Wechsel auf Pellets - Hargassner oder Viessmann

Diskutiere Wechsel auf Pellets - Hargassner oder Viessmann im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo! Nach ewiger Recherche komme zu dem Schluss, dass Leute mit Erfahrung - wie sie sich hier offensichtlich tummeln - wahrscheinlich am besten...

Nian

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Hallo!
Nach ewiger Recherche komme zu dem Schluss, dass Leute mit Erfahrung - wie sie sich hier offensichtlich tummeln - wahrscheinlich am besten helfen können. :)
Wir sind vor einem knappen Jahr in unser EFH gezogen und wollen dieses Jahr die alte Ölheizung erneuern.
Gas gibt es hier nicht und wegen normaler Heizkörper scheidet eine Wärmepumpe aus. Bei Pellets haben wir außerdem das beste Gewissen.
Uns liegen zwei Angebote vor, einmal über einen Hargassner NANO-PK 12 Lambda Touch (3,6-12 kW) mit Hargassner Hygiene-Schicht-Puffer HSP 825. Soll inklusive hydraulischem Abgleich und Entsorgung der alten Anlage mit Tanks 22.000 Euro netto kosten. Hier ist noch ein Gewebetank (Silo) enthalten, was aber wegfallen soll - stattdessen planen wir einen Lagerraum.
Das zweite Angebot umfasst das Viessmann Paket mit Vitoligno 300-C und Pufferspeicher Vitocell 100-E (600 Liter), ebenfalls mit hydraulischem Abgleich und Entsorgung der Altanlage. Dieses System soll 23.000 Euro netto kosten. Der jetzt angebotene Kessel bringt 6,0-18 kW, ich warte noch auf eine Überarbeitung des Angebots da ein kleinerer Kessel völlig reicht. Vermutlich werden wir dann bei einem identischen Endpreis der beiden Angebote liegen.

Es ist ein Satteldachhaus Baujahr 1994, freistehendes EFH ohne energetische Sanierung.
Wohnfläche etwa 120qm, zusätzlich nicht beheizter Keller, nicht ausgebauter Dachboden.
Beide Wohngeschosse mit normalen Heizkörpern, 3 Personen.
Bisheriger Heizöl-Verbrauch laut Vorbesitzern ca. 2.200-2.500 Liter im Jahr.

Meine Fragen sind:
Kann pauschal gesagt werden, ob das Hargassner oder das Viessmann-System besser / langlebiger / weniger fehleranfällig sind?
Was ist von einer Austragung per Maulwurf zu halten - dass er hin und wieder manuell umgesetzt werden müsste weiß ich. Damit könnten wir uns evtl. die Schräge im Lagerraum sparen und so mehr Lagerplatz gewinnen.
Ist ein Pufferspeicher mit 600 Litern wirklich ausreichend?
Alternativ zum Trinkwasserspeicher wurde zu dem Viessmann-System eine Brauchwasser-Wärmepumpe empfohlen, um im Sommer die Warmwasserbereitung zu übernhemen. Argument des Heizungsbauers: Dann kann man einzelne Komponenten austauschen wenn sie defekt sind. Was ist davon zu halten?

Vielen vielen Dank schon mal und einen schönen Abend!
 
Hausdoc

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Gas gibt es hier nicht
Das halte ich für ein Gerücht ;) Natürlich gibts das in unmittelbarer Nähe.
Kann pauschal gesagt werden, ob das Hargassner oder das Viessmann-System besser / langlebiger / weniger fehleranfällig sind?
Ich sag mal so: Alle außer den Österreichern sind zu doof Pelletkessel zu bauen.


Bei Pellets haben wir außerdem das beste Gewissen.
Du denkst dran, daß eine Pelletheizung keine vollautomatische Heizung ist?
 

Nian

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Zumindest in der Straße gibt es in unserem Ort kein Gas, wir wohnen auf dem Land. Einen Tank dafür wollen wir uns nicht in den Garten setzen.
Fröling und Co. bieten unsere lokalen Heizungsbauer leider nicht an ... Macht das denn wirklich einen so großen Unterschied?

