Öltanks aus 1974

Diskutiere Öltanks aus 1974 im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Durch die Luke mit dem Handy, ging es nicht besser.
tricotrac

tricotrac

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Reicht es, we


Reicht es, wenn man das an einem Tank nachrüstet?
NEIN, jeder Tank braucht seinen Füllstandsanzeiger. Damit man auch unterschiedlich hohe Füllstände erkennen kann. Die Füllstandsanzeiger müssen alle in der Bauart gleich sein. Der Einbau ist fachbetriebspflichtig und zu dokumentieren !
 

KarlZei

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Reicht es, wenn man das an einem Tank nachrüstet?
Grundsätzlich brauchst Du keine, wenn der Füllstand auch so visuell erkennbar ist. Also nicht in Aktionismus verfallen. Hol Dir lieber einen Fachmann ins Haus, der die Anlage vor Ort inspiziert, ev. Mängel dokumentiert und Maßnahmen zur Abstellung vorschlägt.
 
tricotrac

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Grundsätzlich brauchst Du keine, wenn der Füllstand auch so visuell erkennbar ist
Spricht der praktizierende Volltheoretiker ! Das sich ölschlamm an den Wandungen absetzen ist auch Ihm bekannt, das schreibt es nur nicht. sieht aus wie teilweise Füllhöhe, Tatsächlich aber sind die Tanks leer ! Passiert häufig am Wochenenden und Feiertags.



@KarlZei : Ist mal wieder Wochenende, gell ? Aber sonst geht es gut ? Bügeln sie mir wieder durch meine Beiträge ?
 
tricotrac

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Also nicht in Aktionismus verfallen. Hol Dir lieber einen Fachmann ins Haus, der die Anlage vor Ort inspiziert, ev. Mängel dokumentiert und Maßnahmen zur Abstellung vorschlägt.
Das kann er alles hier im Forum erfahren.
 

Heizi54

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Unabhängig von der Paragraphenlage würde ich die alten Kunststofftanks entsorgen lassen, und zwar deshalb:

Mich wundert, dass du nicht angeschrieben worden bist, um die Nachrüstung der Tanks zu veranlassen. Anschließend muss dann noch ein Sachverständiger die Qualität der Tanks und des Aufstellraumes bescheinigen. Zumindest bei mir war das im Jahr 2008 so.
Meine Kunststofftanks wurden vermutlich im Jahr 1985 hergestellt, waren also zum Zeitpunkt der Neuzertifizierung "erst" 23 Jahre alt.

Der Umbau der Tanks sah ungefähr so aus: GOK Antihebersicherung, Einstrangölfilter, Saugarmatur mit Grenzwertgeber, Umstellung von Zweirohr- auf Einrohrsystem, diverse Kunststoffverbindungsleitungen zwischen den Tanks neu..
Außerdem war ein kompletter Neuanstrich (3 Farben) des Heizöllagerraums erforderlich.
Frage: Wie streicht man die Aufstandsfläche der Tanks neu, in denen sich Heizöl befindet? Das möchte ich hier nicht näher erörtern, weil es einige Forenmitglieder möglicherweise zu stark beunruhigen könnte.:)

Für deine über 45 Jahre alten Kunststofftanks bleibt aus meiner Sicht nur noch die Entsorgung. Ich würde das tote Pferd nicht mehr neu satteln.
Der Tankumbau mit Neuzertifizierung wird dich deutlich über 500 € kosten. Da sind die Kosten für den Neuanstrich des Lagerraums noch nicht enthalten, weil ich davon ausgehe, dass du das in Eigenregie machst.

Wenn Erdgas verfügbar ist, würde ich die ganze Heizung auf Erdgas umstellen.

So werde ich das in 1 bis 2 Jahren machen.
 
