Problem mit Stiebel Eltron WPF 07 Wärmepumpe

Diskutiere Problem mit Stiebel Eltron WPF 07 Wärmepumpe im Wärmepumpe, Gebäudekühlung Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo zusammen, ich bin neu hier und seit kurzem erstmals für eine Heizung verantwortlich. In dem Haus hier ist folgendes verbaut: - Stiebel...

marco82

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und seit kurzem erstmals für eine Heizung verantwortlich.

In dem Haus hier ist folgendes verbaut:
- Stiebel Eltron WPF 07
- Stiebel Eltron SBP 200 E (1. großer Kessel)
- Stiebel Eltron SBB 301 WP (2. großer Kessel)

Mein Problem ist, dass die Warmwassertemperatur ständig abfällt.
Ich muss mehrmals täglich die Warmwassertemperatur für den Komfortbetrieb wieder auf 45 Grad hochsetzen.
Ständig wird der Wert wieder überschrieben. Mal 22,5, oder 22 oder 23. Es ist zum verrückt werden.

Im Menu habe ich schon ausprobiert mit Lernfunktion und ohne Lernfunktion.
Auch ein 24/7 Programmbetrieb bringt nichts.

Immer wieder wird die Temperatur automatisch herabgesetzt.

Und das Manometer im 2. Kessel zeigt 55 Grad obwohl das nirgends eingestellt ist.

Ich bin mir sicher, dass ich ein Verständnisproblem habe und Bedienungsfehler begehe.
Wobei der Heizungsmensch, der schon mehrmals da war auch immer nur die WW-Temperatur für Komfort auf 45 hochstellt und für Eco auf 44.
Nach einer Stunde ist dann einer der Werte oder beide wieder auf 22 Grad.

Kann hier jemand helfen?
 

marco82

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mad-mike

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Moin,

Also, Grundsätzlich: der Tank 2 mit den 55 Grad ist dein Warmwasser tank. Das sollte reichen.

Tank 1 ist ein ""Zwischenspeicher"" zwischen Wärmepumpe und Heizflächen... Diese Temperatur wird nicht eingestellt sondern automatisch berechnet und angefahren. (Außenfühler)

Versuche mal etwas mehr dein Problem zu beschreiben. und vielleicht mal ein paar Panorama Fotos von der Anlage.

Vielleicht mal schreiben: Mein Duschwasser ist kalt, oder ich friere...
 

marco82

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Danke für die Antwort. Ich werden mein bestes geben.
Es folgt die Panorama Bildstrecke :)

Das ist ganz links die Ecke
DSC_1502.JPG
Da geht es um die Ecke zur Wärmepumpe
DSC_1503.JPG
Die Wärmepumpe
DSC_1504.JPG
Wärmepumpe und Kessel 1
DSC_1505.JPG
Kessel 1 und 2
DSC_1506.JPG
Heizungsverteiler für die Fußbodenheizung (vermute ich) - zwischen Kessel 1 und 2
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marco82

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Kommen wir zum Problem:
Die Temperatur in Kessel 2 fällt immer ab, so dass es kein warmes Wasser gibt.
Das hier ist das Manometer von Kessel 2 - wieder auf dem Weg nach unten.
Und das soll so nicht sein. Ich möchte, dass es konstant bei einer für Warmwasser passablen Temperatur bleibt (45 Grad +)
DSC_1508.JPG


Die Heizung ist quasi aus und es besteht aktuell kein Bedarf an der Heizung. In allen Räumen sind die Regler maximal runtergedreht.
Frieren in den Räumen ist nicht das Problem.
 

marco82

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Mein aktueller Workaround das einzudämmen ist folgender:

Ich klicke mich durch das Menu.
DSC_1509.JPG
von den Einstellungen
DSC_1510.JPG
zum Warmwasser
DSC_1511.JPG
zu den WW-Temperaturen
DSC_1512.JPG
Hier kommt jetzt der "Fehler" Es steht dort 22 Grad obwohl ich eine Stunde vorher 45 eingestellt habe.
DSC_1513.JPG
Ich ändere das wieder auf 45
DSC_1514.JPG
Speichern und fertig.
DSC_1515.JPG
So geht das die ganze Zeit.

