Regelung CalorMatic VRC umständlich und schnell kaputt

Diskutiere Regelung CalorMatic VRC umständlich und schnell kaputt im Vaillant Forum im Bereich Heizungshersteller; Wir haben unregelmässige Arbeitszeiten und müssen dementsprechend die Uhrzeiten häufiger verstellen. Wenn ein Regler deswegen nach vier Jahren...

ginoeck

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Ich frag mich, wieso stellt ihr soviel an dem Regler raum. Normal bekommt der sein Tag / Nachtprogramm mit Uhrzeiten für jeden Tag. Was will ich mehr.
Wir haben unregelmässige Arbeitszeiten und müssen dementsprechend die Uhrzeiten häufiger verstellen. Wenn ein Regler deswegen nach vier Jahren kaputt ist, dann schliesse ich mich KarlZei an, der sagte “Dann taugt er nichts” (sh.o.).

Bei unserer alten Heizung hatten wir einen Honeywell-Regler, der nach 14 Jahren immer noch einwandfrei funktionierte und obendrein viel einfacher und schneller ein- und umzustellen war als der Vaillant-Regler.
Der Vaillant ist vermutlich schadensanfälliger, weil er mehr aufwendige Spielereien wie Kosteneffizienzberechnung, Temperaturstatistiken, Steuerung von Belüftung, Wärmetauscher u.v.m. So wie bei den modernen Oberklassewagen, bei denen laut ADAC-Statistik die häufigste Pannenursache Defekte bei der Elektronik ist.

Der Kundendienst von Vaillant hat ja in seinem fünfminütigen Einsatz, der 129 € gekostet hat (riecht nach Abzocke), keine genaue Schadensursache angegeben. Falls nicht die Elektronik defekt ist, sondern nur der ohnehin billig anmutende Drehregler, gilt ja wohl das, was KarlZei sagte ("Dann taugt er nichts")

Wolfhaus schrieb:

Nicht an dieser Heizung! Möglich sind calor Matic 350, 370, 700, eRelax, auro Matik VRS 620 und multi Matik 700
So wie du nur ein passenden Steuerteil in dein Auto einbauen kannst, kannst du auch nur passende Kontroller (das ist nicht nur ein einfacher Regler, sondern ein kleiner Computer) für deine Heizung verwenden.


Verstehe ich nicht. Nach Auskunft des Technischen Dienstes von Vaillant kann man die Aurocompakt-Gassheizung schon mit einem fremden Regler betreiben, sofern dieser nicht moduliert. Ich musste mehrmals nachbohren, um bestätigt zu bekommen, dass dann auch gar nicht viel mehr Energie verbraucht wird und der Brenner auch gar nicht viel schneller kaput geht, weil die Aurocompakt-Heizanlage selbst auch moduliert. Man habe weniger Komfort, aber was damit gemeint ist, ist mir nicht deutlich geworden.
 
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ginoeck

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Sh.o.
 
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Man habe weniger Komfort, aber was damit gemeint ist, ist mir nicht deutlich geworden.
Das wirst du dann merken. Das mit den unterschiedlichen Arbeitszeiten kann ich schon verstehen, aber auch das kann man einstellen.

Schreibe doch mal was du dir da vorstellst, bzw. was du meinst zu brauchen. Bestimmt soll das mal wieder eine an aus Heizung werden.
 

ginoeck

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Dein Wunschregler geht nicht an der Therme. Der Regler brauch eine 220 Volt Stromversorgung. Die liegt da nicht an. Deine Therme kann ebus, was der Regler nicht kann. Die 24 Volt Regelung ( Analog ) kann deiner auch nicht. Es ist wie, ich baue in einen neuen Porsche einen Trabi Motor.

Verstehe ich nicht. Der Honeywell T4-Regler funktioniert doch mit zwei AA-Batterien. Und wozu brauche ich ebus, wenn ich keine Solaranlage o.ä. habe?
 
