Lohnt es sich Ersatzteile zu „Bevorraten“ , wenn ja welche?

Diskutiere Lohnt es sich Ersatzteile zu „Bevorraten“ , wenn ja welche? im Allgemeine Fragen Forum im Bereich Heizungshersteller; Hallo, ich habe mich hier angemeldet, um Meinungen/Tipps zu einem Problemchenzu bekommen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Heizung o.ä. für...

dema

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Hallo,


ich habe mich hier angemeldet, um Meinungen/Tipps zu einem Problemchenzu bekommen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Heizung o.ä. für mich,
sondern um die Heizung im (Zweifamilien)Haus meiner schon recht betagten Eltern.
Im Moment leben sie allein im Haus, die zweite Wohnung ist nicht vermietet.Diese haben in Ihrem Haus eine Heizung der Firma Vaillant, auf dem Typenschild
steht VKS 26/4-2 XEU, Bj. 1993. Meine Eltern lassen die Heizung jedes Jahr im Herbst warten und der Schornsteinfeger kommt auch regelmässig um die Messungen zu machen. Letztens hatten sie ein Gespräch mit ihrem Heizungsbauer, er empfahl Ihnen die Heizung zu erneuern (z.Bsp. die Vaillant VC 266/5-5).
Diese hat natürlich Ihren Preis, ca. 7000-8000 Euro könnte es kosten. Eher mehr. Im Widerspruch steht aber die Aussage der Fa., die Heizung ist sehr robust und Ersatzteile gibt es auch noch.
Da wären wir schon bei der Fragestellung: meine Eltern scheuen sich - auch auf Grund des Alters und als Rentner nicht so guten finanziellen Lage die Kosten zu stemmen. Ich und meine Geschwister wohnen (leider) zu weit weg um selbst dort zu wohnen.

Also – lange Rede, kurzer Sinn: wäre es sinnvoll, günstig Ersatzteile zu kaufen und vorsichtshalber zu „bevorraten“. Wenn ja, was würden Sie da empfehlen für den Heizungstyp? Über das Internet könnte man doch sicherlich an günstigen Teilen kommen. Es klingt wirklich saublöde, aber am Ende ist es nicht für ewig :(. Irgendwann muss erneuert werden.
 
ThW

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Moin

wäre es sinnvoll, günstig Ersatzteile zu kaufen und vorsichtshalber zu „bevorraten“
Nein.
meine Eltern scheuen sich - auch auf Grund des Alters
Besser jetzt und Ruhe für die nächsten Jahre. Die Situation wird in ... 5 Jahren ... nicht besser sein. Zumal mis Jahresende noch 3 % "im Sack". ;)


LG ThW
 
Dr Schorni

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dema

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Hallo,

danke für Ihre Antworten, diese sind ja sehr deutlich :)
Im Prinzip haben Sie recht – nach McMurphy geht immer das Falsche kaputt, das ist bei unseren PCs auch immer so.

Aber etwas anderes zu den von Ihnen vorgeschlagenen Heizungen: ich habe inzwischen mit meinem Vater telefoniert und noch ein paar Daten. Normalerweise haben sie immer so ca.2800m³ Gas verbraucht, im letzten Jahr weniger, da die andere Wohnung leer stand. Das Haus hat je Etageca. 80m² Wohnfläche und das Dachgeschoss (ausgebaut/gedämmt) nochmal ca.60m². Da Gästezimmer drin, wenn wir zu Besuch sind.

Warum ist die Heizung überdimensioniert? Kann man bei den neuen Thermen mit der Leistung runtergehen? Warum meint der Heizungsbauer, das die neue Heizung auch so eine hohe Leistung braucht?

Die Therme (206/5-5) hab ich mir mal angeschaut, wenn ich den Keller so vor Augen habe, müsste sie eigentlich reinpassen
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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Warum meint der Heizungsbauer, das die neue Heizung auch so eine hohe Leistung braucht?
Aus reiner DUMMHEIT, fachlicher Unfähigkeit und Intelligenz-Verweigerung.
Später genaueres mehr. Welches Baujahr ist denn das Haus, gabs energetische Verbesserungen seit dem? Kurz-Formel: Gasverbrauch : 2500 = benötigte Leistung.
 

