Wand oder Standgerät

Diskutiere Wand oder Standgerät im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, ich benötige eine neue Heizung. Die Wahl fällt voraussichtlich auf VITODENS 300-W oder Vitocrossal 300. Es ist genug Platz vorhanden...

andre522

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Hallo,


ich benötige eine neue Heizung.
Die Wahl fällt voraussichtlich auf VITODENS 300-W oder Vitocrossal 300.


Es ist genug Platz vorhanden, also wäre ein Standgerät kein Problem.
Das Vitocrossal Modell ist schon einige Jahre alt und kann soweit nicht so weit runter takten, oder?


Von Viessmann wurde gesagt, dass Standgerät wäre robuster und würde in der Regel länger halten.
Außerdem wurden nur teilweise die Heizkörper damals getauscht. Es sind noch einige alte Guss-Radiatoren (in Nischen), deswegen wäre ein Standgerät (nach Viessmann) ebenfalls sinnvoller.


Ist das Standgerät ohnehin sinnvoller, oder sollten die Heizungen getauscht werden und besser ein Wandgerät montiert?


Ein Standgerät ist natürlich um einiges teurer.
Beim Wandgerät würde wegen der Wassermenge vielleicht eine zusätzliche Pumpe? benötigt werden.
Vielleicht sollten die alten Heizkörper getauscht werden, nur zum Winter ist das natürlich ungünstig. Mir wurde gesagt, die Nischen sollten am besten zugemauert werden und dann die Heizkörper davor, wegen der besseren Luftzirkulation?
 
socko

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Was war denn bisher als Wärmerzeuger verbaut?
 
Hausdoc

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Das Vitocrossal Modell ist schon einige Jahre alt und kann soweit nicht so weit runter takten, oder?
Doch...

Wenn du die Wahl hast - Vitocrossal 300. Ist auch nicht teurer als das Wandgerät, wenn man hier noch hydraulische Weiche .... bräuchte...
 

andre522

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Bisher ist eine alte Gasheizung (Standgerät) verbaut, welche noch keinen Brennwert hat.

Hatte beim Handwerker gefragt, allein die Heizung Standgerät ( Vitocrossal Paket mit Vitocell) ~4900 Euro vs. Wandgerät 300W (VITODENS Paket mit Vitocell) ~4400Euro.

Hat aber auf dem Angebot vom Standgerät fast 10 Stunden pro Monteur+Helfer mehr, weil das Gerät wohl in Einzelteilen kommt?
Dadurch wird es nochmals teurer als beim Wandgerät.
 
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KarlZei

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Das Vitocrossal Modell ist schon einige Jahre alt und kann soweit nicht so weit runter takten, oder?
Korrekt, der Kessel kann nicht nicht so tief modulieren wie die Therme; ca. 2,5 zu 2,0kW. Dafür hat der Vitocrossal wesentlich mehr Wasser im Kessel, was das ein wenig, aber eben nicht komplett ausgleichen kann. Wenn es um ein Haus mit geringer Heizlast geht, wäre der Vitodens vorzuziehen, weil der weniger takten wird und deswegen etwas effizienter laufen wird.

Der Vitocrossal ist tatsächlich schon etwas älter und hat deswegen noch die alte Regelung Vitotronic. Die Wandgeräte sind technisch und bezüglich der Regelung eine Generation weiter. Nach meinem Geschmack ist das bei der Regelung ein Nachteil, weil es weniger Einstellmöglichkeiten bei der neuen Generation gibt.

Von Viessmann wurde gesagt, dass Standgerät wäre robuster und würde in der Regel länger halten.
Tja, das wird immer wieder gesagt. Fakt ist aber, dass die meisten Teile vergleichbar sind; Regelung, Gas-Gedöns, Brenner, usw.. Der wesentliche Unterschied liegt beim Kessel / Wärmetauscher. Der könnte beim Vitocrossal tatsächlich etwas robuster sein. Aber wenn, was für beide vorgeschrieben ist, vorgabengerechtes Heizungswasser eingefüllt wird, dann dürften die sich auch nicht viel geben.

Beim Wandgerät würde wegen der Wassermenge vielleicht eine zusätzliche Pumpe? benötigt werden.
Das Wandgerät braucht genauso viele Pumpen wie das Standgerät. Nur ist eine eben schon intern verbaut. Eine externe Pumpe braucht man nur, wenn z.B. eine hydraulische Weiche oder eine Systemtrennung eingebaut werden muss. Aber dann braucht auch der Vitocrossal 2 Pumpen.

Was muss denn beheizt werden? Heizlast?
 
tricotrac

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. Der könnte beim Vitocrossal tatsächlich etwas robuster sein.
Ein bodenstehender Wärmerzeuger ist immer besser wie jede Wandbüchse ! auch wenn der praktizierende Volltheoretiker etwas anders behauptet.
Aber dann braucht auch der Vitocrossal 2 Pumpen.
Ja, aber bitte auch hier den Hinweis auf die nicht notwendige hydraulische Weiche beim Vitocrossal geben !

