Viessmann Vitodens 200-W Interne Pumpe/ allgemeine Fragen

Diskutiere Viessmann Vitodens 200-W Interne Pumpe/ allgemeine Fragen im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo liebe Forum Mitglieder ! Da mir vor langer langer Zeit in diesem Forum sehr mit meiner damaligen Sieger Heizung geholfen wurde wende ich...

jurij

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Hallo liebe Forum Mitglieder !

Da mir vor langer langer Zeit in diesem Forum sehr mit meiner damaligen Sieger Heizung geholfen wurde wende ich mich erneut an euch, diesmal aber mit einem anderen Gerät. Der Brennwerttherme Vitodens 200-W.

Nun ist es soweit, wir haben unsere eigenen vier Wände bezogen, ein EFH mit 120m³ Wohnfläche und Baujahr 1995. In dem Haus werkelt die oben genannte Brennwerttherme mit einem 120 Liter Warmwasser Boiler. Eingebaut wurde die Heizung im Jahr 2008.

Da demnächst die Heizsaison beginnt habe ich mich in den letzten Tagen mit unserer neuen Heizung beschäftigt, einwenig in den Anleitungen gelesen und das Gerät mal zur Probe in den Heizbetrieb versetzt, alles funktioniert auch soweit. Allerdings sind mir hier schon ein paar dinge aufgefallen die mir nicht gefallen.

Die Heizung läuft Außentemperaturgeführt, in Wohnzimmer hängt eine Vitotrol 200 Fernbedienung, an dieser kann man die Raumtemperatur Anhand eines Drehrädchens eintellen. Heißt also für mich: Der Vorlauf wird Anhand der Außentemperatur eingestellt, diese richtet sich nach der eingestellen Heizkennlinie, richtig ?

Was mir negativ auffällt: Die Pumpe scheint im Heizbetrieb rund um die Uhr zu laufen, stelle ich 20 Grad an der Vitotrol ein geht der Brenner in Betrieb, sind die 20 Grad Raumtemperatur erreicht schaltet der Brenner ab, allerdings läuft die Pumpe weiter. Gibt es hier eine möglichkeit dieses umzustellen ? Ideal wäre für mich eine Pumpennachlaufzeit. Nachdem der Brenner ausgeht und die Raumtemperatur erreicht ist, läuft die Pumpe eine gewisse Zeit um die Restwärme wegzubefördern, danach ist diese Still bis das nächste mal Wärme angefordert wird. ( Die Pumpe ist eine Zwei Stufen Pume und nicht Drehzahlgeregelt ). Allerdings finde ich irgendwie nicht das passende in der Codierliste.

Punkt 2. was mir nicht geällt: Takten in der Übergangszeit.

Die Therme geht für etwa 10 min. in Betrieb, heizt den VL etwa bis 48-50 Grad auf und geht wieder aus. Nach etwa 5 min ( vermutlich die Taktsperre ) geht das Spiel von vorne los. Öffne ich mehrere Heizkörper verlängert sich die Laufzeit des Brenners, was ja auch normal ist. Meine vermutung: Bei zwei geöffneten Heizkörpern hat die Therme zuviel Power und bekommt die Wärme nicht weg, daher das takten, richtig ? Was kann ich dagegen tun ? ( Hinzu kommt noch das die Räume seeeehr lange zum Aufheizen brauchen )

Von der Steuerung habe ich einfach mal ein Foto gemacht.


Vorab bedanke ich mich schonmal für die Hilfe.
 

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KarlZei

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Die Heizung läuft Außentemperaturgeführt, in Wohnzimmer hängt eine Vitotrol 200 Fernbedienung, an dieser kann man die Raumtemperatur Anhand eines Drehrädchens eintellen. Heißt also für mich: Der Vorlauf wird Anhand der Außentemperatur eingestellt, diese richtet sich nach der eingestellen Heizkennlinie, richtig ?
Ja, wobei die über die Fernbedienung eingestellte Solltemperatur die Heizkennlinie zusätzlich verschiebt.

