Pelletofen

Diskutiere Pelletofen im Holz, Pellets, Biomasse Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo zusammen, zuerst sei gesagt- ich bin blutiger Anfänger was heizen usw angeht. Hab mein ganzes Leben in Mietwohnungen mit Fernwärme...

Niko Nilsson

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Hallo zusammen,
zuerst sei gesagt- ich bin blutiger Anfänger was heizen usw angeht.
Hab mein ganzes Leben in Mietwohnungen mit Fernwärme verbracht- somit ist mein Wissen beschränkt auf Heizkörper hoch und runterfahren :)
Ich stehe jetzt kurz davor mir eine Wohnung zu kaufen. Diese wird aktuell mit einem Ölofen beheizt! Da aber eine komplette Sanierung ansteht- möchte ich auch gern die Heizung erneuern! Kaminanschluss vorhanden in Wohnung. Gasanschluss ebenfalls im Haus vorhanden.
Da ich aber jetzt einiges gelesen habe über pelletsöfen- liegt momentan mein Favorit hier!
Jetzt aber meine Fragen zu denen ich keine Antwort finde!
Ist es möglich eine 85m2 Wohnung mit einen Pelletofen zu heizen? Die Räume sind alle extra begehbar- der Kamin ist im Wohnzimmer!
Wie sieht es mit einen wasserführenden Pelletofen aus? Ist das in einer Wohnung möglich? Wobei ich nur die Wärme für die Heizkörper möchte- nicht für das warmwasser. Wie sieht es mit dem Platz dann aus ? Was ist ein Pufferspeicher? Vielleicht wenn wer Lust und Zeit hat - das er mir da einen kleinen Beitrag für Anfänger verfasst :)
Danke im Voraus- liebe Grüße aus dem Salzburger Land in Österreich
 
Hausdoc

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Niko Nilsson schrieb:
Wie sieht es mit einen wasserführenden Pelletofen aus?
Wo stellst du den Pufferspeicher dazu auf? ;)

Niko Nilsson schrieb:
Da aber eine komplette Sanierung ansteht- möchte ich auch gern die Heizung erneuern!
Wie wird denn Warmwasser bereitet?


Niko Nilsson schrieb:
Gasanschluss ebenfalls im Haus vorhanden.
Dann ist die Entscheidung doch sehr, sehr einfach........
 
tricotrac

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Niko Nilsson schrieb:
Ist es möglich eine 85m2 Wohnung mit einen Pelletofen zu heizen? Die Räume sind alle extra begehbar- der Kamin ist im Wohnzimmer
Wie kommen die Pellets in den Ofen und wie die Asche wieder hinaus ? Das geht nicht vollautomatisch. Außerdem ist das kein Kachelofen mit Luftschächten in die einzelnen Räume. Ansonsten ist das Wohnzimmer zu warm und die restlichen Räume, na ja. Bei einer Wohnfläche von 85qm empfehle ich hier ein Gasbrennwertgerät welches in seiner Leistung noch reduziert werden kann auf die tatsächlich benötigte Heizlast. Ich denke die Vorgehensweise wird ähnlich wie in Deutschland sein. Sprich den zuständigen Kaminkehrer an wegen dem erforderlichen Abgassystem im Kamin und einen Fachbetrieb wirst du auch noch zum beantragen einer Gasversorgung und der Installation der Gasanlage zum Aufstellungsort des Gasgerätes brauchen.

Niko Nilsson schrieb:
Was ist ein Pufferspeicher?
Einen Pufferspeicher musst du dir wie einen großen geschlossenen Eimer vorstellen. Da können ein oder auch mehrere unterschiedliche Wärmequellen (Holzheizung; Solaranlage; Gasheizung etc.) ihre erzeugte Wärme einspeichern, diese gepufferte Wärme wird dann wieder bedarfsgebunden an verschiedene Verbrauchergruppen (Heizkörper; Fußbodenheizung oder Wandheizsysteme) abgegeben.
 
