Optimierung meiner Buderus Logamax GB182i

Diskutiere Optimierung meiner Buderus Logamax GB182i im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Deutliche Verbesserung. Um einen thermischen Abgleich, also Messen von Temperaturen, Spreizungen und Nachjustieren der Ventile, wirst Du nach...

KarlZei

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Deutliche Verbesserung.
Könnt ihr mir ggf. helfen den hydraulischen Abgleich professioneller durchzuführen?
Um einen thermischen Abgleich, also Messen von Temperaturen, Spreizungen und Nachjustieren der Ventile, wirst Du nach meiner Überzeugung nicht herum kommen. Da kann die Rechnung noch so genau sein. Also warum viel Zeit damit vertrödeln?!?
Wie sollte ich meine Umwelzpumpe im Heizsystem am besten einstellen?
Ausprobieren ;-)
Ich würde mit einer Konstantdruck-Einstellung anfangen. Z.B. 150mbar. Dann schauen, wo sich der Volumenstrom einpendelt. Von der leistungsabhängigen Einstellung halte ich nichts, weil irgendwie intransparent (bei meiner Therme).
 
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Owambo

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Deutliche Verbesserung.
DAS liest sich schonmal recht guuuut. Fast 45Min/Start, klasssseee, primastens 👍
Super, das freut mich schon einmal :)

Um einen thermischen Abgleich, also Messen von Temperaturen, Spreizungen und Nachjustieren der Ventile, wirst Du nach meiner Überzeugen nicht herum kommen. Da kann die Rechnung noch so genau sein. Also warum viel Zeit damit vertrödeln?!?
Wie gehe ich dafür vor? Alle Heizkörper aufdrehen und mit dem IR-Messgerät die Temperaturen auf Gleichheit prüfen und die Voreinstellungen solange anpassen, bis es passt?

Ausprobieren ;-)
Ich würde mit einer Konstantdruck-Einstellung anfangen. Z.B. 150mbar. Dann schauen, wo sich der Volumenstrom einpendelt. Von der leistungsabhängigen Einstellung halte ich nichts, weil irgendwie intransparent (bei meiner Therme).
Ui, kann meine Buderus so etwas?
 

KarlZei

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Super, das freut mich schon einmal :)
Nicht zu früh freuen, sondern Geduld haben ;-)
Die Zahlen werden die nächste Zeit schlechter, weil jetzt die wirkliche Übergangszeit anfängt (mehr Takten) und etwas später im Sommer nur noch Warmwasser bereitet wird. Warmwasser = kurze Laufzeit je Start.
Ui, kann meine Buderus so etwas?
So habe ich es in der Installationsanleitung gesehen. Parameter Pumpenkennfeld.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Ach was Daten. ^^

1.) Alle Thermostatventile voll aufdrehen.
2.) Heizkurve über die Parallelverschiebung so weit senken, damit es keinen Raum gibt, der nicht seine gewünschte Temperatur (gerade so) erreicht, aber auch kein Raum mehr wärmer wird.
3.) Einige Räume, vor allem die nahe am Wärmeerzeuger gelegenen, dürften wärmer werden als gewünscht, diese drosselst Du leicht, entweder über voreinstellbare Ventile, oder, wo solche am Heizkörper nicht vorhanden sind, durch leichtes Zudrehen des Rücklaufs. Dieses Spiel wiederholst Du solange, bis jeder Raum seine gewünschte Temperatur gerade erreicht. Durch die Drosselung einiger Heizkörper kann es passieren, daß Räume die anfangs nicht zu drosseln waren, nun etwas wärmer werden als gewünscht, dann wiederholst Du Schritt Nr. 2.

Das Ganze wird Tage bis Wochen brauchen, bis es wirklich paßt. Die Außentemperaturen sollten dabei am besten nur so um 5°C liegen und nach jedem Einstellen wirst Du einen Tag abwarten müssen, um das Ergebnis beurteilen zu können. Günstig für den Abgleich wäre die graue Jahreszeit, weil dort solare Gewinne einzelner Räume das Ergebnis nicht verfälschen.

Ist der Abgleich am Ende des Prozesses abgeschlossen, kannst Du zusätzlich dann noch probieren, ob eventuell die Steilheit der Heizkurve etwas reduziert werden kann. Dafür sollten die Außentemperaturen nicht über 0°C liegen, und zwar an mehreren Tagen in Folge, also eine Arbeit für den Winter. Den Rest kannst Du aber schon vorher angehen.