Was mir negativ auffällt: Die Pumpe scheint im Heizbetrieb rund um die Uhr zu laufen, stelle ich 20 Grad an der Vitotrol ein geht der Brenner in Betrieb, sind die 20 Grad Raumtemperatur erreicht schaltet der Brenner ab, allerdings läuft die Pumpe weiter. Gibt es hier eine möglichkeit dieses umzustellen ? Ideal wäre für mich eine Pumpennachlaufzeit. Nachdem der Brenner ausgeht und die Raumtemperatur erreicht ist, läuft die Pumpe eine gewisse Zeit um die Restwärme wegzubefördern, danach ist diese Still bis das nächste mal Wärme angefordert wird.
Grundsätzlich muss die Pumpe regelmäßig laufen, damit die Regelung über die Kesseltemperatur erkennen kann, dass Wärmebedarf besteht. Nachlaufzeiten lassen sich aber wohl einstellen. Hast Du mal in die passende Serviceanleitung geschaut? Dort sind alle konfigurierbaren Parameter aufgeführt.

Punkt 2. was mir nicht geällt: Takten in der Übergangszeit.
Unvermeidbar. Irgendwann übersteigt die min. Leistung den Wärmebedarf und das Teil fängt an, zu takten. Das wird auch der Fall sein, wenn alle Heizkörper geöffnet sind. Gedrosselte HK begünstigen es aber; es setzt dann bei niedrigeren Temperaturen ein.
Hier kann man optimieren, indem man alle Heizkörper zumindest teilweise geöffnet lässt und die Heizkennlinie optimiert. Voraussetzung dafür ist ein vernünftiger hydraulischer Abgleich. Abhängig von der energetischen Qualität des Hauses kann man zusätzlich mit den Sparschaltungen spielen (Parameter A5, A6 mit 90), um die Heizung bei sehr / zu geringem Wärmebedarf auszuschalten. Das Taktverhalten kann bei dem Teil meines Wissens aber nicht über z.B. Brennersperrzeit o.ä. beeinflusst werden.
 

jurij

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Erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Ja, wobei die über die Fernbedienung eingestellte Solltemperatur die Heizkennlinie zusätzlich verschiebt.
Was würde denn die Steuerung machen wenn RT soll und RT ist gleich sind ? Würde dan nur die Pumpe laufen und der Brenner würde warten bis der RT ist Wert sinkt ?

Hast Du mal in die passende Serviceanleitung geschaut? Dort sind alle konfigurierbaren Parameter aufgeführt.
Ja, allerdings bin ich überfordert mit den ganzen Sachen dort, möchte auch nichts blind ändern ohne zu wissen was ich das eigentlich tue

Abhängig von der energetischen Qualität des Hauses kann man zusätzlich mit den Sparschaltungen spielen (Parameter A5, A6 mit 90), um die Heizung bei sehr / zu geringem Wärmebedarf auszuschalten.
Hier verstehe ich es nicht ganz, bei A5: Eingestellt ist momentan A5:5 heißt es die Pumpe wird abgestellt wenn AT größer als RT ist ?
 

jurij

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Codierung b5: Heißt soviel wie Pumpe aus wenn in Nachtabsenkung RT ist gößer wie RT soll, richtig ?
 

KarlZei

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Was würde denn die Steuerung machen wenn RT soll und RT ist gleich sind ? Würde dan nur die Pumpe laufen und der Brenner würde warten bis der RT ist Wert sinkt ?
Sobald die Heizung im Heizprogramm ist und nicht irgendwie abgeschaltet ist (z.B. Sparschaltung A5), wird sie den Brenner anwerfen und versuchen, den Vorlauf auf die gewünschte Temperatur gemäß Heizkennlinie zu bringen und dort zu halten. Steigt die RT und ist die Raumaufschaltung aktiv, wird sie weiterlaufen und 'nur' die Vorlauftemperatur (VLT) reduzieren. Fällt daraufhin RT, wird die Vorlauftemperatur wieder hochgefahren. Bei guten Rahmenbedingungen, also insbesondere hinreichender Wärmeabnahme, wird sie kontinuierlich laufen und dabei abhängig von RT, AT und Kesseltemperatur die Leistung modulieren, um nur die benötigte Wärme zu 'produzieren'. Erst wenn sie die erforderliche VLT nicht halten kann (steigt wg. zu geringer Wärmeabnahme), wird sie abschalten und anfangen zu takten.
Ziel sollte es sein, alles (Hydraulik, Volumenstrom, Heizkennlinie...) so einzustellen, dass die Heizung kontinuierlich laufen kann. Hat aber eben Grenzen in der Übergangszeit. In Deinem Fall wohl recht früh, weil der 'alte' Vitodens 200 die Leistung nicht so stark herunter modulieren kann wie moderne Geräte.

