neue Heizung für Altbau Haus

Diskutiere neue Heizung für Altbau Haus im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, bin neu hier, und beschäftige mich aktuell mit dem Thema Heizung - was gar nicht so leicht ist. Wir haben ein Altbau Haus (BJ ~1920), in...

Towy

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Hallo, bin neu hier, und beschäftige mich aktuell mit dem Thema Heizung - was gar nicht so leicht ist.
Wir haben ein Altbau Haus (BJ ~1920), in der aktuell mit Nachtspeicheröfen mit Außenfühler geheizt wird (ohne tagsüber nachheizen, eingebaut 1999).
Gasanschluss ist vorhanden - damit wird gekocht. Größere Kellerräume auch vorhanden. Schornstein auch.

Aktuell leben nur meine Eltern im Haus (Erdgeschoss) und wir in nen kleinen Hinterhaus (Rand-Info: hier verheizen wir ca. 10-11kWh zu zweit), wollen aber nach vorne ziehen und Etage 1 sowie Dachboden ausbauen lassen (gesamte Wohnfläche dann ca. 60m² pro Etage). Dabei soll auf dem Dachboden sowieso alles gemacht werden (von Fußboden, Elektrik, über Dach/Fenster, usw.) - sind da auch noch recht weit am Anfang der Planung.
Nun stehen wir auch vor der Frage: welche Heizung? Sollen wir weiter Nachtspeicheröfen nutzen und neue einbauen lassen?
Ich habe eher schlechte Erfahrung damit gemacht, gerade in den Übergangszeiten ist es mal zu warm, mal zu kalt - halt nicht wirklich regulierbar und sicherlich auch recht teuer.

Eigentlich wollte ich von Anfang an Gasheizung (evtl. mit Solarthermie) einbauen lassen - nun ist die Situation ja doch schwierig und gerade kam auch der Bescheid von Mitgas, das der Gaspreis teurer wird (über 13cent). Und das wird sicherlich nicht die letzte Erhöhung sein. Nun bin ich mir dessen unsicher geworden.
Aber egal was ich lese, ob Pellets, Wärmepumpe, Gas, Öl - alles wirkt zur Zeit so unsicher und fraglich wie sinnvoll es ist. Und Nachtspeicher wird ja allgemein sowieso verteufelt.

Was also tun? Was ist der nächste Schritt? Mit Fachleuten reden oder Angebote holen? Wird mir da nicht jeder was anderes erzählen, oder das gut reden, was er verkaufen will? Welche Daten brauch man um das sinnvoll einschätzen zu lassen!? Kurz gesagt: was sollte ich jetzt eurer Meinung nach als erstes machen?

Bitte nicht gleich in der Luft zerreißen, ich beschäftige mich noch nicht solange damit und versuche alles so nach und nach zu verstehen und richtig zu machen :D
 
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Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
"Wir-schaffen-das!"...aber das wird NICHT sehr einfach.;)
Wie ist denn der energetische Zustand, BJ der Fenster, Außendämmung was und wie stark? Ideal wäre halt immer Fußbodenheizung (überall!), denn die Heizkörper werden schon sehr groß.
 

Towy

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Die Fenster wurden zwecks Lärmschutz erneuert, das war 2005. Aber auch nur die auf der Nordseite (zur Straße). Denke Doppelglas(?) - drauf steht Kunte Glas, SSK III Silversttar 1.1 N AR. Die zur Südseite sind etwas älter, aber auch Doppelglas.

Außendämmung was und wie stark?
Das weiß ich leider nicht so richtig - ich vermute nix bis das nötigste?
Fürs Dach zumindest ist es diese Zwischensparrendämmung (die aber teilweise erneuert werden muss).

Ideal wäre halt immer Fußbodenheizung (überall!), denn die Heizkörper werden schon sehr groß.
Überall ist da so ne Sache - meine Eltern zB. sind sich absolut unsicher was es angeht. Ich würde ihre Wohnung natürlich direkt mitmachen, aber sie würden am liebsten die Nachtspeicher erstmal behalten - da wissen sie was sie jetzt zahlen und sind mit der Wärme zufrieden. Also egal was es neues werden wird, ich muss sie davon auch überzeugen oder es würde notfalls nur 1. Etage und Dachboden betreffen.
Wieso ist denn Fußbodenheizung immer am Idealsten? Und wäre sowas "problemlos" nachträglich einzubauen?

Danke schon mal für deine Antwort :)
 

Towy

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Sind das zu wenig Infos oder woran liegts das keiner mehr antwortet? :confused:
Ich kenn mich halt nicht so aus, gerade deswegen versuche ich mich überall zu informieren und zu erfahren, was am besten zu machen ist!
 

corsa

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Also prinzipiell kann es nur günstiger werden. Nachtspeicheröfen sind so ziemlich das teuerste was der Markt bietet. Sinnvoll wäre in meinen Augen einfach eine Gastherme einzubauen (Gas ist ja schon vorhanden ). Da wird man je nach Gegend so um die 10000 Euro liegen mit allem drum und dran. Das restliche Geld wird komplett in Dämmung / Sanierung gesteckt, denn nur das kann einen Verbrauch massiv senken. Im Zuge der Sanierung könnte man auch schonmal Leitungen vorsehen für eventuell spätere Erweiterung PV/Solar / Wasserkamin o.Ä.
Falls der finanzielle Aspekt keine Rolle spielt ist eigentlich alles möglich , auch WP
 

Heizi54

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Bei der Finanzplanung einer Gastherme für 10 k€ bitte nicht vergessen, dass gegenüber der jetzigen Elektroheizung noch Heizungsrohre und dann Heizkörper oder Fußbodenrohre eingebaut bzw. verlegt werden müssen.