Wolfhaus

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Außerdem ist das heizen mit Pellets teurer als mit Gas! Wo soll sich dann das Pelletlager befinden?
Das scheint mir eine romantische Idee zu sein, auf so was kommt nur einer der noch nicht die Erfahrung gemacht hat mit Öfen eine Wohnung zu beheizen!
Gut Sie fragen hier, ihr Wohnzimmer können Sie vergessen, das wird zum Heizhaus mit Pelletlager und Sie zum Oberheizer und Ascheentsorger.
 

ArminLinder

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Hi,

ich habe 2001 mit meinem Haus eine Pellets-Zentralheizung (BJ um 1990 herum) mitgekauft.

Ich kann niemandem ernsthaft raten, sich auf diese Heizungsart einzulassen, außer er ist selber Sägewerksbesitzer und Heizungs-Mechaniker in einer Person. Gut, die Heizung macht warm, aber das tun die anderen auch.

Die "Vorteile" dieser Art zu heizen sind meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen, die gravierenden Nachteile werden großzügig verschwiegen, die Amortisationsrechnungen sind größtenteils spekulativ.

Hätte ich Fernwärme oder eine Gasleitung am Haus verfügbar, wäre das meine Wahl. Dann käme Öl, dann auswandern in eine warme Gegend, dann Pellets.

Armin
 
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Wolfhaus

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ArminLinder schrieb:
Die "Vorteile" dieser Art zu heizen sind meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen, die gravierenden Nachteile werden großzügig verschwiegen, die Amortisationsrechnungen sind größtenteils spekulativ.
Oder du hast 24h Zeit und auch das Interesse dich um diese Heizung zu kümmern.

Warum glauben die Menschen nur das Öfen besser sind als moderne Heizungen? Und warum haben sich unsere Vorfahren von den Öfen getrennt?

Wer sich die Frage stellt wird sich keinen Ofen zulegen, welcher Art auch immer.
 

ArminLinder

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Wolfhaus schrieb:
ArminLinder schrieb:
Die "Vorteile" dieser Art zu heizen sind meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen, die gravierenden Nachteile werden großzügig verschwiegen, die Amortisationsrechnungen sind größtenteils spekulativ.
Oder du hast 24h Zeit und auch das Interesse dich um diese Heizung zu kümmern.
Warum glauben die Menschen nur das Öfen besser sind als moderne Heizungen? Und warum haben sich unsere Vorfahren von den Öfen getrennt?

Wer sich die Frage stellt wird sich keinen Ofen zulegen, welcher Art auch immer.
So ist es im Moment wirklich :) Wobei man die Kirche im Dorf lassen muss ... mit sagen wir Mal 1-2 Stunden Aufwand je Monat ist es getan, ich muss nicht ständig hinter der Heizung her sein. Im Moment schwerwiegender ist, dass mir der Erbauer keine Schaltpläne hinterlassen hat, dafür aber ein recht kompliziertes Werkel mit Solarunterstützung und zwei Puffern, das aber jetzt, wo es gerade bitter kalt ist, nicht besonders gut funktioniert. Ich habe deshalb einen zweiten Thread laufen mit dem Ziel, erst mal zu verstehen was ich da im Keller habe, und wie es hätte funktionieren sollen. Und dann sehen, was ich sinnvoller Weise umbaue oder modernisiere.

Warum die Pellets mal groß im Kurs waren, daran kann ich mich als älteres Semester noch gut erinnern. Ausgangspunkt waren mal die Ölkrisen mit den darauffolgenden Preisschocks, da ist den meisten irgendwie bewusst geworden, dass die Ölproduzenten und Konzerne sie mehr oder weniger in der Hand haben. Nicht ganz zu unrecht, denn immerhin gehören 3 von 4 Superyachten (mit pro Stück Anschaffungspreisen so um die halbe bis ganze Milliarde herum) arabischen Herrscherfamilien, die auf dem Öl sitzen.

