Optimierung: Logamax plus GB112-19 G25 und ERC

Diskutiere Optimierung: Logamax plus GB112-19 G25 und ERC im Buderus Forum im Bereich Heizungshersteller; Liebe Mitforisten, vor dem Hintergrund der explodierenden Gaspreise habe ich (als HalbwissenderđŸ€”) die Einstellungen meiner Logamax plus GB112-19...

Ozzy

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Liebe Mitforisten,

vor dem Hintergrund der explodierenden Gaspreise habe ich (als HalbwissenderđŸ€”) die Einstellungen meiner Logamax plus GB112-19 G25 ĂŒberprĂŒft und nachfolgend zur besseren Übersicht einmal komprimiert aufgelistet.

Sachverhalt:
Wir haben zwar im ganzen Haus (Erdgeschoss, Keller und Obergeschoss) Heizkörper, heizen das Erdgeschoss aber ĂŒberwiegend mit Holz (Kaminofen). Allerdings sollen Arbeitszimmer (EG), Kinderzimmer und Bad (beide OG) bei Bedarf ĂŒber Heizkörper geheizt werden.
  • Das ERC-RegelgerĂ€t befindet sich im Wohnzimmer. Aufgrund der „Störquelle“ Kaminofen habe ich im Außentemperaturmodul (AM 1.0) den Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ gewĂ€hlt.
  • Die Heizkörper im Wohn-Z., Arbeits-Z., Kinder-Z. und Bad habe ich auf Stufe 3 von 5 gedreht. Alle anderen stehen auf Stufe „Schneeflocke“.​
  • Die Heizung habe ich jetzt im Sommer ausgeschaltet.
  • Der Warmwasserbetrieb ist angeschaltet.
KlÀrungsbedarf:
Konkret habe ich folgende Fragen und wĂ€re fĂŒr hilfreiche BeitrĂ€ge sehr dankbar.đŸ€—đŸ€
  1. Wenn ich die Heizung wieder anschalte, geht diese dann in den Auto-Betrieb und folgt aufgrund der FĂŒhrung im Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperatureinfluß“:
    A) den Sollvorgaben fĂŒr die Sommer-/Winterumschaltung (z. Zt. 15° C)
    und
    B) den Sollvorgaben der Raumtemperatur gemĂ€ĂŸ Werksprogramm?
  2. Damit es bei Bedarf im Arbeits-Z. und oben (Kinder-Z. und Bad) warm wird, wĂŒrde ich an der ERC mit dem Temperaturdrehknopf fĂŒr die manuelle Raumtemperatureinstellung fĂŒr die Raumtemperatur vom Wohnzimmer temporĂ€r ĂŒbersteuern auf ca. 25 °C. Ist das Okay oder gibt es bessere VorschlĂ€ge?
  3. Welche Einstellung fĂŒr die Kessel-Vorlauftemperatur ist die fĂŒhrende GrĂ¶ĂŸe:
    Der Drehknopfregler an der UBA (z. Zt. Stufe 5 von 10) oder die Einstellung im ERC (z. Zt. 60° C) ?
  4. Die Bedienungsanleitung gibt fĂŒr die Drehkopfregler an der UBA (VLT, WW) nur fĂŒr bestimmte Stufen konkrete Temperaturen an.
    Wie lauten denn die Temperaturen je Stufe, wo findet man das?
  5. Der beigefĂŒgte screenshot zeigt meine aktuellen Einstellungen. Sind die in Ordnung bzw. wo könnten noch Optimierungen vorgenommen werden?

    Herzlichen Dank fĂŒr Eure EinschĂ€tzungen und Tipps im voraus!
    Ozzy

    Einstellungen.jpg
    WW_Stufe 7.jpg

 
cephalopod

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Wenn ich die Heizung wieder anschalte, geht diese dann in den Auto-Betrieb und folgt aufgrund der FĂŒhrung im Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperatureinfluß“:
HĂ€?
Was soll denn dieser "Raumtemperatureinfluß"?
DafĂŒr ist doch das HK-Thermostat da.

Mach nur AT und gut ist.
 

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Mach dir lieber Gedanken mit was du als nÀchstes heizen willst, eine GB112 mit 22 Jahren auf dem Buckel ist nÀmlich in aller Regel am Ende.
 

