Lohnkosten Handwerker

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Rantanplaq

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Hallo,

ich möchte gerne mal in die Runde fragen, was ihr für Erfahrungen im Bereich Heizung/Sanitär (z.B. Pumpentausch, Leitungstausch wegen Undichtigkeit, Heizkörperaustausch usw.) mit den Handwerkerrechnungen, ebenso den Löhnen.
Ich würde gerne mal etwas anderes "sehen", da ich noch nichts anderes gesehen habe (ausser einem Kontakt mit einer Firma B für Brand und Wasserschadensanierung).


An der Arbeit selbst von Firma A gibt es nichts zu bemängeln, aber ich mache mir etwas Gedanken über das Abrechnungssystem.
Firma A nimmt für einen Obermonteure 42 bis 53 EUR/Std, Lehrling 27 EUR/Std zzgl. 10 EUR Fahrzeugpauschale und plus MwSt.
Bei der Zeiteintragung auf dem Arbeitszettel wird die Fahrzeit zur Firma (5 bis max. 10 Minuten) noch mit bis zu 15 Minuten als Arbeitszeit in die Arbeitszeit addiert.
Dass ein Lehrling, auch im dritten/vierten Lehrjahr, überwiegend Nutzlos dabei ist, lasse ich mal ausser acht.... Ich merke dazu aber noch an, dass am Haus meiner Eltern ein Malerlehrling aktiver mitarbeitete und dafür mit 17 EUR/Std berechnet wurde.
Rechnungen werden, 2. Kommastelle, immer aufgerundet, anstatt Kaufmänisch korrekt. :D 10,02 EUR + MwSt = 11,9238 = 11,93 auf Rechnung. / Aber das nur nebenbei. Ich war da jedenfalls ganz verdutzt, als ich das mal merkte und amüsiere mich noch heute darüber. :D



Ist das denn so gängig?
Irgend wie weiß ich mittlerweile halt nicht, aufgrund mangelnder Erfahrungen mit anderen, ob ich bei der Firma A gut behandelt werde oder nicht.
Welche Erfahrungen habt ihr?
 
socko

socko

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Ich denke das macht jeder Handwerksbetrieb wie er will. Auch muss dann nicht unbedingt "superkorrekt" gerundet werden. Daran sieht man eher das die Zeiten eben auch "krumm", also extrem korrekt abgerechnet sind.

Ob ein Lehrling nur "rumsteht" würde ich auch nicht sagen. Mal das Werkzeug holen, mal was halten ist auch Arbeit. (die willst du doch nicht tun, oder?)

Insofern, Arbeit kostet "leider" auch immer Geld. ;(

Wenn du mit den Leistungen zufrieden bist - sei froh, dann waren es vll. Leute mit "berufung" und keine "Abzocker". :thumbup:
 

Fischeliito

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Bei uns fährt der Kundendienst grundsätzlich ohne Lehrling, jedoch ist das kontraproduktiv für deine Nachkommen :D ansonsten sind die Lohnkosten in der Norm
 

Rantanplaq

Threadstarter
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Dass Lehrlinge gebraucht werden ist mir schon klar.Ich finde es auch Gut wenn mal ein Lehrling dabei ist und er sich in mehr Nützlich macht als Werkzeug holen (auch wenn er mehr kann). Gerne erwähne ich mal wieder den Malerlehrling bei aktiver Mitarbeit für 10 EUR weniger. Das hatte mir einen Augapfel herausquellen lassen.

