Vitodens 300 mit Mischerbaugruppe - Regelparameter der beiden Heizkreise

Diskutiere Vitodens 300 mit Mischerbaugruppe - Regelparameter der beiden Heizkreise im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo zusammen, hab vor 2 Wochen ne neue Gasheizung Vitodens 300 bekommen. Habe eine Fussbodenheizung und es wurde die zugehörige...

Guenni_d

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Hallo zusammen,

hab vor 2 Wochen ne neue Gasheizung Vitodens 300 bekommen. Habe eine Fussbodenheizung und es wurde die zugehörige Mischerbaugruppe (unterbau Kit) mit Systemtrennung verbaut.

Dadurch existieren nun natürlich zwei Heizkreise an der Vitdones. HK1 ist der Interne(kein externer Heizkreislauf dran), HK2 der von der Mischerbaugruppe und damit verbunden mit meiner Fussbodenheizung.
Bin nun am optimieren der Regelungsparameter. Der Heizungsbauer hatte im HK2 ein Niveau von 2K und eine Steigung von 0,7 eingestellt. Wurde dadurch schnell zu warm und ich hab mal auf Niveau 1K und danach auf Steigung von 0,6 eingestellt.
Den HK1 hat der Heizungsbauer auf 2K und Steigung von 1,2 eingestellt. Mit der Erklärung bez. dem Wärmetauscher und damit benötigter stärkerer Kennlinie. War erst mal logisch, da auf der Eingangsseite des Wärmetauschers ja mehr Wärme da sein muss.

Hab aber nun im Servicehandbuch rumgeblättert und dabei entdeckt dass die Vitodens doch von sich aus in dieser Konfiguration den HK1 höher anfährt.
Was meinen die Experten dazu? Wie sollte der HK1 eingestellt werden?

Günter
 
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Vieviel m² Fußbodenfläche?
Die Steigung 0,6 ist für Bodenheizung zu steil. Dein Heizungsbauer hatte das schchon richtig gemacht. Ich stell meist 0,3 oder 0,4 ein.
 

Guenni_d

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Hi,

Fussbodenfläche um die 150qm.
Steilheit hab ich eben mal zurückgenommen, kann aber eh erst richtig angeguckt werden wenns mal kalt ist.

Aber eins versteh ich immer noch nicht. Im Servicebuch ist der Anlagentyp (Codieradresse00) ja genau beschrieben. Eingestellt ist Wert 6:
Ein Heizkreis ohne Mischer und ein Heizkreis mit Mischer und trinkwassererwärmung.
Aber meine Anlage enstpricht doch eher Wert 4: Ein Heizkreis mit Mischer M2 mit Trinkwassererwärmung.
Oder seh ich das alles falsch? Dürfte wahrscheinlich nciht viel ausmachen, nur dass wahrscheinlich der HK1 wegfällt in der Anzeige und nur über die Differenztemperatur (Codierung 9F) angefahren wird.

Günter
 
Hausdoc

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Die Codieradresse stellt sich nach Anschluß der entsprechenden Fühler automatisch ein. Nach anschluß von Speicher und Vorlauffühler steht da automatisch 6

Wenn du ausschließlich Bodenheizung hast, sollte der Heizkreis ohne Mischer (= Kesselkreis) "rauscodiert werden" . Dann hätten wir, wie du schon richtig bemerkt hast, den Wert 4

Grund: Das Heizgerät muss nicht unnötig warm laufen, weil der Brennwerteffekt dadurch abnimmt.

Gibts eine hydraulische Weiche?
 

charly1

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Hiho,

ich hab` die identische Konfiguration:

B3ha (vitodens 300w)

unterbau-kit

nur Fußbodenheizung

Ich habe noch den Wert "9F" (Differenztemperatur) in Codiereben 2 von 8 auf 2 gesetzt.

Wie ist denn eurere Meinung dazu? Damit ist die Kesseltemperatur nicht so hoch oder sollte sie aus irgendeinem Grund doch 8K sein?



