nach hydr. Abgleich" keine gewünschte Temperatur

Diskutiere nach hydr. Abgleich" keine gewünschte Temperatur im Regelungstechnik Forum im Bereich Regelungstechnik / Erneuerbare Energien; Hallo zusammen, ich suche nach einer argumentativen Unterstützung für folgendes Problem. Wir haben eine geregelte Solewärmepumpe mit...

Supinerd

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Hallo zusammen,

ich suche nach einer argumentativen Unterstützung für folgendes Problem.

Wir haben eine geregelte Solewärmepumpe mit Fussbodenheizung ohne Pufferspeicher. Unser Heizungsbauer hat, nach seiner Angabe, den hydraulischen Abgleich rechnen lassen und dann bei uns eingestellt.
Unser Bad wurde im Winter trotzdem nie mehr als 20° warm. Hingegen das Wohnzimmer wohlige 23 erreichte. ERR habe ich alle offen.

Der Vorschlag ist nun, die Heizkurve anzuheben und die "Regelung" nur über die "zudrehenden ERR" erfolgen zu lassen. Das resultiert dann aber in ein stetiges Ein-/Ausschalten der WP, was schlecht für die Lebensdauer der Pumpe ist.

Aus meiner Sicht müsste bei erhöhter Temperatur der hydraulische Abgleich neu gerechnet und dann eingestellt werden.

Liege ich mit dem was ich geschrieben habe richtig? Habt ihr eine Hilfe oder ein Argumentationsmittel, mit dem ich meinem Heizungsbauer "beweisen kann", dass die ERR-Variante einfach nicht Stand der Technik ist?

Besten Dank und ich hoffe diese nervenaufreibende Geschichte ist bald geklärt.
 

KarlZei

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Der Vorschlag ist nun, die Heizkurve anzuheben und die "Regelung" nur über die "zudrehenden ERR" erfolgen zu lassen
Das ist eher energetischer Unsinn und ändert am grundlegenden Problem nichts.
Aus meiner Sicht müsste bei erhöhter Temperatur der hydraulische Abgleich neu gerechnet und dann eingestellt werden.
Sinnvoller wäre es, weil er nicht passt, den derzeitigen hydraulischen Abgleich zu korrigieren bzw. zu optimieren. => Thermischer Abgleich.
 

Supinerd

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Hallo KarlZei,

Danke für deine Antwort. Dann liege ich mit meinem Halbwissen also richtig, allein der Heizungsbauer möchte das nicht einsehen. Gibt es dazu irgendwelche Vorgaben, so wie der VDE Vorgaben für die Elektroinstallation macht?

Danke
 

KarlZei

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Mir sind keine wirklichen bekannt. Nur eben, dass er in der Regel gemacht werden muss.

Theoretisch müssten mit den Daten des Abgleichs alle Räume mit der berechneten Pumpeneinstellung und Heizkennlinie die gewünschte Temperatur erreichen und diese nicht nennenswert über-/unterschreiten. Ich glaube aber nicht, dass das klappen kann, weil es immer einige Dinge gibt, die man abschätzen muss. Es muss daher nach meiner Überzeugung immer eine spätere Feinjustierung (= thermischer Abgleich) erfolgen. Das ist aber eine langwierige Geschichte, die schon mal ne Woche oder so dauern kann. Das kann kein Heizungsbauer leisten und man kann es vermutlich auch nicht bezahlen, wenn man es den Heizungsbauer machen lässt.
Nach meiner Bewertung ist er raus, wenn er den berechneten Abgleich umgesetzt hat - es sei denn, er selbst hat berechnet und hat Fehler bei dieser Berechnung oder gar bei der Installation der Anlage gemacht.

Geht es um einen Neubau oder wurde 'nur' die Heizungsanlage (teilweise) erneuert?
 

Supinerd

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Es handelt sich um einen Neubau.