Ja, allerdings bin ich überfordert mit den ganzen Sachen dort, möchte auch nichts blind ändern ohne zu wissen was ich das eigentlich tue
Vernünftig. Ist asuch teilweise recht undurchsichtig, weil Viessmann nicht sehr viele Infos rausgibt.
Hier verstehe ich es nicht ganz, bei A5: Eingestellt ist momentan A5:5 heißt es die Pumpe wird abgestellt wenn AT größer als RT ist ?
Nicht die Pumpe wird abgestellt, sondern die Heizung und in der Folge dann ggf. auch die Pumpe.
Aber ja, ein Grad höher als RT => aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass hier schnelle Änderungen der AT erfasst werden. Wenn AT leicht um RT + 1K schwankt, wird die Heizung ständig ein-/ausschalten. Schnelle Änderungen = es werden nur ein paar Messwerte gemittelt.
A6 macht Ähnliches, nur dass für die Ermittlung der AT große Zeitkonstanten genutzt werden; geänderte = gedämpfte AT, gemittelt über viele Stunden. Hier fließt dann über den Parameter 90 die energetische Qualität des Hauses ein. Dazu ein Bild wg. weniger Worte ;-)

Spar.png

Die Heizung läuft bis ca. 08:10 Uhr, dann wird Warmwasser erwärmt und sie startet erneut um ca. 09:00 Uhr im Heizbetrieb. A5 ist bei mit auf 11 gesetzt = vereinfacht 15°C. Diese Temperatur wird um ca. 09:15 Uhr erreicht und die Heizung schaltet stumpf ab, obwohl sie gerade erst mit dem Heizen angefangen hat.
Die AT fällt gegen 17:30 Uhr unter die A5-Schwelle und die Heizung müsste eigentlich wieder einschalten. Macht sie aber nicht, weil zwischenzeitlich die gedämpfte Temperatur (für A6 bei Parameter 90:64 = 10,7 Std) angestiegen ist und noch über dem konfigurierten Wert von 17°C (- 1K Schaltschwelle) liegt. Erst als diese Temperatur unterschritten ist, fährt die Heizung wieder hoch. Wäre es an dem Tag länger warm gewesen, hätte es einen stärkeren Anstieg und dann späteren Abfall der gedämpften AT gegeben und die Heizung hätte wohl erst spät am Abend wieder eingeschaltet.

Was hier in Deinem Fall sinnvoll ist, must Du tatsächlich ausprobieren. Ich habe ein paar Monate gebraucht, die für mich bzw. eigentlich für Frau sinnvolle Einstellungen zu finden ;-)
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Hallo @jurij , in der Übergangszeit ist dein Vorhaben schlecht umzusetzen.
Ich würde damit noch warten bis die Tagestemperatur gegen 0 Grad geht. Da kannst du dann auch sicher sein die richtigen Einstellungen gemacht zu haben.
 

jurij

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A5 ist bei mit auf 11 gesetzt = vereinfacht 15°C.
Heißt also im Klartext deine "Normale Raumtemperatur" steht auf 20°, da bei dir A5 auf 11 gesetzt ist geht deine Heizung ab 15° AT aus, entsprechend auch die Pumpe, richtig ?

gedämpfte Temperatur (für A6 bei Parameter 90:64 = 10,7 Std)
Auf was steht denn bei dir der Parameter A6 ? Dieser Parameter richtet sich nur rein nach der gedämpften AT, richtig ?

