Vorlauftemperatur

Diskutiere Vorlauftemperatur im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, meine Frage. Ich habe eine Sieger Gastherme sowie eine Wohnung die relativ gut gedämmt ist (Energieverbrauch des Gebäudes 61,5 kWh/(m²•a)...

PieczonyKurczak

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Hallo,

meine Frage. Ich habe eine Sieger Gastherme sowie eine Wohnung die relativ gut gedämmt ist (Energieverbrauch des Gebäudes 61,5 kWh/(m²•a) sowie 67,6 kWh/(m²•a) Primärenergieverbrauch des Gebäudes).

Frage: Für die Heizung die Vorlauftemperatur hoch stellen damit es schnell warm wird oder etwas niedriger dafür braucht es etwas länger zum heizen?

Danke schon mal im Voraus!
 
Hausdoc

Hausdoc

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Wieso länger?

Die Heizung hat nur die Aufgabe Wärmeverlusrte des Gebäudes auszugleichen.
Somit sollte die Temperatur immer relativ konstant sein.
 

KarlZei

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Frage: Für die Heizung die Vorlauftemperatur hoch stellen damit es schnell warm wird oder etwas niedriger dafür braucht es etwas länger zum heizen?
Die Frage stellt sich im Normalbetrieb eigentlich nicht, wenn Du möglichst effizient heizen willst. Eine zu hohe Vorlauftemperatur führt zu einem Überheizen der Räume, bzw. muss über Thermostate / Einzelraumregelungen 'vernichtet' werden.

Warum geht es Dir überhaupt bei dem 'warm werden'? Schaltest Du die Heizung regelmäßig ab oder runter; z.B. während der Nacht oder einer Abwesenheit?
 

Lp3g

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Glaube er meint:


In der Nacht z.B. 18°c, am Tag 21°c

Soll er nun z.B. mit 55°c VLT fahren um schnell Delta 3°c zu überwinden.

18 - 21°c mit 55°c VLT in 1 Stunde
oder
18 - 21°c mit 40°c VLT in 2 Stunden

Das die Heizeiung später nur die 21°c halten muß ist klar. Normal sollte sich die VLT von alleine runter fahren.

Zu seiner Frage. Das wurde mit einem Auto mal getestet. 50-100km-h langsam Gas geben oder halt viel mehr. Es spart Treibstoff schnell aufs Tempo. zu kommen. Dann Tempomat an, damit fährt man viel länger im Regelbereich. So wird es bei einer Heizung sein.

Für den Komfort fahre ich die Heizung anders ab. 2 Stunden vor Arbeitsende, bringt sie die Wohnung auf 18°c, eine Stunde später auf 19°c und dann auf die Solltemp. Vorteil wenn man Heim kommt, hat die Wohnung um die 20°c, das Bad ist warm.
 
gesbb

gesbb

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....meine Frage. Ich habe eine Sieger Gastherme sowie eine Wohnung die relativ gut gedämmt ist (Energieverbrauch des Gebäudes 61,5 kWh/(m²•a) sowie 67,6 kWh/(m²•a) Primärenergieverbrauch des Gebäudes).
Was solche Angaben mit tatsächlichen Energiebedarfen bzw. Verbräuchen zu tun haben, erschließt sich mir absolut nicht.;)
Übersicht
.Frage: Für die Heizung die Vorlauftemperatur hoch stellen damit es schnell warm wird oder etwas niedriger dafür braucht es etwas länger zum heizen?
Der profane Physikunterricht evtl. vorhandener Schulausbildung erklärt doch eigentlich Alles!:thumbup:
Hast Du den vollkommen geschwänzt bzw. vergessen?:unsure:
 

Lp3g

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Normal, ist es das Ziel Systeme schnell in den Regelkreis zu bekommen. Bei einer Heizung ist es dann schnell die Solltemp. zu erreichen. Dann muß die Heizung nur die Verluste ausgleichen. Vom Konfort ist es schöner schnell warm zu haben.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
99% aller Etagenheizungen werden ja über einen reinen Raumthermostaten im Referenzraum gefahren. Die Vorlauftemperatur selbst wird NICHT adaptiert, sondern ergibt sich aus der Brennerlaufzeit und wird vom Thermenregler-Drehknopf lediglich nach oben begrenzt.
Da ebenfalls die allermeisten Etagenwohnungen auch zwischenrein mit Raumtemperatur(regler)-Absenkungen, somit Ab-Schaltungen der Therme gefahren werden, wäre beim (möglichst schnellen) Wiederaufheizen eine tiefere Vorlauftemperatur-Begrenzung eher hinderlich. Da der Wirkungsgrad einer Heizwert-Therme nahezu vorlauftemperatur-unabhängig immer gleich (schlecht) ist und sich die ganzen Rohrleitungen eh innerhalb der thermischen Hülle der beheizten Wohnung befinden, ergeben sich auch hier durch Absenkung der Vorlauftemperatur keine messbaren Einsparungen.