Ich habe auch Verständnis wenn ich gesagt bekomme, dass 1 Mitarbeit Krank ist, 1 gekündigt hat und ein Lehrling in einer Über-betrieblichen Ausbildung ist.
Wo ich kein Verständnis habe ist wenn ich jeden Krümmel berechnet bekomme. Es brauchen nur 2 Gummiedichtungen für ne Wasseruhr sein, dann kommt schon die Kleinmaterial-Pausche auf die Rechnung. Es wird nichts unter den Tisch fallen gelassen, trotz seit mehr als 15 Jahren Dauerkunde. Anderseits bekommen wir mal erzählt, wie viele Rechnungen nicht geschrieben wurden.
Wo ich auch kein Verständnis für habe ist, dass sie einen Gesellen aus einer Zeitarbeitsfirma hatten und ich fragte was mit ihm ist - und ich darauf gesagt bekomme: So einer Kostet auch und er ist nicht Ortskundig. <- Was ist denn das für eine bescheuerte Antwort? Und das, obwohl die mich seit Kleinauf kennen und mit meinen Eltern befreundet sind.
Auch habe ich kein Verständnis dafür, wenn ich bei einem Abwasserschaden in einer kleinen Mietwohnung, wo im Küchen/Eingangsbereich der Boden Nass ist, mit dem Wissen von Arbeitsstau bei "meiner" Firma A, mir von meinem Versicherungsmakler deswegen eine andere Firma empfohlen lassen habe (diese Firma ist spezialisiert auf Wasserschäden und entfernte den Estrich, schüttete ihn neu, tapezierte, malerte und hat neuen Boden gelegt. Alles aus einer Hand. Ich finde, das war auch von der Zeit her Optimal. Denn die Pflegebedürftige Seniorin musste in eine Ersatzwohnung.). Als ich mit Firma A im Gespräch war und wir auch über seinen Mitarbeitermangel sprachen, erwähnte ich in diesem Wasserschadenfall von der anderen Firma. Was macht er...? Er meldete sich dann bei meinem Versicherungsmakler und fragte ihn wieso er ne andere Firma empfiehlt.. VM meldete sich bei mir und hat mich bissl angekackt, dass ich diese Empfehlung erwähnte. Aber dann war er mit mir gleich wieder im grünen Bereich. Ich bin ja sein Kunde. :p

Bei der Heizungsfrage Anfang diesen Jahres wählte ich eine andere Firma (eine mit Solar und Wärmetechnik). Auch das erwähnte ich mal irgendwie und sie haben mir die Heizungsfirma schlecht gemacht. Würden zB unausgereifte Systeme verkaufen. Dach wird mit Heizungswasser geheizt. Kunde blabla verbraucht nun mehr Gas. Usw. Jedenfalls ließ ich mich nicht davon beeindrucken (bzw. fühlte dem Heizungsbauer auf den Zahn) und blieb bei meiner Entscheidung. Zumal Firma A doch auch Personalprobleme hat. Da frage ich mich, wie die dann einen Mitarbeiter eine Woche in einen Heizungskeller stecken wollen. Für mich ist halt Firma A eine Firma für Heizkörper, Zuwasser und Abwasser.
Später irgendwann habe ich durch meine Eltern erfahren, dass der Senior sich (wieder) beschwert hat, dass ich doch schon ein Angebot hätte... habe ich aber keins machen lassen und für ne neue Heizung, explizit für dieses Gebäude habe ich diese auch nicht gefragt. :p
Was ich aber habe machen lassen, war der Einbau eines Öldurchflusszähler (oder Ölmengenzähler oder was auch immer) zur Ölheizung. Diese Firma kannte so etwas nicht, bis ich denen einen Link zuschickte.. Von dem hätte ich mir ein Angebot zu einer neuen Heizung machen lassen oder wie??

Ja, ich fühle mich bei diesem Betrieb nicht mehr wohl, auch wenn die Arbeit nicht zu beanstanden ist (was zB Super ist wenn ich: Anrufe; Ulli, ich stehe hier im Keller, im Abwasser! Was hetzt??! Dann kommen sie innerhalb einer Stunde. Das ist natürlich verdammt viel Wert und schätze ich auch.
Doch sah ich letztens auf der Internetseite einer anderen Firma aus dem Ort, dass sie das auch machen und ich nicht mehrere Jahre Kunde sein muss, um diesen Service zu bekommen.
Und deswegen versuche ich über den Tellerrand hinaus zu schauen und wollte in diesem Thema eigentlich Erfahrung, von anderen, über Handwerksbetriebe lesen. :D
Ich bezahle sie doch.


