Ölheizung (Bestand) + PV Anlage NEU + Wärmepumpe

Diskutiere Ölheizung (Bestand) + PV Anlage NEU + Wärmepumpe im Wärmepumpe, Gebäudekühlung Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo! Ich habe ein saniertes Haus (BJ 1980). Bei der Sanierung wurde sämtliche Fenster getauscht - ebenso wurde ein Vollwärmeschutz errichtet...

t_kc

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Hallo!

Ich habe ein saniertes Haus (BJ 1980). Bei der Sanierung wurde sämtliche Fenster getauscht - ebenso wurde ein Vollwärmeschutz errichtet.
Nun habe ich eine Ölheizung aus dem Jahr 2000, welche einen thermischen Wirkungsgrad von 94 % hat.

Ich habe einen Ölverbrauch von ca. 3.500 l pro Jahr inklusive Warmwasseraufbereitung, was angesichts der großen Nutzfläche durchaus in Ordnung ist. Wird der Heizölverbrauch nach Abzug der Menge, welche für die Warmwasseraufbereitung notwendig ist abgezogen, so liegt der spezifische HWB bei knapp 80 kWh pro Jahr und QM.

Ich glaube nicht, dass ich bei dem Haus den HWB weiter runter bekomme. Eventuell, wenn wir unsere Lebensweise etwas anpassen - d.h. 20°C statt 22°C (aber da wird meine Frau nicht mitspielen) und schlafen bei nicht gekippten Fenstern (da tue ich mir wiederum schwer).

Um aber meine Heizkosten in Zukunft zu reduzieren, würde ich gerne meine soeben installierte PV Anlage (knapp über 10 kWp) für die Erzeugung von Warmwasser bzw. für die Unterstützung der Ölheizung einsetzen.
Erste Überlegung: Heizstab in den Pufferspeicher....macht aber nur Sinn bei einer Regelung, dass der Heizstab nur bei PV-Überangebot verwendet wird.
Zweite Überlegung: Luftwärmepumpe, welche A für die Warmwasseraufbereitung verwendet wird und B eventuell auch groß genug ist, damit sie in der Übergangszeit die Heizleistung übernehmen kann. Bei grauslicher Kälte muss dann eh der Ölkessel anspringen, wobei die Wärmepumpe durchaus den Ölkessel unterstützen könnte.

Habt ihr Tipps für mich? Grundsätzlich bin ich bereit ein paar Tausend Euro für eine vernünftige Lösung auszugeben.

Danke und LG, Thomas
 
Hausdoc

Hausdoc

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Bei dieser Ölheitung solltest du über den Tellerrand sehen. Evtl macht es Sinn hier eine große Lösung anzustreben und die neue Ölheizung so zu bauen, daß du eigenenergie möglichst maximal nuten kannst.
Jetzt auf die schnelle irgendwas zu machen kann wirtschaftlich unsinnig sein.
Ein Heizstab im Speicher kann sinnvoll sein. Dann wird je nach Leistung des Heizstabes ( z.b. 2 KW) der wechselrichter so programmiert daß ein Leistungsschütz bei PV Leistung über 2KW anzieht und den Heizstab einschaltet.
Luftwärmepumpe war eher Unsinn. Damit kannst du nur 300w umsetzen.
Grundsätzlich bin ich bereit ein paar Tausend Euro für eine vernünftige Lösung auszugeben.
Lottogewinn? Erbschaft??
Eher würde man bei jeder maßnahme eine kurze Wirtschaftlichkeitsberechnung anstellen.
Eine Lösung , die sich erst nach 30 Jahren auszahlt macht keinen Sinn.

Bei 80 KWH/m² stimmt was mit der Dämmung nicht. Welche Dämmstärke hat der Vollwärmeschutz?
 

t_kc

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Hi! Danke für die schnelle Antwort.

Wandaufbau: 30 cm Ziegel + 12 oder 16 cm Dämmung (müsste ich nochmal nachschauen)
Gem. Energieausweis müsste das Haus 56 kWh/m²a haben.
Ermittelt habe ich meinen Energiebedarf wie folgt:
(3.500 l Heizöl - 500 l für Warmwasseraufbereitung) * 10,7 kwH/l / 400 m²
Dies stellt rund 80 kWh/m² und Jahr dar.

Nö - keinen Lottogewinn. Auf Dauer (bis max. 10 Jahre) möchte ich die Investition schon armotisiert haben.
Die Ölheizung gegen Pelletsheizung bzw. Wärmepumpe zu tauschen ist mir aber zu teuer. Mit ein paar Tausend Euro meine ca. 5 - 7k.

LG
 
Hausdoc

Hausdoc

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Pellet ist mittlerweilen unten durch....... zudem ist eine Pelletheizung keine vollautomatische Heizung.
Wenn du keine geeigneten Heizflächen hast kippt Wärmepumpe auch grundsätzlich hinten runter.

Wenn du ein paar € übrig hast, lass eine Thermographie des Hauses machen . Irgendwas stimmt mit der Dämmung nicht. 12 cm Dämmung bei einer 30er nackten Wand ist aus dem Bauch raus zu wenig. Welchen U Wert haben die neuen Fenster? Falls das über ca 0,9 ist, war der Fenstertausch vor allem teuer....
Nach deiner Beschreibung müstest du diese 56 KWH/ m² locker erreichen

Für 5-7 K€ bekommst du vermutlich nur schnelle Geldvernichtung.