Ich habe herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser Einstellung und dem Warmwasser gibt.
Was ich nicht verstehe, ist warum die Temperatur in Kessel 2 auf 55 Grad steigt, wenn ich doch nur 45 einstelle.

Jedenfalls merkt man nach der Einstellung sofort, dass die Wärmepumpe anfängt zu arbeiten.
 

marco82

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Eine Sache gab es noch.

Die Wärmepumpe hatte einen Fehler ausgegeben :
- Fühlerbruch E73

Daraufhin kam wieder der Heizungs-Service aus dem Ort und einen "externen Fühler" montiert.
So hat er es genannt und folgendes Kabel neu verlegt.

DSC_1516.JPG

Das geht von der Wärmepumpe zum Kessel 1

Seit dem der Fehler wieder weg ist, ist das Verhalten beim Warmwasser unverändert.
Meinem Verständnis nach war das ein Fehler, die Wärmepumpe "abschaltet" sozusagen.
Aber nach Behebung hatte das keinen positiven Einfluss auf das Verhalten beim Warmwasser.
 
mad-mike

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Moin,

Also ich selber kenne diese Regelungen nicht. Aber es scheint mir hier ein Konfigurations Problem zu geben.

Eventuell gibt es sowas wie ein Zeitprogramm welches die Einstellungen immer wieder überschreibt, oder in den Fachmann Einstellungen ist dieser Wert vorgegeben, welche du nur Temporär änderst??

Was ich nicht verstehe, ist warum die Temperatur in Kessel 2 auf 55 Grad steigt, wenn ich doch nur 45 einstelle.
Zur Temperatur: Es ist möglich, Das du zwar 45 Grad einstellst, aber Das der Wert an anderer Stelle gemessen wird. Wärmepumpen Arbeiten nicht Stumpf nach einen Sensor, sondern Auch Vorlauf und Rücklauf Temperaturen spielen eine Rolle. So kann es da auch eine Temperatur erhöhung geben.

Ich kenne Geräte, wo an der Stelle quasi eine Rücklautemperatur eingestellt wird, Sprich 45 Grad im Rücklauf gleich ""Mehr"" im Speicher.

Aber wie gesagt, Diese Regelung, da bin ich raus.
Vielleicht hilft es ja einmal den Stiebel Support zu kontakten...

Es wird ganz sicher nur eine Kleinigkeit sein, in irgend einem Parameter versteckt...
 

marco82

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Ja, der Heizungsmensch meinte, dass das eingestellte "Komfortprogramm" die Anlage dazu veranlasst Warmwasser 24/7 bereit zu halten.

Es gibt einen so genannten Programmbetrieb, der aber außer Kraft ist, wenn das "Komfort" oder "Eco" Programm eingestellt ist.

Stiebel Eltron kontaktieren ist gut. Habe ich versucht. Ist einer der schlechtesten Kundenservice, die ich je erlebt habe.
So was von gelangweilt und hilfsunbereit, dass es seinesgleichen sucht. Unfassbar, dass der Laden noch nicht pleite ist.

Ich denke auch, dass es irgendwo eine Kleinigkeit sein muss, wo sich aus dem Menu und der Bedienungsanleitung nicht eindeutig ableiten lässt, was der Parameter nun wirklich genau steuert.

Danke für die Hilfestellung
 

marco82

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Bei mir scheint sich das Problem gelöst zu haben.
Ich bin bis auf die Basics runter und habe die Grundlagen geprüft. Sitzen die Schrauben fest, ist irgendwas undicht usw.
Dabei ist mir aufgefallen, dass der Sensor an Kessel 2 sehr lose zu sein schien.

Daraufhin habe ich ihn gezogen und wieder neu gesteckt, bis er den Kessel berührt hat.
Dabei bemerkte ich, dass er etwas tiefer als vorher steckte.