Wenn der hydraulische Abgleich erledigt ist, stellst Du alle Thermostatköpfe so ein, daß der jeweilige Raum die richtige Temperatur gerade so hat. Auf diese Weise kann der Heizkörper auf Wärmegewinne durch Sonne, Personen und Haushaltsgeräte reagieren.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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etwas später im Sommer nur noch Warmwasser bereitet wird. Warmwasser = kurze Laufzeit je Start.
DESHALB hier die WW-Schalt-Differenz auf mind. 10K einstellen oder eben SO weit runterkühlen lassen bis die Mindest-Bedarfstemperatur erreicht ist.
 

Owambo

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Ich werde diese Schritte über einen längeren Zeitraum und bei passenden Temperaturen durchführen 👍

Was mache ich mit Räumen, welche nicht jeden Tag oder nur wenig am Tag genutzt werden? Beispiel: Dachgeschoss, Schlafzimmer, Vorflur?

Und eine Verständnissfrage: Wozu brauche ich dann noch Thermostate an den Heizungen? Aktuell habe ich überall die Fritz Dect 301.
 

KarlZei

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Naja, ohne Thermostate kannst Du die wenig genutzten Räume nicht 'abschalten'. Und Du brauchst Thermostate, um auf Fremdeinflüsse wie Erwärmung durch Sonneneinstrahlung zu reagieren. Macht ja keinen Sinn einen Raum weiter über die Heizung zu beheizen, wenn er wg. Sonne zu warm wird.

Du musst alle Räume in den hydraulischen Abgleich einbeziehen. Ansonsten kann es passieren, dass Dir der Abgleich ruiniert wird, wenn ein nicht abgeglichener Heizkörper dann doch genutzt wird; z.B. wenn er wg. maximalen Durchflusses Vor- und Rücklauf praktisch kurzschließt. Du kannst ja bei Räumen wie dem Schlafzimmer bereits beim Abgleich eine geringere Raumtemperatur einfließen lassen.
Und letztendlich solltest Du immer wieder prüfen, ob die Anlage auch dann noch vernünftig läuft, wenn einige Heizflächen abgedreht werden. Gibt es dabei Probleme (Volumenstrom, Takten), muss, so weit möglich, nachjustiert werden (Pumpeneinstellung, generell mehr Durchfluss bei allen Heizflächen).
 
Andreas1956

Andreas1956

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Bei Räumen, die täglich genutzt werden, wenn auch nur kürzere Zeit, hast Du die Wahl sie entweder durchgehend auf der eigentlich wünschenswerten wärmeren Temperatur zu halten, oder damit zu leben, daß sie für die kurze Zeit der Nutzung nicht so warm sind, wie eigentlich gewollt. Nachdem Du Dich für eine der beiden Optionen entschieden hast, stellst Du den Heizkörper dieses Raumes beim Abgleich entsprechend ein. So wird das Gesamtsystem nicht gestört, sondern läuft mit den optimalen Volumenströmen.

Anders sieht es bei den Räumen aus, die nur gelegentlich mal genutzt werden, mithin an den meisten Tagen allenfalls eine Stütztemperatur halten sollen. In diesen Fällen würde ich deren Heizkörper beim hydraulischen Abgleich so justieren, daß nur die niedrige Stütztemperatur erreicht wird, der Raum also für die seltenen Tage der Nutzung eigentlich zu kalt bliebe. Damit würde die Hydraulik des Gesamtsystems optimal eingerichtet bleiben. An den seltenen Tagen wo dann diese Räume doch mal richtig warm werden müssen, etwa weil Gäste dort untergebracht werden, setzt Du eben am Wärmeerzeuger mal die Heizkurve per Parallelverschiebung etwas rauf, wodurch dann bei unveränderter Hydraulik mehr Wärme im Heizkörper ankommt. Die anderen Räume würden dann in dieser Ausnahmesituation theoretisch zu warm, praktisch aber nicht, weil die Thermostate das ja abregeln.
 

KarlZei

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An den seltenen Tagen wo dann diese Räume doch mal richtig warm werden müssen, etwa weil Gäste dort untergebracht werden, setzt Du eben am Wärmeerzeuger mal die Heizkurve per Parallelverschiebung etwas rauf, wodurch dann bei unveränderter Hydraulik mehr Wärme im Heizkörper ankommt. Die anderen Räume würden dann in dieser Ausnahmesituation theoretisch zu warm, praktisch aber nicht, weil die Thermostate das ja abregeln.
Womit dann aber die Hydraulik zusammenbrechen könnte, weil Dein Vorschlag zu vielen geschlossenen und wenig geöffneten Heizflächen führen würde.
Dann lieber anders herum, also nur die Thermostate in den o.a. Räumen dicht machen, um die Wärme abzusperren. Wenn man diese Räume warm braucht, muss man nur die Thermostate aufmachen und man muss nicht an der Kennlinie rumfummeln.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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jooooah, "Das Bessere ist des Guten Feind" 👍
 

