Schornsteinversottung

Diskutiere Schornsteinversottung im Fragen an den Kaminkehrer/Schornsteinfeger Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Die Luftfeuchte wandert mit der Wärme, die Wärme wandert von warm nach kalt. Warme und feuchte Raumluft wandert entsprechend in den Zwischenraum...
Andreas1956

Andreas1956

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Sagt mal, kann es in einer Zwischendecke eigentlich auch zu Schimmelbildung durch Feuchtigkeit im darunterliegenden Raum kommen?
Die Luftfeuchte wandert mit der Wärme, die Wärme wandert von warm nach kalt. Warme und feuchte Raumluft wandert entsprechend in den Zwischenraum oberhalb der abgehängten Decke, sofern diese nicht 100% dampfdicht (Dampfsperre) eingebaut worden ist. Eine solche Dichtheit können wir im vorliegenden Fall ohne weitere Prüfung ausschließen, denn wenn die abgehängte Decke sogar dampfdicht wäre, wäre sie erst recht wasserdicht. Es könnte dann keine feuchten Stellen geben. Ich befürchte, daß der tote Hohlraum dank Tauwasser die reinste Schimmelzuchtanstalt ist. Denn die Diffusionsfähigkeit der Gesamtkonstruktion nimmt nach oben/außen hin ab, was unzulässig ist.
 

Jimklim

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Ich befürchte, daß der tote Hohlraum dank Tauwasser die reinste Schimmelzuchtanstalt ist. Denn die Diffusionsfähigkeit der Gesamtkonstruktion nimmt nach oben/außen hin ab, was unzulässig ist.
Mir wird schlecht. Ich habe bereits jetzt schon im Bad fast durchgängig das Fenster auf (nicht auf kipp, sondern ganz auf), weil die Feuchtigkeit einfach nicht abziehen möchte und wunderte mich schon, wieso trotz des offenen Fensters ein ganz leichter moderiger Geruch immer präsent ist. Ich habe mich immer damit beruhigt, dass wenn es Schimmel wäre, ich ihn sehen müsste. Bislang ist weder an der abgehängten Decke, noch an den Wänden irgendetwas schimmeliges zu sehen. Aber ich fürchte, dass ist dann wohl kein Indikator.
Ich überlege ernsthaft einmal jemanden kommen zu lassen und die Raumluft auf allerlei überprüfen zu lassen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Ich habe bereits jetzt schon im Bad fast durchgängig das Fenster auf
Das ist kontraproduktiv. 1 m³ Luft kann um so mehr Wasserdampf aufnehmen, je wärmer die Luft ist. Das bedeutet umgekehrt, kältere Luft nimmt vergleichsweise weniger Feuchte auf. Um einen Raum trocken zu lüften ist es daher am Sinnvollsten, die warme feuchtereiche Raumluft nach dem Baden oder Duschen durch das weit geöffnete Fenster abzulüften, wofür bei den aktuellen Außentemperaturen fünf bis zehn Minuten (bei kleinerem Fenster etwas länger) schon ausreichen. Danach macht man das Fenster wieder richtig zu und heizt den Raum wieder. Die beim Lüften in den Raum gelangte Luft erwärmt sich hierbei und kann nun Feuchte von den Wänden, den Handtüchern usw. aufnehmen. Bei Bedarf entläßt man diese Luft dann nach einigen Stunden durch erneutes Stoßlüften wiederum nach draußen. Nur so funktioniert Lüften effektiv und ohne unnötiges Auskühlen der Wände, das man sonst teuer durch Heizen wieder ausgleichen müßte.

Ein Eindringen von feuchtwarmer Luft in den Hohlraum oberhalb der abgehängten Decke ist aber selbst bei richtigem Lüften nicht zu vermeiden, wenn die abgehängte Decke nicht penibelst dampfdicht eingebaut wurde. Es ist gut möglich, um nicht zu sagen sehr wahrscheinlich, daß da oben drin alles voller Schwarzschimmel hängt. Und ja, das stinkt ab einer bestimmten Menge durch alle "Knopflöcher".

die Raumluft auf allerlei überprüfen zu lassen
Auf allerlei ist nicht notwendig, sinnvoll wäre eine endoskopische Inspektion des Hohlraums über der abgehängten Decke, wofür man nur eine kleine Bohrung benötigt, durch die man die Sonde stecken kann. Aber eigentlich ist jetzt schon klar, was man dort finden wird. Ich empfehle Dir aus dieser Wohnung auszuziehen, da hier einiges für handfeste Gesundheitsgefahren spricht. Allein schon ein höheres Maß an Schimmelsporen in der Atemluft ist gesundheitsschädigend und kann zu Allergien, einer Schwächung des Immunsystems und Asthma führen.

