Plattenwärmetauscher kaputt nach Entkalkung

Diskutiere Plattenwärmetauscher kaputt nach Entkalkung im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Servus, zusammen, nach der Lektüre dieses Threads Logamax U152-20/24K habe ich mir das von hausdoc empfohlene Mittel conel care 212 TW gekauft...

Zoppotrump-NEU

Threadstarter
Mitglied seit
25.01.2019
Beiträge
37
Servus, zusammen,

nach der Lektüre dieses Threads Logamax U152-20/24K habe ich mir das von hausdoc empfohlene Mittel conel care 212 TW gekauft, um den Plattenwärmetauscher einer Wolf Gastherme zu entkalken. Ich habe ihn in einer 1:1 verdünnten Lösung des o.g. Entkalkers gelegt, ca. 1 Stunde. Mit Sicherheit ist jetzt kein Kalk mehr drin. Allerdings hat sich die silbrige Beschichtung teilweise mit aufgelöst, und er ist undicht. Das Wasser quillt aus allen Poren, siehe Fotos.

Kann mir jemand sagen, was hier falsch gelaufen ist?
IMG_20190907_153659.jpg
IMG_20190907_153958.jpg
IMG_20190907_155405.jpg
IMG_20190907_155413.jpg
 

Lp3g

Mitglied seit
11.05.2019
Beiträge
201
Kann mir vorstellen, das er schon länger defekt war. Der Kalk hat ihn abgedichtet. Nun ist der Kalk weg und er ist undicht.

Oder das Material hat vom Entkalker schaden genommen.
 

Zoppotrump-NEU

Threadstarter
Mitglied seit
25.01.2019
Beiträge
37
Er ist erst 3,5 Jahre alt. Klar hat das Material Schaden genommen. Offensichtlich ist das Ding aus Kupferblechen zusammengepresst und dann galvanisch vernickelt / Verzinnt / Verzinkt was die Konstruktion dann abdichtet. Aber wie kann es sein, dass ein Mittel, das nun wirklich GENAU FÜR SOLCHE ZWECKE entwickelt worden ist, das Metall dermaßen angreift???
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.741
Ich habe ihn in einer 1:1 verdünnten Lösung des o.g. Entkalkers gelegt, ca. 1 Stunde.
Dieser Entkalker besteht aus einer Mineralsäure und ist salzsäurefrei. Er greift deshalb keine CU oder Edelstahlwärmetauscher an.

Allerdings macht man die Plattenwärmetauscher Entkalkung deutlich anders .
Der Wärmetauscher wird dazu NICHT in den Entkalker eingelegt - Eigentlich logisch- der Wärmetauscher ist ja innen und nicht außen vertkalkt.
Zum Entkalken wird mittels kleiner Pumpe ( Aquariumpumpe....) ständig Entkalkerlösung durchgepumpt. Nach ca 5 Minuten ist die Entkalkung abgeschlossen

Aber wie kann es sein, dass ein Mittel, das nun wirklich GENAU FÜR SOLCHE ZWECKE entwickelt worden ist, das Metall dermaßen angreift???
Das Mittel wär geeignet - die Anwendung war nur suboptimal. ;)

Mit diesem Mittel entkalke ich z.b. den Trinkwasser Plattenwärmetauscher eines Speicherladesystems mit 70 m³/täglich Warmwasserleistung.
Mindestens 10 mal wurde jeder dieser Wärmetauscher ( es gibt immer einen frisch entkalkten Wärmetauscher in Reserve) schon entkalkt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lp3g

Mitglied seit
11.05.2019
Beiträge
201
Er ist erst 3,5 Jahre alt. Klar hat das Material Schaden genommen. Offensichtlich ist das Ding aus Kupferblechen zusammengepresst und dann galvanisch vernickelt / Verzinnt / Verzinkt was die Konstruktion dann abdichtet. Aber wie kann es sein, dass ein Mittel, das nun wirklich GENAU FÜR SOLCHE ZWECKE entwickelt worden ist, das Metall dermaßen angreift???
Also Kupfer kann man so pressen das es Dicht ist. Und ein Schutz von Außen, welcher abdichten soll, das macht null Sinn. Du hast auf dem System auch druck. Ein Auto ist auch nicht durch den Lack dicht.

Das Alter bedeutet nichts. So ein Bauteil kann auch einen Herstellungsfehler haben.