Meinst du mit nicht vollautomatisch die notwendige Leerung des Aschebehälters? Das nehme ich gerne in Kauf. Die Beschickung an sich soll ja automatisiert laufen.

Ich kenne aus der Familie schon eine Pelletanlage und bin sehr angetan davon. Alleine schon der Duft im Vergleich zum Ölgestank! 🙃
 
Hausdoc

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Nian

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So lange es Alternativen gibt will ich keinen Gastank haben. Ich bin froh wenn wir wieder weg sind von fossilien Brennstoffen.
Das gelegentliche Lagerraum-Aussaugen ist kein Problem.

Bezüglich der Wahl zwischen Viessmann oder Hargassner würdest du also zu letzerem raten?
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Bezüglich PELLET-Anlage würde ICH zu folgendem raten:
- Kessel keinesfalls überdimensionieren, DAS Haus hat eine Heizlast von 6-8kW
- dito den Puffer, 300 Liter sind genug und auch noch handlich zu handhaben
- aus diesem heraus macht man Warmwasser per Frischwasserstation
- hydraulischer Abgleich Bedingung für richtigen Puffer-Betrieb
Bei DEM Baujahr wird das ein 13 oder 14cm Keramik-Schornstein sein. DER geht für einen Pellet-Heizwertkessel recht gut. Aber eine Abgasleitung wie sie ein Pellet-BRENNWERTkessel benötigt, mit idR ebenfalls 13cm, bekommt man DA natürlich gar nicht mehr rein. DAS sollte also unbedingt geklärt werden.

(Viessmann konnte NOCH NIE "Festbrennstoff"-Kessel bauen. Aber seit sie die wirklich sehr guten ETA-Kessel umlabeln klappts)

neue Begriffe am besten googeln
 

Nian

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Danke für die Ausführungen!

Ja ich habe schon bemerkt dass die Heizungsbauer sich ein bisschen schwer tun mit den kleineren Kesseln. Sie waren aber auch schon skeptisch bezüglich des angeblich so niedrigen Ölverbrauchs. Der bestätigt sich bei uns jetzt nach einem knappen Jahr jedenfalls.
Die Heizungsbauer haben beide 10 kW berechnet. Wäre der Hargassner NANO-PK 12 trotz Modulierung möglicherweise noch zu groß? Und ist dieser Kessel an sich empfehlenswert?
Ach dass Viessmann ETA umlabelt wusste ich nicht. Der Vitoligno ist allerdings orginal Viessmann, richtig?

Puffer wirklich so klein? Okay, dann spreche ich die Größe noch einmal an. In unserem letzten Haus war mir der 300 Liter Puffer in Verbindung mit einer Wärmepumpe zu klein, für eine volle heiße Badewanne hat das nicht gereicht. Ist das bei der Pelletheizung anders?
Hydraulischer Abgleich wird auf jeden Fall gemacht.
Schornstein soll laut Schornsteinfeger kein Problem sein.

Was ist von einer Brauchwasser-Wärmepumpe für den Sommerbetreib zu halten - schont das den Pelletbrenner so sehr dass sich die zusätzliche Investition lohnt?
 

Nian

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@Dr Schorni - noch eine Frage an den Fachmann:
Unser Kamin knackt beim Auf- und Abheizen. Jetzt im Winter ist es fast weg, im Sommer war es jeden Tag morgens und nachmittags als rythmisches Knacken sehr deutlich zu hören. Den Schornsteinfeger hatten wir letztes Mal vergessen drauf anzusprechen. Was könnte das sein - sollte das mal geprüft werden?
 
tricotrac

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(Viessmann konnte NOCH NIE "Festbrennstoff"-Kessel bauen.
Völlig daneben, Dr. Schorni ! Der Carbola war ein Feststoffkessel der Spitzenklasse ! Ich habe davon im Laufe meiner Berufsjahre etwa 30 Stück als bivalente Anlage betreut so lange es den deutschen Steinkohlebergbau und die Deputatkohle für die Bergleute noch gab.
 