Mietrechtlich ist die Sache nicht ohne Probleme, da der Vermieter wohl kaum geneigt sein wird, die umfängliche Sanierung freiwillig durchzuführen, zumal sie im bewohnten Zustand nicht realisierbar ist. Denn beim Öffnen und Entsorgen der Zwischendecke wird man Noxen exponiert sein, die das ständige Tragen eines Atemschutzes erfordern. Dann muß das offen über Wochen austrocknen und nachbehandelt sowie eine andersartige Decke eingebaut und alles gemalert werden. Selbst wenn Du das alles hinnehmen wolltest, müßtest Du mehrere Wochen aus der Wohnung ausziehen, da kann man wohl auch gleich über einen generellen Umzug nachdenken. Auch dürfte der beliebte Streit zwischen Vermieter und Mieter entbrennen, ob nicht der Mieter den Zustand zumindest mit verschuldet hat, etwa durch unsachgemäßes Lüften, Trocknen von Wäschestücken in der Wohnung, ein Aquarium, großblättrige Zimmerpflanzen und andere von Vermietern gern nachgefragte vermeintliche Feuchtequellen.

In der Raumluft nachgewiesene hohe Belastung durch Schimmelsporen beweist allein noch nicht, wo diese herkommt. Meist wird dann ein teurer Sachverständiger gebraucht, der die Decke und den darüberliegenden Hohlraum untersucht. Das kostet einen mindestens mittleren vierstelligen Betrag, je nach Aufwand. Viel Streß, hohes Kostenrisiko, wahrscheinlich eine gerichtliche Austragung und dann auch noch die Gesundheitsgefahr, das wäre ein ganz schlechter Deal.
 

Jimklim

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Ich bekomme langsam echt Angst. :(

Das Fenster im Bad hab ich notgedrungen immer auf, weil der Geruch sonst "streng" wird und vor allem, weil das Wasser an den Wänden herunterläuft. Durch das Fenster zieht kaum etwas ab. Normalerweise kennt man es ja, dass man das Fenster aufmacht und man bemerkt einen Luftstrom in das Zimmer. Im Winter kann man den Effekt auch durch kleine Wölkchen beobachten, die dann abziehen. Aber im Bad bei mir ist das nicht der Fall. Es fehlt der Zug, die Luft steht. Ich habe mir angewöhnt die Wände nach dem Duschen mit einem Abzieher abzuziehen und unten mit einem Aufnehmer alles wegzuwischen. Aber Handtücher z.B. sind abends noch feucht, auch wenn ich morgens geduscht habe.

Als ich hier einzog wunderte ich mich über ein paar Dinge. Es muss hier eine umfangreiche bauliche Veränderung stattgefunden haben. Es wurden Wände eingezogen (ähnlich wie bei abgehängten Decken, nur eben an den Wänden). So auch im Bad, dort darf ich z.B. nicht in die Wände bohren und beim Klopfen klingt die Wand definitiv hohl. Ich vermute, dass im Bad eine Längsseite ebenfalls etwas von der Ursprungswand abgesetzt wurde.
Die E-Kabel verlaufen ebenfalls nicht im rechten Winkel zu den Anschlüssen in der Wand (in der gesamten Wohnung), sondern diagonal.

Der Gesundheitszustand hat sich tatsächlich auch deutlich verschlechtert und nicht nur subjektiv, es liegt einiges im Argen. Bislang wurde gesagt es seien Autoimmunerkrankungen nur gibt die Vielzahl den Ärzten derzeit Rätsel auf.

