Pufferspeicher Nachträglich? Frage eines Neulings

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VenoX

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Hallo Zusammen und schonmal im Voraus danke für euren Rat.

Ich habe mir im Jänner ein haus gekauft und die Heizungsanlage besteht aus einer Gastherme und einem Festbrennstoffkessel. Grundsätzlich funktioniert alles soweit, die Gastherme sowie der Festbrennstoffkessel heizen wohl in den Selben kreislauf und halten das Haus auch warm (natürlich nicht gleichzeitig ;) ).

Was mich aber stört: ich möchte so wenig wie möglich mit gas heizen, die Holzheizung hat aber keinen Puffer - kann man den nachrüsten oder brauche ich auch einen neuen Kessel. Weiters frage ich mich ob nicht ein Kombispeicher (also brauch- und pufferwasser in einem) eine gute idee wäre.
Ausserdem ist beim Festbrennstoffkessel das Thermostat kaputt.

Anbei mal ein paar Fotos meiner Anlage.








Was würdet ihr hier tauschen/verbessern??? Ich bin absoluter Laie.
 
Hausdoc

Hausdoc

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Mit diesem Holzofen gewinnst du keinen Krieg mehr.

1. Umständlich in der Bedienung
2. Keine Verbrennungsluftregelung
3. Vermutlich auch überdimensioniert. Es sei denn du hast über 400m² Wohnfläche


Ergo.
Entweder diesen alten Holzkessel außer Betrieb nehmen oder neue Anlage - bestehend aus vernünftigem Kessel + Puffer .

Da du eine vorhandene Brennwerttherme hast , brauchst du eigentlich einen vernünftigen Schichtladespeicher.

Mach hier mal eine Kostenrechnung über die nächsten 20 Jahre.
Was kosten Holzkessel + Puffer + Installation + Wartungskosten + Brennstoffkosten.

Rechne aus wieviel Gas du in der Zeit sparen würdest. Ist diese Ersparnissumme größer als oben stehende Kostenrechnung?

Ergebnis: Rentiert sich das jemals?
 

VenoX

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Also beim Haus handelt es sich um 100qm wohnfläche und einen keller, der ebenfalls beheizt werden soll (bin viel in der Werkstatt).
das haus ist BJ 1973 und nicht isoliert, auch sind die fenster alt (werden bald getauscht). Auch der keller wird isoliert von außen. Vollwärmeschutz möchte ich keinen anbringen (kostet über 10k€ und steht in keinem verhältnis)


Das holz bekomme ich gratis, daher wäre eine Holzheizung schon von sehr großem vorteil, holz brauche ich sowieso da ich noch in meiner außengarage und in der küche jeweils einen holzofen mit backrohr stehen habe.
d.h. selbst wenn ich den alten kessel ständig heize ist es billiger (natürlich muss ich ihn auch ausgehen lassen, sonst wirds zu heiß.

Weiters habe ich überhaupt keine Ahnung was sowas kosten könnte (also kessel + puffer + installation) man liest ja im internet von sets um 5k€ bis 20.000€ alles mögliche.

Die Gastherme läuft eigentlich kaum, die ist eher dafür da wenn ich auf Dienstreise bin und nur meine Frau + Kind daheim sind, denen möchte ich das Holzheizen so nicht zumuten.

Was ist von der Gastherme denn zu halten??
 
Hausdoc

Hausdoc

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Vollwärmeschutz möchte ich keinen anbringen (kostet über 10k€ und steht in keinem verhältnis)
Bevor du Geld in ein zusätzliches Heissystem steckst, würde ich dir druingend raten, lieber in Dämmung zu investieren.

Ich muss kein Prophet sein um zu sagen, daß die Energiepreise weiter steigen werden.

Laß vor dem Einbau der neuen Fenster erst mal Mindestdämmstärken berechnen, Das betrifft nämlich auch die Fenster.

Das teuerste an einer Dämmung sind die Fenster - die brauchst du eh neu.-

Da sind wie wieder bei der Rechnerei.
Rechne mal hoch, wieviel du die nächsten 30 jahre in Brennstoff investieren musst. Hier kannst du eine Verdoppelung des Gaspreises ca 15 Jahren annehmen.

Laß ein Angebot über einen Vollwärmeschutz machen.

Wie sieht denn das Dach aus?

Therme kann ich jetzt nix dazu sagen, poste mal den genauen Typ.
 

VenoX

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Zum Dach: das Haus ist ein Bungalow und die geschossdecke zum Dachstuhl ist bereits isoliert.

Es waren 2 unabhängige Firmen bei mir, beide haben mir von einem Vollwärmeschutz abgeraten, da das haus mit Leca-Ziegeln mit wärmedämmung gebaut ist (keine normalen Ziegel + Putz).

Zu den Brennstoffkosten: Die Gaskosten sind nicht so wichtig, im Winter heize ich nur mit Holz (ist für mich GRATIS), im Sommer macht die Gastherme das Warmwasser, + sie heizt das Haus wenn ich nicht zu Hause bin. Das sind im Winter vlt 3 Wochen.

Den Rest hat bis jetzt der alte Holzofen erledigt. Verbrauch im Winter liegt ca. bei 16lfm. Holz, da ist aber der Werkstattofen (steht in einem Nebengebäude) und der in der Küche miteingerechnet.