Die Ölkrisen bereiteten den Boden für Geschäftemacher, die "Lösungen" angeboten haben, darunter auch Verwerter von Holzabfall, und schon waren die Hackschnitzel- und die Pelletsheizungen als Universalwaffe in der Presse. Öko-Siegel draufgepappt, weils ja von selber im Wald wächst, und schon war an allen Stammtischen klar, dass das zumindest in den waldreichen Gegenden Österreichs und Bayerns DIE Patent-Lösung sein würde: billiger Rohstoff, Erzeugung vor der Haustür, zero Ölscheichs, zero Konzerne, und der Staat fands auch spitze und förderte auf Teufel komm raus, da muss es doch einfach toll sein. Und die ANbieter lieben sie sowieso: kompliziert, exotisch, jede Menge verschleißende Teile, meine Probleme sieht der nicht als Problem, sondern als Einkommensquelle.

Hat also alles zusammen nie so richtig gestimmt, die zugrundeliegenden Annahmen nicht, und die ganze übrige Rechnung auch nicht.

Und wenn ich bei der jährlichen Begehung meiner Fotovoltaik-Anlage so sehe, was sich rund um den Kamin herum auf dem Dach ablagert, frage ich mich zweierlei:

1.) wenns wirklich ernst wird mit dem Kampf gegen Feinstaub, wird man mir vermutlich früher oder später irgendeine Filteranlage aufnötigen und
2.) was misst eigentlich der Kaminkehrer genau, wenn er alle Jahre die sündteure Emissionsmessung macht? Er jubelt jedes Mal, weil der ETA Kessel die Grenzwerte locker übertrifft, wie passt das zusammen? Wird da etwa - so wie in der Autoindustrie - "kreativ gemessen", und wenn ja, wie lange dauerts noch bis da eine große Bombe explodiert?

Armin
 

Pfälzer

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ArminLinder schrieb:
1.) wenns wirklich ernst wird mit dem Kampf gegen Feinstaub, wird man mir vermutlich früher oder später irgendeine Filteranlage aufnötigen und
2.) was misst eigentlich der Kaminkehrer genau, wenn er alle Jahre die sündteure Emissionsmessung macht? Er jubelt jedes Mal, weil der ETA Kessel die Grenzwerte locker übertrifft, wie passt das zusammen? Wird da etwa - so wie in der Autoindustrie - "kreativ gemessen", und wenn ja, wie lange dauerts noch bis da eine große Bombe explodiert?
Hi.

Zu 1., jupp, das wird in absehbarer Zeit kommen. Entweder nachrüsten oder Kessel tauschen.

Zu 2., natürlich kann der Schorni das Ergebniss mit geeigneter Messpunktauswahl/Brennmaterial/Eingangstemperatur/u.s.w. etwas beeinflussen, aber eigentlich gibt es da nicht "den" Spielraum. Die Grenzwerte sind (noch) nicht allzu streng ausgelegt.
Wenn die allgemeine Akzeptanz von Luftverschmutzung in der Bevölkerung zurückgeht wird wohl eher früher als später der Fokus von den Verbrennungsmotoren in Kfz. auf Heizanlagen wandern.

Zu dem allgemeinen Thema "Holzheizung" , wurde hier im Forum schon ausgiebig diskutiert. Einiges an Fakten hast Du ja schon zusammengetragen. Was imho bei der Geschichte mit Unabhängigkeit von Versorgern gerne verdrängt wird ist das Pellets mitnichten im Wald wachsen... man sich also damit wieder in eine Abhängigkeitskette begibt.

Reines Scheitholzheizen macht halt noch mehr Arbeit, lohnt sich imho nur wenn man den Brennstoff nicht für (viel) Geld zukaufen muss ( zumal das vielgerechnete "Fossile Energieträger werden teurer" Szenario mit etwas zeitlichem Versatz garantiert auch den Holzpreis steigen lässt...).

Ich hatte mich vor 6 Jahren ganz bewusst für einen "billigen", "dummen" Naturzugkessel entschieden, entweder der wird Nachgerüstet oder er fliegt raus. Da hält sich der Verlust in Grenzen. Dafür läuft meine Anlage zur Not auch völlig Autark, aber das muss es einem eben auch wert sein, in finanzieller wie auch arbeitstechnischer Sicht. Für den "Durchschnittsbürger" ist eine wie auch immer geartete Holz(stoff)heizung imho keine Alternative.
 