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T4-Regler funktioniert doch mit zwei AA-Batterien = nur Stromversorgung für den Regler und die Uhr im Regler.
Die Heizungssteuerun arbeitet dann mit vollen 230V Netztspannung. Wenn du die auf die Heizung legst raucht deine Heizung ab.
Und wozu brauche ich ebus, = weil deine Heizung über diese Schnittstelle gesteuert wird und als Kommunikationssprache den CODE eBUS nur verstehen kann.
Ein BUS Regler (genau nennen die sich Raumkontroller und das nicht nur aus Werbegründen) als solcher würde auch nicht gehen, weil der andere Code verwendet.
Du kannst doch in dein Auto auch nur das entsprechende Steuerteil einbauen und nicht z.B. eins vom Panzer!
Bus Regler im allgemeinen sind nicht irgendwelche Schalterautomaten sondern hochkomplexe kleine Computer!
 
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Hier mal ein sehr kleiner Überblick was bei der eBUS- Steuerung übetragen wird. S. Anlage pdf

Wenn du das dann verstanden hast, können wir weitermachen.
 

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Lp3g

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Aber normal kenne ich es vom 350er. Das ich mit 2 Handgriffen es auf Tag / Nacht oder Auto umstellen kann.

Tado mit Alex ist dann total einfach. Oder Erkennung über den Standort. Dann wirft Tado die Heizung an, wenn sich einer auf ca. 500m der Wohnung nähert. ( Solange man Handy Empfang hat )
 
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Die Heizungssteuerung und das eBus- System. (Teil1)

Traditionell bestanden Anlagen der Heizungstechnik aus jeweils unabhängigen, für sich
weitgehend isoliert arbeitenden Einheiten: Heizkessel, Radiatoren, Warmwasserbereitung,
etc. Jede der Einheiten war für sich auf Grund der geringen Anforderungen relativ wenig
komplex. Dementsprechend ließen sich zugehörige Steuerungen als einfache
mechanische, pneumatische, elektrische Geräte realisieren.
Heute wachsen auch im Einfamilienhaus die Anforderungen an solche Systeme drastisch.
Die Regelung eines Kessels ist abhängig von der Vorlauftemperatur, der Außentemperatur,
dem Wärmebedarf der Heizkörper, dem Wärmebedarf der Warmwasserbereitung, etc.
Mischer, Pumpen werden, abgestimmt auf die gewünschte Leistung und mit dem Ziel
effizienter Energieausnutzung bei gleichzeitiger Optimierung des Gesamtsystems geregelt.
Die Anforderungen an die Sicherheitstechnik wachsen. Anlagen bestehen ggf. aus
mehreren Kesseln, die aufeinander abgestimmt, optimiert betrieben werden. Eine gesamte
Anlage kann aus mehreren Gruppen bestehen und neben Heizung und Warmwasserbereitung auch eine Solaranlage, eine Lüftungsanlage, Schwimmbadwasserheizung und -luftaufbereitung, etc. umfassen. Jede dieser funktionalen
Einheiten ist typischerweise örtlich getrennt von den anderen installiert und besteht selbst
aus einer Reihe von verteilt angeordneten Untereinheiten, Sensoren und Aktoren. Mit der
Forderung, daß das Gesamtsystem „optimal“ - Energieausnutzung, geringe
Schadstoffemission, etc. - arbeiten soll, ergibt sich die Notwendigkeit nach Kommunikation.

In der Vergangenheit erfolgte ein unzureichender Informationsaustausch zwischen den einzelnen Aktoren, wenn überhaupt. Als Beispiel soll hier das ansteigen der Rücklauftemperatur bei verringertem Heizungsbedarf stehen.

Die einzelnen Teilsteuerungen, Sensoren und Aktoren müssen dazu Informationen
austauschen. traditionel wurde dieser Informationsaustausch zwischen den Sensoren und Aktoren einer Steuerung über individuelle Drähte geführt. Das ist auch solange machbar, wie die Anzahl der Signaldrähte gering und die räumliche Ausdehnung einer Anlage klein ist. Bei heutigen Anlagen mit den o.a. Tendenzen zur Erweiterung von deren Komplexität ist die Kommunikation über individuelle Signaldrähte nicht mehr sinnvoll und kostengünstig machbar:
• Der Installationsaufwand wäre zu hoch, die Anlage wird häufig mit der Zeit
ergänzt/geändert und damit müßten auch aufwendige Verkabelungen nachgerüstet
werden.
• (Fern-) Diagnose und Wartung sollten von einem (beliebigen) Punkt der Anlage aus
durchgeführt werden können. Diese Funktionen sollten ggf. per Telefon, Internet über eine ModemSchnittstelle im gesamten System ausgeübt werden.