Kleines Beispiel vom Klimakondensator im KFZ Bereich. Bis Ende der 90er waren die einfach aus Alu. Einfach Alu gefaltet und verschweißt, ergo recht dick. Dann wurde das Alu gezogen, damit es leichter wird. Die folge, das Alu ist mega weich. Nach ca. 5 Jahren zerfällt das Alu, Salz zersetzt dieses gezogene Alu sehr schnell.
 

Zoppotrump-NEU

Threadstarter
Mitglied seit
25.01.2019
Beiträge
37
Dieser Entkalker besteht aus einer Mineralsäure und ist salzsäurefrei. Er greift deshalb keine CU oder Edelstahlwärmetauscher an.
also die galvanische Beschichtung hat er definitiv angegriffen.

Allerdings macht man die Plattenwärmetauscher Entkalkung deutlich anders .
Der Wärmetauscher wird dazu NICHT in den Entkalker eingelegt - Eigentlich logisch- der Wärmetauscher ist ja innen und nicht außen verkalkt
Entweder das Mittel greift das Metall an oder nicht. Wenn es von außen angreift, dann greift es auch von innen an. Das Ding ist komplett galvanisiert, also Außen UND Innen, das sieht man deutlich.

Klar macht die Einwirkzeit und auch die Konzentration des Mittels einen Unterschied. Aber ein Entkalker darf doch grundsätzlich das Material nicht angreifen! Wenn es ein solches Mittel nicht gibt, dann hat der Plattenwärmetauscher einen grundlegenden Konstruktionsfehler!
 
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.741
Das Ding ist komplett galvanisiert, also Außen UND Innen, das sieht man deutlich.
Nein CU Wärmetauscher sind nur außen vernickelt.

Aber ein Entkalker darf doch grundsätzlich das Material nicht angreifen!
Doch, tut er....... deswegen ist die Wirkdauer und Art der Anwendung nicht ganz unwichtig.

Beispielsweise meinte mal ein Hausmeister mit Essigessenz kann man gefahrlos Perlatoren entkalken.
Problem.: Das waren vergoldete Dornbracht Perlatoren zu ca 150€/Stück. Etwa 30 Peratoren wurden duch Einwirkzeit über Nacht "verschönert"


Hier dürfte es sich ziemlich sicher um einen Kupfer gelöteten Edelstahlwärmetauscher handeln. Dabei ist Kupfer das Lotmittel.
 

Zoppotrump-NEU

Threadstarter
Mitglied seit
25.01.2019
Beiträge
37
Das Grundmaterial ist definitiv Kupfer. Dann ist es galvanisiert, mit was auch immer. Ich bin mir sehr sicher, dass das Ding aus Kupferblechen zusammengepresst wird, wobei da die Dichtigkeit aber noch nicht gegeben ist. Das Galvanisieren hat dann eine stabilisierende sowie abdichtende Funktion. Galvanisieren nur von außen würde keinen Sinn machen und geht m.M.n. auch gar nicht, weil das Teil von der Galvanisierungslösung durchflossen werden muss.

Der Entkalker hat nun hauptsächlich die Beschichtung zerfressen, deswegen sieht man überall das Kupfer durchkommen, und deswegen ist er undicht.

Aber wie auch immer: Wenn Entkalker die zu entkalkenden Teile angreifen, wird das ganze zu einem Drahtseilakt. Ich werde mal die Fa. Wolf anschreiben, wie sie sich vorstellen, diese Dinger zu entkalken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hausdoc

Hausdoc

Moderator
Mitglied seit
25.12.2008
Beiträge
24.741
Das Grundmaterial ist definitiv Kupfer.
Ich behaupte : Nein. Nimm mal etwas Schleifpapier und kratze außen etwas rum.

Ich kenne diesen Wärmetauscher. Hersteller ist SWEP . Die Platten sind definitiv Edelstahl - mit Kupfer verlötet.

Von Wolf wirst du hier keine brauchbare Antwort bekommen. Die geben nur raus was der Fehlerbaum vor ihren Augen hergibt - das ist bei allen Herstellern so.
Diese Anfrage würde also nur sinnlos Kosten verursachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
socko

socko

Mitglied seit
20.12.2012
Beiträge
571
SulfamidSäure (löst Nitrite, löst Silberlot)
MethansulfonSäure (greift Kupfer an)
PhosphorsäureEster (dient als Inhibitor)

In Verbindung mit freiem Sauerstoff wird es noch haariger, also z.B. "Trocknungszeiten". Die Verfahren und Vorschriften des Herstellers sind also genau zu beachten. Einfach so 2 Std einlegen fällt nicht darunter.

P.S. man möge eine genauere Verfahrensanweisung vorlegen, also wie 212TW RICHTIG zu verwenden ist.

