Welchen Systemmanger braucht man?

Diskutiere Welchen Systemmanger braucht man? im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo, folgende Konstellation ist zur Zeit vorhanden - Warmwasserspeicher (800/180 L) - Gasbrennwerttherme (22 kW von Remeha) -...

Sculan

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Hallo,

folgende Konstellation ist zur Zeit vorhanden

- Warmwasserspeicher (800/180 L)
- Gasbrennwerttherme (22 kW von Remeha)
- Solarkollektoren (Ost-West je ein Feld, mit 3 Wege Ventil über Temperatur gesteuert und Regelung)
- Kaminofen wasserführend
- 2 Heizkreise (EG Fußbodenheizung, OG Heizkörper)
- Mischermotoren fehlen noch
- insgesamt somit zwei Heizkreispumpen, sowie drei Zubringerpumpen für die Wärmeträger Holz, Gas und Solar)

Unser Heizungsbauer hatte von Brummerhoop einen BCM.MM eingeplant, ist jetzt allerdings pleite und das einzige was an der Anlage noch fehlt ist der Manager bzw. die Zentralregelung.

Welches Gerät ist dafür notwendig bzw. zu empfehlen?

Mit Dank im Voraus
 
Hausdoc

Hausdoc

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Oje....

Warum plant man icht erst fertig und schraubt dann????


Die angebotene Regelung kann nur 2 Heizkreise bedienen - sonst nichts!


Welche Solarregelung ist vorhanden????


Prinzipiell verwende ich bei sowas Regelungen , deren Komponenten Busvernetzt sind (Buderus , Viessmann.....)

Als Beispiel Buderus.
2 x Solarregelung . 1 x für die Solaranlage selbst und 1 x für den Kaminofen . Hier kommt der Kollektorfühler in den Kaminofen und der Speicherfühler in den Puffer.
In die Pumpenleitung muss nur eine Rücklaufanhebung mit Regler ohne Hilfsenergie . Ich hoff das hast du.
Die einzelen Heizkreise werden über Mischermodule bedient. Die Brennwerttherme wird idealerweise über ein Bussignal oder 0-10V Signal angesteuert.

Nachdem nicht mal die basics für eine Regelung berücksichtigt wurden, vermute ich auch eine katastrophale Anlagenhydraulik.
 

Sculan

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Nur zur Info:

Die Anlage habe ich NICHT selbst gebaut. Das war eine Fachfirma, die aber vor Fertigstellung pleite ging. Ich versuche nur das jetzt halbwegs wieder in den Griff zu bekommen.

Solarregler ist ein TDC 3 von S-Power inklusive der Station (soweit ich das ersehen kann). Was mir dazu einfällt: Die Pumpe in der Station hat angeblich eine Förderhöhe von 5,7 m. Die Station ist aber rund 11 Höhenmeter von den Kollektoren entfernt? Passt das so zusammen? Ich meine nämlich nicht... Im Moment hat der Kollektor angeblich laut Fühler 140 ° C. Rücklauf ist aber nur bei rund 50 °C?

Ansonsten sitzt im Kaminofen ein Fühler, der ab 65 °C die Pumpe am Speicher startet. Die Gastherme selbst hat keine externen Fühler, soweit ich dass ersehen kann. Gasverbrauch war letztes Jahr (saniertes Haus in 2009, Baujahr 1930) bei rund 90 kWh/m² mit der Anlage im jetzigen Stand.

Beste Grüße
 
Hausdoc

Hausdoc

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Das mit der Restförderhöhe der Pumpe hat nichts mit der statischen Höhe zu tun.
Etwa 4 m reichen da meist. Wenn der Kollektor so Warm ist , der Puffer jedoch kalt, sollte der Glykolkreis nochmal gründlich gespült und entlüftet werden.

Bie Solarregelung ist grundsätzlich brauchbar, jedoch bietet sie nicht die Möglichkeit einer Kommunikation mit der Heizungsregelung.
Warum das sinnvoll ist??? Morgens um 6 heizt die Brennwerttherme den Warmwasserspeicher auf - und 2 Stunden später würde die Sonne kommen.......

Für den Kaminofen gibt es keinen 2 . Fühler oder Thermostaten im Puffer???
Ist im Kaminofen überhaupt eine thermische Ablaufsicherung und Sicherheitsventil vorhanden???

Welchen Puffer bzw Warmwasserspeicher hast du genau??( Hersteller/Typ)
Ggf auch den genauer Typ der Brennwerttherme.
 