Die Therme selbst, meist im wärmsten Raum, dem Bad, dort auch noch hoch hängend installiert, erzeugt aber durch ihre offene Bauweise und über die Absaugwirkung durch den herrschenden Schornsteinzug einen sehr hohen Abluft-Wärmeverlust auch bei Brennerstillstand. Zur drastischen Verringerung dieser Heizkosten sollte daher "immer" eine thermische Abgasklappe eingebaut werden. Kosten überschaubar, schnell amortisiert, zuverlässig, stromlos und praktisch ewig haltbar, Einbau in 5-10 Minuten (davon 2 Minuten fürs Auspacken mit drin).

Kleiner, aber manchsmal nicht zu unterschätzender Vorteil dieser "kontrollierten Wohnungs-Entlüftung" = Therme : sie saugt über den Schornsteinzugeffekt konstant frische Außenluft durch die Wohnung, diese Luft nimmt Gerüche, Gase, Stäube und vor allem Feuchte auf und wird sogar direkt im Raum mit der höchsten Feuchtelast direkt in den Schornstein entsorgt. In solchen Wohnungen tritt in der Regel so gut wie NIE Schimmel auf.

Durch diese permanente "Staubsauger-Funktion" bleiben aber auch viele Luftbegleitstoffe in der Therme, im Verbrennungsteil und Wärmetauscher hängen und können zu Wirkungsgradverlusten, Funktionsstörunegn bis hin zur todesgefährlichen CO-Kohlenmonoxid-Bildung führen.

Daher sollten diese Geräte dringend jährlich fachmännisch gereinigt + gewartet werden!
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
....sorry, wollte nur sagen "Dr Schorni operiert wieder am offenen Kamin" und meinen neuen Avatar vorstellen:rolleyes:
 
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gesbb

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Normal, ist es das Ziel Systeme schnell in den Regelkreis zu bekommen.
Das passiert i.d.R. nach wenigen Minuten, je nach Umlaufvolumenstrom. Damit werden der Regelung die notwendigen Parameter aus dem System zur Verfügung gestellt.
Bei einer Heizung ist es dann schnell die Solltemp. zu erreichen.
Schnell ist relativ.;)
Je höher die VLT, je uneffizienter die Anlage/ Verbrauchskosten. Das gilt nicht nur besonders für WP, sondern auch für Verbrennungswärmeerzeuger.
Vom Konfort ist es schöner schnell warm zu haben.
Unbestritten, ist meist jedoch nicht unbedingt notwendig. Energieeffiziente Anlagen zeichnen sich durch gleichmäßigen Dauerbetrieb auf niedrigen Leistungsniveau aus.
 

KarlZei

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Da der Wirkungsgrad einer Heizwert-Therme nahezu vorlauftemperatur-unabhängig immer gleich (schlecht) ist und sich die ganzen Rohrleitungen eh innerhalb der thermischen Hülle der beheizten Wohnung befinden, ergeben sich auch hier durch Absenkung der Vorlauftemperatur keine messbaren Einsparungen.
Das erschließt sich mir nicht wirklich. Mit der Vorlauftemperatur steigen die Abgasverluste und die Bereitstellungsverluste. Letztere fließen zwar indirekt die Beheizung der Wohnung ein. Es sind aber dennoch unkontrollierte 'Wärmegewinne', die zum Teil über das Fenster und durch den Schornstein sowieso wieder verloren gehen. Vergleichbares gilt auch für die Verteilungsverluste. Wenn die Rohre vollständig in der thermischen Hülle liegen ist das ja noch weitgehend ok. Je mehr diese aber die Hülle verlassen (Rohre unter Putz, Außenwand), desto höher werden die Verluste. Dazu kommt ein bei zu höheren VLT potenziell ungünstigeres Betriebsverhalten der Therme, das die Verluste weiter erhöhen kann.


meinen neuen Avatar vorstellen
Gruselig ;-)
 

Lp3g

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Das passiert i.d.R. nach wenigen Minuten, je nach Umlaufvolumenstrom. Damit werden der Regelung die notwendigen Parameter aus dem System zur Verfügung gestellt.
Schnell ist relativ.;)
Je höher die VLT, je uneffizienter die Anlage/ Verbrauchskosten. Das gilt nicht nur besonders für WP, sondern auch für Verbrennungswärmeerzeuger.
Unbestritten, ist meist jedoch nicht unbedingt notwendig. Energieeffiziente Anlagen zeichnen sich durch gleichmäßigen Dauerbetrieb auf niedrigen Leistungsniveau aus.
Das die VLT am besten nicht über 60°c gehen sollte ist klar. Kommt auch auf die Heizkörper an. Die müssen für Niedertemp. passen, sonst wird die Bude nie warm.

Ich kann das nur bestätigen. Meine HK waren für 75 -85°c VLT ausgelegt. Das wurde nun geändert. Beim aufheizen geht die VLT, welches das Raumthermostat haben will nicht über 57°c, bei -4°c. Wenn die Wohnung warm ist, geht sie auf 40°c runter.

Das war früher nie möglich.

