Optimierung: Logamax plus GB112-19 G25 und ERC

Diskutiere Optimierung: Logamax plus GB112-19 G25 und ERC im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Ok, das war von mir wohl unglücklich formuliert. Aber es gibt nun mal unabhängig vom Kamin eine Heizungsanforderung; relevant ist dafür ja nur...

KarlZei

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Die Vorstellung, dass da unten im Keller ein Kessel unverändert Wärme produziert, ist falsch.
Ok, das war von mir wohl unglücklich formuliert.

Aber es gibt nun mal unabhängig vom Kamin eine Heizungsanforderung; relevant ist dafür ja nur die Außentemperatur. Also wird der Kessel kontinuierlich versuchen, mit der aus der AT errechneten Vorlauftemperatur zu heizen. Nur gibt es kein direktes Feedback zur Temperatur in den Räumen. Die Regelung geht immer davon aus, dass die 'eingestellte' Vorlauftemperatur zum aktuellen Wärmebedarf passt. Erst aufgrund eines übermäßigen Ansteigens der Rücklauftemperatur erkennt die Regelung, dass da etwas nicht passt. Sie versucht zwar die Leistung des Kessels zu reduzieren, zielt aber immer noch auf die gleiche Vorlauftemperatur ab.

Wegen des geringeren Wärmebedarfs und der potenziell schlechteren Wärmeabnahme bei heizendem Kamin, erzeugt der Kessel grundsätzlich mehr Wärme als benötigt. Dies wird mehr oder weniger schnell dazu führen, dass die Kesseltemperatur die Vorlauftemperatur überschreitet und die Regelung den Brenner wieder abstellt. Das Teil taktet (mehr als sonst). Und in jeder Startphase eines Taktes läuft der Kessel mit deutlich mehr Gas als erforderlich (Startleistung) sowie mit unvollständiger Verbrennung und mit durchschnittlich höherer Vorlauftemperatur als erforderlich. Das ist alles sehr verlustreich und von der trotzdem produzierten Wärme kommt nur ein Teil bei den Heizkörpern an.
 

Ozzy

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@Heizi54:
Besten Dank für die rasche und ausführliche Antwort. Ich verstehe Dich so, dass die richtigen Werte für meine Einstellungen in Bezug auf Auslegungstemperatur (Steilheit) und Raumtemperatursollwert (Parallelverschiebung) noch zu hoch sind?
Ich lege mit den o.g. Einstellungen im Modus Außentemperaturgeführter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ zunächst mal los. Wie Du sagst, lässt sich die Optimierung erst verfeineren, wenn der Heizbetrieb beginnt. Die Beschreibung des iterativen Prozesses zur optimalen Einstellung der beiden Parameter Raumtemperatur (Sollwert) und Auslegungstemperatur würde ich dann gerne in Anspruch nehmen! ;)

@cephalod:
Ja, an dem Heißwasserrohr sitzt eine Pumpe der Marke "WILO" (siehe Foto) und die ist an einer Steckdose angeschlossen.

Gruß, Ozzy


20220626_UBA-Einstellungen.jpg
20220626_195315.jpg
 

Ozzy

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@cephalod:
Hallo, tja... wahrscheinlich würde die Pumpe der Marke "WILO" 24/7 laufen, aber da hat irgendwer mal irgendwann eine Zeitschaltuhr dazwischen gehangen🤔...siehe Foto unten.
Und diese Zeitschaltuhr ist über 24 h hinweg im Viertelstundentakt eingestellt. Ich war dann mal oben (Therme befindet sich auf dem Dachboden) und habe das beobachtet. Scheint im Prinzip zu funktionieren, aber die Sache hat einen Haken. Denn die Pumpe läuft etwa 15 Minuten lang. Was bringt dann eine Intervallschaltung an der Zeitschaltuhr von15 Minuten !?

Was kann man da am besten machen???
Auf 30-Minutentakt umstellen oder gibt es eine bessere Idee?
(Warmwasserbetrieb ist auf AUTO gestellt)

20220627_134420.jpg
 
cephalopod

cephalopod

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@cephalod:
Hallo, tja... wahrscheinlich würde die Pumpe der Marke "WILO" 24/7 laufen, aber da hat irgendwer mal irgendwann eine Zeitschaltuhr dazwischen gehangen🤔...siehe Foto unten.
Und diese Zeitschaltuhr ist über 24 h hinweg im Viertelstundentakt eingestellt. Ich war dann mal oben (Therme befindet sich auf dem Dachboden) und habe das beobachtet. Scheint im Prinzip zu funktionieren, aber die Sache hat einen Haken. Denn die Pumpe läuft etwa 15 Minuten lang. Was bringt dann eine Intervallschaltung an der Zeitschaltuhr von15 Minuten !?
Völliger Blödsinn Nachts um 3 die Zirkulation laufen zu lassen :kopfnuss:

Meine Empfehlung:


Damit kannst du zwischen dem ersten und letzten Duschen am Tag die Zirkulation für 2x 3 Minuten pro Stunde programmieren. Das reicht völlig.
 

bastelprofi

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Hallo zusammen,

da bin ich wieder🙂.

