Trimatic MC Warmwasservorrang hängt

Diskutiere Trimatic MC Warmwasservorrang hängt im Viessmann Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, unser Gaskessel wird mit einer Trimatic MC gesteuert. Die gesamte Anlage ist aus 1991. Durch die Zeitschaltuhr ist die Warmwasserbereitung...

ozinder

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Hallo,
unser Gaskessel wird mit einer Trimatic MC gesteuert. Die gesamte Anlage ist aus 1991.
Durch die Zeitschaltuhr ist die Warmwasserbereitung auf eine halbe Stunde am Morgen beschränkt , anschließend ist der Heizkreislauf aktiv bis zur Nachtabsenkung abends.

EDIT: noch vergessen: keine Fernsteuerung angebaut

Jetzt hatte ich schon dreimal das Problem, dass die Warmwasserbereitung nicht abschaltet, d.h. auch weit nach Ende der eingestellten WW-Zeit ist die LED noch an und der Heizkreis bleibt lauwarm.

Nach Ausschalten der Steuerung und Wiedereinschalten läuft alles normal. Die Uhr zeigt auch die richtige Zeit.

Kann sich da jemand einen Reim drauf machen? Klebt da irgend ein Relais( hatte ich beim Relais für den Mischermotor gelegentlich) ?

Danke für jede Hilfe!

Gruß
Ozinder
 
Hausdoc

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ozinder schrieb:
Durch die Zeitschaltuhr ist die Warmwasserbereitung auf eine halbe Stunde am Morgen beschränkt
Sowas ist vollkommen unsinnig....


Gib mal Warmwasser rund um die Uhr frei und berichte dann.
 

ozinder

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Hallo Hausdoc,
danke für die Antwort.

Soll ich ernsthaft die WW-Zeit freigeben? So weit ich weiß, hat die WW-Aufbereitung Vorrang vor dem Heizkreis, dann sitzt meine Frau im Kalten und ich habe ein Problem ;-)

Oder macht die Vorrangschaltung auch keinen Sinn? Die Anleitung zum Ausschalten über die MC-Schaltuhr hab ich schon mal irgendwo im Forum gesehen.

Gruß
Ozinder
 
Hausdoc

Hausdoc

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Natürlich.

ozinder schrieb:
So weit ich weiß, hat die WW-Aufbereitung Vorrang vor dem Heizkreis, dann sitzt meine Frau im Kalten und ich habe ein Problem
Normalerweise sollte die Warmwasserbereitung nach spätestens 30 Minuten abgeschlossen sein. In der Zeit erfriert niemend....

Unter ca 50 KW Kesselleistung braucht man diese Vorrangschaltung unbedingt
 

ozinder

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OK, ich versuch mich heute abend mal daran.

Ich denke aber, dass vielleicht genau hier das Problem liegt, weil ich ja dadurch auf das Problem aufmerksam wurde, dass die Heizkörper nur lauwarm wurden.

Aber ich werde berichten.

Gruß
Ozinder
 
Hausdoc

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Wie ist der Kesselthermostat eingestellt?
 

ozinder

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Ich bin gerade in der Arbeit, ich schreibe heute Abend mal die ganzen Einstellungen auf.
Wie ist der Kesselthermostat eingestellt?
Du meinst doch die Einstellung für die Kesselmaximaltemperatur am Bedienfeld?

LG
Ozinder
 

ozinder

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Hausdoc schrieb:
Gib mal Warmwasser rund um die Uhr frei und berichte dann.
Hier erst mal die Grunddaten:
Kessel ist lt. Typenschild ein Atola mit 28-25kW aus 1991
Steuerung Trimatic MC 7450261 (ohne A)
Das Heizssystem hat Warmwasserbereitung mit eigener Pumpe und drei mischergeregelte Heizkreise, von denen aber zwei über eine weitere Centratherm-Steuerung laufen.
Die Einstellungen der Trimatic:
Normaltemperatur: N
Reduziert: N+2
Trinkwasser: 50
Modus: Normal/Reduziert
Kennlinien-Neigung: 0,6
Kennlinien-Niveau: 0
Kesseltemperatur-Maximum: 75°

