allen Kosten, andere nur an den Kosten für den eigentlichen Hausanschluss. Das kann auch für Sie günstig sein und später ärgern Sie sich das nicht angefragt wurde.

Hausdoc schrieb:
Das wirtschaftlichste Heizsystem ist Gasbrennwert.
Falls der Gasanschlus ein Problem wäre kann man problemlos einen Flüssiggastank (auch unterirdisch) verwenden.
Damit man für die Leitungsverlegung nicht das ganze Haus aufreissen muss, kann man Heizleitungen in entsprechenden Sockelleisten verlegen.
Daran werden dann normale Heizkörper angeschlossen.
Binnen weniger Tage hat man dann ohne "Großbaustelle" ein wirtschaftliches, preiswertes und vollwertiges Heizsystem
Dem ist nichts hinzuzufügen und ist auch meine Meinung.
 
Thema:

Welches Heizsystem?

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