"ANWENDUNG: Sotin 212 Entkalker ist stark konzentriert und mit Wasser mischbar. Je nach Ablagerung pur oder 1:1 bis 1:3 mit Wasser verdünnen. Die Lösung in das zu reinigende System geben und zirkulieren oder wirken lassen (Sotin Umwälz- und Entkalkungspumpen, z. B. King C 15 oder C 30, wie in der Rubrik „Entkalkung“ abgebildet). Sotin 212 baut seine Lösekraft während des Reinigungsvorgangs und mit zunehmender Neutralisation langsam ab. Der pH-Wert der Ausgangslösung ist <1 (der Neutralpunkt liegt bei pH 7). Ab einem pH-Wert von 4–5 ist die Lösung verbraucht. Der pH-Wert kann mit Sotin pH-Test-Stäbchen gemessen werden. Bei starken Ablagerungen muss der Vorgang u. U. wiederholt werden. Nach der Anwendung wird die verbrauchte Lösung aus dem System entfernt und muss, bevor sie entsorgt wird, neutralisiert werden (z. B. mit Sotin Neutralisator 214 S). Das System ist rückstandsfrei mit klarem Wasser zu spülen, um Säurereste zu entfernen und Korrosion zu vermeiden. Der pH-Wert des abfl ießenden Wassers sollte bei 7–7,5 liegen. Die Anlage sollte nicht leer stehen, sondern direkt wieder mit Wasser befüllt werden. "
 
Zuletzt bearbeitet:

Zoppotrump-NEU

Threadstarter
Mitglied seit
25.01.2019
Beiträge
37
Ja, hast tatsächlich Recht.
Dieser Entkalker besteht aus einer Mineralsäure und ist salzsäurefrei. Er greift deshalb keine CU oder Edelstahlwärmetauscher an.
und warum hat er ihn dann doch angegriffen?
 
Wolfhaus

Wolfhaus

Experte
Mitglied seit
21.12.2014
Beiträge
4.822
Standort
dem Süden von Berlin
Das Alter bedeutet nichts. So ein Bauteil kann auch einen Herstellungsfehler haben.
Das vermute ich hier auch!
conel care 212 TW
Hatte damit keine Probleme. Habe aber noch nicht den vollständigen WT da rein gelegt, immer nur von innen, Mischung 1:3, gereinigt.
Von Wolf wirst du hier keine brauchbare Antwort bekommen.
Oder Hilfe bekommen, das sehe ich auch so.
 
Thema:

Plattenwärmetauscher kaputt nach Entkalkung

Plattenwärmetauscher kaputt nach Entkalkung - Ähnliche Themen

  • WW braucht trotz neuem Plattenwärmetauscher ewig.

    WW braucht trotz neuem Plattenwärmetauscher ewig.: Hallo, habe nun den Plattenwärmetauscher ersetzen lassen. Nun bekomme ich endlich wieder warmes Wasser, da vorher überhaupt nichts mehr ging...
  • Viessmann Vitodens 300-W, typ WB3D, 3,8 - 13kW mit Plattenwärmetauscher und Fußbodenheizung

    Viessmann Vitodens 300-W, typ WB3D, 3,8 - 13kW mit Plattenwärmetauscher und Fußbodenheizung: Hallo, Ich habe ein Kessel (Vitodens 300W, typ WB3D, 3.8 - 13 kW) angeschlossen an den Fussbodenheizung (260 m2, nicht diffusiondicht) ich habe...
  • Vaillant VCW 180 Wasseraustritt am Anschlussrohr Plattenwärmetauscher

    Vaillant VCW 180 Wasseraustritt am Anschlussrohr Plattenwärmetauscher: Hallo, habe nun an unseren alten VCW 180 Therme Wasseraustritt am Anschlussrohr 089298 des relativ neuen (ca. 3 Jahre alten)...
  • Vaillant VCW A 180 XE Temperaturfühler oberhalb Plattenwärmetauscher oder doch entkalken?

    Vaillant VCW A 180 XE Temperaturfühler oberhalb Plattenwärmetauscher oder doch entkalken?: Hallo, ich vermute dass der Temperaturfühler (NTC)...
  • Baode Plattenwärmetauscher

    Baode Plattenwärmetauscher: Wir sind der professionelle Hersteller von gelöteten Plattenwärmetauschern und gedichteten Plattenwärmetauschern. Wir bieten Ihnen die Produkte...
  • Ähnliche Themen

    Werbepartner

    Oben