@KarlZei : Bitte nicht immer nur Halbwahrheiten verbreiten weil die gerade ins Kalkül passen !
 
Hausdoc

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der Kessel kann nicht nicht so tief modulieren wie die Therme; ca. 2,5 zu 2,0kW.
In der Theorie. In der Praxis herrscht Gleichstand oder sogar Vorteil Vitocrossal durch den großen Wasserinhalt.
Die längeren Brennerlaufzeiten und weniger Brennerstarts hat definitiv der Kessel. Einen direkten Vergleich habe ich im Kundenkreis. 2 Doppelhaushälften. einmal Vitodens 300 einmal Vitocrossal..... beide 19 KW und beide 2-3 Jahre alt
 
tricotrac

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In der Theorie. In der Praxis herrscht Gleichstand oder sogar Vorteil Vitocrossal durch den großen Wasserinhalt.
Die längeren Brennerlaufzeiten und weniger Brennerstarts hat definitiv der Kessel. Einen direkten Vergleich habe ich im Kundenkreis. 2 Doppelhaushälften. einmal Vitodens 300 einmal Vitocrossal..... beide 19 KW und beide 2-3 Jahre alt
Und das soll dir @KarlZei glauben ? Das passt doch gar nicht in sein Weltbild !
 

KarlZei

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der Kessel kann nicht nicht so tief modulieren wie die Therme; ca. 2,5 zu 2,0kW.
In der Theorie. In der Praxis herrscht Gleichstand oder sogar Vorteil Vitocrossal durch den großen Wasserinhalt.
Meine Aussage:
Korrekt, der Kessel kann nicht nicht so tief modulieren wie die Therme; ca. 2,5 zu 2,0kW. Dafür hat der Vitocrossal wesentlich mehr Wasser im Kessel, was das ein wenig, aber eben nicht komplett ausgleichen kann.
Und warum kann er es nicht komplett ausgleichen? Einfache Physik. Der größere Kesselinhalt hilft letztlich nur über die Startphase, weil er mehr Wärme aufnehmen kann. Weniger Anfälligkeit fürs Kurztakten. Wenn das Teil aber eingeschwungen läuft und das Wasser im Heizkreis aufgeheizt ist, wird jede Mindestleistung oberhalb des aktuellen Wärmebedarfs zwingend zum Takten führen. Und wenn der Wärmebedarf nur bei 2kW liegt, wird der Vitocrossal wg. 2,5kW Mindestleistung takten, der Vitodens aber nicht, weil er 2kW Mindestleistung hat. Aber dazu gibt es in anderen Foren genug Vergleiche; alle mit identischen Ergebnis, weil die Physik nun mal so ist ;-)
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass die 50+Liter Kesselinhalt (statt knapp 5 Liter beim Vitodens), die ja zum Heizungvolumen zu addieren sind, mehr Wärme wegstecken können, der Kessel also länger bis zum Abschalten des Brenners laufen kann. Das ist tatsächlich richtig und wirkt sich gerade bei kleinen Heizungsanlagen aus. Aber das bedeutet eben auch, dass die Anlage länger mit höherer als der erforderlichen Vorlauftemperatur laufen wird. Folge: weniger effizienter Betrieb wegen höherer Verluste.
 

andre522

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Ist der Unterschied beim Arbeitsaufwand +~10h Einbau einer Standheizung im Vergleich zum Wandgerät plausibel?
 
Dr Schorni

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Standort
immer ganz tief drin
Mal offen und ganz neutral: Von WAS für einer Versorgungslage reden wir hier denn überhaupt?
- bisheriger jährlicher Durchschnitts-Gasverbrauch
- Alter der alten Heizkörper
- Personen Anzahl fürs Warmwasser
- Wohneinheiten Anzahl
- BJ, Sanierungszustand und beheizbare Wohnfläche
 

KarlZei

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Ist der Unterschied beim Arbeitsaufwand +~10h Einbau einer Standheizung im Vergleich zum Wandgerät plausibel?
Deutlich mehr wird es sein, weil außerhalb des Geräts ein paar mehr Sachen anzuschließen ist. Aber 10h kommen mir viel vor. Das haben ein Monteur und ein Helfer insgesamt gebraucht, um bei mir einen alten Mirola-Kessel gegen einen Vitodens 300-W auszutauschen.
 
