Warmwasser Sicherheitsventil tauschen

Diskutiere Warmwasser Sicherheitsventil tauschen im Sonstiges / News Forum im Bereich Allgemein; Hallo, bei meiner Fernwärmeheizung mit Warmwasserkessel ist das Sicherheitsventil defekt, es tropft dauernd, auch wenn das Wasser gerade nicht...

botnico

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Hallo,

bei meiner Fernwärmeheizung mit Warmwasserkessel ist das Sicherheitsventil defekt,
es tropft dauernd, auch wenn das Wasser gerade nicht aufgeheizt wird. Verbaut ist dieses
hier:
http://berluto.de/downloads/msv-wn_dsge.pdf
vom Typ MSV-WN 008302-060

Dieses ist wohl nur sehr schwer zu bekommen. Kaum ein Onlineshop hat das.
Weit öfters angeboten wird sowas wie dieses hier:
http://www.heima24.de/shop/images/products/main/detail/caleffi-sicherheitsventil-bwkl.jpg
Watts 9001701
Ich dachte ein Ventil dieser Bauart ist nur für nicht regelmäßiges Ansprechen ausgelegt,
z.B. im Heizwasserkreis. Hält das auch bei regelmäßigem Ansprechen, also immer wenn das
Warmwasser erwärmt wird? Immerhin scheint es viel preiswerter zu sein als das Berluto Ventil.

Vielen Dank.
 
ThW

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Moin

botnico schrieb:
Fernwärmeheizung
Da lässt du bitte die Finger von!
"Fernwärme" ist vergleichbar mit Gas, was einen Befähigungsnachweis erfordert. Und das von dir erstgenannte Sicherheitsventil ist aufgrund seiner Beschaffenheit (Heisswasseranlagen) nicht durch das zweitgenannte (Warmwasseranlagen) austauschbar!

Bitte beauftrage ein VertagsInstallateurUnternehmen

LG ThW
 

botnico

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Danke für den Hinweis, aber das werde ich selbst machen, genauso wie ich an dieser Anlage
schon vieles selbst ausgetauscht habe.
Zwischen Sicherheitsventil und Kessel befinden sich mehr als 3 Meter Kupferrohr. Da kommt niemals
warmes Wasser an, nur kaltes - soweit drückt das nie zurück. Aber dank deiner Info weiss ich jetzt
warum das Berluto so teuer ist. Jetzt würde mich nur noch der Unterschied der Haltbarkeit/Standzeit
zwischen beiden Ausführungen interessieren.
Leider hat das VertagsInstallateurUnternehmen namens B*****a ziemlich oft gemurkst bei der Installation
der Anlage, da waren schon einige Arbeiten nötig seitdem ;-).

Neulich habe ich sogar einen neuen Heizkörper durch einen größeren ersetzt (der alte war zu klein) und die
Kupferrohre selbst um 20 cm verlängert damit sie an der passenden Stelle aus der Wand kommen, mit Löten
und so. Da wärst du vermutlich ausgeflippt ;-)

LG
botnico
 

botnico

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Indirekt? Du meinst mit Sekundärkreislauf? Ja das ist bei mir so.
Im Primärkreislauf sind nur Zähler, Wärmetauscher, Regelventil und Durchflussbegrenzer.
Da hab ich aber auch schon eine Dichtung am Wärmetauscher ausgetauscht, nachdem der Installateur diese
vergessen hatte - das hat mehr als 10 Jahre getropft, Metallflansch auf Metallflansch dichtet halt nicht so gut ;-)

Ich finde das schon gut so, dass hier Laien gewarnt werden. Aber bei mir sind die größten Schäden bislang bei Arbeiten entstanden, die auch Laien durchführen:
- Beim Entlüften eines Heizkörpers (Kermi) habe ich wohl den Stift etwas zu weit herausgedreht. Dieser ist dann herausgeschossen und weggeflogen - es kam eine heisser Wssserstrahl raus. Zum Glück waren noch keine Tapeten an der Wand, diese hätten sonst ein neues Muster bekommen.
- Für Wartungsarbeiten habe ich die Ventile im Hahnblock (Simplex) unter einem Heizkörper schliessen wollen. Da war wohl die Dichtung versprödet, und beim Drehen kam eine 50 cm lange Wasserfontäne heraus, innerhalb kürzester Zeit
flossen große Wassermengen aus und versickerten zwischen Parkett und Wand und zwischen den Heizungsrohren im Boden.
- Im Keller war ein rückspülbarer Wsserfilter (Grünbeck). Beim Rückspülen ist der Kunststoffkragen, der den transparenten Teil mit dem Rest verbindet, gebrochen. Es kamen innerhalb kürzester Zeit enorme Wassermengen heraus, der Druck war enorm, da das Ding vor dem Druckminderer sitzt. Wohl ein Serienfehler, ist bei jedem 2. Nachbarn auch passiert.