Wolfhaus

Wolfhaus

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Pfälzer schrieb:
aber eigentlich gibt es da nicht "den" Spielraum
Ob das Holz trocken und gut abgelagert ist, ist von absoluter Bedeutung bei der Messung.
Und der Feinstaub hat einen 1.000- fachen höheren Anteil gegenüber jeder, auch 40 Jahren alten Gasheizung oder Ölheizung. Also eigentlich für den Stadtbereich, der darunter besonders leidet, nicht zulässig. Aber es kann, wie das heutzutage üblich ist, alles schön oder auch schlecht gemacht werden.
 

Pfälzer

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Wolfhaus schrieb:
Ob das Holz trocken und gut abgelagert ist, ist von absoluter Bedeutung bei der Messung.Und der Feinstaub hat einen 1.000- fachen höheren Anteil gegenüber jeder, auch 40 Jahren alten Gasheizung oder Ölheizung. Also eigentlich für den Stadtbereich, der darunter besonders leidet, nicht zulässig. Aber es kann, wie das heutzutage üblich ist, alles schön oder auch schlecht gemacht werden.
Hi.
Klar, das nahm ich allerdings als gegeben an... wer verbrennt schon feuchtes Holz? X/ Irgendwo steht doch auch "stückiges, naturbelassenes Vollholz mit kleiner x% Restfeuchte".

Und wie ich schon schrieb, für Ballungsräume kann Holz bzw. Holzbrennstoffe nicht die Lösung sein. Auch wenn es wirksame Filter gibt, für mehr als einen minimalen Prozentsatz der Bevölkerung geht das nicht, schon die Liefer/infrastruktur würde das verhindern.
Wenn in Zukunft noch fossile Energieträger verbrannt werden ist Gas noch die sauberste unter den dreckigen Versionen. :saint:
Irgendwann werden wir um elektrische Wärmeerzeugung nicht mehr herumkommen, und das muss dann auch nicht der billige Heizstab sein.
Aber bei dem gigantischen Altbestand dauert das sicher noch ne Weile... :/
 
tricotrac

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Pfälzer schrieb:
Und wie ich schon schrieb, für Ballungsräume kann Holz bzw. Holzbrennstoffe nicht die Lösung sein
Hier gibt es Ortsteile da tränen dir die Augen beim Durchfahren der Hauptstraße bei dichtem Qualm und beißendem Geruch von Holz (welches garantiert nicht trocken genug ist). Ist schon erstaunlich, was zwei Hände voll Holzheizmaschinisten so hinbekommen :whistling:

Pfälzer schrieb:
Irgendwann werden wir um elektrische Wärmeerzeugung nicht mehr herumkommen
Und wo kaufen wir diese Energie hinzu ? 1KWh Erdgas aktuell 5,2 Cent brutto; eine KWh Strom aktuell 25,8 Cent brutto zahlen wir an unseren regionalen Versorger.
 

Stone

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Nun ich hoffe ja immer noch auf den Durchbruch bei der heißen Fusion.

Die kalte Fusion ist glaub ich eine Totgeburt.

Dann wird sich das mit dem Strompreis auch einpendeln.
Jedoch bis dahin.........
Gas halte ich jedoch als absolut Zukunftsfähig.
 
Wolfhaus

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Pfälzer schrieb:
fossile Energieträger verbrannt werden ist Gas noch die sauberste unter den dreckigen Versionen.
Bei der Nutzung von Gas wird leicht folgendes vergessen.

Alleine Russland hat davon riesige Vorkommen deren Erschließung aber sehr aufwendig ist.
Zur Zeit wird dieses Gas aus Umweltgründen abgefackelt, damit es nicht in die Atmosphäre gelangt und damit unverbrannt einen noch sehr größeren Schaden verursacht.

Sollte hier der Permafrostboden auftauen würde Gas in unvorstellbaren Größen freigesetzt werden, mit unabsehbaren Folgen.
Die sinnvolle Gasförderung und deren Nutzung in Russland wäre Umweltschutz mit hoher Bedeutung.

Das ist Realität, was wir zur Zeit machen ist Politik. Jeder will den Frieden nur keiner macht ihn.
 