Grundforderungen an Kommunikationsprotokolle für die Heizungstechnik
In der Schilderung oben wird ein inhärenter Konflikt deutlich: Es existieren viele logische
Kommunikationspfade, die jedoch durch eine einfache Verdrahtung realisiert werden
sollten. Eine Lösung für dieses Problem läßt sich aus der Analyse der Eigenschaften der
Signale ableiten: Die Signale, die typisch in einem Heizungssystem kommuniziert werden,
nutzen die jeweilige Bandbreite, die ein einzelnes Kabel für die Übertragung eines
individuellen Signals anbietet, nur zu einem kleinen Bruchteil aus. Also könnte doch ein
einziges Kommunikationskabel verwendet werden, um darüber - geeignet zeitlich
verschachtelt - alle Signale im System zu übertragen. Diese sog. „Zeitmultiplex“Übertragungstechnik ist die Basisidee für ein Kommunikationsnetzwerk. Die Art und Weise, wie der Zeitmultiplex durchgeführt wird, wie also die einzelnen zu übertragenden Signale „geeignet“ zeitlich gegeneinander verschachtelt werden, wie die Informationen verschlüsselt werden, mit welcher Technik die Informationen über das eigentliche physikalische Medium z.B. Kupferdrähte - übertragen werden, welche Dienste gegenüber dem Anwender angeboten werden, etc., spezifiziert in ihrer Gesamtheit das sog. „Kommunikationsprotokoll“.
Und man kann sich vorstellen, das es - wie bereits oben gesagt, abhängig von der Natur und Charakteristik der zu kommunizierenden Informationen unterschiedliche und verschieden geeignete Protokolle gibt. Im Umkehrschluß sollte bei der Spezifikation oder Auswahl eines neuen Protokolls zunächst eine Analyse der Anwendung die dafür notwendigen Eigenschaften der Kommunikation feststellen, um dann die entsprechenden Protokollparameter zu definieren.
Weiter s. Teil 2
 
Wolfhaus

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Die Heizungssteuerung und das eBus- System. (Teil2)

Für Heizungsapplikationen lassen sich diese Protokolleigenschaften entsprechend dem Szenario: erweitertes eBUS-System ableiten.
• Multimastereigenschaft: In einem System gibt es mehrere intelligente Einheiten - z.B.
Feuerungsautomat 1, Feuerungsautomat 2, Regler, Testsystem, Modem, etc. -, die
„gleichrangig“ sein sollten. Gleichrangigkeit bedeutet Master-Eigenschaft. Die
Mastereigenschaft bedeutet für einen Modul, daß er von sich aus eine Kommunikation über
das Netzwerk mit einem anderen Modul - einem anderen Master oder einem „Slave“
initiieren darf, ohne darauf warten zu müssen, bis er dieses Recht von einem anderen
Modul zugeteilt bekommt. Diese Multimasterfähigkeit ist für Heizungsanlagen besonders wichtig:
- Jedes (Master-) Modul kann dann Information versenden, wenn er dazu etwas Neues
produziert hat. Das entspricht einem sog. „event gesteuerten“
Kommunikationsverfahren. Dieses Verfahren spart, verglichen mit dem zyklischen
Abfrageverfahren, wie es klassisch beim Single-Master-Verfahren angewandt wird,
Kommunikationsbandbreite. D.h., es kann mit niedrigen Bitraten kommuniziert werden,
es können einfache Kabel verwendet werden, die Fehlersicherheit ist erhöht, etc.
- Die Verfügbarkeit ist - im Gegensatz zum Single-Master-System relativ hoch.
• Verdrahtungstechnik: Einfache Installation, kostengünstig, verpolungssicher, geringe
Leitungszahl für Signale und Energie.
• Leitungslänge: Größenordnung > 100m.
• Übertragungsleistung: Ca. 1 bis 10 Nachrichten/s je nach Ausbaugrad der Anlage und
Belastung durch „niedrig“-intelligente Sensor/Aktor-Kommunikation