Sculan

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Der Kaminofen hat eine integrierte thermische Sicherung bzw. ein Sicherheitsventil. Funktion hat der Kaminbauer beim Einbau überprüft. Der Ofen ist über das Sicherheitsventil an den Wasseranschluss (Kalt) des Hauses angeschlossen. Sollte die Kühlung nicht reichen, dann öffnet das Sicherheitsventil und steuert die Flüssigkeit in den Kanal ab. Sprich der Ofen wird mit Kaltwasser gespült. Der Ofen ist ein Caron Aqua.

Glykolkreis wurde vor ein paar Wochen neu befüllt und entlüftet. Aktueller Druck liegt bei 5 bar laut Manometer, Pumpe steht auf maximaler Fördermenge (Stufe 3). Muss die evtl. niedriger eingestellt werden?

Brennwerttherme ist eine Remeha Avanta Plus 24 S mit 5,8 bis 22 kW. Über den Speicher weiss ich nur, dass es ein "Bruns Multifunktionsspeicher 750/180 l" ist. Hat anscheinend 3 Wärmezuleitungen, die jetzt auch alle belegt sind.

MfG
 
Hausdoc

Hausdoc

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Ich werd mir da was überlegen...

Gibt es ein Hydraulikschema???

Kannst du skizzieren wie der Pufferspeicher angeschlossen ist??

BTW Dieser Speicher hat gelegentlich eine Fremdstromanode - wurde die angeschlossen?????
 

Sculan

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Hydraulikplan gibt es leider keinen. Skizzieren wird gerade schwierig, ich kann das höchstens verbal versuchen zu beschreiben.

Also der Speicher hat einmal einen Vor und Rücklauf für den Kaminofen, dann noch mal einen Vor und Rücklauf für die Solarthermie und für die Gastherme. Aus dem Speicher geht dann direkt der Vor und Rücklauf für Warmwasser ab. Außerdem über je zwei Stationen mit Manometern, Pumpe und dem Mischerventil (was wir im Moment noch von Hand immer auf die richtige Vorlauftemperatur einregeln) in die zwei Heizkreise. Einmal ist das die Fußboden-Heizung unten und der zweite ist der Kreis für die Heizkörper oben. Temperaturen der Vorläufe sind 35 °C bzw. 55 °C im Moment. Die Heizungspumpen standen immer auf voller Leistung, ich habe das dann vor ein paar Wochen so eingestellt, dass bei der FBH die Vorlauftemperatur 35 °C beträgt und die Rücklauftemperatur 28 °C. Oben entsprechend so, dass man 55 °C und 42 °C hat. Vorher liefen die immer mit fast identischer Vor und Rücklauftemperatur (ich nehme mal an, die Förderleistung der Pumpen war zu hoch eingestellt). Fühler der TDC 3 sind am Speicher und jeweils einer an den beiden Kollektoren (Vakuum, 5 m² pro Dachseite, 3-Wege Ventil mit Thermostatschalter, der Kollektor der am wärmsten wird speist ein). Weitere Pumpen außer den im Thread genannten kann ich nicht erkennen...

Liebe Grüße
 
Hausdoc

Hausdoc

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Mach bitte am besten Bilder von folgenden "Orten"

- Umgebung des 3 Wege Ventiles
- ggf von der Gesamtanlage bzw des Speichers allein
- - von der Solarleitung zwischen Puffer und Solarstation.

Du kannst die Bilder direkt oben in die Galerie einfügen und im Beitrag verlinken.
 

Sculan

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So, die Bilder.

Anderes Problem... noch dazu... die Solaranlage kommt vom Rücklauf her nicht mehr über 50 °C. Egal ob der Kollektor heute 140 °C oder 80 °C hatte... egal mit welcher Pumpeneinstellung, es war nicht mehr als 50 °C beim Rücklauf zu erreichen. Druck in der Anlage waren 4 - 5 Bar. Entlüftet wurde die Anlage vor 3 Wochen, als sie undicht war (Rohrleitung) und von einer anderen Firma neu befüllt wurde.
 
Hausdoc

Hausdoc

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50 ° Rücklauf ist doch in Ordnung!
Das kann sein daß die Solarpumpe getaktet ist....

Was allerdings fehlt ist der Thermosifon der Solarleitung . Fehlt er , kann es sein daß die Solarkollektoren den Puffer über Nacht entleeren können..
Der Sicherheitstemperaturbegrenzer für die Fußbodenheizung fehlt auch.
Das Glykol vom Sicherheitsventil leitet man eigentlich auch nicht in einer Getränkeflasche *g* aber das weißt du eh.
Wo ist das Ausdehnungsgefäß für den Puffer?? Das sollte um die 140l haben.