Insgesamt sind das keine guten Aussichten. Ich hatte immer vermutet, dass sowas doch nicht passieren kann, bzw. dass gerade in einem Feuchtraum doch so ein Umbaut so gemacht wird, dass es eben richtig ist. Aber ich habe jetzt auch mal im Internet nachgeschaut, um sowas mal zu sehen und tatsächlich. Ein Bild zeigt eine abgenommene abgehängte Decke - unten alles schick weiß und darüber alles schwarz.
Jetzt muss ich erstmal überlegen wie ich das Problem anfasse. :(

Ich danke dir aber auf jeden Fall für deine ausführlichen und wertvollen Erklärungen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Der Gesundheitszustand hat sich tatsächlich auch deutlich verschlechtert und nicht nur subjektiv, es liegt einiges im Argen.
Wenn Du möchtest, kannst Du mir gern die Symptome schildern, die Du als Folgen der Wohnraumsituation vermutest. Dann kann ich Dir sagen, ob ein Zusammenhang möglich ist, ich bin ja vom Fach.
 

Jimklim

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Wenn Du möchtest, kannst Du mir gern die Symptome schildern, die Du als Folgen der Wohnraumsituation vermutest. Dann kann ich Dir sagen, ob ein Zusammenhang möglich ist, ich bin ja vom Fach.
Es ist schon eine ganze Menge. Das gesamte Krankheitsbild ist diffus und betrifft das Nervensystem, die Knochen, Muskel und Organe. Die Ärzte haben daraus ein Konglomerat aus Autoimmunerkrankungen gemacht.

Präziser Folgende: Zuerst bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose, da ich Lähmungen, einen Sehverlust bis auf 30% und atypische Läsionen im Gehirn hatte und zudem das Nervenwasser ebenfalls für eine MS sprach. Die Läsionen im Gehirn waren allerdings nicht am richtigen Ort, bei mir sah es eher wie ein feinkörniger Schrotschuss aus und nicht wie bei MS ein paar Rundherde.
Als ich dann starke Muskelschmerzen und Muskelabbau bekam und sich zudem die Herzleistung stark verschlechterte und ich Atemnot bekam, erhielt ich zusätzlich die Diagnose Systemischer Lupus mit Organbeteiligung. Nun hieß es ich hätte durch den Lupus mehrere kleinere Herzinfarkte und Schlaganfälle gehabt. Dadurch ist das Herz vernarbt und nicht mehr flexibel genug zum pumpen. Außerdem habe ich die komplette Palette an Antikörpern positiv, die man bei einem Lupus hat. Darunter auch welche, die für einen aggressiven Verlauf sprechen.

Wiederum auch diesmal untypisch war, dass auch Antikörper gefunden wurden, die auf eine Lungenkrebserkrankung hindeuten und so selten sind, dass das Labor dem Arzt noch sagte, diesen Wert haben wir bislang noch nie positiv gemessen bei einem Patienten.
Natürlich wurde die Lunge untersucht und Atemnot habe ich tatsächlich auch. Krebs wurde aber nicht gefunden. Stattdessen ist die Lunge teilweise an manchen stellen kollabiert und es finden sich Verschattungen, die nicht ohne weiteres interpretiert werden können. Lungenkrebs sei es wohl aber definitiv nicht.
Stattdessen fand man aber eine "Gewebevermehrung" am Thymus. Das kann Krebs sein, muss es aber nicht. Das steht noch aus. Eine Leukämie könnte es auch sein, da ich auch hier Blutwerte habe, die darauf hindeuten.

Auch das Immunsystem ist heruntergefahren. Man kann anhand verschiedener Marker wohl im Blut feststellen, wie gut es noch funktioniert und dabei kam heraus, dass diese Werte vollständig entglitten sind - zur Zeit habe ich beinahe kein körpereigenes Immunsystem.

DIe Haut hat sich ebenfalls verändert. Sie löst sich an einigen Stellen vollständig auf, sodass ich nicht heilende offene Wunden habe.

Zusammengefasst sind die Symptome: Atemnot, Muskelabbau mit Schwäche, Muskelschmerzen, Leistungseinbruch (wegen mittlerweile Herzschwäche durch globale Herzvernarbung), Sehbehinderung, starke Kopfschmerzen und Gelenkarthrose in Hüfte, Knie, Wirbelsäule, Schultern und Händen sowie die Hautprobleme.