. Das Kommunikationsprotokoll eBUS
Ein typisches Anwendungsszenario für den eBUS. Solch ein System kann mehrere Feuerungsautomaten und auch zusätzliche Regler beinhalten. Diese Module wären typischerweise eigenständige Module, also Master. Daneben enthält ein Heizungssystem als Slaves weitere Module wie Anzeige/Bedienung, Raumtemperaturgeber, Außentemperaturgeber, Mischer, etc. Da das System erlaubt, einfache Module über den Kommunikationsbus mit Energie zu versorgen, muß ein Busversorgungs-Modul auch diese Energie bereitstellen. Dieser Modul übernimmt auch typischerweise die Generierung von Synchronisationspulsen, die den Zugriffszeitpunkt für Master kennzeichnen, die über den eBUS kommunizieren wollen. Aus Kostenersparnisgründen sollte dieser Versorgungsmodul in einem anderen Modul integriert sein. Die Module werden mit dem Bus direkt galvanisch gekoppelt, wenn sie selbst über keine eigene Stromversorgung vom Netz verfügen; das ist die preisgünstigste Lösung.
Das System kann dann über Erweiterungen verfügen. Für Fernwartungs- und Diagnosearbeiten sollte der eBUS über ein Modem an das Telefonnetz, Internet angeschlossen sein. Damit kann über den eBUS jeder daran angeschlossenes Modul beobachtet, mit neuen Parametern und ggf. Programmversionen versehen und getestet werden. Gleichzeitig könnte der Modemanschluß auch z.B. für das Ablesen von Gas-, Strom-, Wärme-, Wasserzählern, etc. verwendet werden.
Das Einstellen vor Ort kann entweder über das zum System gehörige Anzeige/BedienModul
erfolgen; oder es kann dazu an beliebiger Stelle ein entsprechendes,
leistungsfähigeres Handprogrammiergerät oder sogar ein Rechner angeschaltet werden,
mit dem dann z.B. auch Entwicklung und Test von Neuentwicklungen im Labor
vorgenommen werden können.
Entsprechend den Kommunikationsanforderungen in solch einem Szenario sind auch die
Eigenschaften des eBUS Protokolls spezifiziert worden
• Multimaster: Die grundsätzliche Eigenschaft des Protokolls ist Multi-Master.
- Auf Grund des Aufbaus des Datenrahmens - s. u. - und der daraus resultierenden
Adressierungsmöglichkeiten kann ein System max. 25 Master und 228 Slaves umfassen.
- Jeder Master kann, wenn er übertragungsbereit ist, direkt nach einem sog. SYN-Zeichen
auf das Übertragungsmedium zugreifen. Dieses SYN-Zeichen sendet jeder Master
automatisch zum Ende seiner Übertragung, um damit andere, wartende Master zur
Übertragung zu initiieren. Falls zu dem Zeitpunkt keiner wartet - also der Bus in Ruhe
war -, sorgt ein AUTO-SYN-Generator nach Ablauf von definierten Zeitspannen
(periodisch) dafür, daß ein SYN-Zeichen erzeugt wird und so weitere Übertragungen
möglich sind.
- Greifen nach einem SYN-Zeichen mehrere Master gleichzeitig auf das
Übertragungsmedium zu, so wird während der Kollision über ein Arbitrierungsverfahren
quasi on-line entschieden, wer die Aussendung seiner Botschaft fortsetzen darf. Als
Entscheidungskriterium dazu enthält jeder Botschaftskopf im ersten Byte die
Quelladresse - s.u. Datenrahmen QQ und vgl. Abb. 3 -, die auch gleichbedeutend mit der
sog. Botschaftspriorität ist. Die Bits einer Botschaft müssen zudem über den Transceiver
technisch so realisiert werden, daß z.B. gilt: „logisch 1“ = rezessiv und „logisch 0“ =
dominant
Die Entscheidung, ob ein Zugriffswunsch auf den Bus erfolgreich war, wird in
jedem Master aus einem Vergleich der Information, die auf den Bus gesendet wurde, mit
der zurückgelesenen abgeleitet:
* Sind beide Informationen gleich, so hatte der entsprechende Master die höhere
Priorität, oder er war nur der einzige, der übertragen wollte. Dieser Master setzt die
Übertragung der weiteren Daten fort.