Dr Schorni

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HÄTTE dieses Gebäude eine Heizlast von 10kW WÜRDE es nicht stehen, da es keine Baugenehmigung bekommen hätte. Bei DEM Standard kann man bequem mit 45-50W/m² rechnen. Das ist eigentlich Wärmepumpen-Niveau! WENN es eine Fußboden-Heizung gäbe, auf jeden Fall.
Also PASST ein Kessel mit 6-7kW. Dann braucht man nämlich auch keinen "großen Puffer zum zu großen Kessel" und die 300 Liter reichen ebenso. Ein WP-Trinkwasserspeicher mit seinen 45 Grad hat einen anderen Energie-Inhalt als ein PUFFERspeicher mit mindestens 50-60 Grad. Dazu ist die WW-Bereitung über eine FriWa die absolut vollhygienischste Lösung die es gibt.
Schornstein , wie gesagt, NUR für Heizwert-Kessel geeignet - aber die waren ja auch bisher angeboten.
 
Dr Schorni

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Völlig daneben, Dr. Schorni ! Der Carbola war ein Feststoffkessel der Spitzenklasse !
Sorry, der ist aber SO spezifisch, DEN hat sich ja "kein normaler Mensch" genommen, das war ein Kessel an sich NUR für Benutzer die KOSTENLOSES Kohle-Deputat bekamen. Also eine sehr eng regional begrenzte Sache. Mag aber sein, dass der "gut lief". Ich wollte eigentlich genauer schreiben "HOLZ-Kessel konnte Viessmann noch nie"!
 
Dr Schorni

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Unser Kamin knackt beim Auf- und Abheizen
??? DAS klingt aber sehr nach "Edelstahl-Schornsteinrohr im BESTEHENDEN Schornstein", also später erst in den bisherigen Schornstein eingebaut. In einem 1994er Haus ?? Ist doch sicher noch der erste Kessel drin oder nicht?? Was ist denn das genau für einer?
 
tricotrac

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Sorry, der ist aber SO spezifisch, DEN hat sich ja "kein normaler Mensch" genommen
Aber ich glaube nicht, dass dieser Wärmeerzeuger nur im Ruhrgebiet oder im Saarland verkauft wurde. Sicherlich waren dies die bevorzugten Einsatzgebiete dieses Wärmeerzeugers, aber nicht ausschließlich. Da gab es noch genügend Umstellbrandkessel ala Mono-Vitola-biferral ; Mono-F ; Mono-H oder Multola Richtig ! Mit Holzfeuerung hat sich die Fa. Viessmann schwer getan. Speziell entwickelte Kessel für die Landwirtschaft zur Verbrennung von Stroh gab es hier in der Region noch vereinzelt den Makrola- und die Lignomat- Baureihe.
 

Nian

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??? DAS klingt aber sehr nach "Edelstahl-Schornsteinrohr im BESTEHENDEN Schornstein", also später erst in den bisherigen Schornstein eingebaut. In einem 1994er Haus ?? Ist doch sicher noch der erste Kessel drin oder nicht?? Was ist denn das genau für einer?
Tatsächlich - der Brenner wurde mal getauscht. Ich hatte bisher immer den Eintrag von 1997 "Einstufungsmessung" berücksichtigt. Aber der Brenner ist Baujahr 2001, Hansa HVS 5.3 mit 12-48kW. Die Heizung selbst ist Wolf Spezialheizkessel NB/NU-B.
Dann ist also vermutlich ein Edelstahlrohr im Kamin, welches das Knacken verursacht?
Wirkt sich das auf eine Umrüstung auf Pellets aus?
 
Dr Schorni

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hmmm, aber DA musste mal den Bezirksschornsteinfeger fragen OB und WARUM ein Edelstahlrohr in einem Schornstein BJ '94 drin ist. Das ist nicht nachvollziehbar, da bei dem BJ an sich schon ein Schamott/Keramik-Rohr-Schornstein drin war - mit Sicherheit. Und ein Edelstahlrohr an sich nur nachträglich zur Sanierung noch älterer Schornsteine erforderlich ist.
Ein Schamottrohr-Schornstein wiederum macht aber an sich keine solchen Geräusche, diese sind Edelstahlrohr-typisch. In den Bauunterlagen/Plänen sind meist die Schornsteine beschrieben, mit Querschnittsangabe.
 
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