Das ist die Kurzfassung und bislang ist noch keinem Arzt gelungen, die Befunde zusammen zu führen. Ich war in mehreren Unikliniken, jedesmal kommen mehr befunde dazu. Mittlerweile geht es mir recht schlecht und ich mache mir auch deswegen Sorgen, weil das alles innerhalb kurzer Zeit passiert ist. Was auch immer es ist, es schreitet zumindest schnell voran. Die Ärzte meinten, MS, Syst. Lupus und Krebs zusammen ist so selten wie ein Sechser im Lotto und untypisch sei es auch.
 
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Andreas1956

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Das ist ja eine reichhaltige Palette.

Diagnose Systemischer Lupus mit Organbeteiligung
Dafür spricht Einiges, ja.

dass das Labor dem Arzt noch sagte, diesen Wert haben wir bislang noch nie positiv gemessen bei einem Patienten
In einem solchen Falle sollte die Untersuchung wiederholt werden, um Fehler auszuschließen. Gelangt man zu einem vergleichbaren Befund, ist es ohne Belang, ob und wie oft man das schon in dem Labor gehabt hat.

es finden sich Verschattungen, die nicht ohne weiteres interpretiert werden können
Die wurden schon VOR der Corona-Pandemie festgestellt? Sonst wäre auch an die Folgen einer durchlittenen Infektion mit Covid-19 zu denken.

DIe Haut hat sich ebenfalls verändert. Sie löst sich an einigen Stellen vollständig auf, sodass ich nicht heilende offene Wunden habe.
Klassische Verdächtige wären hierbei Diabetes und Lupus. Auch die Schilddrüse und ihre Laborwerte sollten kontrolliert werden, falls noch nicht erfolgt.

Erklärbar durch die festgestellten organischen Veränderungen an der Lunge, allerdings eindeutig verschlimmerbar durch schimmelpilzbelastete Raumluft.

Das dürfte auf eine Erkrankung des ZNS zurückzuführen sein, und/oder Folge eines Gefäßverschlusses im Gehirn während eines der Schlaganfälle.

starke Kopfschmerzen
Auch diese können auf eine Erkrankung des ZNS zurückzuführen sein, ebenso aber auch psychogen oder von der belasteten Raumluft verursacht sein. In jedem Falle ist schimmelpilzbelastete Luft von einiger Toxizität und als Auslöser und Förderer von Kopfschmerzen durchaus bekannt.

Die Ärzte meinten, MS, Syst. Lupus und Krebs zusammen ist so selten wie ein Sechser im Lotto und untypisch sei es auch.
Und was soll diese Erkenntnis bringen?

Aus meiner Sicht solltest Du schnellstmöglich in eine andere Wohnung umziehen, denn sie ist potentiell gesundheitsschädigend für jedermann. Im Zusammenspiel mit Deinen genannten Erkrankungen wiegt das um so schwerer, außerdem können zumindest die Symptome dadurch signifikant verschlechtert werden, die ich mit entsprechenden Anmerkungen versehen habe.

Bezüglich MS wurde nach neuen Forschungsergebnissen festgestellt, daß diese Erkrankung durch eine Infektion mit dem EBV, einem Herpesvirus, ausgelöst wird. Falls auf das EBV bei Dir noch nicht getestet worden sein sollte, empfehle ich das nachzuholen. Die Infektion damit kann Jahrzehnte zurück liegen, denn der Mensch wird Herpesviren, einmal im Körper, nie mehr los. Da großer Streß akute Herpesausbrüche verursachen und unterhalten kann, dürfte ein Grund mehr bestehen, Dich mit der dämlichen Wohnung nicht mehr herumzuärgern sondern sie aufzugeben.

Ich wünsche Dir viel Kraft und bestmögliche Besserung.
 

Jimklim

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Du kennst Dich ja tatsächlich gut aus! :)👍
In einem solchen Falle sollte die Untersuchung wiederholt werden, um Fehler auszuschließen. Gelangt man zu einem vergleichbaren Befund, ist es ohne Belang, ob und wie oft man das schon in dem Labor gehabt hat.
Ja, der Wert wurde bereits sechs Mal wiederholt. Jedes Mal positiv und zudem auch noch "hochpositiv". Bislang ist der Wert teilcharakterisiert und die häufigste Ursache scheint ein Lungenkrebs zu sein. Allerdings, zwar selten, kommen auch Thymuskarzinome, sonstige Mediastinumkarzinome und weitere Krebserkrankungen hinzu (allerdings verschwindend selten, wie der ganze Wert selber auch).
e wurden schon VOR der Corona-Pandemie festgestellt? Sonst wäre auch an die Folgen einer durchlittenen Infektion mit Covid-19 zu denken.
Ja, die Befunde wurden erstmals 2018 festgestellt. Covid wird es noch nicht gewesen sein.
Das dürfte auf eine Erkrankung des ZNS zurückzuführen sein, und/oder Folge eines Gefäßverschlusses im Gehirn während eines der Schlaganfälle.
Ganz genau. Die Sehbehinderung wird mittlerweile sowohl auf die Sehnerventzündungen als auch auf Schlaganfälle im visuellen Cortex und der Sehstrahlung zurückgeführt. Ich habe durch den Lupus eine hohe Thromboseneigung und neben dem Gehirn auch in den größeren Venen (Bein) Probleme.