Der wesentliche technische Vorteil einer Fußbodenheizung gegenüber Heizkörpern ist, niedrige Vorlauftemperaturen zu ermöglichen. Eine gute Wärmedämmung des Gebäudes vorausgesetzt, sind damit niedrige Vorlauftemperaturen von unter 40°C zu erreichen. Das ermöglicht den Einsatz einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe ist aus meiner Sicht das einzige Heizsystem, das derzeit mehr oder weniger uneingeschränkt empfohlen werden kann, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Es gibt auch eine Förderung durch den Staat.

Egal wie, ob Gasbrennwertheizung oder Wärmepumpe, aus deinem Altbau wird erst mal ein Rohbau, insbesondere beim Einbau einer Fußbodenheizung.

Vielleicht ist das bei dir jetzt die Gelegenheit, tabula rasa zu machen und auf Fußbodenheizung + Wärmepumpe umzusteigen, wenn finanziell möglich, - mit zusätzlicher Photovoltaik auf dem Dach.
 
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Towy

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Also prinzipiell kann es nur günstiger werden. Nachtspeicheröfen sind so ziemlich das teuerste was der Markt bietet.
Ist das denn wirklich so? Ich mein, als Beispiel für ein Reihenhaus (120m²) 17000kwh Gasverbrauch angegeben - wenn ich das auf die aktuelle Gaspreise (ab Juli) hier rechne, sind das ~2300€ im Jahr. Aktuell verbrauchen wir in ein 120m² ungedämmten "Hinterhaus" 10-11000kwh mit der Nachtspeicherheizung was ca. 2200€ im Jahr sind und da steht schon auf der Rechnung, das unser Verbrauch sehr hoch ist, im Vergleich zum Durchschnitt. Ist denn nun irgendwas falsch? Auf anderen Seiten finde ich noch wesentlich höhere Angaben für den Gasverbrauch.
Nachtspeicher haben ja als großen Vorteil auch, das sie so gut wie Wartungsfrei sind - das verursacht ja dann quasi auch keinerlei zusätzliche Kosten.
Also was übersehe ich da aktuell?

Sinnvoll wäre in meinen Augen einfach eine Gastherme einzubauen (Gas ist ja schon vorhanden ). Da wird man je nach Gegend so um die 10000 Euro liegen mit allem drum und dran. Das restliche Geld wird komplett in Dämmung / Sanierung gesteckt, denn nur das kann einen Verbrauch massiv senken.
Sowas in der Art wäre auch mein Gedanke gewesen - aber jetzt steigt der Gaspreis und auch politisch scheint man sich eher von Gas distanzieren zu wollen.
Ist das nun trotzdem noch sinnvoll? Ja ich weiß, keiner kann in die Zukunft schauen, aber irgendwie weiß man zur Zeit nicht wirklich was aus Gas als Heizträger wird.

Egal wie, ob Gasbrennwertheizung oder Wärmepumpe, aus deinem Altbau wird erst mal ein Rohbau, insbesondere beim Einbau einer Fußbodenheizung.
Der nachträgliche Einbau von Fußbodenheizung gestaltet sich ja vorallem dann im unteren und mittleren Geschoss schwierig, denn nur auf den Dachboden der ausgebaut werden soll, müsste der Boden ja komplett mitgemacht werden. Wäre es da sinnvoll, z.b. im ausgebauten Dachboden FBH zu installieren und im restlichen Haus Heizkörper? Oder macht man das aus irgendeinen Grund nicht?
 
tricotrac

tricotrac

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aber jetzt steigt der Gaspreis und auch politisch scheint man sich eher von Gas distanzieren zu wollen.
Aber man wird mindestens noch zehn (eher mehr) Jahre brauchen um den Altbaubestand umzurüsten. Das könnte Herr Habeck mal besser bezuschussen, wie die E- Autos, die keiner haben will. Wenn der Subventionsdrang schon so groß ist. Die Ladeinfrastruktur ist hinkt ja auch immer noch meilenweit hinterher.
 

corsa

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Also was übersehe ich da aktuell?
Wenn du 11000kwh Strom zum heizen brauchst, brauchst du auch nur 11000kwh Gas. Du rechnest einmal mit deinem realwert( Strom) und einmal mit irgendwelchen Durchschnittsverbräuchen aus dem Netz. Zudem ist (bzw. war , ich habe aktuell die Preisänderungen im Energiesektor nicht genau im Kopf) Strom ca 5-6 mal teurer pro kWh.
 

Towy

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Wenn du 11000kwh Strom zum heizen brauchst, brauchst du auch nur 11000kwh Gas. Du rechnest einmal mit deinem realwert( Strom) und einmal mit irgendwelchen Durchschnittsverbräuchen aus dem Netz. Zudem ist (bzw. war , ich habe aktuell die Preisänderungen im Energiesektor nicht genau im Kopf) Strom ca 5-6 mal teurer pro kWh.
Achso also kann man problemlos 1kwh Strom mit 1kwh Gas vergleichen? Dann wäre es natürlich billiger ( Strom aktuell bei uns ca. 21cent und Gas ca. 13-14cent).

Wir werden uns nächste Woche auf jeden Fall auch schon mal ein Termin bei einer Baubetreuung holen, dort haben sie auch ein Energieberater. Bin mal gespannt wie schnell wir ein Termin bekommen und was sie dann so sagen…
 
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