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Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
VIELEN DANK für die WIRKLICH recht ordentliche Mess-Bescheinigung!! Da steht alles RICHTIG drauf, sauber ausgedruckt und auch die Messwerte sind wirklich gut: Rußzahl null, Abgasverlust 7%. Der Sauerstoff-O2-Gehalt ist zwar relativ hoch, das ist aber dem starken Schornsteinzug und dem wirklich alten WL 2 geschuldet. Also, dann nehme ich alles zurück und muss mir was anderes zum Lachen suchen! :thumbup:
 

Thomas_1982

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Ich auch nicht, aber es fehlen auf den Tanks die erforderlichen Füllstandsanzeiger ! Und so wie es ausschaut wurden die nicht ganz fachgerecht eingebaut. Mir fehlen zwei Seitenabstände zwischen Tanks und Kellerwand. Für den Einstrangbetrieb ist die Saugleitung zu groß dimensioniert !
Ich hoffe, das dieser Baustellenstrahler mit LED Leuchtmittel ausgestattet ist. Beim Halogenbrennstab habe ich es durch Unwissenheit der Kunden erfahren, dass die Kunststofftanks keinen Wärmeeinfluss mögen. Sie brannten sich damit Löcher in die Tankwandung ! Teurer Ersatz anstatt Füllstandsanzeiger nachzurüsten.
Die Füllstandsanzeige macht doch sein 500 Watt (?) Halogenstrahler, und der deckt sogar gleich 2 Einzeltanks ab. Also ich nehme immer eine VARTA INDESTRUCTIBLE F20 PRO (LED-Taschenlampe) und leuchte damit von oben durch die einzelnen Tanks (ganz oben kam bisher nie Heizöl hin, weshalb sich dort kein Ölschlamm festsetzen konnte). Zumal das gute alte Polyamid (Nylon) von Fa. NAU laut Bauartzulassung nur bis +30°C ausgelegt ist. Überschreitungen um 10 Kelvin dürfen nicht dauerhafter Natur sein. Gut wenn man das Kleingedruckte auswendig gelernt hat...

Teilweise reichte es aus, wenn nur eine der 4 Seiten im Tankraum einen Laufgang (min. 40 cm Breite) aufweist (v.a. bei 1-reihiger Aufstellung). tricotrac, wühle dich hierzu durch die Reglementierungen der letzten Jahrzehnte (ich tat es). Was mir hier fehlt, ist eine Expertise eines Tragwerksplaners (Gebäudestatikers). Wenn das wirklich 8.000 Liter (!) Nennvolumen sind bei seiner "Heizölverbraucheranlage" und das Entnahmesystem kommunizierend ist, dann muss der Auffangraum bzw. müssen dessen 4 Wände im Leckage-Fall einem Gewicht von fast 7 Tonnen (!) standhalten. Können Sie das? Sind die Wände dick genug? In 50% bis 80% der Fälle sind sie es nicht (weil die sogenannte "doppelte Sicherheit" die damaligen Erbauer einen Scheißdreck interessiert hat und die "Fachbetriebe" wegen der komplexen Mathematik sowieso schon immer überforderte), d.h. urplötzlich erwacht Herr Eigentümer aus seinem Dornröschenschlaf und braucht ganz schnell neue doppelwandige Tanks (oder aber neue Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff, sofern er außerhalb eines Wasserschutzgebietes wohnt).

Wie alt ist die Brandschutzklappe? Bei mehr als 5.000 Litern Lagernennvolumen muss diese mindestens 30 Minuten lang einem Feuer standhalten (feuerhemmend bzw. F30). Der Rest des Heizöllagerraumes (Wände/Putz, Raumdecke, Fußboden) muss mittlerweile sogar die F90 Klassifizierung erfüllen. Und es muss eine ins Freie führende Beschäumungsöffnung (z.B. 30 x 30 cm) für die Feuerwehr vorhanden sein! Enthält die Luke Mineralwolle (Mineralfaser-Einlage) oder Asbest (schwach gebundene Asbestfasern)? Mhm, lecker Lungenkrebs (10 bis 60 Jahre nach der 1. Faserexposition). Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben...