Ich möchte eigentlich den Komfortgewinn einer automatischen Regelung und nicht so oft nachlegen zu müssen. Eine Effizienzsteigerung der Heizungsanlage wäre zwar gut, aber nicht nötig.

Die Therme ist eine GEBE-Strebel WBG SP - Typenschild hab ich im Startpost fotografiert :)
 
Hausdoc

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Ok- Die Therme kannst du auf absehbare Zeit abheften.

Dann käm aber nur einfach wieder ein anderes Brennwertgerät an selbe Stelle.

Ich würde dir einen Hygiene Schichtladespeicher empfehlen - damit mit dem Holzofen auch Warmwasser bereitet werden kann.

Wegen deutlich effektiverer Verbrennung würde ich einen Holzvergaser verwenden. Beispielsweise Viessmann Vitoligno 100-S. Oder die üblichen Österrreicher. In deinem Fall muss der Holzkessel nicht in der Leistung modulieren -sondern einfach nur die gesamte Energie in den Puffer schieben.

Die Brennwerttherne wird auch am Puffer angeschlossen und springt automatisch ein, wenn der Holzkessel keine Wärme mehr liefert ind der Puffer kalt ist.

Der Heizkreis wird über eine Mischergruppe auch direkt am Puffer angeschlossen.

Bei einem 20 KW Holzvergaser solltest du min einen 1000l Speicher verwenden.
 

VenoX

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Hallo,

Muss mich nun nochmal einklinken - habe eine sehr erfreuliche Nachricht bzgl der Heizung erhalten:

Die kleine Brennwerttherme war nur 3 Jahre in Betrieb, d.h. bei einbau 1 Jahr, dann abgemeldet und nach dem Versterben des Vorbesitzers wieder angemeldet - wurde mir so von der Gemeine (betreibt das Gasnetz) bestätigt, d.h. die Therme hat kaum betriebsstunden drauf.

Nun möchte ich doch in den Holzteil der Anlage investieren, da mein Budget für heuer schon recht erschöpft ist wäre meine Idee nach wie vor:

Heuer: nachrüstung Pufferspeicher (zahlt sich ein Hygienespeicher aus und den alten Warmwasserspeicher weg oder ist das nicht sinnvoll)? min. 2x800l (muss dass kippmaß noch anschauen im Nebenraum, vlt gehen sich 2x 1000l auch aus.
Auch die Ventile möchte ich steuern, d.h. ich möchte nicht manuell "umschalten" müssen, geht das? Auch die recht ominöse ansteuerung der Pumpe im Heizkreislauf möchte ich wegbekommen.
Nächstes Jahr: Holzkessel durch Holzvergaser ersetzen.

Die Gastherme wird jährlich gewartet und nur bei abwesenheit verwendet, bis jetzt hat sie immer Rasch & gut funktioniert, störungen hatten wir noch keine.

Meine Frage dazu:
Ist es sinnvoll die Investitionen aufzuteilen oder soll ich besser alles auf einmal machen?

lg & Danke!
 
socko

socko

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VenoX schrieb:
Also beim Haus handelt es sich um 100qm wohnfläche und einen keller, der ebenfalls beheizt werden soll (bin viel in der Werkstatt).
das haus ist BJ 1973 und nicht isoliert, auch sind die fenster alt (werden bald getauscht). Auch der keller wird isoliert von außen. Vollwärmeschutz möchte ich keinen anbringen (kostet über 10k€ und steht in keinem verhältnis)


Das holz bekomme ich gratis, daher wäre eine Holzheizung schon von sehr großem vorteil, holz brauche ich sowieso da ich noch in meiner außengarage und in der küche jeweils einen holzofen mit backrohr stehen habe.
d.h. selbst wenn ich den alten kessel ständig heize ist es billiger (natürlich muss ich ihn auch ausgehen lassen, sonst wirds zu heiß.

Da du den Brennstoff die nächsten Jahre umsonst bekommst würde ich auch nicht dämmen. Es sei denn du arbeitest für lachende Erben ;)

Insofern finde ich deinen Ansatz des großen Puffers richtig. Wenn du in der elektrischen Bucht noch günstig an Ersatzteile kommst, nutze den alten Holzbrenner aus. Wenn du wieder Geld gepuffert hast, kauf der einen anständigen Holzkessel. 8o
 

VenoX

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Hallo zusammen, wollte mich nochmal melden.

Hausdoc hatte im prinzip recht, rumdoktern mit dem alten Holzkessel war sinnlos.

Ich habe mich schlußendlich für ein Holzvergasersystem entschieden, dieses läuft nun seit voriger Woche und ich bin begeistert. Ich habe einen günstigen Atmos DC25GS Kessel mit 2x 1.000l Puffer und einem neuen 500l Warmwasserboiler mit Solaranschluß (Solar kommt nächstes Jahr aufs Dach, da dieses erneuert wird). Eingebaut hab ich das ganze selbst mit Hilfe eines Freundes (ist Installateur).
1x am Tag ordentlich einheizen reicht nun aus damits wohlig warm ist für ~20h.

Die Gastherme hängt noch da, als "notheizung", sie funktioniert ja noch und die Infrastruktur ist ja vorhanden, warum also wegwerfen.

Nun brauche ich noch eine Lösung für die Steuerung meiner Heizkörper, aber das ist ein anderes Thema.
 
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