Apropos Kunde: Wir waren viele Jahre im Lebensmitteleinzelhandel als Kleinbetrieb tätig. Dementsprechend auch direkter Kundenkontakt - und immer Freundlich sein.... Firma A war nur 1 mal pro Woche bei uns hat nie so viel eingekauft, wie die Versorgung von Frischware für 1 Woche nötig gewesen wäre. Für uns war dies nie ein Problem, denn jeder kann sein Geld dort ausgeben wo er möchte und auch andere Geschäfte haben gute Waren. Haben wir natürlich auch mal erzählt bekommen und wir haben nicht schlimm darüber gedacht. Eher Interessiert gewesen.
Das getue von denen kann ich dementsprechend nicht nachvollziehen, nur weil ich über den Tellerrand gehen möchte.

Nach meiner Meinung ist das Private/Freundschaftliche und Geschäftliche zu sehr vermischt.
Oder ist meine soo Sichtweise falsch? Mal abgesehen davon, dass mein Umgang zu Offen ist.
 
socko

socko

Mitglied seit
20.12.2012
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Zum Thema Kunde, in deinem letzten Absatz, ich stimme dir voll zu. In meinem Beruf muß ich dem Kunden den Ar... küssen. Die Erfahrung durch viele Anfragen bei HB-Betrieben zeigt mir, es gibt wohl einen Unterschied zu anderen Berufsbereichen.

Nur um dies einfach mal festzustellen. Arbeitsdruck kann kein Argument sein Anfragen nicht zu beantworten oder erst nach Tagen auf einen zuzukommen. Offenbar ist es bei den meisten Betrieben noch nicht angekommen das SERVICE der Punkt ist der den Kunden bindet. Ja, jetzt werden wieder alle schreien, wie immer. Aber warum? Weil der Großteil noch nicht kapiert hat das es nur Sekunden dauert einen Kunden zu verlieren und dadurch, so zumindest in meinem Bereich, gleich Tausende an einen Anderen gehen können!
 

Elektroniker56

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Rantanplaq, deine Sichtweise mag ja für dich in Ordnung sein, obwohl du die Verhältnisse nicht genau kennst.

Was ist denn heute alles Anders als früher, zumal du dich auf frühere Zeiten beziehst, in denen vieles angeblich besser war.

okay, aus meiner Lehrzeit weiß ich noch, unser Ausbildungsbetrieb bildete seine Lehrlinge praxisnahe und -gerecht aus.
Ab Ende des zweiten Lehrjahres wurden wir fast schon wie Gesellen in Arbeiten einbezogen, die man uns durchaus zutraute.
So lernt man auch selbstständiges arbeiten -das zeitweise kontrolliert wurde- und je sicherer ein Lehrling in seinen Arbeiten wurde, um so weniger wurde kontrolliert.

Nur, um es mal deutlicher zu machen. Zu meiner Ausbildungszeit gab es keine "Berufsgenossenschaften" incl. entsprechender Auflagen und Notwendigkeiten.
Solcherlei Genossenschaften kann man ähnlich wie ein gewisser "Beamtenaparat" sehen und entsprechend etabliert haben sich diese Genossen ja schon.

Wie wäre es denn, du bietest dich dem von dir erwähnten Betrieb A als Fachberater in Wirtschaftsfragen gegen einen kleinen Anerkennungslohn an?
Du bekämest somit tiefere Einblicke in die Abläufe der Firmeninterna und kämest früher oder später wahrscheinlich zu einer Korrektur deiner momentanen Sichtweise.

Einige Zeitgenossen sehen nämlich zu gerne, nur das was sie sehen wollen. Sogar ein gewisser Bereich macht nichts anderes.
Die sogenante Wissenschaft kehrt gerne alles unter den Teppich, was ihr nicht ins Konzept passt, oder macht es passend per Argumentationen von bezahlten "Fachgrößen"

In relativ kleinen Handwerksbetrieben läuft manches ja noch übersichtlich und geordnet.
In großen Dax orientierten Unternehmen haben Ingenieuere und Techniker nichts mehr zu sagen. Dort haben nur noch die BWLer den Profit im Blick, der mit möglichst wenig Aufwand erreichbar sein soll.
Du hättest es also einfacher, Einblicke in die betrieblichen Abläufe kleiner Handwerksbetrieben zu tätigen und dich als Berater anzubieten. ;-)
 
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