Heizi54

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Wenn ich lese: „Betagte“ Eltern, „nicht so gute finanzielle Lage“, dann würde ich die Frage - neue Heizung ja oder nein – in jedem Fall differenziert beantworten.

Variante 1: Bei „betagt“ gehe ich davon aus, dass die Nutzungsdauer der neuen Heizung durch deine Eltern zeitlich limitiert sein dürfte, die Amortisierung der Investition für die Eltern ist damit unwahrscheinlich. Es kommt hinzu, dass man, wie du schreibst, eine offensichtlich bewährte Heizung ersetzt. Neue Heizungen haben meistens neue Steuerungen, mit denen viele Privatpersonen nicht zurechtkommen, zumal dann, wenn sie betagt sind. Es könnte im konkreten Fall natürlich auch anders sein. Der Heizungsbauer selbst kennt sich mit den Grundeinstellungen der neuen Heizung aus, hat aber typischerweise keine Zeit, für optimale Einstellungen und damit höchste Effizienz, so dass die in Aussicht gestellten Energieeinsparungen in Praxis nicht eintreten. (Ich denke da an einen guten Bekannten, der über 20000 Euro in seine neue Heizung gesteckt hat und jetzt ca. 120 Jahre alt werden müsste, damit sich die Sache rechnet. Die Frau wollte halt eine neue Heizung, die Heizungsbauer immer.)
In deinem Fall sieht die Sache vermutlich eher noch schlechter aus, da eine Wohnung unbewohnt ist.
Tipp am Rande: Auf keinen Fall jetzt vermieten.

Bei der zweiten Variante, der Beibehaltung der alten Heizung inkl. Ersatzteilbevorratung, müsste sich jemand, vermutlich du, intensiv damit beschäftigen, welche Ersatzteile eine gewisse Ausfallwahrscheinlichkeit haben. Außerdem, Ersatzteile, die du im Internet günstig einkaufst, wird dir dein Heizungsbauer vermutlich nicht einbauen (mein Heizungsbauer macht das nicht, was ich verstehen kann). Du müsstest das vorher mit ihm abklären und evtl. die Ersatzteile über ihn kaufen.
Außerdem, wenn Ersatzteilbevorratung, dann konsequent. Das kostet dann schon viele Hunderter. Ich denke eher an 4-stellige Beträge, wobei ich aber das Vaillant-Gerät nicht kenne.
Am besten rechnet sich die Variante 2 in dem Fall, wo ein versierter Hobby-Schrauber nicht nur die Ersatzteile kauft, sondern bei Bedarf auch von heute auf morgen einbaut.

Generell: Modernisierungen an Häusern mit zeitlich kurzem Abstand zu einem Verkauf sind in der Regel rausgeschmissenes Geld.
Der Käufer meines Elternhauses hatte nach dem Kauf sinnvollerweise eine „Komplettsanierung“ machen lassen: Wärmedämmung, neue Fenster, Haustür, Fußböden, gesamte Elektrik (da altes Zweidrahtsystem, 1965 noch üblich), neue Wasserleitungen neue Abwasserleitungen, neue Drainage, neues Dach, usw.; natürlich dann auch eine neue Heizung, inkl. Rohre und Heizkörper. Alles andere wäre bei einem Haus, das über 50 Jahre alt ist, auch russisch Roulette.
 

dema

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@Schorni:
Gasverbrauch : 2500 = benötigte Leistung ??? Das wären doch bei 2800m³ : 2500 nur 1,12 Kw?

Ansonsten ist das Haus ca. 120 Jahre alt und gut in Schuss. Es wurde vom Großvater gekauft und umgebaut (war Maurer). Mein Vater (Maler von Beruf) hat immer am Haus weiter gewerkelt-Handwerker eben.
Bin zwar selbst nicht unbegabt, bin aber (leider) kein Handwerker auch meine Schwestern nicht. Lt. Vater hat das Haus im EG ca. 48er Wände, 1.OG 36er und oben 24er. Eine Dämmung ist nur im ausgebauten Dachgeschoss und im darüberliegenden restlichen Spitzdach. Die Fenster sind alle im Jahr 2000 gewechselt wurden.ich glaube k-wert 1,1. Das Haus wurde da auch frisch verputzt.