Owambo

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Super, soweit verstanden. Da kann ich mich ja richtig austoben. Selten freut man sich jetzt auf mal konstant niedrige Temperaturen :D

Kurz nochmal zur Pumpleistung: Die Umstellung auf 150mbar habe ich getätigt. Man hört jetzt auch, dass die Pumpe sich anpasst. Nun zur Frage: Ist es besser einen geringen oder hohen Durchfluss zu haben? Wenn ich das richtig verstanden habe, steuere ich damit die Vorlauf/Rücklauf Temperaturdifferenz (Spreizung). Diese sollte doch möglichst bei 15K für den optimalen Brennwert liegen, oder? D.h auch, weniger Durchfluss = größere Spreizung?
 

KarlZei

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Ist es besser einen geringen oder hohen Durchfluss zu haben? Wenn ich das richtig verstanden habe, steuere ich damit die Vorlauf/Rücklauf Temperaturdifferenz (Spreizung).
Ja, grundsätzlich mit dem Volumenstrom, aber eben auch mit der Voreinstellung der HK-Ventile. Beides muss halbwegs zusammenpassen und Du musst eine Einstellung finden, die den Heizkörpern genug Wärme gibt und keine Strömungsgeräusche verursacht.
Diese sollte doch möglichst bei 15K für den optimalen Brennwert liegen, oder? D.h auch, weniger Durchfluss = größere Spreizung?
Letzteres ist korrekt. Aber Du kannst mit dem Volumenstrom (VS) nicht zu weit runter gehen, weil das zu Problemen im Betrieb führen kann. Der Brenner wird dann ggf. die Wärme nicht immer schnell genug los; er heizt bei hoher Spreizung ja auch mit höherer Leistung, weil die VLT / Heizkurve höher ist. Die Anlage reagiert dann empfindlicher auf schließende Thermostate, die den VS weiter reduzieren.

Man kann Spreizung und Brennwert nicht so einfach korrelieren. Zwar spielt die Rücklauftemperatur beim Brennwertgerät eine erhebliche Rolle, weil das Rücklaufwasser im Wärmetauscher ja zur Abkühlung der Abgase genutzt wird. Je kälter die sind, desto mehr Kondensation und desto mehr Brennwertnutzen gibt es. Allerdings wird das Rücklaufwasser im Wärmertauscher gleichzeitig auch durch den Brenner erhitzt, damit es wieder auf VLT kommt. Bei hoher Spreizung muss dann aber mit höherer Leistung und damit höherer Kesseltemperatur vorgeheizt werden. Abhängig von der Konstruktion des Wärmetauschers könnte das dann sogar kontraproduktiv sein, bzw. erreicht man mit niedrigerer Spreizung einen vergleichbar guten Brennwertnutzen, nur eben bei einem 'besseren' Volumenstrom. Was bei Deinem Logamax günstig(er) ist, kann ich nicht sagen. Aber es ist sicherlich nicht verkehrt, auch im Auge zu behalten, wo sich die Abgastemperatur einpendelt. Die sollte letztlich so niedrig wie möglich sein.

Eine Rolle spielen natürlich auch die Heizkörper bzw. deren Auslegung. Die müssen die Räume warm machen und brauchen dafür eine Versorgung, die in etwa der Auslegung entspricht. Wenn da eine Spreizung von z.B. 10K angegeben ist, dann sollte man die Spreizung auch in diesen Bereich bringen, wenn die Systemtemperaturen (z.B. 45/35) passen. Dabei aber berücksichtigen, dass die HK auf Grundlage einer Auslegungstemperatur (außen, z.B. -10°C) dimensioniert sind. Bei wärmeren Außentemperaturen kann/sollte die Spreizung dann etwas geringer sein; sie verändert sich ja mit dem Wärmebedarf.
Und da Du wohl bei höheren Temperaturen (höher als Auslegung) abgleichen wirst, würde ich es mit einer HK-Spreizung leicht unter 10K versuchen. Es müssen auch nicht alle HK die gleiche Spreizung haben. Wichtiger ist, dass jeder HK die Wärme bekommt, die er braucht. Auch sollte keiner eine zu geringe Spreizung haben, weil das negativen Einfluss auf die Rücklauftemperatur an der Therme hat, die sich ja quasi als Mittelwert der HK-Spreizungen einstellt und auch nicht zu gering sein soll.

So weit, so gut, aber nichts wirklich Konkretes. Also ausprobieren ;-). Und ich würde auch nicht darauf setzen, dass gleich Dein erster Abgleichversuch perfekt passt. Du wirst wohl im Laufe der Zeit auch nachjustieren müssen.
 
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