* Diese Technik setzt eine besondere Kodierung der erlaubten Quelladressen für Master
Voraus. Das ist auch der Grund für die Begrenzung auf max. 25 Master, obwohl für deren
Adreßkodierung 1 Byte vorgesehen ist.
• Technisches Interface:
Das technische Interface basiert auf einemStandard RS 232 UART, das in Verbindung mit einer zusätzlichen Transceiver-Hardware folgendeCharakteristiken aufweist:
- 2-Draht Twisted Pair Buskabel für Signal- und Energieübertragung
- Signalhub: „Log. 1“ = 15 .... 24 VDC, rezessiv; „log. 0“ = 9 .... 12 VDC, dominant
- Energieversorgung über den Bus mit max. 18 mA/Teilnehmer
- Verpolungssicherer Anschluß
- Signalanschluß: Galvanisch gekoppelt oder entkoppelt
- Bitrate: 2400 Baud
• Datenrahmen: Der Datenrahmen ist durch das Standard RS 232 Interface geprägt, vgl.
Master-Adress-Byte QQ
qq7 qq6 qq5 qq4 qq3 qq2 qq1 qq0
Master 1 0 0 0 0 0 0 0 0
Master 24 0 1 1 1 1 1 1 1
Master 25 1 1 1 1 1 1 1 1
- Byte orientiert mit je 8 Daten-Bit + 1 Stop-Bit
- Ein Rahmen beginnt mit dem Quelladress-Byte QQ, das auch für die Arbitrierung verwendet wird, gefolgt von dem Zieladreß-Byte ZZ. Dann kommen 2 Byte für die auszuführenden Befehle PB und SB, ein Byte für die Datenlänge NN, die Datenbytes DBi selbst und das Fehlerprüfbyte CRC. Danach sendet der adressierte Empfänger ein Quittungsbyte ACK. Der Sender beendet dieses Telegramm mit ein SYN-Zeichen, nach dem weitere, wartende Master sofort mit einer Sendung beginnen können. Falls der Empfänger ein Slave war, so kann dieser sofort nach seinem Quittungszeichen ACK seine Antwortdaten senden, beginnend mit der Datenlänge NN, gefolgt von den Daten DBi und beendet von einem CRC. In diesem Fall quittiert der eigentliche Sender (Master)
mit einem ACK und beendet mit SYN. - Es sind bis zu 240 Nutzbytes möglich
- Es sind 254 sog. Primärbefehle PB und 254 Sekundärbefehle - s.u. Applikations-
Interface - möglich.
- Für das SYN-Zeichen ist der Code „AA“ Hex reserviert. Daher sind entsprechende
Beschränkungen bei anderen Nutzungen erforderlich. Bei den Daten sind jedoch alle
Kombinationen erlaubt. Falls im Datenstrom „AA“ Hex auftaucht, wird das durch die
Sequenz 09H und 01H substituiert. Der Empfänger muß diese Substitution per Software
rückgängig machen.
Um das eBUS-Kommunikationssystem zu einem sog. „Offenen System“ zu machen, so daß
Module von unterschiedlichen Zulieferern miteinander kommunizieren können, sind über
das o.a. Maß der Standardisierung der Datenrahmen weitere Vereinbarungen nötig. Diese
Vereinbarungen - auch „Profile“ genannt - beziehen sich auf die Festlegung von Inhalten
der Datenrahmen. Abb. 4 zeigt das Beispiel solch eines standardisierten Telegramms: Nach
Quell- und Zieladreß-Byte indizieren die Bytes für die sog. Primär- und Sekundärbefehle mit
PB=05H und SB=01H den Standardbefehl „Betriebsdaten Heizungsregler an
Feuerungsautomaten“. Der Längen-Code 05H kennzeichnet, daß 5 weitere Datenbytes
folgen. Von denen hat das erste die standardisierte Bedeutung „Status Wärmeanforderung“
mit den ebenfalls standardisierten Werten: 00H = „Brenner abschalten“, 55H =
„Brauchwasserbereitung“, etc. Die weiteren Bytes im Datenrahmen geben ebenfalls in
festgelegter Kodierung weitere Informationen wie „Kesseltemperatur Sollwert“,
„Kesseltemperatur Istwert“, etc. an. Der Rahmen wird, wie üblich, mit CRC, ACK und SYN beendet.
Bei der Kommunikation zwischen Raumcontroller und dem Feuerungsautomaten erfolgt ein umfangreicher Datenaustausch.
Dabei können hunderte von Daten ausgetauscht werden.
Dieser Datenaustausch erfolgt nicht zum selbstzweck, sondern dient der optimalen und effektiven Steuerung.