Zu dem Parameter 90 nochmal: Dieser ist bei mir auf 128 eingestellt, heißt also 21,3 Stunden. Aber was sagt dieser Wert mir genau ? Ich verstehe das jetzt so: Desto größer der Parameter ist, desto träger reagiert die gedämpfte Außentemperatur auf " Temperaturschwankungen " draußen. Heißt Also wenn man eine gute Wärmeisolierung hat, wäre der Wert höher als wenn man eine schlechte bzw. garkeine Isolierung hat.

Und im Parameter b0 kann ich einstellen ob die Heizung witterungsgeführt oder Raumgeführt wird ?
 

jurij

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Hallo @jurij , in der Übergangszeit ist dein Vorhaben schlecht umzusetzen.
Ich würde damit noch warten bis die Tagestemperatur gegen 0 Grad geht. Da kannst du dann auch sicher sein die richtigen Einstellungen gemacht zu haben.
Hallo Wolfhaus, an deinen Namen erinner ich mich noch, du hast mir damals mit der Sieger Heizung weitergeholfen.. :)


Ja, verstellen tue ich momentan noch nichts, werde auch abwarten bis die 0° kommen.. vorab möcht ich mir aber schonmal ein Bild machen was geht, wie es geht und wie die einzelenen Parameter miteinander verknüpft sind um im Falle der Fälle schnell zu reagieren.... und natürlich aus eigenem Interesse.
 

KarlZei

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Heißt also im Klartext deine "Normale Raumtemperatur" steht auf 20°, da bei dir A5 auf 11 gesetzt ist geht deine Heizung ab 15° AT aus, entsprechend auch die Pumpe, richtig ?
Korrekt. Ich habe hier alles auf diese 20°C abgestimmt. Möchte ich/frau es etwas wärmer, ändere ich nur RT Soll. Die Thermostate fasse ich dafür nicht an.
Auf was steht denn bei dir der Parameter A6 ? Dieser Parameter richtet sich nur rein nach der gedämpften AT, richtig ?
17°C. A5 und A6 sind meine Einstellungen für die Übergangszeit, die einige Besonderheiten meines Hauses berücksichtigen. U.a. AT-Sensor an Ost-Seite und große Fensterflächen auf der Süd-Seite. Wenn es draußen nachhaltiger kühl bis kalt ist, müssen die Werte ggf. angepasst werden.
Zu dem Parameter 90 nochmal: Dieser ist bei mir auf 128 eingestellt, heißt also 21,3 Stunden. Aber was sagt dieser Wert mir genau ? Ich verstehe das jetzt so: Desto größer der Parameter ist, desto träger reagiert die gedämpfte Außentemperatur auf " Temperaturschwankungen " draußen. Heißt Also wenn man eine gute Wärmeisolierung hat, wäre der Wert höher als wenn man eine schlechte bzw. garkeine Isolierung hat.
Jein. Zum einen ist nicht nur die Wärmedämmung relevant, sondern auch z.B. der Wärmeeintrag durch Fenster bei Sonnenschein. Zum anderen muss man eher darauf achten, dass man nicht 'asynchron' heizt, weil man wegen eines gut gedämpften Hauses einen zu hohen Wert nutzt. Dann kann es durchaus sein, dass die Heizung erst wieder einschaltet, wenn es nach der Nacht draußen deutlich wärmer wird.

Und im Parameter b0 kann ich einstellen ob die Heizung witterungsgeführt oder Raumgeführt wird ?
Ich weiß nicht genau, wie es bei der alten 200-W ist. Aber man schaltet nicht einfach zwischen diesen beiden Modi um. Vielmehr bleibt die Heizung immer witterungsgeführt. Mit aktiviertem Raumeinfluss wird 'nur' die Vorlauftemperatur etwas anders berechnet. Dazu wird die gemäß AT errechnete Vorlauftemperatur abhängig von RT Soll und RT Ist um einen Betrag erhöht / reduziert. Wie groß dieser Betrag ist, hängt vom Raumeinflussfaktor ab, den man über Parameter b2 einstellt. Je höher dieser Wert ist, desto mehr wird die VLT korrigiert. Auch hier gilt leider, dass es kaum belastbare Infos (von Viessmann) gibt, um wie viel Grad es eigentlich geht. Es soll wohl der halbe Wert von b2 in Grad sein; b2:40 ändert die VLT um bis zu 20°C. Deswegen sollte man beim Probieren mit großen Werten für b2 vorsichtig sein, weil es u.U. zu sehr hohen VLT kommen kann; z.B. zu hoch für FBH, wenn nicht anderweitig begrenzt.