Ozzy

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Den Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ habe ich deshalb gewĂ€hlt, weil Buderus das empfiehlt - siehe Anhang:
 

AnhÀnge

cephalopod

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Selber denken darf man auch manchmal ...

Das betrifft RĂ€ume mit HK ohne Thermostate.
 

KarlZei

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Den Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ habe ich deshalb gewĂ€hlt, weil Buderus das empfiehlt
Buderus kennt sich tatsÀchlich aus. Und ja, das kann in Deinem Fall durchaus sinnvoll sein.
Allerdings sollte schon erwĂ€hnt werden, dass es schon etwas mehr fĂŒr eine 'optimale Einstellung' der Heizung braucht als Betriebsmodi und Thermostat-Stellungen. Das A und O ist ein vernĂŒnftiger hydraulischer Abgleich der Anlage. Dann ergeben sich viele Sachen wie von selbst; auch das Energiesparen.
 

Ozzy

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Okay, ich habe jetzt gegensÀtzliches Feedback zu lediglich einem Aspekt, nÀmlich dem Modus, den ich im AM eingestellt habe....

Wie sieht es denn mit den ĂŒbrigen Einstellungen aus? Sind die Okay oder nicht, und welche könnte man wie einstellen?

Wie gesagt, ich bin Laie und ein "hydraulischer Abgleich der Anlage" ist bestimmt gut gemeint, fĂŒr mich aber ein Buch mit sieben Siegeln.

Ich möchte halt den Schwerpunkt auf die Warmwassererzeugung legen, weil ich ansonsten mit Holz heize.
Der Knackpunkt sind dann eben diejenigen RÀume (etwa im Obergeschoss), die bei Bedarf mit Heizkörpern aufgewÀrmt werden sollen.


Außerdem möchte ich nicht zu sehr am ERC rumspielen, denn "nach fest kommt los" (im ĂŒbertragenen Sinne).
 

bastelprofi

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Hallo Ozzy,
anbei mal meine aktuellen Einstellungen
Aktuelle GebÀude und Fussbodenheizung aus, Warmwasser und Zirkulation auf Automatikbetrieb, MO-FR 5:30 Uhr bis 21:30 Uhr, SA-SO von 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr.
Ob dieses alles optimal ist, kann ich auch nicht sagen und aus welchem Grund in der Anzeige gerade 99 Grad Warmwassertemperatur steht ist mir auch nicht klar, Temperatur ist auf 50 Grad eingestellt.
Wasserspeichergrösse ist 160 Liter.
GrĂŒĂŸe
 

AnhÀnge

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Heizi54

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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Buderus bei deiner Anlagenkonstellation, die witterungsgefĂŒhrte Vorlauftemperaturregelung mit Raumtemperaturaufschaltung empfiehlt. Der Kaminofen ist eine stĂ€ndige Störquelle bei der Raumaufschaltung.
Hier kommt aus meiner Sicht nur die witterungsgefĂŒhrte Vorlauftemperaturregelung in Betracht.

Meine weiteren AusfĂŒhrungen beziehen sich auf die rein witterungsgefĂŒhrte Vorlauftemperaturregelung im Auto-Modus, die Raumtemperaturaufschaltung halte ich, besonders in deinem Fall, fĂŒr eher ungeeignet und gehe deshalb nicht darauf ein.

Zu deinen Fragen:
1.) Die Vorlauftemperatur resultiert aus dem sogenannten Raumtemperatur(sollwert) des Tagesprogramms (in Wirklichkeit ist das die Parallelverschiebung der Heizkurve) und der sogenannten Auslegungstemperatur - bei dir 60°C (in Wirklichkeit die Steilheit der Heizkurve). Es gibt also zwei Einflussparameter!
Dass du die Heizung ĂŒber die Sommer-/Winterumschaltung aktuell ganz abschaltest, halte ich fĂŒr sinnvoll. Trotzdem wĂŒrde ich wĂ€hrend des Sommerbetriebes ein paar UmschaltvorgĂ€nge zwischen BrauchwassererwĂ€rmung und Heizbetrieb erzwingen (am besten kalte Tage abwarten) um ein Festkorrodieren von Anlagenteilen zu verhindern.