Ich habe um ca. 16:20 die Schaltuhren von SU1 (Warmwasser) beide auf 00:00 bis 24:00 gestellt. Zunächst war nichts feststellbar, lediglich, dass der Brenner doch realiv häufig angesprungen ist, nur rein aus dem Gefühl heraus (verbringe eher wenig Zeit im Heizungskeller ;-) ). Um ca. 18:00 war ich noch mal an der Heizung. dabei ist mir dann aufgefallen, dass der Brenner an war, aber alle Mischer zu. Das Thermometer am WW-Speicher zeigt 60°. Kurz darauf sprang dann die rote LED der Trinkwasserwärmung an, ist jetzt aber wieder aus.

In ein Codiermenü bin ich an der Schaltuhr nicht gekommen.
 
Hausdoc

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ozinder schrieb:
Du meinst doch die Einstellung für die Kesselmaximaltemperatur am Bedienfe
Richtig... was ist da eingestellt?
 
ThW

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ozinder schrieb:
Kennlinien-Neigung: 0,6
Wow...das sind bei AT -10°C nicht einmal 50°C Vorlauf^^

Im Ganzen hört es sich nach einem "Wackler" des Speicherfühlers an....mal gemessen oder Fühler aus der Tauchhülse gezogen?

ozinder schrieb:
Du meinst doch die Einstellung für die Kesselmaximaltemperatur am Bedienfeld?
Jopp

LG ThW
 

ozinder

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ThW schrieb:
Wow...das sind bei AT -10°C nicht einmal 50°C Vorlauf^^
Reicht bislang, wir haben noch einen Kaminofen zur Unterstützung

ThW schrieb:
Im Ganzen hört es sich nach einem "Wackler" des Speicherfühlers an....mal gemessen oder Fühler aus der Tauchhülse gezogen?
Nein, aber den Fühler hatte ich auch schon in Verdacht, werde ich in den nächsten Tagen mal ausbauen.
 
tricotrac

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Codierungen sind in dieser Schaltuhr nicht zu finden. Ich tippe eher auf oxidierte Kontaktflächen der Potis auf der Sollwertplatine. Eine Anleitung dazu gibt es hier in der Rubrik."Viessmann.".

(Übrigens mein erster Beitrag geschrieben auf einem Smartphone)
 

ozinder

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tricotrac schrieb:
Codierungen sind in dieser Schaltuhr nicht zu finden
Da kann ich dann lange drücken ;)
tricotrac schrieb:
Ich tippe eher auf oxidierte Kontaktflächen der Potis auf der Sollwertplatine
Passt evtl. auch zu folgendem Phänomen, das mir heute zweimal aufgefallen ist:
Ich habe inzwischen die Kennlinien-Neigung bis auf 0,9 hochgedreht.
Die Heizkörper sind nur lauwarm, bzw. oben leicht warm und unten lau.
Das WW-Licht an der Trimatic ist an, der Brenner aus, der HK-Mischer zu, WW-Speicher zeigt 60° (Sollwert 50°)
WW-Sollwert auf 32° => keine Änderung
WW-Sollwert auf 60°=> Brenner springt an
WW-Sollwert auf aus=> WW-LED geht aus, Mischer fährt auf
WW-Sollwert wieder auf 50° => WW-LED bleibt aus

Wir sind wieder bei dem Thema, das ich ursprünglich hatte, die Steuerung kommt aus dem WW-Modus nicht richtig zurück


tricotrac schrieb:
(Übrigens mein erster Beitrag geschrieben auf einem Smartphone)
Erstaunlich, was Technik alles kann ;)

Ich werde mir heute abend mal die Steuerung freilegen und nach den Potis schauen, bei der Gelegenheit dann auch gleich mal schauen, ob der WW-Fühler einen sinnvollen Widerstandswert liefert.
 
tricotrac

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Ist ein 500 OHM - Sensor ! 540 OHM etwa 20°C ; 620 OHM etwa 60°C .Regelung spannungsfrei schalten, alle Einstellungen der Potis notieren, dann alle Potis mehrfach links bzw. rechts herum drehen. Dadurch schleifen sich die Kontaktflächen frei. Einstellungen wieder vornehmen und Regelung wieder einschalten. WAS passiert dann ?
 

ozinder

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Also hier die aktuellen Messergebnisse (die Steuerung hatte gerade begonnen, den WW-Speicher zu laden, als ich ausgeschaltet habe):
Außentemp-Fühler(1): 594 Ohm bei -4°C
Kesseltemp-Fühler(3): 642Ohm
WWSpeichertemp-Fühler: 594 Ohm bei Anzeige am Speicher von 59°

Alle Potis ordentlich rotiert und nach dem Zusammenbau die Heizung wieder eingeschaltet.

