MAG-/Anlagendruck: Absolut- oder Überdrücke?

Diskutiere MAG-/Anlagendruck: Absolut- oder Überdrücke? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo zusammen, ein MAG ist werkseitig mit einer Stickstoffvorlage zu einem bestimmten Druck befüllt (z.B. 2,5bar). Eine angeschlossene Anlage...

bendo

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Hallo zusammen,

ein MAG ist werkseitig mit einer Stickstoffvorlage zu einem bestimmten Druck befüllt (z.B. 2,5bar). Eine angeschlossene Anlage enthält ein Manometer (Messbereich z.B. 0-10 bar), das ebenfalls einen konkreten Druck anzeigt.
Frage: Handelt es sich hierbei um Absolut- oder Überdrücke?

Hintergrund: Ich möchte abschätzen, wieviel Flüssigkeit sich im MAG bei einem konkreten Anlagendruck befindet. Das Prinzip ist: Bei Anlagendruck>MAG-Druck wird solange Flüssigkeit in das MAG geschoben (bzw. das N2-Polster zusammen gedrückt), bis ausgeglichene Druckverhältnisse vorliegen (Berechnung: p*V=const.). Für eine Berechnung ist entscheidend ob auf den beiden MAG-Membranseiten nun die angegebenen/abzulesenden Werte lasten oder zusätzlich der Luftdruck von 1bar einberechnet werden muss (bzw. eigentlich ist es nur dann entscheidend, wenn auf der einen Seite von Über-, auf der anderen Seite von Absolutdrücken gesprochen wird).

Danke und Grüße,
bendo
 

KarlZei

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Handelt es sich hierbei um Absolut- oder Überdrücke?
Typischerweise Druck relativ zur Umgebung, also relativ zum atmosphärischen Druck am Messort.
Einfach mal Druck von der Heizung ablassen und testen. Wenn der Druck unter 1 bar fällt, liegt es nicht daran, dass die Heizung ein Vakuum erzeugt ;-)
 
socko

socko

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Bei korrekt angelegtem Druck befindet sich je zur Hälfte Wasser und "Gas" im MAG. Das bedeutet MAGinhalt : 2 = Wassermenge
 

bendo

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Hallo,

Typischerweise Druck relativ zur Umgebung, also relativ zum atmosphärischen Druck am Messort.
Einfach mal Druck von der Heizung ablassen und testen. Wenn der Druck unter 1 bar fällt, liegt es nicht daran, dass die Heizung ein Vakuum erzeugt ;-)
das passt nicht ganz zusammen ;) Wenn der Druck relativ zum atmosphärischen Druck am Messort gemessen wird, dann ist es Überdruck (s.a. "ThW"). D.h. das Messgerät zeigt 0 bar an, wenn man es aus dem Lager holt und > 0bar, solange noch "Überdruck" herrscht. D.h. die Heizung erzeugt erst dann ein Vakuum (=Druck < Atmosphäre; Achtung: möglicher Lufteintrag!) wenn der Absolutdruck in der Heizung <1bar, bzw. das Manometer <0bar fällt...

Bei korrekt angelegtem Druck befindet sich je zur Hälfte Wasser und "Gas" im MAG. Das bedeutet MAGinhalt : 2 = Wassermenge
Was hat es damit auf sich? Wenn ich das richtig verstanden habe dient eine gewisse Füllmenge (in deinem Bsp = 1/2 x Volumen MAG) dazu, dass die Anlage keinen Unterdruck zieht, wenn diese befüllt wurde und nachträglich die Temperatur des Mediums noch einmal fällt (es soll Ausgleichsmedium zur Verfügung stehen).

Gruß, bendo
 

bendo

Threadstarter
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Nachtrag: In der Diskussion um MAG-Werksdruck, Manometerdruck etc. ist das Thema Über- oder Unterdruck meistens nicht relevant, da es meistens nur auf die Differenz ankommt, die dann unabhängig vom Bezugspunkt ist.

Relevant wird das Thema in der Beurteilung von Siedezuständen:
Bsp., wird für ein Wärmeträgermedium in einer STA eine Siedetemperatur von 124°C bei einem Siededruck von 2,0 bar angegeben. Hier handelt es sich allerdings um eine Angabe in "Absolutdruck"! D.h. ein Manometer (das "Überdruck" misst), muss lediglich 1,0 bar anzeigen (ggf. geodätische Höhe hinzuaddieren), wenn bei 124°C erst der Siedezustand erreicht werden soll.

Gruß, bendo
 

KarlZei

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das passt nicht ganz zusammen
Das passt schon und ist auch physikalisch korrekt. Überdruck ist nur ein Spezialfall von Relativdruck. Und ja, in der Heizungsanlage kann es bei falscher (Druck-) Auslegung auch einen negativen Relativdruck geben.

In der Diskussion um MAG-Werksdruck, Manometerdruck etc. ist das Thema Über- oder Unterdruck meistens nicht relevant, da es meistens nur auf die Differenz ankommt, die dann unabhängig vom Bezugspunkt ist.
So einfach ist das nicht. Sobald sich die Umwälzpumpe dreht, wird es kompliziert und allein die am Manometer gemessenen Werte reichen nicht aus, um das Wasservolumen im MAG abzuschätzen. U.a. müssen neben der Temperatur auch Pumpenkennlinie sowie Einbauorte von Manometer und MAG berücksichtigt werden.
 
Thema:

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