tricotrac

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Ist der Unterschied beim Arbeitsaufwand +~10h Einbau einer Standheizung im Vergleich zum Wandgerät plausibel?
Das kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an. Ein bodenstehender Wärmeerzeuger braucht zwei Anschlüsse Heizungsvor- und Rücklauf. Einmal Anschluss Gasleitung und wenn vorhanden einmal Anschluss Speichervor- und Rücklauf. Dann kommt noch die Montage der Abgasanlage sowie der Elektroanschluss dazu. die Kondensatwirtschaft natürlich nicht zu vergessen. Gleichen Aufwand betreibe ich als Monteur bei einem Wandgerät auch ! Wo ergibt sich da ein Unterschied ? Wenn das natürlich umgebaut werden muss, also Wandgerät weg und bodenstehender Kessel hin oder umgekehrt, dann kann sich eine zeitliche Differenz ergeben, da alle Anschlüsse deutlich geändert und angepasst werden müssen.
 

andre522

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Momentan ist es auch ein Bodenstehenden Kessel. Aber es wird, so wie ich es verstanden habe, dann alles bei den Anschlüssen neu gemacht.
Pumpen usw. wären bei dem Bodenstehenden Heizung extern, also zusätzliche Arbeit?

Das Haus ist geschätzt von 1970 - 130m², mit ca. 15000 im Verbrauch. Die Hälfte der Heizkörper sind neuer ca. 20 Jahre, der Rest ist Guss.
 
tricotrac

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Pumpen usw. wären bei dem Bodenstehenden Heizung extern, also zusätzliche Arbeit?
Bei den Wandbüchsen gibt es in der Regel immer eine geräteinterne Pumpe. Da kämen je nach Anwendungsfall noch weitere externe Pumpen hinzu, während ein bodenstehender Kessel in der Regel immer extern montierte Pumpen hat. Ich plädiere immer für einen bodenstehenden Kessel auch wenn das unserem Forumspolizist nicht gefällt.
 

andre522

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Habe mit der Firma noch mal gesprochen, von den 10 Stunden x2 mehr im Angebot gehen diese aber nicht runter. :unsure: Es sind dann ungefähr 1000 Euro mehr an Arbeitsstunden ca 13000 für die komplette Heizung mit Schornstein Rohr usw. Vielleicht würde es schneller gehen, aber setzen lieber mehr im Angebot an ... hat es mit einer Lieferung in Einzelteilen begründet und das Teile wie Pumpe extern sind.
Das Gerät ist "Paket Vitocrossal 300 19 kW, Vitocell 100-V CVA 160l, ohne Mischer".

Die alten Heizkörper würden dann bleiben, nur leider ist es mit dem Austausch wohl dieses Jahr zu knapp.
 

KarlZei

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Aber es wird, so wie ich es verstanden habe, dann alles bei den Anschlüssen neu gemacht.
Ja.
Pumpen usw. wären bei dem Bodenstehenden Heizung extern, also zusätzliche Arbeit?
Ja, Pumpe(n), Ausdehnungsgefäß, AFAIK noch Sicherheitsgruppe. Anderer Kram wie Schlamm-/Magnetit- und ggf. Lufttabscheider sowie ggf. Nachfülleinrichtung bräuchte man bei beiden.
Habe mit der Firma noch mal gesprochen, von den 10 Stunden x2 mehr im Angebot gehen diese aber nicht runter.
Naja, das könnte wohl doch hinkommen. Der Vitocrossal muss vor Ort mühsam zusammengebaut werden. Dazu kommen noch die externen Komponenten, die hydraulisch und/oder elektrisch angeschlossen werden müssen. Das Meiste entfällt halt bei einem Wandgerät; Ausdehnungsgefäß müsste man prüfen.
Vielleicht würde es schneller gehen, aber setzen lieber mehr im Angebot an ...
Das ist schon lustig. Ein Angebot ist, wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, immer eine Festpreisgeschichte. Da setzt man natürlich gerne mal einfach so etwas mehr an ;-)

Vielleicht einfach mal die Angebote ohne persönliche Daten posten. Es ist natürlich abhängig von der Region, aber der Preis ist auf den ersten Blick schon heftig.
 
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tricotrac

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Naja, das könnte wohl doch hinkommen. Der Vitocrossal muss vor Ort mühsam zusammengebaut werden. Dazu kommen noch die externen Komponenten, die hydraulisch und/oder elektrisch angeschlossen werden müssen
Schon wieder so eine Halbwahrheit des praktizierenden Volltheoretikers. Als wenn es Stunden dauern würde die Wärmedämmung um den Kesselkörper zu legen und die Blechverkleidung drum herum zu bauen. Das macht bei uns ein eingespieltes Montageteam in 10 bis 15 Minuten bei einem 26 KW - Vitocrossal.
Da wird mehr Zeit für das Rauchen und die Kaffeepause aufgewendet !
Und bei Wandgeräten muss nichts elektrisch angeschlossen werden, Sie Narr ? :kopfnuss: Für @KarlZei gibt es da keine externen Baugruppen !
 

andre522

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Nein, keine Zusatzheizung. Kann auch etwas mehr sein, im Winter mag ich die Wohnung aber nicht so sehr warm.

Das Standgerät ist anscheinend auch viel größer.
 
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Wand oder Standgerät

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