Den Vormittag habe ich genutzt, um diesen Thread zu rekapitulieren. Nun versuche ich die wesentlichen Aspekte bzw. den Punkt mit Klärungsbedarf nochmals (nach meinem Verständnis) zusammenzufassen:
  • Die Heizung lasse ich bis zum Herbst ganz abgeschaltet, werde den Heizbetrieb aber an kalten Tagen erzwingen, um ein Festkorrodieren von Anlagenteilen zu verhindern.​
  • Den Warmwasserbetrieb werde ich von dauerhaft AN auf AUTO ändern. Mein Verständnis ist, dass die Warmwassererzeugung dann ca. 30 min vor dem Tages-Heizprogramm (also den Einstellungen gemäß Werksprogramm) beginnt, richtig?
  • Die Vorlauftemperatur an der UBA ändere ich von Stufe 5 auf Stufe 4 (57° C).​
  • Am ERC ändere ich die Auslegungstemperatur des Heizkreises (Kesselwassertemperatur bei -10° C) von 60° C auf 56° C.​
  • Die Warmwassertemperatur an der UBA ändere ich von Stufe 7 auf Stufe 6 (45° C).​
  • Die Temperatur- und Druckanzeige im Kombiinstrument an der UBA ist offenbar defekt, da ohne Heizbetrieb zumindest die Raumtemperatur angezeigt werden müsste. Also austauschen lassen.​
  • Zur Zirkulation habe ich nichts gefunden. Kann man offenbar nicht einstellen?​

KLÄRUNGSBEDARF besteht weiterhin zu:
Wahl des Modus Außentemperaturgeführter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ oder rein Außentemperaturgeführten Heizbetrieb“

Hier gibt es ja unterschiedliche Ansichten zwischen Heizi54 (siehe Freitag um 22:57) und KarlZei (siehe Samstag 09:32).

Hierbei war mein Verständnis – eben weil der Kaminofen eine ständige Störquelle ist, dasselbe, wie KarlZei es hier beschrieben hat, Zitat:
... Außentemperaturgeführt mit Raumeinfluss:
Wenn Du den Kamin anwirfst, steigt die Temperatur im Führungsraum, hier das Wohnzimmer. Dieser Temperaturanstieg wird erfasst, die Regelung weiß, wie warm es im Raum ist, und passt die Vorlauftemperatur nach unten an. Der Kessel wird also versuchen, weniger Wärme zu produzieren. Und ggf. wird sogar der Heizbetrieb unterbrochen, wenn es zu warm wird. Das ist dann genau das, was Du eigentlich willst. Nicht der Kessel beheizt das Haus, sondern der Kamin. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Räume, die nicht mit Kamin-Wärme versorgt werden, kühlen ab, weil der Kessel ja weniger bis keine Wärme mehr produziert. Wie schnell sie abkühlen, hängt vom energetischen Zustand des Hauses ab.“

Daraus resultiert ja meine Überlegung, diejenigen Räume, die nicht mit Kamin-Wärme versorgt werden, bei Bedarf dadurch aufzuheizen, indem ich im Führungsraum, wo auch der Kamin bollert, am ERC die gemessene Raumtemperatur (z.B. 22° C) mit dem Temperaturdrehknopf für die manuelle Raumtemperatureinstellung temporär übersteuere (z.B. auf ca. 25 °C) und dadurch in den gewünschten Räumen die Heizkörper (Thermostate voll auf) zum Laufen bringe.

@Heizi54:
Es wäre aufschlussreich zu wissen, ob Du die Erklärung von KarlZei auch nachvollziehen kannst? - Zitat:
„...Außentemperaturgeführt:
Die Vorlauftemperatur wird über die Außentemperatur festgelegt. Der Kessel versucht immer diese Vorlauftemperatur zu erreichen und die entsprechende Wärme zu produzieren und an das Haus abzugeben. Das macht er auch, wenn z.B. wegen eines schlechten hydraulischen Abgleichs und/oder anderer Wärmequellen Raumtemperaturen schon längst erreicht sind. Wegen der (zu) hohen Raumtemperaturen blockieren irgendwann die Heizkörper-Thermostate die Wärmeabnahme. Der Kessel produziert aber stumpf weiter Wärme und schiebt sie mangels Abnehmer bildlich und natürlich etwas übertrieben über den Schornstein und den Heizungsraum nach draußen. Der Kessel läuft grottenschlecht, mit ständig überhöhter Vorlauftemperatur (Takten) und in der Summe sehr ineffizient.
Wenn Du den Kamin zur Beheizung des Erdgeschosses nutzt, versucht der Kessel trotzdem unverändert die Wärme zu erzeugen, die ohne Kamin benötigt wird, um das Haus warm zu halten.“



Wie gesagt, trotz Studium🎓 der Bedienungsanleitungen, bin ich eine Laie🤓 und bin für die konstruktiven Beiträge diese Forums sehr dankbar!🤝
In diesem Sinne hoffe ich auf einen Konsens bzgl. der Einstellungen, mit denen ich „ins Rennen“ gehen möchte.