2.) Beantworte ich nicht, da ich die Raumtemperaturaufschaltung als unsinnig ansehe.

3.) Die Kesselvorlauftemperatur im Heizbetrieb(!) und Auto-Modus wird durch die Einstellung am ERC vorgegeben, wie unter Punkt 1. beschrieben.
Die Einstellung an der UBA mĂŒsste allerdings als Maximalwertbegrenzung wirken. Ich bin hier leider nicht ganz sicher. Das lĂ€sst sich aber durch Ausprobieren ganz leicht herausfinden, wenn das Heizen wieder losgeht. Stufe 5 von 10 bedeutet nach meinen Unterlagen eine maximale Vorlauftemperatur von 62°C.

4.) In der "Montage und Wartungsanweisung" des GB112 mĂŒsste das stehen. FĂŒr meinen GB112-43, Bj. 2000, ist das zumindest der Fall.

5.) Zu deinen Einstellwerten - ich kommentiere nur Einstellungen, die mir nicht optimal erscheinen:
- Deine Auslegungstemperatur von 60°C bei -10°C Außentemperatur dĂŒrfte zu hoch sein. Die optimale Einstellung der beiden Parameter Raumtemperatur(Sollwert) und Auslegungstemperatur ist bei der witterungsgefĂŒhrten Vorlauftemperaturregelung ein iterativer Prozess, der sich in der Heizperiode ĂŒber mehrere Wochen hinzieht. Bei Bedarf kann ich beschreiben, wie das geht.
- Stufe 7 von 10 an der UBA bei Warmwassertemperatur wĂ€re nach meiner Liste eine Brauchwassertemperatur von 49°C. Bei BrauchwassererwĂ€rmung im Dauerbetrieb ein fĂŒr meinen Geschmack zu hoher Wert (unnötige Stillstandsverluste). Die AnhĂ€nger der LegionellenbekĂ€mpfung werden das anders sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

KarlZei

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Okay, ich habe jetzt gegensÀtzliches Feedback zu lediglich einem Aspekt, nÀmlich dem Modus, den ich im AM eingestellt habe....
Nicht unnormal bei dem Thema. Und typischerweise ist eine RaumtemperaturfĂŒhrung eher eine schlechte Idee. Aber Dein Fall ist eben nicht typisch. Du willst ja schließlich große Teile des Hauses mit dem Kamin beheizen.

1. AußentemperaturgefĂŒhrt
Die Vorlauftemperatur wird ĂŒber die Außentemperatur festgelegt. Der Kessel versucht immer diese Vorlauftemperatur zu erreichen und die entsprechende WĂ€rme zu produzieren und an das Haus abzugeben. Das macht er auch, wenn z.B. wegen eines schlechten hydraulischen Abgleichs und/oder anderer WĂ€rmequellen Raumtemperaturen schon lĂ€ngst erreicht sind. Wegen der (zu) hohen Raumtemperaturen blockieren irgendwann die Heizkörper-Thermostate die WĂ€rmeabnahme. Der Kessel produziert aber stumpf weiter WĂ€rme und schiebt sie mangels Abnehmer bildlich und natĂŒrlich etwas ĂŒbertrieben ĂŒber den Schornstein und den Heizungsraum nach draußen. Der Kessel lĂ€uft grottenschlecht, mit stĂ€ndig ĂŒberhöhter Vorlauftemperatur (Takten) und in der Summe sehr ineffizient.
Wenn Du den Kamin zur Beheizung des Erdgeschosses nutzt, versucht der Kessel trotzdem unverÀndert die WÀrme zu erzeugen, die ohne Kamin benötigt wird, um das Haus warm zu halten.

2. AußentemperaturgefĂŒhrt mit Raumeinfluss
Wenn Du den Kamin anwirfst, steigt die Temperatur im FĂŒhrungsraum, hier das Wohnzimmer. Dieser Temperaturanstieg wird erfasst, die Regelung weiß, wie warm es im Raum ist, und passt die Vorlauftemperatur nach unten an. Der Kessel wird also versuchen, weniger WĂ€rme zu produzieren. Und ggf. wird sogar der Heizbetrieb unterbrochen, wenn es zu warm wird. Das ist dann genau das, was Du eigentlich willst. Nicht der Kessel beheizt das Haus, sondern der Kamin. Allerdings gibt es dabei ein Problem: RĂ€ume, die nicht mit Kamin-WĂ€rme versorgt werden, kĂŒhlen ab, weil der Kessel ja weniger bis keine WĂ€rme mehr produziert. Wie schnell sie abkĂŒhlen, hĂ€ngt vom energetischen Zustand des Hauses ab.