Kann das sein, dass dieser Sensor die eingestellten 45 Grad nie vernünftig messen konnte, weil Luft zischen Sensor und Kesselwand war?
Und ist das normal, dass der Sensor nur in der Dämmung hängt? Da ist keine Schraube, keine Klammer, kein gar nichts. Wenn man da aus Versehen dran kommt und das nicht bemerkt, ist der Sensor wieder lose.

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Vielleicht fehlt dir so ein Blech am Fühler, welches als Widerhaken dient und gleichzeitig den Fühler gegen die Wand presst.
 

marco82

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Hab mir das angesehen und der Sensor hat so Blech dran.
Es ist recht dicht am Sensor und steht nicht in diesem Winkel ab wie auf dem Bild.

Ich habe das jetzt etwas aufgebogen und wieder montiert.
Das muss reichen 🙃

Die WP verhält sich jetzt normal. Es gab keinen wundersamen Temperaturabfall mehr.
 
mad-mike

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Kleiner Sensor große Ursache.

Wobei der eigentlich permanent in der Warmwasser Bereitung Hängen müsste, weil der Sensor permanent zu kalt Anzeigt...

Vielleicht hat aber eine taktsperre oder so gegriffen.
 

marco82

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Bis jetzt ist das Verhalten "normal" was ich beobachtet habe und einschätzen kann.

Ich habe die Warmwasser-Hysterese von 3K auf 5K erhöht. Meinem Verständnis nach verringert das die Anzahl der Taktungen der Wärmepumpe richtig?
Bei meiner Einstellung von 48 Grad für Warmwasser springt er wieder an, wenn der oben genannte Sensor 43 Grad meldet, oder?
Dann wird wieder auf 48 Grad geheizt und abgeschaltet, richtig?
 

marco82

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Ist das wegen möglichen Keimen?
 
tricotrac

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Ja. die Experten sind sich da nicht ganz einig, aber die Wohlfühltemperaturen für Legionellen liegen zwischen 20 und 50°C. In gewerblich genutzten Objekten ( dazu gehört auch die vermietete Wohnung im Zweifamilienhaus) ist eine Speicherwassertemperatur von 60°C vorgeschrieben.
 

marco82

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Ok, danke. Habe das so eingestellt
 

KarlZei

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Ist das wegen möglichen Keimen?
Es geht dabei weniger um Keime. Vielmehr spielt die Temperatur für die Legionellen eine Rolle. Die vermehren sich temperaturabhängig unterschiedlich stark. Der kritische Bereich liegt je nach genutzter Quelle zwischen 30°C und 45 bis 50°C. Die Speichertemperatur spielt aber nur dann eine kritische Rolle, wenn man den Legionellen auch die Zeit zum Vermehren gibt, also das Wasser längere Zeit ohne Austausch im Speicher belässt. Sobald Wasser hinreichend genutzt wird, es also regelmäßig ausgetauscht wird, ist das Risiko einer erhöhten Legionellenkonzentration im Speicher gering. Legionellen finden sich dann eher in Leitungen, die selten genutzt werden (Stagnation).

Die alleinige Betrachtung der Speichertemperatur ohne Berücksichtigung von Speichergröße sowie Nutzungsverhalten ist nicht wirklich zielführend, weswegen pauschale Forderungen wie >55°C eher blödsinnig und in diesem Kontext auch noch falsch sind. Auch mit 57°C kann man in einem Speicher Legionellen züchten.
Es gibt auch keine gesetzlichen Vorschriften zu Mindesttemperaturen in Speichern. Es gibt nur grundsätzlich unverbindliche Normen und Regeln (DIN, DVGW), die Rahmenbedingungen / Vorgaben beschreiben, die im Sinne von anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden soll(t)en. Die gelten aber entgegen der o.a. Falschinformation nicht für Kleinanlagen, zu denen neben Einfamilienhäusern auch Zweifamilienhäuser gehören. Bei diesen Kleinanlagen sprechen diese Normen und Regeln letztlich nur eine Empfehlung für die Temperaturen aus. Und die empfohlene Speichertemperatur ist bei Kleinanlagen dann auch nicht >55°C sondern nur >50°C.

Du kannst also wieder auf ca. 50°C zurück und Energie sparen ;-)
 
Thema:

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