An der Berechnung hab ich schon mal bedenken geäußert, weil die Kreise, die in der ersten Version aufgeführt waren, bei mir im Haus teilweise gar nicht existiert haben. Die Längen der Kreise von dem aufgeschriebenen in den Heizkreisverteilerkästen abweicht und die Flächen nicht korrekt angegeben waren.
Die zweite Version war schon näher an der Realität, aber aus meiner Sicht immer noch nicht wirklich präzise. Das wurde dann mit der Ungenauigkeit der Ventile als "Normal" argumentiert.
 
Hausdoc

Hausdoc

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An der Berechnung hab ich schon mal bedenken geäußert,
Leider werden diese Abgleiche mit minimalistischen Wassermengen berechnet - schlecht für Wärmepumpen.

Dreh einfach den Kreis fürs Bad etwas weiter auf . Da da jetzt 1 l/ min durchlaufen auf 1, - 2 l/min. Fertig
 

KarlZei

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Die zweite Version war schon näher an der Realität
Nach dem, was man so in den Foren o.ä. lesen kann, ist die nachträgliche Feineinstellung die Realität ;-)
Ich würde mich diesbezüglich schlau machen und mit dem thermischen Abgleich anfangen, wenn es wieder kälter wird. Bis dahin könnte man tatsächlich, wie oben angesprochen, einfach ein wenig mehr im Bad aufdrehen; ggf. parallel im Wohnbereich etwas runter regeln und den Volumenstrom leicht erhöhen.
 

Supinerd

Threadstarter
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Das hab ich oben vergessen zu schreiben, die zwei Kreise für das Bad sind GANZ offen. Das hat mir ein Grad von 19 auf 20 gebracht. Der Abstand der Rohre ist schon eng gewählt also 5-7 cm. Auf mein Bitten hin, hat der Monteur auch unter der Badewanne die Rohre verlegt.

Mein Vorgehen wäre jetzt, dass ich die Heizkkurve anhebe (im Winter, alle ERR offen) bis ich im Bad ca 22 /23° habe. Dann würde ich die Kreise der anderen Zimmer, die dann zu warm geworden sind viertel-/halbumdrehungsweise runter drehen. Um nach ein/zwei Tagen die Auswirkung zu überprüfen.
Meine ERR melden die Temperatur stetig an meinen Server, so dass ich den Einfluss gut erkennen kann.

Ist das Vorgehen OK, oder sollte man mit den vergessenen Zusatzinfos noch mal etwas vom Heizungsbauer erbitten?

Danke
 

KarlZei

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Mein Vorgehen wäre jetzt, dass ich die Heizkkurve anhebe (im Winter, alle ERR offen) bis ich im Bad ca 22 /23° habe. Dann würde ich die Kreise der anderen Zimmer, die dann zu warm geworden sind viertel-/halbumdrehungsweise runter drehen. Um nach ein/zwei Tagen die Auswirkung zu überprüfen.
Grundsätzlich ist das ok. Aber ev. kann man sich den Teil mit der Heizkurve zunächst ersparen. Wenn andere Zimmer (leicht) gedrosselt werden, sollte das Bad automatisch mehr Wärme abbekommen, wenn der Gesamtvolumenstrom unverändert bleibt. Aber das hängt auch von der Hydraulik der Anlage ab. Einfach ausprobieren ;-)
 

Jnnk

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Wie viel Wohnfläche hängt denn dort dran über 350 m2 oder warum ist die Wärmepumpe so groß gewählt worden ?
 

Supinerd

Threadstarter
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Beheiztefläche: ca 200 qm
Die Frage hab ich auch, leider zu spät, gestellt (Fertighaus), als die Heizung schon im Keller stand. Die Rechtfertigung ergibt sich, laut Heizungsbauer aus der Heizlastberechnung. Aber an dieser Diskussion mag ich nicht mehr anknüpfen. Man merkt vielleicht, welche "Leidensgeschichte" ich mit diesem Handwerker schon hinter mir habe.
 
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