Du musst Dich beim Beheizen mit dem Kamin zwischen zu viel WĂ€rme vom Kessel in den meisten RĂ€umen oder zu wenig WĂ€rme in wenigen RĂ€umen entscheiden. Wenn es ums Energie sparen geht, dann dĂŒrfte die Wahl einfach sein. Und Du kannst die Anlage natĂŒrlich entsprechend Deiner Wahl weiter optimieren. Hier kommt aber auch wieder der hydraulische Abgleich ins Spiel.

Letztlich musst Du es einfach ausprobieren. Ändern kann man das immer...
 

Ozzy

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Guten Morgen Heizi54, bastelprofi und KarlZei,

erstmal herzlichen Dank fĂŒr Eure konstruktiven BeitrĂ€ge!

Zur Wahl des Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ oder„AußentemperaturgefĂŒhrten Heizbetrieb“ nehme ich noch ausfĂŒhrlicher Stellung, da ich gerade unterwegs bin. Ich bitte um Nachsicht.

Neben einigen Anmerkungen erlaube ich mir noch ein paar Nachfragen zu stellen. Zur besseren Übersicht beziehe ich mich dabei auf die obige Nummerierung der Fragen:

Zu 1.)
In der Zeit, wo die Heizung ausgeschaltet ist, den Heizbetrieb an kalten Tagen zu erzwingen, um ein Festkorrodieren von Anlagenteilen zu verhindern, ist ein guter Tipp - Danke!

Nachfrage: Ich ĂŒberlege den Warmwasserbetrieb von dauerhaft AN auf AUTO zu Ă€ndern. Aber folgt dieser dann auch den Phasen gemĂ€ĂŸ Werksprogramm, wenn der Heizungsbetrieb ausgeschaltet ist?

Zu 3.)
Habe ich verstanden, Danke! Dann wĂŒrde die Stufe 5 (= 62° C) am UBA ja gut mit der Einstellung im ERC (z. Zt. 60° C) harmonieren.

Zu 4.)
Yep, hab’s gefunden in der "Montage und Wartungsanweisung" des GB112 auf S. 15

Zu 5.)
Ich ĂŒberlege die Warmwassertemperatur an der UBA von Stufe 7 auf Stufe 6 (45° C) zu Ă€ndern.

Nachfrage: Mir fiel gerade auf, dass die Temperatur- und Druckanzeige an der UBA keine Temperatur anzeigt! Ist das ein Fehler oder liegt es daran, dass der Heizbetrieb momentan auf AUS ist?

Nochmals besten Dank, ich melde mich in KĂŒrze ausfĂŒhrlicher zum Thema "Modus im Außentemperaturmodul (AM 1.0)"

Schönes WE,
Ozzy
 

KarlZei

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Zu 3.)
Habe ich verstanden, Danke! Dann wĂŒrde die Stufe 5 (= 62° C) am UBA ja gut mit der Einstellung im ERC (z. Zt. 60° C) harmonieren.
Ja, aber das geht doch irgendwie am Thema vorbei. Das muss zum WĂ€rmebedarf des Hauses passen. Du möchtest eine möglichst niedrige Auslegungstemperatur / Heizkurve. Idealerweise ist die so eingestellt, dass die jeweilige Vorlauftemperatur immer gerade ausreicht, um die gewĂŒnschten Raumtemperaturen zu erreichen. Hier steckt dann auch das grĂ¶ĂŸte Einsparpotenzial bei der Optimierung des Heizbetriebs. Prinzipiell gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto effizienter kann die Heizung heizen. ÜbermĂ€ĂŸig hohe Vorlauftemperaturen fĂŒhren immer zu unnötig höheren Verlusten in allen Bereichen der Anlage.
 
cephalopod

cephalopod

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Zu 5.)
Ich ĂŒberlege die Warmwassertemperatur an der UBA von Stufe 7 auf Stufe 6 (45° C) zu Ă€ndern.
Gute Idee.
Ich bin inzwischen auch schon auf 42 °C runter ohne dass die Familie meckert. ;)

Zirkulation vorhanden?
Die kann man auch noch optimieren.
 