Vielen Dank für diesen Threat

charly1



P.S. mit dem Wert 4 meintet ihr doch sicher "Diagnose und Serviceabfrage" die ersten beiden Werte der ersten Zeile?!? stehen bei mir auch auf 0 4
 

Piotre

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Hallo, also prizipiell ist es richtig, das man das Anlagenschema 4 nehmen kann, wenn am Heizkreis eins nichts anderes abgenommen wird. Das heisst, du musst nur eine Kennlinie einstellen. Mach ich auch immer so wenn die Anlage so ist wie in deinem Fall beschrieben. Kennlinie 0,6 ist erstmal ok, kann man ja wenn es zu warm wird noch runter regeln. Gruß Piotre
 

charly1

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ÄHHH, was ist ein Bypass? Hört sich sehr chirurgisch an ;-)

Also ins Schwingen kommt bei mir nix. Die Anlage läuft mit 2 K über der Sollvorlauftemperatur sauber durch ohne großes klacken am Mischer und ohne Takten. Der Mischer ist zwar meist fast voll auf (zuminedest so wie ich das Mischerstellrad so sehe) aber das ist nach meiner Laienhaften Schätzung nicht negativ. Immerhin heizt der Kessel nicht mehr auf wie nötig ist. Höherer Vorlauf= höherer Gasverbrauch= Mischer muss mehr Rücklaufwasser beimischen?!? Ich überleg schon noch weiter runter zu gehen so das die gesamte Wärme des Kessels in den Heizkreis geht (Mischer dauerhaft "Auf"). Vielleicht schafft er dann die gewünschte Vorlauftemperatur nicht mehr zu 100% aber wenn er mit einem Grad weniger Vorlauf funktioniert kann ich auch damit leben.


Wie gesagt ich kann nur von meiner Laienhaften Logik sprechen und bin gerne bereit dazuzulernen!!

Viele Grüße

charly
 

Guenni_d

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@Hausdoc: Ich hab keine Hydraulische Weiche. Wird die benötigt? Sinnvoll ? Warum wurde bei mir keine Verbaut und was bedeutet das dann für mich?
 
Hausdoc

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naja.
Durch dein Wärmetauscher der Vitodens bekommt man eine bestimmte Wassermenge.

Wenn aber nach Auslegung die notwendige Wassermenge größer ist , als das Maximum der Vitodens , braucht man eine hydraulische Weiche.

So als Faustregel ; ab 100m² braucht man eine Weiche. Das hängt aber auch vonder Gebäudedämmung ab.
 

Guenni_d

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Hi Hausdoc,

das heisst wenn ich keine Hydraulische Weiche habe, dann kann es passieren dass es im Winter kalt wird, weil die nötige Wassermenge nicht erreicht wird.
Schöne Aussichten bei ner neuen Anlage, bei der ich mich auf die Heizungsbauer verlassen habe. 3 verschiedene Heizungsbauer die mir ein Angebot gemacht haben haben allerdings auf die Hydraulische Weiche verzichtet. Vielleicht klappts ja.

Danke für die Bisherige Hilfe hier im Forum!

Als Resume für die Änderungen an den Einstellungen:

Adresse 00 von 6 auf 4 geändert (HK1 damit nicht mehr anwählbar)
Adresse 90 von 128 auf 60 geändert (Zeitkonstante reduziert)
Adresse 59 von 0 auf 8 geändert (Einschaltpunkt der WW Aufladung auf 8K)


Desweiteren hab ich WW auf morgens 3 Stunden und Abends 4 Stunden gestellt, dazwischen wird WW nicht aufgeladen (ausser am WE, da den ganzen Tag über).
Wobei ich da bez. Legionellen noch ein bisserl am Gübeln bin. Was meint Ihr dazu? Eher doch den ganzen Tag über laufen lassen oder die "Zusatzaufheizung Trinkwasser" über Adresse 59 und Zeitphase4 auf 60 Grad bringen? Wenn ja, wie häufig? Einmal am Tag oder einmal die Woche?



Och, ich hab wieder Fragen über Fragen...2 geklärt, 5 neue ;-)

Günter
 
Hausdoc

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Poste doch mal die beheizte Wohnfläche, dann Baujahr des Gebäudes sowie der Fenster. Wurde schon mal energetisch saniert?