Z.T. habe ich auch etwas hängende Gesichtpartien (bislang immer wieder zurückgebildet). Das wird vermutlich auch daher kommen.
Bezüglich MS wurde nach neuen Forschungsergebnissen festgestellt, daß diese Erkrankung durch eine Infektion mit dem EBV, einem Herpesvirus, ausgelöst wird.
Man, Du bist wirklich gut informiert. Das ist absolut richtig, woher weißt Du das denn? Es ist nämlich so, dass EBV bei mir tatsächlich eine große Rolle gespielt hat. Ich hatte das Pfeiffersche Drüsenfieber und zwar sehr stark ausgeprägt. Ich hatte einen Ggt von über 1000 und die Leber konnte nicht mehr richtig arbeiten. Die Erkrankung zog sich über Monate. Traurigerweise wollte das sehr lange kein Arzt mit der MS in Verbindung bringen. EBV ist im Nervenwasser und Blut nachgewiesen worden, aber lange haben die Ärzte bestritten, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Erst seit wenigen Monaten höre ich es nun tatsächlich auch mal von ärztlicher Seite. Deswegen musste ich gerade etwas schmunzeln. Du haust es hier so selbstverständlich raus und Ärzte brauchten sehr lange, bis diese Information dann tatsächlich auch mal bis zu ihnen vorgedrungen ist.

Was die Wohnung angeht, werde ich wohl oder übel aktiv werden müssen. Mir graut davor, Dir danke ich aber sehr für die fachmännische Auskunft in allen Bereichen! Unglaublich :)
 
Andreas1956

Andreas1956

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Das ist absolut richtig, woher weißt Du das denn?
Es wäre schlimm, wenn ich es nicht wüßte. Ich schrieb ja, ich bin vom Fach. Hier im Forum bin ich hauptsächlich aus masochistischen Gründen, weil hier die Unfähigkeit von Weißkitteln in erfreulicher Regelmäßigkeit Thema ist. xD

Darf ich fragen, wie alt Du bist und in welchem Beruf Du tätig warst? Bei einem in der Wismut AG Tätigen oder einem Maler und Lackierer sind manche Erkrankungen ja auch beruflich angelegt worden.
 

Jimklim

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Von welchem Fach bist Du denn? Du kennst Dich ja mit handwerklichen und medizinischen Themen aus. Arzt kannst Du unmöglich sein, dazu weißt Du zu viel ;) Ja, ich bin auf viele Ärzte auch nicht gut zu sprechen. Hauptsächlich wegen der bei vielen gut ausgeprägten Arroganz und der Unfähigkeit auch mal einen Fehler zuzugeben.

Darf ich fragen, wie alt Du bist und in welchem Beruf Du tätig warst? Bei einem in der Wismut AG Tätigen oder einem Maler und Lackierer sind manche Erkrankungen ja auch beruflich angelegt worden.
Ich bin 37 und Informatiker. Am Beruf kann es eigentlich nicht liegen. Vielleicht kommt tatsächlich mehreres zusammen. Sicherlich habe ich eine Veranlagung zu gewissen Krankheiten, ich hatte als Kind schon zwei Tumorerkrankungen. Sollte die Wohnung nun tatsächlich vergammelt sein und ich das einatmen, kommt vielleicht eines zum anderen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Du kennst Dich ja mit handwerklichen und medizinischen Themen aus.
Ja, wir ehemaligen Zonendödel sind breit aufgestellt. xD