Heizi54

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Nachfrage: Ich ĂŒberlege den Warmwasserbetrieb von dauerhaft AN auf AUTO zu Ă€ndern. Aber folgt dieser dann auch den Phasen gemĂ€ĂŸ Werksprogramm, wenn der Heizungsbetrieb ausgeschaltet ist?

Ozzy
Steht der Warmwasserbetrieb auf Auto, dann beginnt die Warmwassererzeugung ca. 30 min vor dem Tages-Heizprogramm.
(Wenn der Heizbetrieb abgeschaltet ist, wird natĂŒrlich trotzdem Warmwasser bereitet.)


Zu 3.)
Habe ich verstanden, Danke! Dann wĂŒrde die Stufe 5 (= 62° C) am UBA ja gut mit der Einstellung im ERC (z. Zt. 60° C) harmonieren.
Das hast du leider noch nicht verstanden, obwohl ich es oben - möglicherweise nicht gut genug - beschrieben habe, - die Sache mit den zwei Parametern.
Also nochmal: Bei der witterungsgefĂŒhrten Vorlauftemperaturregelung im Auto-Modus wird die Vorlauftemperatur im ERC von zwei Parametern bestimmt:
1. Parameter: Die Auslegungstemperatur - in deinem Fall sind das 60°C bei -10°C Außentemperatur (in Wirklichkeit beeinflusst dieser Parameter die Steilheit der Heizkurve)
2. Parameter: Den Temperatursollwert aus dem Tagesprogramm (in Wirklichkeit beeinflusst dieser Parameter die Parallelverschiebung der Heizkurve).

Und jetzt gibt es darĂŒber hinaus noch die Einstellung der max. Vorlauftemperatur an der UBA, z. B. Stufe 5 = 62°C.

Beispiel: Errechnet das ERC aus der Auslegungstemperatur (Steilheit) und dem Temperatursollwert (Parallelverschiebung) eine Vorlauftemperatur von 65°C, so wird der Wert durch die Maximalwertbegrenzung der UBA, die auf 62°C eingestellt ist, auf 62°C begrenzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Heizi54

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17.01.2020
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Nachfrage: Mir fiel gerade auf, dass die Temperatur- und Druckanzeige an der UBA keine Temperatur anzeigt! Ist das ein Fehler oder liegt es daran, dass der Heizbetrieb momentan auf AUS ist?

Der Temperaturwert des Heizwassers mĂŒsste eigentlich immer an der UBA angezeigt werden, gleichgĂŒltig in welchem Modus sich das GerĂ€t befindet. Ich muss mir das mal bei meinem GB112-43 ansehen. Ich habe auch den Heizbetrieb abgeschaltet.
Ich komme da im Moment aber nicht dran.
 

thaistatos

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Die Temperaturanzeige des Kombiinstruments ist defekt, ohne Betrieb mĂŒsste es die Raumtemperatur anzeigen.
(Bei mir ist die Druckanzeige defekt, im offenen System zeigt sie 1,5 bar an, zum GlĂŒck wird der Heizungsdruck an einem anderen Manometer eingestellt.)
--> austauschen (lassen) oder Alternativen verwenden, zum Beispiel ein Anlegethermometer am Vorlaufausgang des Kessels.
 

Ozzy

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15.09.2021
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Hallo zusammen,

da bin ich wieder🙂.