Ja, verstellen tue ich momentan noch nichts, werde auch abwarten bis die 0° kommen.
Naja, Einstellungen für die Übergangszeit testet man idealerweise in der Übergangszeit ;-)


Ich empfehle im Übrigen als Pflichtlektüre die Vitotronic-FAQ von Kathrin. In der sind viele Dinge beschrieben, die man IMO wissen sollte.
 

KarlZei

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Die hier diskutierten Einstellungen sind in der Regel im Winter eh nicht relevant und man kann sie dann auch nicht testen. Zur Erinnerung:
Punkt 2. was mir nicht geällt: Takten in der Übergangszeit.
Man kann keine Heizung so einstellen, dass sie im gesamten AT-Bereich optimal effizient betrieben wird. Wer möglichst viel heraus holen will, muss Einstellungen jahreszeitlich anpassen.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Man kann keine Heizung so einstellen, dass sie im gesamten AT-Bereich optimal effizient betrieben wird.
Doch,
du meintest sicher "effizient betrieben wird" , da geht nicht, aber optimal effizient geht schon und damit ist auch keine Veränderung der Einstellungen Herbst / Winter, erforderlich.
Das soll hier keine Wortklauberei sein!
effizient betrieben wird, ist genau auf den Punkt.
optimal effizient, ist in einem Toleranzbereich, den praktischen Bedingungen bestmöglich angeglichen.
Und damit ist deine Aussage falsch, auch wenn du das sicher nicht so gemeint hast.
 

jurij

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ch empfehle im Übrigen als Pflichtlektüre die Vitotronic-FAQ von Kathrin. In der sind viele Dinge beschrieben, die man IMO wissen sollte
Danke, da steht ja wirklich fast alles was man wissen sollte..

Was ich noch gerne wissen will: Parameter A5 und Parameter A6: Parameter A5 richtet sich ja nach der tatsächlichen Temperatur die der Außenfühler gerade erfasst. Parameter A6 richtet sich nach der ged. AT die die Steuerung errechtnet hat. Müssen beide Vorraussetzungen erfüllt sein damit die Heizung in den Sommerbetrieb ( Sprich Brenner und Pumpe aus ) oder muss nur eins der Parameter passen und die Heizung geht in den Sommerbetrieb ?

Außerdem, Parameter b5 ( diese Funktion will und will ich einfach nicht begreifen ). Nehmen wir an Parameter b5:6.

RTsoll: 20°
RTist: 21°--> Pumpe ist aus, Pumpe geht wieder an wenn RTist kleiner wie RTsoll -1K. In Werten heißt es Pumpe aus bei 21°, Pumpe ein bei 19°.

In diesem Falle also richtet sich also der Wärmebedarf nicht nach dem VL, sondern nach den konkreten Werten der RT, richtig ?


Und noch eine Sache zum Schluss: Die Interne Pumpe hat zwei Stufen ( Stufe 2 u. 3 ). Momentan steht die Pumpe auf Stufe 3. Könnte/ dürfte ich diese auf Stufe zwei Stellen ? Derzeit ist es so das man deutliches rauschen an den Heizkörpern hört. Haus hat drei Stockwerke (EG,OG und DG), die Heizung steht im EG und der höhste Heizkörper ist im DG.


Vielen Dank schonmal.
 

