Thermostatmutter federt zurück, wie lösen?

Diskutiere Thermostatmutter federt zurück, wie lösen? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, ich wollte mal alle meine Thermostatventile schmieren und dazu wie überall beschrieben, zuerst auf "5" stellen und dann den Themostatkopf...

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
Hallo,
ich wollte mal alle meine Thermostatventile schmieren und dazu wie überall beschrieben, zuerst auf "5" stellen und dann den Themostatkopf an der Überwurfmutter abschrauben. In den z.B. YT-Videos wird da überall ganz normal nach links drehend die Mutter vom Gewinde geschraubt.

Die Mutter ist bei mir aus Plastik und nur handfest angezogen. Wenn ich sie nach links drehend lösen will, federt sie aber wieder zurück. Was ist das für eine schlaue Technik, irgendwie muss man sie doch lösen können? Und wie soll das dann beim wieder Ranschrauben funktionieren?
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
29.931
ich wollte mal alle meine Thermostatventile schmieren
Damit tötest du die Teile.
Wenn ich sie nach links drehend lösen will, federt sie aber wieder zurück.
Du hast Danfoss Thermostate. Zum Lösen diesen federnden Ring bis zum Anschlag drehen und Thermostatkopf enmtnehmen. Zum wieder montiern einfach wieder aufclipsen.


Nochmal der Hinweis: Da darf nichts geölt oder geschmiert werden
 

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
Du hast Danfoss Thermostate. Zum Lösen diesen federnden Ring bis zum Anschlag drehen und Thermostatkopf enmtnehmen. Zum wieder montiern einfach wieder aufclipsen.
"Aufclipsen" heißt, den Thermostatkopf einfach wieder gerade reindrücken?

Damit tötest du die Teile.

Nochmal der Hinweis: Da darf nichts geölt oder geschmiert werden
Also ich meine den dünnen Metallstift in der Mitte, der manchmal klemmt, das ist doch das Heizungsventil?
Und weil das bei älteren Heizungen mit der Zeit beim Einschalten der Heizung im Herbst manchmal klemmt, hätte ich das geschmiert. So wie hier im Video ab 2:49:

Das ist doch ein rein mechanisches Teil, ein kleiner Metallstift, der da rein- und rausflutscht, warum geht da was kaputt durchs Schmieren?
 

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
Ach, ich dachte du wolltest einen knarzenden Thermostatkopf schmieren. Der Stift sitzt nicht fest. Das Problem sitzt tiefer. ;)
Ich meine den kleinen Metallstift, der dafür verantwortlich ist, dass das Wasser fließt und die Heizung warm wird und was beim obigen Youtube-Thumb in der Mitte des roten Kreises zu sehen ist.

Dieser Ventilstift klemmt manchmal. Habe das auch schon erlebt und habe dann mit dem dran gebliebenen Kopf einfach mit der Hand in Richtung Heizung drauf geschlagen, dann gings wieder. Ist aber vielleicht nicht die beste Methode. Deshalb das Schmieren, was neben dem Reindrückenn mit Hammer/Zange öfters empfohlen wird.
 
Andreas1956

Andreas1956

Experte
Mitglied seit
18.11.2018
Beiträge
1.936
Zum Lösen diesen federnden Ring bis zum Anschlag drehen
... und dann gedreht festhalten, sonst schnappt er wieder zurück. Im gedrehten und festgehaltenen Zustand läßt sich der Kopf abnehmen. Wieder montieren entweder indem man vorab wieder die Mutter gegen die Federkraft dreht und festhält, oder indem man einfach den Kopf in der passenden Position aufsetzt und hinten mal kurz draufhaut. Dann rastet er ein. Der Stift ist aus blankem Stahl, die Bohrung in der er läuft aus Messing. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß der Stift in der Bohrung klemmt. Das Problem sitzt in der Tat tiefer drin, und zwar klebt das Ventil gern an, wenn es längere Zeit geschlossen war. Dagegen kannste außen auch mit 25 Liter feinstem Öl nichts ausrichten.
 