Diese Steuerung erfolgt auch nicht „linear“, sondern die Daten werden Mikroprozessoren zugeführt, die z.B. die Brennersteuerung vorausschauend für Stunden berechnen, steuern und überwachen.
S. Anlagen
Daten und Darstellung und Anlagen
Alle Rechte bei eBus Interest Group und der Fa. Dungs.
Text Rechte bei Wolfhaus
 
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sich einer auf ca. 500m der Wohnung nähert
Bei 5 m² Wohnfläche kann das ausreichend sein. Bei meinen 200 m² wird in 30 Sekunden, die ich für 500 m benötige, nicht mal die Heizung warm geschweige eine Fußbodenheizung oder sonst was im Haus. Selbst nur bei 100 m² Wohnfläche, um die die meisten Häuser liegen, auch nicht.
Eine Heizung ist doch keine Beleuchtung!
 

Lp3g

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Bei 5 m² Wohnfläche kann das ausreichend sein. Bei meinen 200 m² wird in 30 Sekunden, die ich für 500 m benötige, nicht mal die Heizung warm geschweige eine Fußbodenheizung oder sonst was im Haus. Selbst nur bei 100 m² Wohnfläche, um die die meisten Häuser liegen, auch nicht.
Eine Heizung ist doch keine Beleuchtung!
Diesen Radius kann man einstellen. Min. 50m / Max. 3000m
 

ginoeck

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Danke an alle für die technischen Erläuterungen, aber um das alles zu verstehen, muss man wohl Elektro- und Kommunikationstechnik studieren. ABER WIR haben nur eine einfache Anlage mit Heizkessel, Warmwasserbereiter und Regler, mit dem wir einzig und allein die Heizungszeiten steuern wollen, so dass wir gar nicht alle erdenklichen Kommunikationsmöglichkeiten brauchen, die das System so komplex machen, dass es NICHT MEHR BENUTZERFREUNDLICH ist, aber dafür REPARATURANFÄLLIGER so wie die teuren Autos, bei denen die komplexe Elektronik die häufigste Pannenursache ist. Wegen unseren ständig wechselnden Arbeitszeiten brauchen wir eine einfach zu bedienenden und robuste Steuerung ohne unnötige Komplexität.

● ERSTE FRAGE: Wenn wir auf die komplexen Kommunikationsmöglichkeiten verzichten und es in Kauf nehmen, etwas mehr Energie zu verbrauchen, kann dann ein Heizungstechniker es so einrichten bzw. SO ANPASSEN, DASS DIE ANLAGE MIT EINEM EINFACHEN, ROBUSTEN HONEYWELL T4-REGLER GESTEUERT WIRD, OHNE so KAPUTTZUGEHEN wie Wolfhaus prophezeit, wenn man keine Vorkehrungen trifft?