Primaster Heizölsperre, so so. Gab es das Zeug bereits 1974, ja!? Und wurde damit auch (in 3 Schichten, im Idealfall in den 2 unterschiedlichen Farben) unter den Nylontanks gestrichen?


Oder wurde kürzlich (2016 ff.) nur ein bisschen damit herumgeklekst (1-schichtig), damit für den Tankwagenfahrer alles in Ordnung aussieht?

Haben die Querverbindungsrohre (i.d.R. Aluminium) des neuen Entnahmesystems den richtigen Durchmesser? Also 8 oder 10 mm? Bei falschem Durchmesser erlischt die Bauartzulassung der Tankanlage. Ja, so schnell geht das!

Ich möchte ja kein Spielverderber sein, aber nach spätestens 50 Jahren gilt das gute alte robuste Nylon als "fällig". D.h. die Tanks müssen im Jahr 2024 erneuert werden, zumindest in unserem Landkreis ist das so. Böse Zungen sprechen von bis zu 90 (99?) Jahren Lebensdauer beim Polyamidtank.
 
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Thomas_1982

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Grundsätzlich brauchst Du keine, wenn der Füllstand auch so visuell erkennbar ist. Also nicht in Aktionismus verfallen.
Stimmt, zumal seine Einzeltanks ja auch schön längs und nicht (m.E. nicht fachgerecht!) wie bei uns quer zur Luke hin aufgestellt worden sind. Häufig reicht da eine Tankreinigung mit Ausspülen/Klarspülen (sofern bei diesen Kunststofftanks ohne größere Revisionsöffnung überhaupt möglich!?). Dann sind die Wandungen wieder schön transluzent. levonio, wann war die letzte Tankreinigung?
 
levonio

levonio

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Wenn das wirklich 8.000 Liter (!) Nennvolumen sind bei seiner "Heizölverbraucheranlage" und das Entnahmesystem kommunizierend ist, dann muss der Auffangraum bzw. müssen dessen 4 Wände im Leckage-Fall einem Gewicht von fast 7 Tonnen (!) standhalten. Können Sie das? Sind die Wände dick genug?
Die Wände sind 30cm (2x) bzw. 24cm (2x) dick.
 

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Thomas_1982

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Dann haste Glück gehabt! Sofern die Mauersteine (Hohlblock?) in den 4 Ecken und unterhalb der Luke verzahnt (=> Überbindemaß) "eingebaut" worden sind, sollte das ausreichen. Der statische Schwachpunkt dürfte die Mauerung unterhalb der Luke sein (also da wo die Mauer nicht bis zur Raumdecke hochgezogen ist und daher die Kopflast nur gering bis gar nicht vorhanden ist). Dort sollte die Mauerhöhe aber trotzdem mindestens 1,2 Meter betragen. Bei 24 cm Rohbaumaß (Dicke der Steine, bitte ohne Putz messen!) beträgt der maximal zulässige Heizölpegel im Leckage-Fall 1,0 Meter:

https://cdn3.site-media.eu/images/d...assung_von_Bestandsanlagen_nach_TRwS_7912.pdf (siehe Tabelle 1 auf Seite 9 von 12 bzw. Blatt 5)

Bei 11 Quadratmetern Heizöllagerraumgröße dürftest du also bis zu 11.000 Liter Heizöl einlagern. Aber was ist mit dem Brandfall? Wände (Putz), Raumdecke und Fußboden feuerbeständig (F90)? Falls nicht (oder falls auch nur die Beschäumungsöffnung für das von der Straße her zufahrende Feuerwehr-Löschfahrzeug fehlt), darfst du eigentlich nicht mehr als 5.000 Liter Heizöl EL in den Tanks lagern. Nachzulesen in der Feuerungsverordnung (FeuVO) deines Bundeslandes!
 
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Thomas_1982

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levonio! Ich bitte hier um Rückmeldung wie weit du mit der Brandschutzanalyse bist.
 

Thomas_1982

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Sagt mal, was habe ich euch eigentlich getan dass ihr nicht antwortet?
 
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