KarlZei

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Parameter A5 und Parameter A6: Parameter A5 richtet sich ja nach der tatsächlichen Temperatur die der Außenfühler gerade erfasst. Parameter A6 richtet sich nach der ged. AT die die Steuerung errechtnet hat. Müssen beide Vorraussetzungen erfüllt sein damit die Heizung in den Sommerbetrieb ( Sprich Brenner und Pumpe aus ) oder muss nur eins der Parameter passen und die Heizung geht in den Sommerbetrieb ?
Ein Parameter genügt. Der Heizung ist es auch egal, welcher Parameter ein- und welcher ausschaltet.
Zur A5 vielleicht noch, dass ein paar wenige Messungen (< 1 Minute oder so) gemittelt und gerundet werden, damit nicht wild ein-/ausgeschaltet wird.

Außerdem, Parameter b5 ( diese Funktion will und will ich einfach nicht begreifen ).
Erschließt sich mir auch nicht in Gänze. Und da ich keine Fernbedienung mit Raumeinfluss nutze, habe ich das auch nicht testen können. Mein Verständnis ist, dass sich damit, ähnlich wie mit A5/A6, eine Sparschaltung realisieren lässt, die eben nicht AT-gesteuert ist, sondern über die Raumtemperatur läuft.
Die Interne Pumpe hat zwei Stufen ( Stufe 2 u. 3 ). Momentan steht die Pumpe auf Stufe 3. Könnte/ dürfte ich diese auf Stufe zwei Stellen ?
Ausprobieren. Es wird dadurch der Volumenstrom reduziert. Folgen: Die Taktanfälligkeit kann sich erhöhen, die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauftemperatur wird zunehmen, wodurch sich die Wärmeabgabe der Heizflächen verändern wird. Letzteres müsste dann wieder über die Heizkennlinie mit höheren VLT korrigiert werden, damit das Temperaturniveau gehalten werden kann. Hängt halt von der Pumpe und deren Kennlinien für die diversen Stufen, dem derzeitigen Abgleich un anderen Dingen ab.
 
gesbb

gesbb

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...Öffne ich mehrere Heizkörper verlängert sich die Laufzeit des Brenners, was ja auch normal ist. Meine vermutung: Bei zwei geöffneten Heizkörpern hat die Therme zuviel Power und bekommt die Wärme nicht weg, daher das takten, richtig ?
Korrekt! Aber heftiges Takten ist durchaus vermeidbar.
Was kann ich dagegen tun ?
Da gäbe es einige Möglichkeiten.
Allerdings funktioniert eine Heizungsanlage keinesfalls wie ein Lichtschalter!;)
 

jurij

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Da gäbe es einige Möglichkeiten.
Ja, das ist mir durchaus bewusst, daher habe ich hier auch um Hilfe gebeten und bin gerade dabei das bestmögliche daraus zu machen.

Allerdings funktioniert eine Heizungsanlage keinesfalls wie ein Lichtschalter
Auch das ist mir bewusst, aber mittlerweile hab ich dank KarlZei halbwegs den Überblick über meine Heizung bekommen.
 

jurij

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Ein Parameter genügt. Der Heizung ist es auch egal, welcher Parameter ein- und welcher ausschaltet.
Zur A5 vielleicht noch, dass ein paar wenige Messungen (< 1 Minute oder so) gemittelt und gerundet werden, damit nicht wild ein-/ausgeschaltet wird.
Das habe ich mal zum testen umgestellt, allerdings lief die Pumpe weiter. :unsure: Daher auch die Frage ob alle beide Voraussetzungen erfüllt sein müssen damit die Anlage in den Sommerbetrieb geht. Hatte eingestellt dass ab 15° AT die Heizung in den Sommerbetrieb geht, zu dem Zeitpunkt hatten wir eine AT von 17° die auch der Außenfühler erfasst hatte. Eine Idee woran es da gescheitert ist ?

Könnte ja sein dass die ged. AT noch unter Wert war, aber das ist ja lt. deiner Aussage egal...
 
gesbb

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Das habe ich mal zum testen umgestellt, allerdings lief die Pumpe weiter.
Moderne Heizungsregelungen beziehen ihre Systeminformationen u.a. aus dem "laufenden" System (Regelung).:)
Die Notwendigkeit "Heizbetrieb" wird dabei ausschließlich durch die gewünschten RT bestimmt! Diese Anforderungen müssen sämtliche Randparameter der Anlage energieeffizient und wirtschaftlich erfüllen.
 
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