Wolfhaus

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tricotrac schrieb:
1KWh Erdgas aktuell 5,2 Cent brutto
Russland verkauft 10 KWh für ca. 2-3 Cent an Deutschland. Klar muss das in Deutschland auch bei mir zu Hause ankommen und das geht nicht umsonst, aber Steuern und Abgaben verursachen dabei die höchsten Aufschläge.
 
Wolfhaus

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tricotrac schrieb:
eine KWh Strom aktuell 25,8 Cent brutto
Da zahlen andere Regionen schon über 30 Cent.
Das ist nun völlig politisch aus dem Ruder gelaufen oder auch so von Anfang an so gewollt.
Der Staat hat nie etwas gegen hohe Verbraucherpreise, denn dann fällt die MWSt höher aus. Jeder Finanzminister fand das bisher toll, werden mal schnell die Diäten angepasst und alles ist gut.
 

Pfälzer

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Hi.

@'tricotrac
Hmm... gabs hier auch, das ist oft die Fraktion "hammaschoimmasogmacht". Das ging aber stark zurück als der neue ( junge...) Bezirksschorni regelrechte Kurse zu dem Thema gab. Viele "Heizer" hatten schlicht keine Ahnung, die waren dann ganz überrascht wie sauber und einfach man Holzöfen betreiben kann. Und den ganz unbelehrbaren wurde mit _etwas_ Nachdruck nahegelegt ihr Verhalten zu ändern... :D

Zum Strompreis... das Preisgefüge bei den Energieträgern ist leider stark verzerrt... und ich schrieb bewusst "irgendwann" :saint:
Die Gestehungskosten für Strom liegen weit unter dem Bezugspreis, nur wurde und wird da 1. ne Menge Geld verdient und 2. sind die Kosten für Fehler einfach mit eingepreist. Durch die extrem lobbybeeinflussten Entscheidungen wird ja nun auch noch der Murks Atomausstieg vom Verbraucher bezahlt...
Gas wird wohl noch am längsten als Energie für den Wärmesektor benôtigt werden, so schnell wie wir das eigentlich bräuchten lässt sich die Bestandsmasse nicht verändern. Es wurde ja auch nicht von heute auf morgen vom Einzelraumofen auf Zentralheizung umgestellt... :)

@'Stone
Die Fussionstechnik ist noch Lichtjahre vom nutzbaren Kraftwerk entfernt! Und vom wirtschaftlich arbeitenden nochmal so lange.
Zu unser aller Glück lässt sich da nicht so rummurksen wie bei den Leichtwasserreaktoren, da würde sich das "Kostenoptimierte Betreiben" wie es gerade bei unseren Nachbarn in F stattfindet schnell rächen. Wir können mit derzeit verfügbarer Technik innerhalb der nächsten 20 Jahre unser Energieszenario auf größtmögliche Nachhaltigkeit umbauen, nur würde da nicht mehr in dem Ausmaß verdient werden und es müsste eine weitreichende politische Veränderung Weltweit geben. Wenn es heute schon innerhalb Deutschlands aus politischem Kalkül heraus nicht möglich ist eine einfache Stromleitung zu bauen...
Gas ist wie alle anderen Fossilen eine endliche Resource, es mag noch größere Vorkommen geben, aber ob diese auf Dauer bzw. schon in naher Zukunft auf dem niedrigen Preisniveau bleiben... dazu kommen noch die politischen Probleme, noch so ein paar Typen wie Trump, LePenn und Putin... und das Thema wird, wie schon im Baltikum gesehen, schnell zum Druckmittel.
 
Wolfhaus

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Pfälzer schrieb:
nächsten 20 Jahre unser Energieszenario auf größtmögliche Nachhaltigkeit umbauen,
Was das aber bedeutet haben sich die wenigsten klar gemacht.
Wenn wir den Umbau für den Strom geschafft haben, stehen dann die gleiche Anzahl von Windräder + Solarflächen in Deutschland wie wir jetzt haben.
Wenn wir damit auch dann noch Heizen wollen benötigen wir vom Ausbaustand noch mal das 10 fache von diesen Anlagen.
Naja die Niederländer haben ja auch Windräder überall zum Wasserpumpen, aber was wir dann in Deutschland haben ist dann gigantisch. Ob das überhaupt technisch geht?
Und was machen wir mit dem Strom im Sommer? Überall wo noch Platz ist Edelstahl- Schmelzöfen, die wir dann nur im Sommer betreiben, was auch nicht geht.
So einfach wird das mit Öko nicht, auch wenn wir das noch so wünschen.
Das Energieproblem ist das größte Problem der Zukunft für die Menschheit.
 