Zur Regelung sag ich dir seperat was....
 

Sculan

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Danke für die Antwort :D

Erm... logische Frage von mir: Wenn der Speicher intern auf 55 °C aufgeheizt wird und von der Solarthermie nur 50 °C zurückkommen, wird dem Speicher dann nicht Energie entzogen?
Wie sieht denn ein Thermosifon für die Anlage aus? Bisher kannte ich die nur als Art von Solarkollektor?

Sicherheitstemperaturbegrenzer für die Fußbodenheizung... erm... muss ich morgen mal schauen, wenn es im Raum wieder heller wird. Hab da noch das Licht nicht angeschlossen...

Wer sagt, dass diese Getränkeflasche von mir montiert wurde? Alles was man da sieht, ist der Stand, den die Firma hinterlassen hat.
Das Ausdehnungsgefäß für den Puffer habe ich wahrscheinlich nicht fotografiert. Dass sitzt auf dem Speicherbild auf der obersten Rohrleitung. Aber 140 l Volumen hat das nicht.

Verbaute Gefäße laut Auftrag sind:

- Membran-Ausdehnungsgefäß 80/1
- Membran-Ausdehnungsgefäß 18/4 für Brauchwasser
- Membran-Sicherheitsventil 1/2 " 10 bar
- MAG-Ausdehnungsgefäß 35 l für Solar

So langsam wirds bei mir dünn mit Anlagenwissen ...
 
Hausdoc

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Dann dürfte evtl der Solarfühler für den Puffer ungünstig plaziert sein.



Beim Thermosifon formt man aus Rohrleitungen nur einen Sifon von ca 80
cm Höhe welcher zwischen Solarstation und Puffer eingebaut wird.

Das läßt sich bei dir problemlos ändern.

Zum Ausdehnungsgefäß:
Ich habe 124 l errechnet. Somit dürfte das vorhandene 80l Gefäß zu klein sein.
Spontan aufgefallen ist es mir, weil ich bei der Puffergröße fast standartmäßig ein 140l Gefäß verwende.
 

Sculan

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Inwiefern ist der Solarfühler für den Puffer daran beteiligt? So gesehen müsste ja auch der Kollektorfühler schlecht platziert sein. Ich meine mich zu erinnern, dass im letzten Sommer, als die Anlage drauf kam, die Kollektoren bei rund 140 °C um die 80-90°C an Rücklauftemperatur erbracht haben (von den Thermometern abgelesen, die ja in der Solarstation sitzen). Oder sind die Kollektortemperaturen im Sommer und Winter nicht direkt zu vergleichen?
Wo müssten die Fühler denn korrekterweise sitzen? Evtl. kann ich morgen mal genauer nachsehen, wo sich die Fühler im Moment befinden.

Die Kollektoren sind Vakuum-Kollektoren von S-Power (30/3000; TPS inside-Kollektor) und wie gesagt zwei Stück. Ach so, der Wärmemengezähler vom TDC zeigt für die Zeit seit August 2010 im Übrigen 24000 kW/h an, was ich ihm aber nicht so ganz abkaufe...
 
Hausdoc

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Die Solarregelung schaltet die Pumpe so lange ein, wie einer der beiden Kollektorfühler Wärmer sind als die gemessene Puffertemperatur.

Wenn nun der Puffer tatsächlich wärmer ist als der gemessene Wert, ist eben der Fühler anders zu plazieren.
Diese eingebauten Wärmemengenzähöer sind sehr ungenau, weil es keinen Durchflußmesser gibt, der auch misst.

Hier wird nur eine Pi x Daumen Menge angenommen.
 

Sculan

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Denkfehler gefunden und gelöst... Der Vorlauf der Solarthermie stand ja bei 45 °C, was ja der Temperatur im Puffer entsprechen dürfte... so lange der Rücklauf dann mehr hat, ist ja alles in Ordnung... man kann auch auf dem Schlauch stehen...
 
Hausdoc

Hausdoc

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Trotzdem muss auf hydraulischer Seite einiges nachgebessert werden......
 

Sculan

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Zumindest der hydraulische Abgleich der FBH wurde gemacht... Ich wäre dir in jedem Fall dankbar, wenn du mir ein Liste erstellen könntest von den Sachen, die ich hier nachbessern muss bzw lassen muss. Als Informatiker ist das überhaupt nicht meine Materie :D Regelung... dass überlass ich wohl auch eher den Fachleuten (also in diesem Fall dir, sofern das keine zu großen Umstände macht).

Danke schon mal im Voraus. Bin auf jeden guten Rat angewiesen :(

MfG
 
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