Schönen Sonntag noch,
Gruß, Ozzy
 

bastelprofi

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Hallo,
ich habe auch an meiner Zikuspumpe diese Zeit Schaltuhr, dieses steht aber seit Jahren auf Dauerbetrieb (Schalter an der Pumpe).
Diese schien aber nie im Dauerbetrieb zu laufen, das wir am späteren Abend oder auch mal in der Nacht über die Buderus Steuerung diese manuell gestartet haben (Taste Wasserhahn).
Grundsätzlich ist mir die Warmwassererwärmung auch noch nicht ganz klar:

Es gibt bei mir ein Programm für folgende Heizkreise:

Gebäude = Heizkörper
Fussboden = Fußbodenheizung
Warmwasser = Warmwasser :)
Zirkulation = Zirkulation :)

Bis vor kurzem hatte ich das Warmwasserprogramm "nach Heizkreisen" eingestellt.
Ab diesem Sommer ist aber "Gebäude" und "Fußboden" komplett aus, nicht mehr auf Automatik.

Danach wurde das Wasser natürlich auch nicht mehr warm.
Also ein Warmwasserprogramm von 5:30 Uhr bis 21:30 Uhr konfiguriert.
Warmwasser kam, aber erst nach sehr langer Zeit.

Dann habe ich die selben Zeiten für die Zirkulation konfiguriert.
Somit stand das Warmwasser wie im Winterbetrieb der anderen Heizkreise zur Verfügung.

Aber, was hat es mit dieser komischen Zeit Schaltuhr auf der Zirkuspumpe auf sich?
Ich dachte die Buderus steuert die Zirkuspumpe über das Programm automatisch regelmäßig an, also kein Dauerbetrieb?!?!?
 
Zuletzt bearbeitet:

Ozzy

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@cephalod:
Natürlich ist es Blödsinn die Zirkulation nachts laufen zu lassen. . .
Ich hinterfrage seit etwa einer Woche die z.T. jahrzehntelangen Einstellungen meiner Anlage, und jedes Mal kommt was Neues hinzu. Nach UBA, ERC und damit verbundenen Einstellungen/Abhängigkeiten nun also die Zirkulation.

Ich habe gesehen, dass diese alte Zeitschaltuhr im Lieferumfang der WILO-Pumpe (Star Z15 C) dabei war. Das Teil ist Mist, weil man da nur im 15 Minuten-Takt den Strom unterbrechen kann. Wenn Du sagst, dass am Tag die Zirkulation für 2 x 3 Minuten pro Stunde ausreicht, dann werde ich mich nach einer besseren, enger getakteten Zeitschaltuhr umsehen.

Ich bin dankbar für Deinen Dein Tipp, befürchte aber, dass mein WLAN-Signal nicht bis unters Dach ausreicht!?

Gruß,
Ozzy
 

bastelprofi

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Was wird hier geregelt? Die Zikulationspumpe?

Pumpe.jpg


Braucht man dann überhaupt eine getakteten Zeitschaltuhr ???
 

Ozzy

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@cephalod:
Ich hole mir jetzt eine digitale Zeitschaltuhr, die man sehr eng takten kann, wahrscheinlich diese hier:

@KarlZei:
Bzgl. Beitrag #21 vom So., 26.06. - 20:19 Uhr:
Auch noch vielen Dank dafür, Dein Beitrag hatte sich mit meiner Antwort (Beitrag #22) überschnitten...
Diese Erklärung und Dein Hinweis "Nur gibt es kein direktes Feedback zur Temperatur in den Räumen" bestärkt mich darin, im Modus Außentemperaturgeführter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ mit den vorgenommenen Einstellungen im Herbst zunächst mal loszulegen.

@bastelprofi:
Nichts für ungut, aber irgendwie befindest Du Dich mit Deinen Beiträgen im falschen Thread, da es hier um die Kombi aus Logamax plus GB112 mit dem Regelgerät Logamatic ERC mit Außentemperaturmodul AM 1.0 geht und die (reguläre) Heizung erfolgt hier über Radiatoren und nicht über FBH.
 
Thema:

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