@Heizi54
ja die Eltern gehen auf die 80 zu. Eigentlich sind wir uns einig, das wir nicht verkaufen wollen.
Eventuell erstmal vermieten und dann vielleicht zieht dann doch in ein paar Jahren einer von uns Nachkommen wieder ein. Wir sind unter uns zum Glück einig, es gibt keine Streitigkeiten usw.
 
Dr Schorni

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@Schorni:
Gasverbrauch : 2500 = benötigte Leistung ??? Das wären doch bei 2800m³ : 2500 nur 1,12 Kw?
Da hab ich mich wohl um ne Null tervippt. Die genaue Formel ist:
Energieverbrauch in kWh / Soll-Brennstunden eines passenden Kessels incl WW-Bereitung = Nennleistung des "passenden" Kessels in kW
Wobei 1m³ Gas ca 10kWh hat, daher die Zehner-Differenz. Das macht dann hier:
28 000kWh / 2500 oder 2200h = 11 -13 kW Heizlast (Wärmebedarf), Kesselleistung.
Der Verbrauch ist für DEN Baustandard aber schon fast ungewöhnlich niedrig. Entweder ist da viel Leerstand oder starke Teil-Beheizung oder erfolgt die WW-Bereitung anderweitig oder gibts noch ne Zusatz-Feuerstätte?
Dann sind auf jeden Fall die neuen Fenster vom Dämm-U-Wert schonmal besser als die Wände und dem DG tut die Dämmung auch im Sommer ganz schön gut.
Ich bin natürlich Brennwert- und Modernisierungs-Fetischist, möchte aber fairerweise sagen: der VKS ist ein sehr guter und robuster Kessel, alles sehr überschaubar und in den Messwerten auch heute noch sagenhaft gut, meist nur 5-7% Abgasverlust (Grenzwert 10%) und auch sonst recht wenig Ausfall oder Mängel.
 

Heizi54

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ja die Eltern gehen auf die 80 zu. Eigentlich sind wir uns einig, das wir nicht verkaufen wollen.
Eventuell erstmal vermieten und dann vielleicht zieht dann doch in ein paar Jahren einer von uns Nachkommen wieder ein. Wir sind unter uns zum Glück einig, es gibt keine Streitigkeiten usw.
Wenn das Haus nicht verkauft werden soll und man selbst die Qualitäten des eigenen Elternhauses kennt und bereit ist, über gewisse Schwächen hinwegzusehen, könnte man vielleicht in dem alten Haus glücklich werden, auch ohne große Investitionen.

Soll das Haus allerdings vermietet werden, sind drei einfache Faktoren maßgeblich: Die Lage, die Lage und die Lage.
Das heißt: Steht das Haus in einer attraktiven Stadt, könnten sich auch größere Investitionen rechnen, auf dem Lande, wo ohnehin fast überall Wohnraum leer steht, eher nicht.
 
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dema

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@Schorni
ja es gibt noch zwei zusätzliche Feuerstätten u.zw. in jeder Wohnung d.h. jeweils ein Kaminofen
im Esszimmer, da wird bei Kälteren Temperaturen immer mit Holz geheizt und wenn man die Türen auflässt,
dann reicht es auch noch für die danebenliegende Küche. es wird eigentlich nur im WZ u.Bad bisschen mehr
geheizt, im SZ ist es eher immer kühl. Und im DG sowieso nur "Mindesttemperatur, außer es ist jemand zu Besuch.

Ich könnte mir ja mal die letzten Messwerte schicken (Mail) lassen, vielleicht köannst Du? da was rauslesen.
Von großen Reparaturen weiss ich nichts, nur Kleinigkeiten bei der Wartung und ein nach außen verlegtes Ausdehnungsgefäß, da das andere defekt war.

@Heizi54
das Haus steht schon in einer ganz guten Lage (in Thüringen am Stadtrand eine mittelgroßen Stadt), aber Verkauf steht noch nicht zur Debatte.

Im Grunde sind eure Aussagen so zu bewerten, die Heizung ist noch gut,kann noch lange halten, Ersatzteile gibt es noch und es lohnt sich nicht welche vorzukaufen.
Persönlich tendiere ich zu einer neuen Brennwerttherme, auch weil es technisch besseres ist, und auch Einsparungen möglich sind, sowie nur 16% Märchensteuer und Gas wird wegen CO2 nächstes Jahr teurer.
Ich werde da wohl Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Was würdet Ihr also für eine Therme in Bezug auf dem Verbrauch / m² usw. empfehlen, die gut und vielleicht nich so teuer ist oder gleich die emfpohlenen Vaillanttherme?