Dann kann ich dir sagen, wie es um die Wassermengen steht.
 

Guenni_d

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Hi,

also grobe Zahlen:

Baujahr 87- Reihenendhaus, Fenster noch nciht getauscht (2 Fach Isoverglasung)
Bisher energetisch nicht saniert worden.
Wohnfläche wird ein bischen Komqliziert in Verbindung mit der Heizung, da beim Hausbau damals echt Unsinn gemacht wurde, aber sowas merkt man als Laie erst wenn man das Haus dann gebruacht kauft.

Grobe 120 qm Wohnfläche in EG und OG mit Fussbodenheizung beheizt.
Zusätzlich im Keller am selben Heizkreis 2 Heizkörper, die ich aber immer aus habe( bzw. auf Antifrost Einstellung)
Ausgebautes Dachgeschoss mit Bad und Wohnraum. Hier ist aber keine Fussbodenheizung installiert worden sondern wiederum große Heizkörper die am selben Strang wie die Fussbodenheizung in OG und EG hängen.

Wenn ich wieder mal ein Haus kaufe schau ich mir die Heizung näher an ;-)
 
Hausdoc

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also ca 160 m² gesamt mit DG?
 

Guenni_d

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Ja, so grob um die 160qm. Definitiv über den von Dir genannten 100qm, die eine hydraulische Weiche nötig machen.
 
Hausdoc

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Deine Anlage braucht ca 1600 l Heizwasser /h ( und das mit ca 4 m Restförderhohe) - die Heizkorper im KG nicht eingerechnet.

Wenn man das nur mit der Pumpenlkennlinie der Vidodens vergleicht, wird man merken, daß das unmöglich funktionieren kann.
Kuck hier Seite 6


http://www.viessmann.de/content/dam...df-datenblaetter-2009/db-5368744_05-20124.pdf


Du brauchst also zwingend eine hydraulische Weiche mit externer Heizkreispumpe ( Wilo Pico 25 1-6, oder Grundfos Alpha 2 25-60)
 

Piotre

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Hallo, also mit den Legionellen wird immer ein Terz gemacht. Generell finde ich persönlich, das man die Warmwasserbereitung auch tagsüber durchlaufen lassen kann, da die Speicher heute sehr gut isoliert sind und wenn dann würde ich wenn vorhanden die Zirkulationspumpe bei Abwesenheit ausschalten, da diese eine Abnahme darstellt. Die Aufheizung in der Woche über 60 °C finde ich im Einfamilienhaus als übertrieben, da ja täglich eine Umwälzung des Warmwassers stattfindet und sich somit keine Legionellen stark vermehren können. Generell gilt, in jedem Süsswasser sind Legionellen vorhanden, es kommt nur auf die Konzentration an. Wichtiger ist die vermeidung von Mikroorganismen, da diese das Futter der Legionellen sind. Also Totstrecken in der Installation sind zu vermeiden, Trinkwasserfilter regelmäßig reinigen usw. Die Zirkulation sollte am Tag nicht länger als 8 Stunden ausgeschlatet sein. Gruß Piotre
 
Hausdoc

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Ergenzend dazu:
Legionellen wachsen sehr sehr langsam - und das nur bei Stagnation und nierigen Temperaturen.

Darum sich diese Keine vor allem in Totleitungen zu finden. Stichpunkt: Nicht genutzte Gartenwasserleitung usw.

Ich habe mehrere "Legionellenanlegen" desinfiziert, wobei hier stets die zuständige Gesundheitsbehörde bzw der Betreiber auf eine ausschließliche Speicherdesindizierung drängten.

Mit einer "Legionellenschaltung" im Einfamilienhausbereich erreicht man gar nichts. Vollkommen sinnlos.
 

Piotre

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Wobei hier immer die Frage im Raum steht, wie alt ist der Speicher, wie groß ist der Speicher und ist eine Zirkulation als Verbraucher vorhhanden. Aber ja bei kleinem Speicher macht eine höhere Temperatur Sinn, wegen der Beimischung von Kaltwasser bei Entnahme.
 
Thema:

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