Zum letzten Punkt, oft sind die Thermen für Wohnung viel zu groß von der Leistung. Meine alte hatte 9 -18kw, die neue 8 -20kw. Eine Heizlast hat die Wohnung von 5,5kw bis 7,5kw. Kommt drauf an welcher Heizlastberechnung ich glauben darf, bezogen auf -10°c .

Alle meine Heizkörper haben 11kw bei 75/65/20 VLT. Bei 55°c viel weniger. Somit hat die Therme viel zu viel Leistung und taktet. Könnte mit der 2 Wohnungen versorgen.

Man muß für sich den Punkt finden, Komfort, Verbrauch. Bedeutet auch viel Einstellen und testen.
 
gesbb

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Kommt auch auf die Heizkörper an. Die müssen für Niedertemp. passen, sonst wird die Bude nie warm.
Korrekt. Die Heizkörper müssen zu den jeweiligen Raumheizlasten passen.
...., oft sind die Thermen für Wohnung viel zu groß von der Leistung.
Da wird häufig mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
die neue 8 -20kw.
Eine 0,9 bis 9kW wäre vermutlich besser gewesen. Kritisch sind häufig die Kombithermen, da diese nicht so weit heruntermodulieren können.
Heizenergiebedarf = f(AT)
 
Dr Schorni

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" ...., oft sind die Thermen für Wohnung viel zu groß von der Leistung.
Da wird häufig mit Kanonen auf Spatzen geschossen."


Ganz einfach weil das zu 99% KOMBI-Thermen sind die 18,20 oder 24 kW für die Warmwasserbereitung im Durchlaufverfahren haben. Früher haben solche Geräte bis 30-40% heruntermoduliert, mit den neuen Vormischbrennern geht das scheints nicht mehr, da sind nur noch so um die 50% drin. Mit entsprechenden Auswirkungen. Ein gar 1:10 modulierendes atmosphärisches Gerät lässt sich praktisch nicht verwirklichen wegen des Schornsteinauftriebes und weil der Wirkungsgrad infolge fehlender Luftmengenanpassung gnadenlos einbrechen würde.
Es gab mal eine Elco Thision T9, DIE konnte 0,9 -9kW vollmodulieren, war aber natürlich ein Brennwertgerät, wohl das beste was es gab. Ich hatte den Großvater davon 22 Jahre störungs- UND wartungsfrei in Betrieb.
 
tricotrac

tricotrac

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Es gab mal eine Elco Thision T9, DIE konnte 0,9 -9kW vollmodulieren, war aber natürlich ein Brennwertgerät, wohl das beste was es gab
Das zweifle ich an. Stand meiner Kenntnis ist, dass dieses Brennwertgerät sehr viele Probleme mit der untersten Modulationsgrenze hatte. Deshalb soll diese Gerätereihe auf die unterste Grenze von 1,9 KW durch den Elco Werkskundendienst eingestellt worden sein.
 

KarlZei

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Ganz einfach weil das zu 99% KOMBI-Thermen sind die 18,20 oder 24 kW für die Warmwasserbereitung im Durchlaufverfahren haben. Früher haben solche Geräte bis 30-40% heruntermoduliert, mit den neuen Vormischbrennern geht das scheints nicht mehr, da sind nur noch so um die 50% drin.
Nee, es ist halt auch eine Geld-/Herstellerfrage. Es gibt Viessmann- oder Buderus-Kombithermen (Brenwert), die deutlich niedriger modulieren; trotz 24+kW runter auf 3 bis 4 kW.
 
Helmi

Helmi

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Korrekt. Als Beispiel die Buderus GB192 von 2,9KW bis 15KW Heizleistung und bis 30KW Warmwasserleistung.
 
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socko

socko

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Letztlich ist die aktuelle Untergrenze bei verschiedenen Kombi'n mit >20kW bei ca. 2kW, meist ~3kW
Insofern bietet "das kleinere Gerät" mit Wasserspeicher nicht mehr zwingend Vorteile.
 
Dr Schorni

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"
" ...., oft sind die Thermen für Wohnung viel zu groß von der Leistung.
Da wird häufig mit Kanonen auf Spatzen geschossen."


Ganz einfach weil das zu 99% KOMBI-Thermen sind die 18,20 oder 24 kW für die Warmwasserbereitung im Durchlaufverfahren haben"


Dann war das missverständlich:

Ich ging in dem Bezug "Thermen FÜR/IN Wohnungen" ganz klar von einer klassischen Etagenheizung mit ATMOSPHÄRISCHER Kombi-Therme aus. Und DIE kommt grad mal auf 8-12kW runter.

@tricotrac

DAS ist MIR unbekannt, dass die T9 Betriebsprobleme mit der tatsächlichen Min-Last hat. Aber ich kenne auch KEINE aktive T9, habe aber sonst DAS noch nirgends gehört und wie gesagt mit meiner EWFE BJ 1990 noch nie-estens Problme gehabt. Die hatte offiziell 11kW, ich hab sie dann 22Jahre auf 6kW gefahren und ich weiß, dass ich bei Versuchen auch unter 1 kW statisch fahren konnte.
 
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