Und worauf darf mann eine Therme montieren? Die Kellerwand ist bisschen uneben,könnten wir da ein Metallgestell hinbauen und darauf eine dicke Spanplatte, wo die Therme befestigt wird?
 
Dr Schorni

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immer ganz tief drin
und ein nach außen verlegtes Ausdehnungsgefäß, da das andere defekt war.
Ganz typischer Ausfall, aber auch üblich-typische richtige Lösung, das verbleibt dann nämlich so an der Anlage.
Kann man abschätzen wieviel Holz man verbraucht? Das geht ja dann in die "Heizenergie-kWh" mit ein und beeinflusst die erforderliche Leistungsgröße. An sich reicht vom GASverbrauch her die 15kW-Größe.
Wobei ICH trotzdem den bodenstehenden VKK Kessel präferieren würde, zumal wenn die Wandmontage eh etwas unklar scheint. Denn es gibt mit Sicherheit jetzt schon ein Kesselpodest, was macht man mit DEM wenn es ein Wandgerät gibt? Meist ist das ja eingefliest oder ergäbe bei Demontage eine Stolperstelle oder Loch im Boden. Der VKK ist quasi plug-and-play, da muss dann an den Heizungs- und Gas-Rohren einschließlich Schornsteinanschluß kaum was geändert werden: hinstellen, anschließen, fertig, den Speicher form-schön und form-schlüssig daneben, DAS gibt ein schönes Bild. Und ein "richtiger" Kessel ist einfach robuster, grad in einer älteren Anlage mit evtl Schlammeintrag (ja, es muss gespült werde, aber trotzdem) wäre DAS meine Wahl, da ihn sowas einfach nicht juckt, weil ers schluckt.
 

dema

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@Schorni
ich kann leider nicht sagen, wieviel Holz verbraucht wird.
Aber ist es nicht besser oder sogar richtiger, wenn man die Sache so betrachtet, als wenn gar keine Öfen/Kamine vorhanden wären? Theoretisch könnte das Holz alle sein, man kann aus anderen Gründen nicht Heizen usw. usw.

Naja, bzgl. der Wandmontage gibt es bestimmt einen Weg. Es ist richtig, jetzt steht der Kessel am Ende des (alten) kleinen Kellerraum auf einen Sockel, daneben der WW Speicher (Größe???). Aber der VKK hat doch lt. Angabe nur 100lt. WW, reicht den das für zwei Bäder mit Wanne und Dusche? Denn auch hier müsste doch sicherlich so gerechnet werden, das die Wohnungen mit, ich sage mal jeweils Zwei Personen belegt sind. Dann kann doch auch zeitgleich "viel" WW benötigt werden. Und dann?

Ich habe mal bei der Seite Heiz*******.de gestöbert, da gibt es größere Speicher. Wenn es zu einem Umbau kommen sollte, gewinnt man doch Platz mit einer Therme und eine Speicher, dann wäre es nicht so beengt. Was natürlich auch bei der VKK der Fall wäre.
 
