Mehr Brennstoffbezug trotz weniger Verbrauch?

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Sculan

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Moin Moin,

evtl. liege ich hier komplett daneben, aber ich wäre sehr an fundierten Meinungen zu einem Fall interessiert.

Ein Haus verbrauchte im Jahre 2008 (Mehrparteien) folgendes (gerundet):

16400 m³ Erdgas zu 10,50 kWh bei 2100 Stricheinheiten und 400 m³ Warmwasser

Selbiges Haus verbrauchte 2009 folgendes (gerundet auf 100er Stelle):

19700 m³ Erdgas zu 10,00 kWh bei 1700 Stricheinheiten und 400 m³ Warmwasser

Nach meinem Verständnis ist es nicht möglich, rund 20 % mehr Brennstoff zu verbrauchen, wenn der eigentliche Verbrauch für die Heizungen um 20 % gesunken ist.
Bevor ich jedoch damit einen Anwalt beauftrage, wollte ich vorher hier nachfragen, ob ich einen Denkfehler oder Fehler im technischen Verständnis gemacht habe.

Vielen Dank im Voraus für die Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
 
Hausdoc

Hausdoc

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Die Stricheinheiten auf den Heizkostenverteilen hat nichts mit einer bestimmten Wärmemenge zu tun.

Sie teilen die Gesamtwärmemenge nur prozentual auf.

Da dies keine geeichten Messgeräte sind, liegt logischerweise im gewissen Bereich ein "Beschiss" vor.
Da dieser Beschiss aber bei allen Mietparteien absolut identisch ist , ist eine genaue Aufteilung der Heizkosten möglich.

Der Mehrverbrauch an Gas liegt am langen Winter 2009/2010.

Du brauchst also keinen Anwalt. Daß du unterm Strich mehr bezahlen must ist Rechtens und liegt wie gesagt am langen Winter als auch von den teureren Brennstoffkosten (Ökosteuer..)
 

Sculan

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Vielen Dank für die Erläuterung.

Allerdings ist mir nun noch eines nicht ganz klar, laut Internet funktieren die Verdunster so:
"Je heißer die Heizkörperoberfläche wird und je länger diese Wärme auf die gefüllte Messampulle einwirkt, desto größer wird die Menge der verdunsteten Flüssigkeit."

Müsste dann nicht doch, wenn ein langer Winter war und die Bewohner mehr geheizt haben auch mehr Stricheinheiten verbraucht worden sein, da ja mehr Flüssigkeit aus den Verdunstern ausgetreten ist? Oder wo ist jetzt dort mein Denkfehler?

Die Abrechnung betrifft den Winter 2009 und der war meines Wissens nach gar nicht mal so lang.

Mich interessiert genauer gesagt der physikalischen Zusammenhang in diesem Kontext, denn irgendwo muss der Mehrverbrauch an Wärme ja hin, wenn er nicht in den Stricheinheiten landet.

Mit freundlichen Grüßen
 
Hausdoc

Hausdoc

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Müsste dann nicht doch, wenn ein langer Winter war und die Bewohner mehr
geheizt haben auch mehr Stricheinheiten verbraucht worden sein, da ja
mehr Flüssigkeit aus den Verdunstern ausgetreten ist? Oder wo ist jetzt
dort mein Denkfehler?
Wie gesagt sind diese Dinger nicht geeicht.

Im Prinzip funktionieren die Dinger so wie du es beschrieben hast.
Nur: Blaue Messflüssigkeit verdunstet schneller als Gelbe oder Rote oder Grüne - oder auch umgekehrt...... (das sollte nur beispielhaft zu verstehen sein.

Der Mehrverbrauch kommt wirklich vom längeren Winter (mehr Heiztage)

Es gibt keinen physikalischen Zusammenhang zwischen Gasmenge und Einheiten der Heizkostenverteiler.
Du hast im Übrigen mal ein Infoblatt deines Messdienstes bekommen- da wurde das auch erklärt.

Noch was: Du kannst deine Heizkostenabrechnung nicht mal juristisch anfechten. Dazu bräuchtest du geeichte Wärmemengenzähler!
 

michi930

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Die Menge des Brennstoffverbrauchs kann nicht zu 100'% in Relation zu den Einheiten von Heizkostenverteilern bewertet werden. Auch nicht, wenn geeichte Wärmezähler montiert sind.

Die gelieferte Menge an Erdgas wird nicht nur als Heizenergie sondern oft auch zur Erwärmung des Warmwasser benötigt. Hier werden bereits zwischen ca. 10% bis ca. 40% "verbraten". Des Weiteren hat eine Wohnanlage auch meisten beheizte Gemeinschaftsräume (Waschkeller) welche gemäß Heizkostenverordnung nicht gemessen werden müssen. Wenn hier also ein Heizköprer voll aufgedreht ist, würde sich dieser Verbrauch auf keinem Messgerät finden.

Gruß, Michael Witter
http://www.witter.de/lexikon/uebersicht.html
 
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