Den Vormittag habe ich genutzt, um diesen Thread zu rekapitulieren. Nun versuche ich die wesentlichen Aspekte bzw. den Punkt mit KlÀrungsbedarf nochmals (nach meinem VerstÀndnis) zusammenzufassen:
  • Die Heizung lasse ich bis zum Herbst ganz abgeschaltet, werde den Heizbetrieb aber an kalten Tagen erzwingen, um ein Festkorrodieren von Anlagenteilen zu verhindern.
  • Den Warmwasserbetrieb werde ich von dauerhaft AN auf AUTO Ă€ndern. Mein VerstĂ€ndnis ist, dass die Warmwassererzeugung dann ca. 30 min vor dem Tages-Heizprogramm (also den Einstellungen gemĂ€ĂŸ Werksprogramm) beginnt, richtig?
  • Die Vorlauftemperatur an der UBA Ă€ndere ich von Stufe 5 auf Stufe 4 (57° C).
  • Am ERC Ă€ndere ich die Auslegungstemperatur des Heizkreises (Kesselwassertemperatur bei -10° C) von 60° C auf 56° C.
  • Die Warmwassertemperatur an der UBA Ă€ndere ich von Stufe 7 auf Stufe 6 (45° C).
  • Die Temperatur- und Druckanzeige im Kombiinstrument an der UBA ist offenbar defekt, da ohne Heizbetrieb zumindest die Raumtemperatur angezeigt werden mĂŒsste. Also austauschen lassen.
  • Zur Zirkulation habe ich nichts gefunden. Kann man offenbar nicht einstellen?​

KLÄRUNGSBEDARF besteht weiterhin zu:
Wahl des Modus „AußentemperaturgefĂŒhrter Heizbetrieb mit Raumtemperaturaufschaltung“ oder rein „AußentemperaturgefĂŒhrten Heizbetrieb“

Hier gibt es ja unterschiedliche Ansichten zwischen Heizi54 (siehe Freitag um 22:57) und KarlZei (siehe Samstag 09:32).

Hierbei war mein VerstĂ€ndnis – eben weil der Kaminofen eine stĂ€ndige Störquelle ist, dasselbe, wie KarlZei es hier beschrieben hat, Zitat:
„... AußentemperaturgefĂŒhrt mit Raumeinfluss:
Wenn Du den Kamin anwirfst, steigt die Temperatur im FĂŒhrungsraum, hier das Wohnzimmer. Dieser Temperaturanstieg wird erfasst, die Regelung weiß, wie warm es im Raum ist, und passt die Vorlauftemperatur nach unten an. Der Kessel wird also versuchen, weniger WĂ€rme zu produzieren. Und ggf. wird sogar der Heizbetrieb unterbrochen, wenn es zu warm wird. Das ist dann genau das, was Du eigentlich willst. Nicht der Kessel beheizt das Haus, sondern der Kamin. Allerdings gibt es dabei ein Problem: RĂ€ume, die nicht mit Kamin-WĂ€rme versorgt werden, kĂŒhlen ab, weil der Kessel ja weniger bis keine WĂ€rme mehr produziert. Wie schnell sie abkĂŒhlen, hĂ€ngt vom energetischen Zustand des Hauses ab.“


Daraus resultiert ja meine Überlegung, diejenigen RĂ€ume, die nicht mit Kamin-WĂ€rme versorgt werden, bei Bedarf dadurch aufzuheizen, indem ich im FĂŒhrungsraum, wo auch der Kamin bollert, am ERC die gemessene Raumtemperatur (z.B. 22° C) mit dem Temperaturdrehknopf fĂŒr die manuelle Raumtemperatureinstellung temporĂ€r ĂŒbersteuere (z.B. auf ca. 25 °C) und dadurch in den gewĂŒnschten RĂ€umen die Heizkörper (Thermostate voll auf) zum Laufen bringe.

@Heizi54:
Es wÀre aufschlussreich zu wissen, ob Du die ErklÀrung von KarlZei auch nachvollziehen kannst? - Zitat:
„...AußentemperaturgefĂŒhrt:
Die Vorlauftemperatur wird ĂŒber die Außentemperatur festgelegt. Der Kessel versucht immer diese Vorlauftemperatur zu erreichen und die entsprechende WĂ€rme zu produzieren und an das Haus abzugeben. Das macht er auch, wenn z.B. wegen eines schlechten hydraulischen Abgleichs und/oder anderer WĂ€rmequellen Raumtemperaturen schon lĂ€ngst erreicht sind. Wegen der (zu) hohen Raumtemperaturen blockieren irgendwann die Heizkörper-Thermostate die WĂ€rmeabnahme. Der Kessel produziert aber stumpf weiter WĂ€rme und schiebt sie mangels Abnehmer bildlich und natĂŒrlich etwas ĂŒbertrieben ĂŒber den Schornstein und den Heizungsraum nach draußen. Der Kessel lĂ€uft grottenschlecht, mit stĂ€ndig ĂŒberhöhter Vorlauftemperatur (Takten) und in der Summe sehr ineffizient.
Wenn Du den Kamin zur Beheizung des Erdgeschosses nutzt, versucht der Kessel trotzdem unverĂ€ndert die WĂ€rme zu erzeugen, die ohne Kamin benötigt wird, um das Haus warm zu halten.“