Dr Schorni

Dr Schorni

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immer ganz tief drin
wenn man die Sache so betrachtet, als wenn gar keine Öfen/Kamine vorhanden wären?
Genau. DAS sehe ich auch so und möchte ich so machen. Deshalb wird der Holzver-brauch quasi in Gas/kWh umgerechnet, deshalb ja die "Welt-Formel" mit dem kWh Verbrauch zur Ermittlung der neuen passenden Leistungsgröße für Allein-Versorgung.
wenn gar keine Öfen/Kamine vorhanden wären?
Apropos...ALARMALARM! Wenn das ja eh so ein kleines und altes Haus ist...dann hat das doch mit Sicherheit nur EINEN Schornsten?! Und somit hängen bisher die Gasheizung UND die Öfen an einem Zug?? Check das mal bitte: ENORM WICHTIG!
Ein Gas-Brennwertgerät benötigt immer eine Kunststoff-Abgasanlage. Ist der einzige Schornstein belegt mit anderen Feuerstätten, müsste eine (ca 12cm dünne) Abgasanlage am Haus außen hochgezogen werden. Wie weit ists bis zur Außenwand?
daneben der WW Speicher (Größe???). Aber der VKK hat doch lt. Angabe nur 100lt.
Der VKK als Kessel/Wärmeerzeuger hat diesen KESSEL-Wasserinhalt. Der TRINKwasserinhalt des WW-Speichers ist getrennt, das sollten dann so 200 Liter etwa sein. SO schick könte das aussehen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Mal mein Senf zur Eingangsfrage: Ich halte es durchaus für sinnvoll, wichtige Ersatzteile zu bevorraten, vor allem dann, wenn ein Systemwechsel in den nächsten Jahren nicht beabsichtigt ist. Denn eine Ersatzteilversorgung über die Hersteller ist immer zeitlich befristet, was man heute noch beschaffen kann, das kann in anderthalb Jahren ums Verrecken nicht aufzutreiben sein. Für meinen Gasheizkessel habe ich daher genauso Ersatzteile vorrätig, wie für Sat-Anlage oder E-Installation. Außerdem pflegen solche Geräte besonders gern zwischen Weihnachten und Neujahr auszufallen, einer Zeit, wo man mitunter über zwei Wochen hinweg keine Ersatzteile ran bekommt. Das ist bei einer Heizung besonders unkomfortabel.

Ich habe daher Kesseltemperaturfühler, Speichertemperaturfühler, Umwälzpumpe, Feuerungsautomat, Zünd- und Ionisationselektrode, sämtliche Elektronikplatinen, eine Gasarmatur, ein Kesselthermostat und sogar ein paar Ersatzfedern für die Abgasklappe vorrätig. Da der solide Gußheizkessel praktisch unkaputtbar ist, ließe sich so ein technisch neuer Heizkessel in der alten Gehäusehülle herstellen.

Man sollte bedenken, daß gerade für Modelle die kaum noch verbreitet sind, sich kein Heizungsbauer noch Ersatzteile auf Lager legt. Und dann gibt am 24. Dezember die Gasarmatur den Geist auf und der nette Heizungsbauer kann einen nur vetrösten, daß schon am 7. Januar eine Bestellung wieder möglich und das Ersatzteil dann bestimmt in zwei drei Tagen da sei. Was ich als Kunde da sagen würde, ist FSK18. Mindestens. Ich mache da meinen Schrank auf und habe noch am selben Tag wieder ein warmes Haus.

Besonders kritisch (weil dann nichts mehr geht) sind die Elektronikplatinen, da sie elektronische Bauteile wie die Elkos enthalten, die unweigerlich altern und dann den Dienst versagen. Wer sich gut mit Lötarbeiten und Elektronik auskennt, kann sich natürlich auch frische Elkos in allen verbauten Varianten hinlegen und ggf. schnell mal austauschen. Bei meinem Liebherr-Kühlschrank war es schon nach nur 9 Jahren soweit, Elkos am Ende - Kühlschrank defekt. Für rund 5 Euro Materialkosten und mit 20 min Arbeit konnte ich den Patienten heilen, nun läuft er schon drei Jahre damit und erfreut sich bester Gesundheit. Für die alten Herrschaften ist das wahrscheinlich aber keine Option, da helfen nur komplette Baugruppen, die jeder Heizungsbauer austauschen kann.
 

dema

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@Schorni
na soooo klein ist das Haus auch nicht bei 8mx11m Grundfläche und drei EGs inkl.DG :)
Also ich habe angerufen und die Aussage vom Vater ist: zwei Schornsteine, einer für Hzg.u.einer für die Öfen.
Bei der Hzg.ist im gemauerten Schornstein (ca. 12m hoch), beim Einbau der Heizung ein Alurohr mit dem Umfang 42cm also ca. 13cm Durchmesser als Abgasleitung eingebaut. Das könnte doch bleiben, wenn bei einer Therme 60/100 Abgasltg. benötigt wird? Wie bei der vorgeschlagenen z.Bsp.? Bis zur Außenwand wäre es natürlich kürzer ca 4-5m, aber geht denn das so einfach das Abgas so niedrig nach außen zu leiten?