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
... und dann gedreht festhalten, sonst schnappt er wieder zurück. Im gedrehten und festgehaltenen Zustand läßt sich der Kopf abnehmen. Wieder montieren entweder indem man vorab wieder die Mutter gegen die Federkraft dreht und festhält, oder indem man einfach den Kopf in der passenden Position aufsetzt und hinten mal kurz draufhaut. Dann rastet er ein.
Verstehe. Abnehmen und wieder Ranmachen im entgegen der Federkraft gedrehten Zustand, beim Ranmachen mit etwas Druck.

Der Stift ist aus blankem Stahl, die Bohrung in der er läuft aus Messing. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß der Stift in der Bohrung klemmt. Das Problem sitzt in der Tat tiefer drin, und zwar klebt das Ventil gern an, wenn es längere Zeit geschlossen war. Dagegen kannste außen auch mit 25 Liter feinstem Öl nichts ausrichten.
Der feste Stift ist nur das Symptom, sozumsagen.
Wenn man vorne beim Stift etwas Kriechöl oder Fett draufgibt bzw. reinspritzt und dann den Ventilstift mehrfach reindrückt, sollte dann nicht etwas davon weiter hinten ankommen und die Verklebung dort lösen? Dann könnte es einem egal sein, ob Schmutz, ein Sandkorn, Rost vorne beim Stift oder weiter hinten das Problem ist.
 
Andreas1956

Andreas1956

Experte
Mitglied seit
18.11.2018
Beiträge
1.936
Wenn man vorne beim Stift etwas Kriechöl oder Fett draufgibt bzw. reinspritzt und dann den Ventilstift mehrfach reindrückt, sollte dann nicht etwas davon weiter hinten ankommen und die Verklebung dort lösen?
Nein, das Problem ist ja nicht der Stahlstift. Dieser stellt nur eine lose Verbindung zum Ventilinneren dar, wobei diese Verbindung aber so beschaffen ist, daß Ziehen am Stift nicht auf das Ventil wirkt und daher völlig nutzlos ist und höchstens dazu führt, den Stift herauszureißen und Wasseraustritt zu verursachen.

Das Problem ist vielmehr im Inneren des Ventils, daß eine Gummidichtung am Ventilsitz anklebt und das Öffnen verhindert. Das bekommst Du mit Öl nicht behoben, sondern allenfalls mechanisch. Öl am Stahlstift sorgt höchstens für zusätzliche Probleme, denn aufgrund der offenen Konstruktion der Thermostatköpfe gelangen Staub und Flusen an den Stahlstift. Wäre da nun ein Ölfilm, würden Staub und Flusen um so besser an dem Stahlstift haften und nach und nach eine Mischung bilden, die dann tatsächlich für eine Schwergängigkeit des Stiftes sorgen kann. Der Schuß ginge also voll nach hinten los.

Jedenfalls beruht das Problem solcher Ventile NICHT auf Rost oder einem Sandkorn, sondern immer darauf, daß eine Gummidichtung bei längere Zeit geschlossenem Ventil am Ventilsitz anklebt. Wenn Du dem vorbeugen willst, dann müßtest Du die Ventile im Sommer offen lassen (bei abgestelltem Heizkreis) oder wenigstens aller paar Tage bewegen. Oder Du läßt diese Danfoss-Scheiße mal durch ein anständiges Produkt ersetzen, z. B. von Heimeier. Ich glaube ja immer noch, diese Technik ist die Rache der Dänen für den deutschen Einmarsch im letzten Weltkrieg. Aber die Einen sagen so, die Anderen sagen es anders. ^^
 

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
Nein, das Problem ist ja nicht der Stahlstift. Dieser stellt nur eine lose Verbindung zum Ventilinneren dar, wobei diese Verbindung aber so beschaffen ist, daß Ziehen am Stift nicht auf das Ventil wirkt und daher völlig nutzlos ist und höchstens dazu führt, den Stift herauszureißen und Wasseraustritt zu verursachen.