● ZWEITE FRAGE: Wenn das ginge, WELCHEN KOMFORTVERLUST hätte man dann? Wolfhaus sagt nur lapidar “Das wirst du dann merken” Bedeutet das, dass man nichts Genaues weiss?
 
Wolfhaus

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einfache Anlage mit Heizkessel, Warmwasserbereiter und Regler,
Das ist der große Irrtum, diesen von mir dargestellten Bedingungen erfüllen alle Heizungsanlagen, wenn sie nicht aus den 50-60 Jahren stammen. Aber auch die haben mindestens eine einfache Regelung.
so dass wir gar nicht alle erdenklichen Kommunikationsmöglichkeiten brauchen,
Doch die brauchen Sie mit ihrer Heizung auch, aber die stellt der Monteur ein und ist damit dann erledigt. Der Grund dafür ist das die Heizung an die Nutzerbedingungen angepasst werden muss. Sonst müsste für jeden Nutzer eine spezielle Heizung, nur für ihn angefertigt werden.
Es macht für die Heizung schon einen Unterschied ob sie z.B. 50 m² oder 150 m² beheizen soll oder es ein Altbau mit hohem Wärmeverlust oder ein Energiesparhaus ist um nur einige zu nennen.
Das sie dann nur noch die Raumtemperatur verändern wollen ist eine andere Sache.
ERSTE FRAGE: Wenn wir auf die komplexen Kommunikationsmöglichkeiten verzichten
Das können Sie nicht, weil jede Heizung bestimmte Komponenten benötigt die genau so eingehalten werden müssen.
So wie sie bei einer elrktronischen PKW- Zündung keine Zündunterbrecher nachträglich einbauen können. Können sie bei Ihrer Heizung auch nur die vom Hersteller zugelassenen Steuerungen verwenden. Da können sie zu keinem An oder Ausschalter umrüsten.
ZWEITE FRAGE: Wenn das ginge, WELCHEN KOMFORTVERLUST
ES GEHT NICHT ! Heizung würde eine Fehlermeldung anzeigen oder nicht Heizen! UND dann ausfallen! (Schutz- Blockade) Selbst bei einem falschen Regler tritt das auf. Sie können nur die für Ihre Heizung zugelassenen Komponenten verwenden! Folgend noch mal die Bedingungen!

.......Traditionell bestanden Anlagen der Heizungstechnik aus jeweils unabhängigen, für sich
weitgehend isoliert arbeitenden Einheiten: Heizkessel, Radiatoren, Warmwasserbereitung,
etc. Jede der Einheiten war für sich auf Grund der geringen Anforderungen relativ wenig
komplex. Dementsprechend ließen sich zugehörige Steuerungen als einfache
mechanische, pneumatische, elektrische Geräte realisieren.
Heute wachsen auch im Einfamilienhaus die Anforderungen an solche Systeme drastisch.
Die Regelung eines Kessels ist abhängig von der Vorlauftemperatur, der Außentemperatur,
dem Wärmebedarf der Heizkörper, dem Wärmebedarf der Warmwasserbereitung, etc.
Mischer, Pumpen werden, abgestimmt auf die gewünschte Leistung und mit dem Ziel
effizienter Energieausnutzung bei gleichzeitiger Optimierung des Gesamtsystems geregelt.
Die Anforderungen an die Sicherheitstechnik wachsen
. .............

Das ist auch laut Gesetz Vorschrift ! Und darf nicht umgangen werden.
 
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ginoeck

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Danke für die jetzt auch für mich als Laien verständliche Aufklärung!

Zum Glück habe ich nochmals hier im Forum nachgefragt, statt mich auf den dem Technischen Dienst von Vaillant in Belgien, wo ich wohne, zu verlassen. Zwei verschiedene Berater von diesem Dienst hatten mir nämlich gesagt, dss die Aurocompakt-Heizung mit einem fremden Honeywell-Regler durchaus störungsfrei funktionieren würde, aber eben mehr Energie verbrauchen würde. Wenn ich das gemacht hätte, wäre es ja dann gehörig schiefgegangen! Das finde ich schon bedenklich, dass die Vailant-Berater solche Falschauskünfte erteilen, statt zu erklären, dass sie beim Einsatz von fremden Komponenten für nichts garantieren können.
 