Dagegen sind die Do-it-yourself Handwerkerarbeiten geplant. Man rüstet sich für Eventualitäten und ist gewappnet. Und zieht sich noch ein paar Youtube-videos rein, dann weiss man wie es geht. Klar, zwei linke Hände sollte man da nicht haben, sonst passiert ein Unglück.

LG
botnico
 

Wicket

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Es hat schon seine Gründe warum der Gesetzgeber VORSCHREIBT das nur FACHPERSONAL in die Trinkwasseranlage eingreifen darf!

Ich verstehe ja wenn man von sich und seinen handwerklichen Fähigkeiten überzeugt genug ist um selbst an seiner Heizungsanlage zu schrauben oder seinen Waschtisch im Bad selbst wechselt... aber bei der Trinkwasseranlage sollte man wirklich genau wissen was man macht.
Punkt 1: Da sind 4,5 bar Druck drauf und wenn es spritz dann spritzt das solange bis den Wasserwerken das Wasser ausgeht... da ist schon so manches Haus abgesoffen.
Punkt 2: Es handelt sich hierbei um Wasser das von dir, deiner Frau und deinen Kindern zum Kochen, Waschen und Zähneputzen verwendet wird. Also ich möchte in meinem Wasser nix drin schwimmen haben das da nicht reingehört.

Echt jetzt - spar lieber an einem anderen Ende
 
tricotrac

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post99809']Dagegen sind die Do-it-yourself Handwerkerarbeiten geplant. Man rüstet sich für Eventualitäten und ist gewappnet. Und zieht sich noch ein paar Youtube-videos rein, dann weiss man wie es geht. Klar, zwei linke Hände sollte man da nicht haben, sonst passiert ein Unglück[/quote]

Hoffentlich hast du auch den Schneid uns hier zu berichten, wenn etwas schief gegangen ist !

Ansonsten schau mal in die neue Trinkwasserverordnung : Da bist auch du : Fachbetriebspflichtig !
 

botnico

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Die möchtegern-alphas haben gesprochen - der Thread kann geschlossen werden.
 
tricotrac

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Ich frage mich nur : Warum bist du hier überhaupt aufgetaucht ?
 

botnico

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Ich habe hier auch schon vernünftige Antworten auf meine Fragen bekommen.
 
tricotrac

tricotrac

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post99865']vernünftige[/quote]

Über dieses Wort solltest du doch mal nachdenken !

Zu jedem Handeln gibt es auch rechtliche Konsequenzen !
 
Hausdoc

Hausdoc

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@botnico

Es ist in der Tat so, daß der Gesetzgeber hier Einschränkungen fordert.

Du bist mit deiner Trinkwasserinstallation Teilnehmer an einem großen Trinkwassernetz.
Da Trinkwasser das wertvollste Lebensmittel ist, gibt es entsprechend strenge Vorschriften in denen der Gesetzgeber eine Fachbetriebspflicht fordert.

Streng genommen dürfte kein einziger Baumarkt Materialien für die Trinkwasserinstallation verkaufen, weil der Heimwerker sie eigentlich nicht einbauen darf. ;)

Man kann diese Vorschrift umgehen, indem man die Hausinstallation durch einen Rohrtrenner vom öffentlichen Netz trennt.

Von daher sind all ein Einwände nicht ganz unberechtigt - auch wenn sie dir erst mal nicht weiterhelfen.

Zu deiner Frage: Trinkwasser Sicherheitsventil = Trinkwassersicherheitsventil. Sofern Dimmension + Ansprechdruck passen, kannst du nehmen was du willst ( sofern das Teil eine DVGW Zulassung hat.
 

botnico

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Hallo hausdoc,

das ist schon richtig, streng genommen darf man nichtmal eine Gartendusche an den Wasserhahn anschliessen, weil Otto Normalbürger die eh falsch bedient und das Wasser an der Dusche abstellt, so dass das Wasser, das sich im Schlauch erwärmt, ins Leitungsnetz zurückdrückt. Auch am Stromnetz darf man streng genommen nichts machen, denn wenn die Bude abbrennt, zahlt keine Versicherung, das die Arbeit ja kein Fachunternehmen ausgeführt hat...