Pfälzer

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Hi.

Da gibt es u.a. die Möglichkeit der Ost-West Verbindung. Die wird aber nicht wegen der technischen Umsetzung schwierig, sondern wegen politischer Probleme. Technisch ist das machbar, haben die Chinesen gerade im Großversuch über >4000 km gezeigt. Damit würde die Flächengeschichte entzertt.
Da kommt aber leider wieder die Angst vor "den Polen/ Russen/Indern" ins Spiel, die bei den Fossilen so schön ausgeblendet wird. Öl aus dem mittleren Osten oder aus Afrika? Gas aus Russland? Steinkohle und Uran aus Australien? Da spielt das keine Rolle, aber eine Stromversorgung die durch "feindliches" Gebiet geht... da haben wir Angst!
Die "Öko" Stromerzeugung hat gerade bei (zu) großem Ausbau den entscheidenden Vorteil das sie extrem schnell zu steuern ist. Windkraft kann innerhalb von Minuten zu bzw. weggeschaltet werden, PV innerhalb von Sekunden. Und geht bei Leerlauf auch nicht kaputt. Die reine Anzahl der WKA wird durch das Repowern ( Generatorleistung bei Altanlagen erhöhen) nicht zu einer Flächenepidemie führen. Und selbst wenn, eine WKA ist innerhalb 6Monaten vollständig rückgebaut, wie waren nochmal die Angaben für ein AKW? Oder die gigantischen Flächen die dem Tagebau und der idiotischen Ölsandförderung zum Opfer fallen? Der von Dir schon angesprochene Irrsinn im Permafrostbereich... das Methanhydratfördern an den arktischen Küsten?

Und von wegen zu teuer... wenn sich auch nur das eher konservativ gerechnete Szenario der Kosten Kernkraftnutzung in D bewarheitet hat "uns" der Spass mit Forschung/Entwicklung ( wegen der A-Bombenfantastereien von Adenauer, Strauß und co. vom Steuerzahler bezahlt ), Subventionierung und Steuererleichterungen bei Bau und Betrieb der AKW und das Rückbauen mehr als eine halbe Billion € gekostet, und da ist die Endlagerung nicht dabei!

Gas ist zwar deutlich sauberer als Öl, aber wenn die realen Kosten gegenübergestellt würden sähe es gegen Strom schon ganz anders aus. Und da das Umbauen der gesamten Struktur so lange dauert ist jeder Versuch den Status Quo aus Politischen und Wirtschaftlichen Gründen zu erhalten sträfliche Dummheit!
 
Wolfhaus

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Stone schrieb:
Nun ich hoffe ja immer noch auf den Durchbruch bei der heißen Fusion.
Und ich hoffe darauf das in Deutschland jeder Geschirrspüler mit einem Temperatursensor ausgestattet wird, damit er an dem Warmwasseranschuss kann. Bei vorhandenen Solaranlagen fast ein muss. Aber das scheint schon so eine gewaltige technische Herausforderung zu sein das wir das seit 20 Jahren nur in Einzelfällen schaffen für einen Aufpreis der nicht zu rechtfertigen ist.
Dafür können wir locker Millionen Klageweiber gegen Alles in kürzester Zeit zum Kampfeinsatz bringen.

Ich habe da erhebliche Bedenken, alleine an so etwas zu denken (heißen Fusion) wird in Deutschland mit allen Mitteln geächtet. Pass auf das dich Frau R. nicht findet (deine Anschrift hast du ja hier hinterlegt)! Es wäre echt schade um dich und deine guten fehlenden Beiträge hier in diesem Forum. :)
 
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