Eine Überlegung wär aber den Energiebedarf im Sommer und Übergangszeit ausschließlich durch die PV Anlage zu decken.
Diese Anlage ist ja vorhanden und kostet nichts mehr.
Eine Möglichkeit wär ein (Kombi) Speicher entsprechender Größe ,der Leistungsgeregelt von der PV Anlage versorgt wird - auch wenn eigentlich PV Stom zum verheizen zu Schade ist.
Nächste Überlegung wär eine HT Luftwärmepumpe mit vergleichsweise kleiner Leistung - die sich mit dem Angebot der PV Anlage begnügt.
Als Spitzenlast Wärmeerzeuger würde ein Öl Brennwertkessel dienen.
Buderus hat hier die Kombination Luftwärmepumpe + KB 195 ( mit 15 KW)Ölbrennwertkessel , welcher als 2. Wärmeerzeuger via 0-10V Signal modulierend von der Wärmepumpe angefordert wird.

Eine Wärmepumpe als alleinige Wärmequelle würde ich ausschließen
 

t_kc

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Hi! Ich habe gerade nachgesehen - es sind 16 cm EPS Platten.
Welchen U-Wert die Fenster haben weiß ich jetzt nicht, es handelt sich jedenfalls um eine Dreifachverglasung. Man muss aber dazusagen, dass wir sehr viel Fensterfläche haben.
Bezüglich HWB: Ist das nicht so, dass dieser nur theoretisch erreich werden kann. Wenn wir z.B. durchlüften, bzw. eben Fenster in den Schlafräumen gekippt lassen, den Hund mehrmals am Tag durch die Terassentür aus- und einlassen diesen theoretischen Wert nicht erreichen können.
Ich dachte bis jetzt - und wurde meistens von vielen Leuten in meinem Denken bestätigt, dass 3.000 l pro Jahr für knapp 400 QM Wohnfläche ein recht ordentlicher Wert sind. Jetzt bin ich aber doch etwas verunsichert :(.

Also an die HT-Wärmepumpe die ich auch zur Warmwassererzeugung verwenden würde denke ich auch. Aber den eigentlichen Kesseltausch würde ich schon gerne vermeiden, da 1. der Kessel bestens funktioniert und zweitens ich dann wieder in ein System investieren würde, das fossile Brennstoffe benötigt.
 
Hausdoc

Hausdoc

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und zweitens ich dann wieder in ein System investieren würde, das fossile Brennstoffe benötigt.
Das wird auch so bleiben.
Jede Luftwärmepumpe braucht unterhalb des Bivalenzpunktes einen 2. Wärmeerzeuger , der heute üblicherweise ein E-Heizstab ist (unsinnigste Variante) - oder eben im besseren Fall ein Ölkessel oder Gastherme
 

t_kc

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Guten Morgen!

Okay - danke nochmals für die rasche Antwort.
D.h. du würdest mir eine HT-Wärmepumpe in Kombination mit einem Brennwertkessel empfehlen. Hast du da ein paar Produktempfehlungen (ausgenommen den Bruderus).
Mit meinem alten Kessel würdest du den Betrieb einer HT Wärmepumpe nicht empfehlen?

Zusätzlich zum Betrieb einer Wärmepumpe würdest du noch die Installation eines 2 KW Heizstabes empfehlen, über eine sehr einfache Steuerung über den WR zuschalten sollte?
Zur Info: Mir wurde die Installation eines Smartfox und zweier regelbarer Heizstäbe für ca. 2.600 € brutto angeboten. Diese Kosten habe ich so arg hoch empfunden, dass ich dann eben auf die Idee mit der Wärmepumpe gekommen bin.

LG
 
gesbb

gesbb

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....D.h. du würdest mir eine HT-Wärmepumpe in Kombination mit einem Brennwertkessel empfehlen.
Was könnte eine HT-Wp ?;) hier wirtschaftlich sinnvoll beitragen, außer zusätzlicher, wenig nutzvoller Investitionen?
Mehrere, meist deutlich unterschiedliche Wärmeerzeuger vom Betriebsverhalten, eine Anlage wirtschaftlich sinnvoll bedienen zu wollen, wird meist ein wirtschaftliches Groschengrab!
 

t_kc

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Somit ist aus eurer Sicht eine Invesition sinnlos. Was ich dabei aber nicht verstehe ist folgendes...
Ich habe jetzt einen Heizwärmebedarf, den ich über Heizöl stillen muss. Das Heizöl kostet mich in Österreich derzeit gute 75 Cent pro Liter.
Strom produziere ich am Tag selber. Bevor ich den Überschuß ins Netz einspeise, ist es aus meiner Sicht sinnvoller den Strom zu verwenden um zu heizen.
Klar kann ich den Strom jetzt eins zu eins über einen Widerstand verheizen - aber macht es nicht viel mehr Sinn eine Wärmpumpe zu verwenden.

Also, wenn ich meinen Heizölbedarf um die Hälfte reduzieren könnte, dann wären das rund 1.300 € pro Jahr Ersparnis....
 
gesbb

gesbb

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....Klar kann ich den Strom jetzt eins zu eins über einen Widerstand verheizen - aber macht es nicht viel mehr Sinn eine Wärmpumpe zu verwenden.
Prinzipell ist die Überlegung nicht verkehrt, aber:
Wenn in x,y Jahren Deine Ölheizung das Zeitliche segnet, was machst Du dann? Das grundsätzliche Problem ist damit nur in die Zukunft verschoben.
Dann hast Du eine uneffiziente WP, die den Gesamtbedarf nicht decken kann! Wodurch wird dann der Rest erledigt?
....Also, wenn ich meinen Heizölbedarf um die Hälfte reduzieren könnte, dann wären das rund 1.300 € pro Jahr Ersparnis....
Woher diese Vermutung, Spekulation?
 
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