Hauptsächlich wegen der bei vielen gut ausgeprägten Arroganz und der Unfähigkeit auch mal einen Fehler zuzugeben.
Na das ist es doch, was ich lesen wollte, ideales Betthupferl! ^^

Ja dann schreibe ich hier nicht, was ich bin, es könnte gegen mich verwendet werden. :cool:

ich hatte als Kind schon zwei Tumorerkrankungen.
Liegt das in Deiner Familie? Wo lebt Ihr? (Stichworte geogene Radonbelastung; alternativ radioaktiver Fallout nach Tschernobyl, vornehmlich in der Region des Harzes)

Sollte die Wohnung nun tatsächlich vergammelt sein und ich das einatmen, kommt vielleicht eines zum anderen.
Ich kann Dir versichern, daß das Deinem Befinden alles andere als zuträglich ist. Um die Umzugskosten auf den Vermieter abzuwälzen, könntest Du das zuständige Gesundheitsamt bitten, Deine Wohnung mal zu untersuchen. Die dürften auch über das Equipment verfügen, Schimmelpilz nachzuweisen. Im Ergebnis könnte in Amtshilfe durch das Bauordnungsamt eine Sperrung der Wohnung angeordnet werden, mit der Folge, daß ein Umzug objektiv notwendig ist. Da das auf Umstände zurückzuführen ist, die im Verantwortungsbereich des Vermieters liegen, muß er auch für den entstehenden Schaden in Gestalt der Umzugskosten haften. Wäre die Wohnung amtlich gesperrt, ist die Notwendigkeit des Umzugs ggf. gerichtsfest nachgewiesen.
 

Jimklim

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😂😅
Na das ist es doch, was ich lesen wollte, ideales Betthupferl! ^^

Ja dann schreibe ich hier nicht, was ich bin, es könnte gegen mich verwendet werden.
Ähemmm.... es gibt auch gute Ärzte.....einige....manche.... zumindest aber durchaus ein paar ;) :D Ich schätze, das rettet mich nicht mehr :D

Liegt das in Deiner Familie? Wo lebt Ihr? (Stichworte geogene Radonbelastung; alternativ radioaktiver Fallout nach Tschernobyl, vornehmlich in der Region des Harzes)
Nein, in der Familie liegt es auch nicht. Bzw. die Rheumaerkrankungen/Lupus schon. Ich komme aus dem nördlichen NRW. Einer höheren Strahlung war ich allerdings als Kind trotzdem ausgesetzt. Der erste Tumor wurde damals nicht gefunden, es war wiederum auch ein seltener Tumor (im Rückenmarkskanal) und damals hat man noch geröntgt als gäbs kein morgen. Es waren immer gleich Ganzkörperaufnahmen und hinzu kamen noch einige CT der gesamten Wirbelsäule. Heute ist bekannt, wie schädlich gerade auch CT bei Kindern sind, damals hat jeder Arzt in jedem Krankenhaus oder Praxis direkt eines gemacht. Röntgen hingegen gehörte schon fast zum guten Ton und wurde bei jedem Besuch gleich mehrfach gemacht.
Es könnte ein Grund sein. Der zweite Tumor war ebenfalls wieder sehr selten und auch wieder in der Wirbelsäule/Aorta.

Um die Umzugskosten auf den Vermieter abzuwälzen, könntest Du das zuständige Gesundheitsamt bitten, Deine Wohnung mal zu untersuchen. Die dürften auch über das Equipment verfügen, Schimmelpilz nachzuweisen. Im Ergebnis könnte in Amtshilfe durch das Bauordnungsamt eine Sperrung der Wohnung angeordnet werden, mit der Folge, daß ein Umzug objektiv notwendig ist.
Der Tipp mit dem Gesundheitsamt ist gut. Ich habe mich schon gefragt, wo ich am besten ansetzen soll. Ich hätte evtl. auch gute Chancen, denn mein Vermieter ist stadtbekannt. Er hat andere Vorstellungen von einer guten Bausubstanz als es der Otto Normalbürger hat - so kann man bisweilen auch mal etwas über ihn in der Zeitung lesen ;)
 
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Andreas1956

Andreas1956

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Ich komme aus dem nördlichen NRW
Da können wir geogene Ursachen wohl ausschließen.