Zunächst Heizbetrieb, Brenner schaltet ca. alle 8-10 Min für ca. 3 Min ein, der Mischer ist ganz auf. Am Ende des Heizvorgangs fährt der Mischer auf ca. 30% zurück. Dir nächsten ca. 6 Minuten fährt der Mischer langsam auf, bis er wieder bei 100% ist, dann geht das alles wieder von vorne los. Vorlauf im Heizkreis 48-50°, Rücklauf ca. 32°, wenn der Brenner wieder einschaltet ist der VL auf ca. 45° gesunken (immer nach Anzeige der Thermometer im Heizkreis, wie träge die sind, weiß ich nicht).

Einmal war auch eine Ladevorgang des Speichers dabei. Das Thermometer am Speicher zeigt irgendwie immer 60° an. Beim Laden fuhr der HK-Mischer ganz zu, die WW-LED war an´und der Brenner sprang an. Nach ca. 8 Min. ging der Brenner aus, die WW-LED blieb an. Vorlauf im Ladekreis ca. 50° Rücklauf 40°.
Nach weiteren 6 Min. ging die LED aus, der Mischer wieder auf. Der Heizkreisvorlauf war inzwischen auf 38° gefallen.

Ist der "Nachlauf" beim WW-Laden so normal? Ist die Aufheizzeit des Brauchwassers so in Ordnung, auch wenn keine größeren Mengen Warmwasser entnommen wurden? (Keiner geduscht, gebadet etc.)?

Dann war das Ganze evtl. nur die Kombination aus normalem Ladezyklus und der niedrigen Vorlauftemperatur, die dann eine merklichen Temperaturrückgang am Heizkörper verursacht hat?

Wäre ja die preiswerteste Lösung ( zusammen mit der "Reinigungsfahrt" der Potis natürlich)
 
Hausdoc

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ozinder schrieb:
Ist der "Nachlauf" beim WW-Laden so normal?
Ja

ozinder schrieb:
Ist die Aufheizzeit des Brauchwassers so in Ordnung, auch wenn keine größeren Mengen Warmwasser entnommen wurden?
Ja

ozinder schrieb:
Dann war das Ganze evtl. nur die Kombination aus normalem Ladezyklus und der niedrigen Vorlauftemperatur, die dann eine merklichen Temperaturrückgang am Heizkörper verursacht hat?
Sieht ganz danach aus...
 

ozinder

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Hausdoc schrieb:
Sieht ganz danach aus...
Danke auf jeden Fall für die Hilfe.

Da fällt mir grad noch was ein:
Der Ausgleichsbehälter hängt bei mir im gleichen Raum, wie der Brenner. Dort ist eine Öffnung im Fenster, damit der Brenner auch Luft bekommt. Dadurch ist es in diesem Raum jetzt schweinekalt. Muss ich damit rechnen, das mir bei noch tieferen Temperaturen mal das Expansionsgefäß platzt?
 
Hausdoc

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Der Brenner braucht eine Verbrennungsluftöffnung von 150 cm² ( das sind 5 x 10 cm) - und keinen Scheunentor. ;)


Explodieren wird das Ding nicht - maximal einfrieren und mit etwas Inkontinenz wieder auftauen.
 

ozinder

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Hausdoc schrieb:
Der Brenner braucht eine Verbrennungsluftöffnung von 150 cm² ( das sind 5 x 10 cm)
Viel größer ist das glaube ich auch nicht, aber der Raum ist auch klein und unbeheizt. Ich werd da vielleicht mal ein Thermometer reinstellen.

Danke und schönen (Rest-)Abend
 
Thema:

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