Wolfhaus

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Eigentlich sind für den Nutzer die "Raumregler" einfach zu bedienen. Zu kalt am Rad höher drehen oder bei zu warm runter.
Im Normalfall mach mann da nichts und es lauft alles von alleine.

Ich würde gerne helfen, kannst du mir schildern womit du Probleme hast?

unregelmässige Arbeitszeiten und müssen dementsprechend die Uhrzeiten häufiger verstellen. Wenn ein Regler deswegen nach vier Jahren kaputt ist
Das sollte der Regler aushalten, aber einen defekten musst du schon erneuern.

unregelmässige Arbeitszeiten

Da bestehen auch falsche Vorstellungen. Beschreibe mir mal wie nach deiner Vorstellung die Heizung arbeiten soll.
Das geht doch bei tausenden Nutzern und muss doch auch bei dir möglich sein.
Möglicherweise hast du da auch eine falsche Vorstellung die darin besteht, keiner da = Heizung aus, sonst Heizung an.
Ich denke auch bei dir ist eine optimale Lösung der Regelung möglich + Einsparung von Energie MIT einer warmen Wohnung nach deinen (euren) Vorstellungen.
 

ginoeck

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Danke für das Angebot.
Unsere Wochepprogramme variieren, aber ein typisches Wochenprogramm wäre beispielsweise wie folgt (mit jeweils vier oder fünf Zeitfenstern und den jeweils eingestellten Wunschtemperaturen):

- Montag – Donnerstag (gewöhnliche Schul- und Arbeitstage):
7 – 9h = 20°C damit es schön warm ist im Bad, zum Ankleiden und Frühstücken
9 – 17h = 12°C
18 – 21h = 20° damit es schön warm ist zum Abendessen, Fernsehen und für die Abendtoilette der Kinder
21 – 7h = 12°C damit es in den Schlafzimmern kühler wird
- Freitag (Kinder kommen mittags von der Schule nach Hause)
Wie Montag – Donnerstag, ausserdem 14 – 18h = 19°C, damit die Kinder zum Spielen eine warme Bude haben
- Samstag (Einkaufstag)
8 – 10h = 20°C damit es schön warm ist im Bad, zum Ankleiden und Frühstücken
10 – 18h = 19°C damit diejenigen, die zuhause sind, eine warme Bude haben
19 - 22h = 20° damit es schön warm ist zum Abendessen, Fernsehen und für die Abendtoilette der Kinder
22 – 9h = 12°C damit es in den Schlafzimmern kühler wird
- Sonntag (Ruhetag)
8 – 10h = 20°C damit es schön warm ist im Bad, zum Ankleiden und Frühstücken
10 – 18h = 19°C damit diejenigen, die zuhause sind, eine warme Bude haben
19 - 22h = 20° damit es schön warm ist zum Abendessen, Fernsehen und für die Abendtoilette der Kinder
22 – 9h = 12°C damit es in den Schlafzimmern kühler wird
 

Lp3g

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Das viel zu viel Chaos für die Heizung und kostet ohne Ende Energie.

Die Nachttemp nicht unter 17°c . Der Delta Wert zu 20/21°c ist viel zu groß. Zumal sich Schimmel bilden kann. Für 3 Stunden knallt die Heizung von 12 auf 20°c. Total ungemütlich und verschwendet Energie.

Das Fenster Freitags für 4 Stunden nur 19°c dann 3 Stunden 20/21°c. Hier ab 14 Uhr die Heizung laufen lassen.

Samstags von 8 - 22 Uhr durchlaufen lassen. Spart auch Energie anstelle, alles warm, abkühlen wieder warm.

Sonntag genau so.

Ihr habt es besser, spart Geld und schon die Heizung und habt das Risiko mit dem Schimmel nicht.

Bezüglich schlafen, sollte es zu warm sein nach den 20°c kurz lüften.
 
Thema:

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