Ich verstehe noch nicht ganz, warum der Installateur dieses viel teurere Ventil verbaut hat. Hält das teurere eine höhere Temperatur aus? Man kann die Wassertemperatur im Kessel zwar auch auf mehr als die jetzigen 60°C einstellen, aber das Sicherheitsventil sitzt an der Kaltwasserleitung und vom Ventil bis zum Kessel sind mehr als 3 Meter Kupferrohr. So weit drückt dass nie zurück, dass heisses Wasser das Sicherheitsventil erreicht.
Der worst case für das Ventil müsste sein, dass der Kessel erst mit kaltem Wasser gefüllt ist, und dann aufgeheizt wird und die Regelung versagt, so dass das Wasser dann sehr viel heisser als 60°C wird. Da der Fernwärme Vorlauf max. so 97°C hat, ist das dann auch der obere Anschlag, den das Wasser im Kessel in so einem Fall erreichen kann. Und das Watts Warmwasserbereiter Sicherheitsventil hält Temperaturen bis 110°C aus.
Wozu braucht man dann so ein Berluto mit dieser aufwendigeren Konstruktion? Vielleicht eine Gastherme, wo bei einem Versagen der Regelung die Temperatur auch deutlich höher werden kann, der Siedepunkt liegt bei 6 bar ja auch deutlich über den 110°C?
 

dubby

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botnico schrieb:
Hält das auch bei regelmäßigem Ansprechen, also immer wenn das
Warmwasser erwärmt wird?
Warum bläst das Ventil regelmäßig ab? ?(

Da könnte ja einmal einer einen Blick auf den Kaltwasserdruck, den Druckminderer und den Auslegewert vom Ventil legen. :whistling:
 
ThW

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botnico schrieb:
Hält das teurere eine höhere Temperatur aus?
Das richtet sich nach einer Temperatur/Druck-Diagramm.

botnico schrieb:
Da der Fernwärme Vorlauf max. so 97°C hat
Denn ist es keine Fernwärme im klassischen Sinne, sondern es steht irgentwo ein BHKW. Demnach reden wir hierauch nicht, wie Eingangs angenommen, von einer Heisswasseranlage (das ist im Übrigen eine DIN-Bezeichnung und richtet sich an das Heizmedium).

Kannst du ggf. ein par Bilder von deiner Hausstation machen und hier posten...erweiterte Antwort<Dateianhänge<Hochladen<in Datei einfügen

LG ThW
 

botnico

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@dubby: Das muss regelmäßig öffnen, da kein Ausgleichsgefäß im Warmwasserkreislauf existiert, das den Überdruck aufnehmen könnte. Und das von dir vermutete Problem gab es auch schon vor Jahren, da war der Berluto Druckminderer defekt, dadurch ist ständig Wasser durch dieses Überdruckventil in die Kanalisation geflossen. Das ist aber diesmal nicht der Fall.

@ThW: Das ist schon Fernwärme, die verkaufen mir Heizwasser: http://www.fug-ulm.de/
 

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Das ist gegen ein normales SV, wie du es oben beschrieben hast, austauschbar.

Die Versorgungsquelle kann ich so nicht erkennen. Wenn der Stellmotor ein "A5N" ist, ist es defenitiv eine Heisswasseranlage. Da aber die Heizung ohne Mischer betrieben wird, ist das unwarscheinlich.Was aber in deinem Fall nicht das SV betrifft.

LG ThW
 

botnico

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Hallo,

also ein normales SV ist das Watts 9001701?

Der Stellmotor ist ein A5S.

Gruße,
botnico
 

botnico

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Danke, so hätte ich es auch gemacht.

Jetzt habe ich den Rückflussverhinderer noch angeschaut.

Wenn mäßig Wasser entnommen wird, ist der Druck am Manometer so 4,0 Bar. Bei stehendem Wasser steigt er auf ca. 4,3 Bar. Wenn das Warmwasser erwärmt wird, steigt der Druck auf 5,0 Bar. Wie weit darf der Druck ansteigen, dass der RFV noch als ok gilt?
Nach dem Zerlegen des RFV zeigte sich, dass der bewegliche Teil festgesessen ist. Ich hab das wieder beweglich bekommen, aber die Dichtung ist schon angefressen. Kann man so einen Einsatz auch ohne die komplette Armatur kaufen? Das Aussengewinde des Einsatzes hat so 26 mm Durchmesser.
 
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