Wie gesagt, trotz Studium🎓 der Bedienungsanleitungen, bin ich eine LaieđŸ€“ und bin fĂŒr die konstruktiven BeitrĂ€ge diese Forums sehr dankbar!đŸ€
In diesem Sinne hoffe ich auf einen Konsens bzgl. der Einstellungen, mit denen ich „ins Rennen“ gehen möchte.


Schönen Sonntag noch,
Gruß, Ozzy
 

Heizi54

Profi
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17.01.2020
BeitrÀge
352
Du wirst sowohl bei rein witterungsgefĂŒhrten Vorlauftemperaturregelung, als auch bei der witterungsgefĂŒhrten Vorlauftemperaturregelung mit Raumaufschaltung - wegen deiner "Störquelle" Kamin - gelegentlich um eine manuelle Manipulation nicht herumkommen, wie du bei der Variante mit der zusĂ€tzlichen Raumaufschaltung schon festgestellt hast.

Bei der rein witterungsgefĂŒhrten Vorlauftemperaturregelung wirst du auch manuell eingreifen mĂŒssen: Immer dann, wenn du den Kamin anwirfst, wirst du in den RĂ€umen, die vom Kamin beheizt werden, die Thermostate manuell zudrehen mĂŒssen. Zu warten, bis die Thermostate wegen der ansteigenden Raumtemperatur dann irgendwann automatisch abdrehen, wird in dieser Übergangsphase immer zu einem unbefriedigenden Regelergebnis fĂŒhren.

Einen Satz von KarlZey (dessen BeitrĂ€ge ich im ĂŒbrigen sehr schĂ€tze) zum Thema "AußentemperaturgefĂŒhrt" kann ich aber nicht stehen lassen, nĂ€mlich: "Wenn Du den Kamin zur Beheizung des Erdgeschosses nutzt, versucht der Kessel trotzdem unverĂ€ndert die WĂ€rme zu erzeugen, die ohne Kamin benötigt wird, um das Haus warm zu halten.“

Das möchte ich mal etwas anders formulieren:
Wenn der Kamin das Erdgeschoss heizt, dann wird der Kessel nicht unverÀndert WÀrme erzeugen, sondern der Kessel wird weiterhin genau die Vorlauftemperatur bereitstellen, die zur ausreichenden Beheizung der RÀume, also z.B. der RÀume im Obergeschoss, erforderlich ist.
Man könnte es so formulieren: Der Kessel stellt eine außentemperaturgefĂŒhrte Vorlauftemperatur zur VerfĂŒgung. Über die Einstellung am Heizkörperthermostat wird (bei laufender Heizungspumpe) geregelt, welcher Volumenstrom durch den Heizkörper strömt und welcher WĂ€rmestrom dann als Folge in den Raum eingespeist wird. (Diesen WĂ€rmestrom, zuzĂŒglich der Verluste, muss der Kessel bereitstellen.)
Der Thermostat regelt also den Durchfluss durch das Stellglied im Heizkörperventil im Idealfall dergestalt, dass immer genau soviel Volumenstrom durch den Heizkörper strömt, wie es der WÀrmeanforderung durch den Raum entspricht.
Die Vorstellung, dass da unten im Keller ein Kessel unverÀndert WÀrme produziert, ist deshalb falsch.

Bemerkung: Deine Einstellungen in Bezug auf Auslegungstemperatur (Steilheit) und Raumtemperatursollwert (Parallelverschiebung) dĂŒrfte weit von den richtigen Werten entfernt liegen. Die Optimierung lĂ€sst sich zur Zeit aber nicht machen, weil derzeit kein Heizen möglich ist.
 
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