in der Familie liegt es auch nicht. Bzw. die Rheumaerkrankungen/Lupus schon.
Das ist von entscheidender Bedeutung, diese hereditären Faktoren darf man nicht unterschätzen. Du bist also erblich für Autoimmunerkrankungen - im weitesten Sinne - vorbelastet. Es kann hierbei zu einer oder mehreren beliebigen Autoimmunerkrankungen bei Dir kommen, das müssen nicht zwingend ausgerechnet diejenigen sein, die Deine Vorfahren schon hatten. Nun sieh einmal diese Tatsache auf der einen Seite und Noxen wie Schimmelpilzbelastung auf der anderen Seite, das ist fatal. Sieh zu, daß Du aus der Bude rauskommst. Aus der hereditären Prädisposition kommst Du ja schon mal nicht heraus und Du bist so schon genug geplagt, als daß es nun auch noch Asthmas bedürfen würde.
 

Jimklim

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Aus der hereditären Prädisposition kommst Du ja schon mal nicht heraus und Du bist so schon genug geplagt, als daß es nun auch noch Asthmas bedürfen würde.
Ich schätze auch für Asthma ist es bereits zu spät :D Jetzt musste ich fast lachen, aber Asthma habe ich tatsächlich schon seit frühester Kindheit. Es ist mittlerweile so Teil meines Lebens, dass das beinahe immer untergeht. Genaugenommen fällt es neben den anderen Probleme auch fast hinten rüber. Zum allergischen Asthma ist bei mir jetzt das kardiale Asthma hinzugekommen, was deutlich unangenehmer ist. Hier hilft das Spray nicht mehr und ich muss teilweise Stunden warten, bis die Luft wieder da ist.
Manchmal habe ich den Eindruck, aus dieser Nummer namens Leben komme ich nicht lebend raus :D

Mit der Wohnung der Schlamassel hätte jetzt wirklich nicht sein müssen. Wenn ich an Umzug denke könnte ich 😭🤮 Aber nunja, wie sagte meine Oma immer: In 50 Jahren ist alles vorbei :D
 
Defrost

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Leider kann ich die Luke selber nicht öffnen, sie ist verschlossen und keiner hier im Haus hat einen Schlüssel dafür. Das nächste Mal dürfte März/April sein, dass sie geöffnet wird. Mit etwas Glück findet dann wieder eine Feuerstättenschau vom Schornsteinfeger statt. Es sei denn es hat bis dahin noch ein paar Mal geregnet und hier entsteht ein echter Wasserschaden.

Danke für deine sehr guten Erklärungen. Jetzt ist mir erstrecht schleierhaft, wieso die Decke hier abgehängt wurde. Wie konnte denn das dann als Dämmung abgenommen und zugelassen werden? Und ich zahle natürlich nicht nur für das Weltall, sondern auch für "Wertsteigerung" der Immobilie.
Ich glaube, ich muss da nochmal nachhaken, was das hier genau sollte und vor allem, wieso die Decken unterschiedlich hoch sind.
Sagt mal, kann es in einer Zwischendecke eigentlich auch zu Schimmelbildung durch Feuchtigkeit im darunterliegenden Raum kommen? Im Bad ist es ja auch so gemacht worden und ich frage mich immer, wie die Feuchtigkeit dort richtig abziehen kann (das Fenster ist winzig, ca. 30x50 und die Feuchtigkeit hält sich auch bei geöffnetem Fenster mehrere Stunden).
Ohne Dämmung ist es halt keine Dämmung.
 
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Mir wird schlecht. Ich habe bereits jetzt schon im Bad fast durchgängig das Fenster auf (nicht auf kipp, sondern ganz auf), weil die Feuchtigkeit einfach nicht abziehen möchte und wunderte mich schon, wieso trotz des offenen Fensters ein ganz leichter moderiger Geruch immer präsent ist. Ich habe mich immer damit beruhigt, dass wenn es Schimmel wäre, ich ihn sehen müsste. Bislang ist weder an der abgehängten Decke, noch an den Wänden irgendetwas schimmeliges zu sehen. Aber ich fürchte, dass ist dann wohl kein Indikator.
Ich überlege ernsthaft einmal jemanden kommen zu lassen und die Raumluft auf allerlei überprüfen zu lassen.
Schau doch mal in die Zwischendecke. Wenn diese viereckigen Platten nur aufliegen kannst du die hochheben und reinschauen ob da Schimmel ist.
 
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