Das Problem ist vielmehr im Inneren des Ventils, daß eine Gummidichtung am Ventilsitz anklebt und das Öffnen verhindert. Das bekommst Du mit Öl nicht behoben, sondern allenfalls mechanisch. Öl am Stahlstift sorgt höchstens für zusätzliche Probleme, denn aufgrund der offenen Konstruktion der Thermostatköpfe gelangen Staub und Flusen an den Stahlstift. Wäre da nun ein Ölfilm, würden Staub und Flusen um so besser an dem Stahlstift haften und nach und nach eine Mischung bilden, die dann tatsächlich für eine Schwergängigkeit des Stiftes sorgen kann. Der Schuß ginge also voll nach hinten los.

Jedenfalls beruht das Problem solcher Ventile NICHT auf Rost oder einem Sandkorn, sondern immer darauf, daß eine Gummidichtung bei längere Zeit geschlossenem Ventil am Ventilsitz anklebt. Wenn Du dem vorbeugen willst, dann müßtest Du die Ventile im Sommer offen lassen (bei abgestelltem Heizkreis) oder wenigstens aller paar Tage bewegen. Oder Du läßt diese Danfoss-Scheiße mal durch ein anständiges Produkt ersetzen, z. B. von Heimeier. Ich glaube ja immer noch, diese Technik ist die Rache der Dänen für den deutschen Einmarsch im letzten Weltkrieg. Aber die Einen sagen so, die Anderen sagen es anders. ^^
Hm, erstaunlich, dass dann so viele im Web, auch Leute, die sich auszukennen scheinen, ölen/schmieren des Ventilstiftes empfehlen. Wobei bei diesen Diskussionen es oft um die Wahl des Mittels geht, also bestimmte Mittel soll man nicht nehmen, das wird schon gelegentlich angesprochen, weil sie z.B. Dichtungen beschädigen können. Bestimmte Mittel würden aber nicht schaden und oft etwas bringen, z.B. Silikonspray, das dann nicht nur den Stift leichtgängig macht, sondern in der Lage sei, die Verklebung "hinten" zu lösen.

Manche nehmen Butter :)

Am besten scheint dann aber wirklich eine Erneuerung des "hinten" bzw. der gesamten Stopfbuchse zu sein, wenn die Wahl des Mittels so heikel ist und sich kaum etwas wirklich empfiehlt (Silikonspray?).
 
Zuletzt bearbeitet:
Andreas1956

Andreas1956

Experte
Mitglied seit
18.11.2018
Beiträge
1.936
Am besten wäre der Abschied von den Danfoss-Ventilen. Mir ist kein anderes Produkt bekannt, das derart zuverlässig für Ärger sorgt. Ansonsten nimmt man einmal jährlich den Thermostatkopf ab, wischt mit einem fusselfreien Lappen den Stahlstift ab und pustet den Thermostatkopf am besten mal mit Druckluft durch.
 

dubby

Profi
Mitglied seit
20.10.2013
Beiträge
801
wenn die Wahl des Mittels so heikel ist und sich kaum etwas wirklich empfiehlt (Silikonspray?).
Ohne das Ventil auszubauen, kommst du nicht an die Dichtfläche, um irgendetwas drauf zu schmieren. Und soblad das Ventil ein wenig öffnet, wird die Dichtfläche vom Wasser gewaschen und deine Schmiererei kontaminiert das Heizwasser. ;)

Wirklich hilft nur der Tausch des Unterteils. :(
 
Zuletzt bearbeitet:

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
Alles klar, danke an alle.
 

Matinee

Threadstarter
Mitglied seit
29.09.2021
Beiträge
66
So, habe mir jetzt alle Ventilstifte angeschaut und gesäubert. Sie waren ölverschmiert, sonst unauffällig.

Die stehen alle ca. 4 mm raus und lassen sich nur ca. 1,5 bis 2 mm reindrücken, aber da die HZ komplett warm werden, scheint das normal zu sein, dass das nur gut 1,5mm reinzudrücken geht. Oder bahnt sich da etwas an?

Ach halt, bei einer Heizung war der Stift nicht ganz heraußen, ca. 1mm fehlte und er war etwas schwergängig, aber im Betrieb ist mir nichts aufgefallen. Mit Klopfen und mehrfachem Reindrücken kam dann der eine mm noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Thermostatmutter federt zurück, wie lösen?

Oben