@Andreas1956
ein Unterstützer meiner Frage:)
Ich bin hin und hergerissen, einerseits wäre es gut etwas neues einzubauen, andererseits verstehe ich auch die Ellis bezüglich der Ersatzteile. Nur ist hier die Frage, welche wir kaufen könnten, es muss natürlich ein sinnvolles Maß haben. Vielleicht die evt. teuersten, welche man im Internet regeneriert o.ä. preiswerter bekommt?
Welch könntest Du denn da vorschlagen für den Heizungstyp, kennst Du dich da aus?

Noch am Rande: mit den Elkos ist völlig richtig. Ich arbeite ja in der Computerbranche und wir betreuen Serverfarmen. Diese laufen teilweise Jahre vor sich hin und wenn sie mal ausgeschalten werden, wolle sie nicht mehr starten. An was liegts? An den Elkos in den NTs oder Platinen. Die werden heutzutage zwar nicht mehr rausgelötet, aber ich habs noch gelernt:), da könnte ich hier zumindest was machen.
 
Andreas1956

Andreas1956

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Bei einer regelmäßig fachmännisch gewarteten Heizung werden bestimmte Komponenten normalerweise regelmäßig ersetzt, etwa die Elektroden, so daß diese eher nicht das Problem sein dürften, auch wenn sie nicht soooo teuer sind, daß man sich da keinen Ersatz hinlegen könnte. Wo jedoch der Heizungsbauer nicht Hand anlegt, solange nichts ausfällt, das sind die Elektronikplatinen. Somit sind diese prädestiniert für unabsehbare spontane Ausfälle, allerdings dann meist auch gleich mit gravierenden Auswirkungen. Wenn Du davon Ahnung hast, könntest Du irgendwann außerhalb der Heizperiode ja mal sämtliche Elkos auf den Platinen, soweit Du Dich in der Lage siehst diese auszubauen, prophylaktisch durch frische ersetzen. Damit wäre die Hauptursache des Ausfalls von Geräten mit elektronischen Bauteilen schon mal weitgehend aus dem Rennen, zumindest wenn das Haus über einen ordentlichen Überspannungsschutz verfügt. Gerade die Platinen von solchen betagten Geräten, die oft vor der Entsorgung geschlachtet und Teil für Teil verhökert werden, könnte man sich tatsächlich sehr günstig beschaffen, dann in Ruhe mit neuen Elkos und Relais bestücken und dann am Ort der Heizung vorhalten.

Ich persönlich würde auch eine neue originalverpackte Gasarmatur vorrätig halten, wenn man mit seinem Heizungsbauer gut kann. Denn der müßte natürlich auch bereit sein dieses Bauteil ggf. einzubauen, das er nicht persönlich auf einem nachvollziehbaren Beschaffungsweg bezogen hat.
 
Dr Schorni

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zwei Schornsteine, einer für Hzg.u.einer für die Öfen.
Prima, dann ist das Problem gelöst. Ob aber das 13er Innenrohr verwendet werden kann muss ggf mittels Berechnung ermittelt werden, wahrscheinlich wirds gehen. Das konzentrische Doppelrohr 60/100 geht so nur bis zum Schornstein, ab da geht innen nur das 60er Rohr weiter. Das hat an den Muffen ca 70mm und damit würde der erforderliche Ringspalt mit 30mm zum 130er Edelstahlrohr gerade sooo eingehalten werden.
Sind wir aber wieder beim Problem des Anschlußes. Da sollte der bestehende Anschluß verwendet werden, der jetzt sicher tiefer liegt, als eine wandhängende Therme es dann erfordert. Das würde wieder zum bodenstehenden VKK führen.
 
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dema

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OK, ich habe bald Urlaub und fahr mal hin und schaue mir den Kessel (Steuerung) mal an, ich hab aber mal bei E****.de geschaut, da bekommt man auch so manche Sache preiswert. Wäre überdenkenswert.

Bezüglich des Anschlusses: wenn ich mich recht erinnere ist der Schornsteinanschluss höher als der Heizkessel, etwa 170cm übern Fussboden. Wie das passend wäre muss man sehen. Sollte es neu werden kommen dann wohl nur die VC 206/5-5 oder VKK infrage, oder gibt es da noch was anderes?
 
Thema:

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